Ist ein homöopathisches Arzneimittel nutzlos?

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12 Antworten

Hallo Newtmasshipper,

Ich habe herausgefunden, dass es als eine Pseudowissenschaft gilt und
(abgesehen vom Placebo-Effekt) keinerlei Wirkung zeigt. Stimmt das denn?

Homöopathen werden Dir etwas anderes erzählen. Aber auch Astrologen werden Dir nicht bestätigen, dass an der Astrologie nichts dran ist....

Dass Homöopathika Placebos sind, das ergibt sich als stimmiges Gesamtergebnis einer ganzen Reihe von Argumenten. In den gängigen Homöopathika sind keine Wirkstoffe mehr enthalten - bei dem Vorgang, den Homöopathen "Potenzieren" nennen, werden sie aus dem Präparat herausverdünnt. Bis zur völligen Abwesenheit der auf dem Präparat genannten Substanz.

Eine gezielte Wirksamkeit von Stoffen in Abwesenheit ist mit unserem naturwissenschaftlichen Wissen heute nicht mehr(!) vereinbar. Entsprechend dieser über die Naturwissenschaft zu erwartenden fehlenden Wirksamkeit haben Homöopathika in sauberen Studien keine Placeboüberlegenheit nachweisen können. Zudem gibt es sogar Studien, die deutlich herausarbeiten, dass es die intensiven Gespräche und die bei dieser Anamnese erlebte persönliche Zuwendung ist, die den Patienten hilft - nicht die Globuli. Wissenschaftliche theoretische Erwartung und Beobachtung passen hier also zusammen.

Auf diesen Sachverhalt reagieren dann viele Homöopathen mit pseudowissenschaftlichen Einwänden. - Auch das eigentlich ein Argument für das Fehlen stichhaltigerer Einwände.

Sind also alle Arzneimittel auf denen "homöopathisch" steht eigentlich nutzlos?

Ab einer bestimmten Verdünnung sind alle Homöopathika sicher Placebos, ja. Ein Placebo ist aber nicht mit "nutzlos" gleichzusetzen. Das sieht die Sache zu wenig differenziert. Ein Placebo ist ohne gezielte Wirksamkeit - also ohne für die Beschwerden spezifische Wirksamkeit. Über das komplexe Zusammenspiel von unterbewussten psychischen Reaktionen und körperlichen Funktionen haben Placebos aber sehr wohl unspezifische Effekte. Im EEG kann man z.B. Endorphinausschüttung im Gehirn nachweisen - sogar in ganz ähnlicher Weise wie nach der Einnahme von Schmerzmitteln.

Das Erleben von Erleichterung der Beschwerden nach Placebogabe ist für den Patienten also keine Einbildung, es ist ein reales Phänomen, dass der Tatsache geschuldet ist, dass die in der Alternativmedizin gezogene Trennung von "geistartigen" und "körperlichen" Eigenschaften grundfalsch ist. Der Mensch ist komplex und unser Erleben von Krankheit erfolgt systemisch - also psychisch UND physisch.

Das gibt einer Placebobehandlung aber kein ein Argument für eine Daseinsberechtigung: Der Patient hat ein Recht auf eine bestmögliche Behandlung. Und die setzt sich eben im Idealfall aus empathischer Zuwendung UND gezielt wirksamer Therapie zusammen. Letzeres kann die Homöopathie nicht bieten. Wo aber keine nachgewiesen wirksame Behandlung möglich oder notwendig ist, ist es durchaus ethisch vertretbar, dem Patienten mit Placebos die Situation etwas zu erleichtern. Indiziert im medizinischen Sinne (also "notwendig") ist eine Placebobehandlung aber nie. (Deswegen steht im Beipackzettel von Homöopathika auch "registriertes homöopathisches Arzneimittel, daher ohne Angabe einer Indikation": Das Mittel hat nie nachgewiesen, dass es bei bestimmten Beschwerden mehr ist als ein Placebo)

Vielleicht schaust Du einmal ergänzend in die ältere Antwort von mir bei dieser Frage hier:

https://www.gutefrage.net/frage/homoeopathie-sinnvoll-und-wirksam?foundIn=tag_overview

Dort habe ich ausführlich erklärt, was Homöopathie ist, was die Wissenschaft dazu sagt, wie die Studienlage ist und was zu Placeboanwendungen zu sagen ist. Leider wollte das der Fragesteller damals nicht hören... ;-)

Grüße

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Kommentar von uteausmuenchen
09.07.2016, 13:10

P.S.: Auch hier kannst Du Dich seriös weiter informieren:

http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/

Dort wird auch sehr gut und verständlich zu den eher pseudowissenschaftlichen Einwänden der Homöopathen Stellung bezogen.

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Kommentar von uteausmuenchen
11.07.2016, 00:14

Danke für das Sternchen!! Ich freu mich.

=)

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Das hängt stark davon ab, wie Du das Wort "nutzlos" definierst.

Nutzen hat es für den Hersteller und den Verkäufer, denn die verdienen gut daran.

Nutzen tut es auch dem Anwender durch den Placebo-Effekt. Aber da ist dann  das Mittel egal (gilt für alle Hochpotenz-Homöopathika in gleicher Weise, egal welche Ursubstanz verwendet wurde), und für den Placebo-Effekt könntest Du auch eine Packung Lutschbonbons kaufen, und dabei sogar frei zwischen Geschmack und Farbe wählen.

Fakt ist jedenfalls - und bis heute konnte diesem Fakt noch keine(r) der Homöopathie-Anhänger(innen) widersprechen:

Trotz über 200 Jahren der Homöopathie gibt es bis heute keinen einzigen Nachweis durch eine reproduzierbare klinische Studie an einer größeren Zahl von Probanten, bei der mit Hochpotenz-Homöopathie (egal mit welcher Ursubstanz) eine Heilwirkung bei egal welcher Krankheit, die höher ist als  die Heilwirkung von Placebo, nachgewiesen werden.

Demzufolge gilt der simple Satz: Nach allem, was man heute über die Hochpotenz-Homöopathie weiß, wirkt diese nicht besser als Placebo, also leere Tabletten. Demzufolge ist die durch Homöopathie verursachte Heilwirkung exakt gleich NULL.

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Fun fact: damit homöopathische "Arzneimittel" in der Apotheke verkauft werden dürfen, müssen die Hersteller zunächst die Wirkungslosigkeit ihres Medikamentes bescheinigen.

Sollten sie nämlich die Zulassung als "echtes" Medikament beantragen wollen, dann müssen sie in aufwändigen Studien nachweisen, ob und welche Nebenwirkungen ihr Produkt hat.

Quelle (z.B.): http://www.it-recht-kanzlei.de/verkauf-werbung-hom%C3%B6opathische-arzneimittel.html

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Darüber wurde schon so viel diskutiert und auch hier wird man wahrscheinlich zu keinem wirklichen Ergebnis kommen!

Bei der Homöopathie ist wohl wirklich viel Wunschdenken und Glaube, der dann die Selbstheilung aktiviert und zur Genesung führt.

Wenn meine Kinder Beulen haben, bekommen sie von mir die Arnika-Globuli. Ich habe aber wirklich das Gefühl, dass dadurch die Schwellung schneller zurück geht. Allerdings können mein Kinder noch nicht zwischen einem schulmedizinischen und einem homöopathischen Medikament unterscheiden. Trotzdem wirkt es. Von dem her denke ich, dass es wirklich nicht nur Zuckerkügelchen sind.

Auch während einer meiner Schwangerschaften habe ich Globuli gegen starken Husten in der Nacht bekommen. Hatte aber eher das Gefühl, es würde immer schlimmer. Habe dann nochmal die Packungsbeilage durchgelesen und da stand, dass es möglich ist, dass die Symptome sich verschlechtern. Wenn dies der Fall sei, sollte man das Medikament absetzen. Werden die Symptome nach dem Absetzen besser, so war es das richtige Medikament. Das machte ich und der Husten wurde tatsächlich besser. Tja, war das nun Wunsch oder Wirklichkeit?! Keine Ahnung, ich war nur froh, dass es mir besser ging.

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Kommentar von DonkeyDerby
09.07.2016, 09:53

dass es möglich ist, dass die Symptome sich verschlechtern. Wenn dies der Fall sei, sollte man das Medikament absetzen. Werden die Symptome nach dem Absetzen besser, so war es das richtige Medikament.

Das ist natürlich der Königsweg! Wenn das "Medikament" nicht gegen die Beschwerden hilft, dann war es die richtige Behandlung... genial! Auch hier war natürlich der Zeitfaktor der wahre Heiler.

Wenn meine Kinder Beulen haben, bekommen sie von mir die Arnika-Globuli.

Da ich nicht annehme, dass die Kinder Beulenpest haben, haben sie sich wahrscheinlich nur gestoßen. Das ist bei Kindern normal. Ist es sinnvoll, Kindern bei einem so normalen Wehwehchen beizubringen, dass man etwas "dagegen schlucken" muss? Wenn die Beule tatsächlich stark schmerzt, ist ein Eisbeutel allemal sinnvoller und trainiert nicht den Reflex: "Ich hab Beschwerden, dann muss ich etwas einnehmen".

Dass Du es gut meinst und Deinen Kindern helfen willst, steht außer Frage. Aber Du solltest vielleicht doch darüber nachdenken, ob es sinnvoll ist, bei jedem "Aua" die Einnahme von Pillen zu trainieren.

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Kommentar von SergeantPinpack
09.07.2016, 10:14

Wenn meine Kinder Beulen haben, bekommen sie von mir die Arnika-Globuli.

Das ist so ein Punkt, den ich nicht verstehe.

Ich habe eigentlich immer angenommen, dass man in der alternativen Medizin eigentlich weg möchte von der Einstellung "Pille einwerfen, Problem gelöst". Stattdessen macht man genau das. So werden doch schon von Kindesbeinen an Verhaltensweisen eingetrichtert, die man im Grunde ablehnen (oder zumindest kritisch hinterfragen) müsste.

Wenn ich mich als Kind (leicht) verletzt hatte, dann musste meine Mutter auf die verletzte Stelle pusten. Hat mir sehr geholfen, obwohl es in letzter Konsequenz das gleiche Spielchen ist wie mit den Globuli. Irgendwann war es dann nicht mehr wichtig, denn im Grunde kam es nur auf die Aufmerksamkeit an, die mir als Kind zu Teil wurde.

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Kommentar von uteausmuenchen
09.07.2016, 12:26

Hallo Chumacera,


Wenn meine Kinder Beulen haben, bekommen sie von mir die Arnika-Globuli.
Ich habe aber wirklich das Gefühl, dass dadurch die Schwellung
schneller zurück geht.

Wie Du selbst schreibst: Ein Gefühl - weil Du notgedrungen die beobachtete Abklinggeschwindigkeit mit einer hypothetischen vergleichst. Nur sieht im ersten Moment manches schlimmer aus als es ist. Man bewertet deshalb nicht zuverlässig. Und in der Erinnerung bleiben natürlich vor allem die schlimmsten Belssuren.

Saubere Untersuchungen zeigen, dass Dich Dein Gefühl täuscht. Behandaelt man wirklich verblindet einen Teil der Patienten mit Placebo und schaut dann auf die Erfahrungen von Arnica-Gruppe und Placebogruppe, dann zeigen sich keine signifikanten Unterschiede.

Hier eine große Untersuchung dazu: Das Ergebnis lautet, dass "die Behauptung, dass homöopathische Arnica über einen Placeboeffekt hinaus wirksam ist, nicht von rigiden klinischen Prüfungen gestützt wird." http://archsurg.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=211818

Und natürlich zeigen auch Kinder, Kleinkinder und sogar Babies Placeboeffekte. Sehr starke Effekte sogar, weil sie das Urvertrauen in die Erwachsenenwelt noch nicht verloren haben.


während einer meiner Schwangerschaften habe ich Globuli gegen starken Husten in der Nacht bekommen. Hatte aber eher das Gefühl, es würde immer schlimmer.

Das Konzept der Erstverschlimmerung beruht auf demselben Fehlschluss wie die Annahme, dass Besserungan NACH einer Einnahme unbedingt deswegen erfolgen müssten. Es gibt immer viele mögliche Ursachen und nicht alles, was nach einer Mitteleinnahme passiert, passiert deswegen.

Mit dem Konzept der Erstverschlimmerung decken Homöopathen aber geschickt auch Verschlechterung nach der Gabe der Mittel als "Wirksamkeitsnachwei" ab. Tatsächlich sieht man auch hier einfach den natürlichen Krankheitsverlauf: Wer ein Placebo nimmt, bevor der Höhepunkt der Entwicklung der Beschwerden erreicht ist, wird nach der Placeboeinnahme eben erst mal eine Verschlechterung an sich feststellen.

Ohne saubere Vergleiche mit den Erfahrungen von mit Placebo behandelten Patienten zieht man auch hier also die falschen Schlüsse.


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Kommentar von Chumacera
09.07.2016, 12:51

Es ist sehr nett, dass ihr mir hier alle Ratschläge geben wollt! Nur habe ich doch gar keinen Rat gesucht! :)

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Der Nutzen besteht im Placeboeffekt und darin, dass der Betreffende abwartet. Da die meisten leichten Beschwerden ohnehin mit der Zeit vergehen, stellt sich auch oft ein Erfolg ein.

Homöopathie beruht auf dem Prinzip "Gleiches mit Gleichem heilen" und auf der wahnwitzigen Verdünnungsprozedur.

Durch die Verdünnung sind kaum bis praktisch keine Wirkstoffe mehr enthalten, was bei klassischen homöopathischen Mitteln wie Hundekot durchaus angenehm ist...

Man darf Homöopathie keinesfalls mit der durchaus wirksamen Phytotherapie, also der Heilung mit Pflanzen und Kräutern, durcheinanderwerfen.


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Homöopathische Arzneimittel werden auch häufig bei Tieren angewendet, denen sie helfen, die den Placeboeffekt allerdings nicht kennen können.

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Kommentar von DonkeyDerby
09.07.2016, 09:42

Da wird ja auch quasi der Patientenbesitzer behandelt...

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Kommentar von uteausmuenchen
09.07.2016, 12:00

Hallo Leopatra,

dass Besserungen bei Tieren, die nach Globuligabe auftreten, beweisen würden, dass die Kügelchen wirksam seien, das ist eine leider sehr verbreitete Falschinformation, die Homöopathen nur allzu gerne weitergeben.

Richtig ist dagegen:

1) Auch Tiere können über ihre in Jahrmilliarden entwickelte Immunabwehr einfach mit der Zeit von selbst genesen. Beobachtet man eine Gruppe kranker Tiere und macht gar nichts, so werden  sich mit der Zeit die Beschwerden der Tiere verändern. Bei nicht tödlichen Krankheiten - und darum handelt es sich bei den allermeisten Alltagsbeschwerden - klingen die Beschwerden irgendwann ab. Das gilt natürlich auch dann noch, wenn der Halter vorher ein Placebo (Scheinmedikament) wie zum Beispiel Kügelchen gegeben hat, weil er ungeduldig war.

Merke: In den beobachteten Besserungen steckt nicht nur der Placeboeffekt, sondern auch alle - wie Ärzte es nennen - unspezifischen Kontexteffekte wie natürliche Krankheitsverläufe und der Faktor Zeit mit drin.

2) Doch, auch bei Tieren gibt es Placeboeffekte. Denn Placebo hat mit Einbildung oder Glauben nur sehr wenig zu tun, bzw. diese bewussten Erwartungshaltungen machen nur einen Teil des komplexen Phänomens "Placebo" aus. Im Placeboeffekt stecken auch unbewusste Anteile und soziokulturelle Anteile.

Zu den unbewussten Anteilen gehört die Ritualisierung, die bei Haustieren nachgewiesen ist. Ein anderer unbewusster Anteil ist die Konditionierung, die sogar erstmals am Hund entdeckt wurde.

Ein sehr wichtiger Faktor des Placeboeffektes beim Tier ist aber der sogenannte "Placebo by Proxy" - der "PLaceboeffekt bei der Kontaktperson". Der Tierbesitzer weiß um die Behandlung. Deshalb greifen bei ihm sehr wohl auch alle bewussten Anteile des Placeboeffektes wie die Erwartungshaltung.

Der Besitzer entspannt, weil er Verantwortung abgegeben hat - und das überträgt sich auch auf das Tier. Zudem wird der Besitzer unbewusst seine Wahrnehmung auf das Tier ändern; er wird die Symptome als weniger dramatisch empfinden und unbewusst eher auf Besserungen achten.

Nachzulesen z.B. hier: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/homoeopathie-wieso-es-einen-placeboeffekt-bei-tieren-gibt-a-974333.html

3) Saubere Studien ergeben KEINE Überlegenheit homöopathischer Behandlung gegen eine Placebobehandlung

Im Alltag hat man keinen Vergleich. Man kann nicht wissen, wie sich die Beschwerden unbehandelt entwickelt hätten. Besserungen nach Gabe eines Medikamentes können so Wirksamkeiten vortäuschen.

Erst ein sauberer Gruppenvergleich der Erfahrungen zweier unterschiedlich behandelter Gruppen ist deshalb aussagekräftig. Eine Gruppe bekommt Homöopathika, eine andere Gruppe glaubt, ebenfalls Homöopathika zu erhalten, bekommt aber in Wahrheit Placebo. Auch die behandelten Therapeuten dürfen nicht wissen, wer was bekommt.

Und dann vergleicht man die Erfahrungen beider Gruppen.

Das Ergebnis ist, dass alle Studien in ihrer Gesamtheit KEINE Argumente für eine Placeboüberlegenheit der Globuli liefern, auch beim Tier nicht. Das schreibt sogar die homöopathiefreundliche Carstens Stiftung:

"Insgesamt liefert diese nach Kriterien der evidenzbasierzen Medizin
durchgeführte Analyse der kontrollierten und randomisierten klinischen Studien der Veterinärhomöopathie keine schlagkräftigen Argumente zugunsten der Veterinärhomöopathie."


Grüße

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Nein, sie sind nicht nutzlos.

Die Pharmaindustrie¹ verdient daran gut (ideal: keine Forschung und Entwicklung, keine Stabilitätsprüfungen, Herstellung kinderleicht, einfach zu verpacken, wenig Papier für den Beipackzettel, ....), schafft damit Arbeitsplätze und hilft dem Staat somit beim Überleben. Auch Apotheken verdienen was dran, mit den gleichen gesamtwirtschaftlichen positiven Konsequenzen.

Du persönlich hast unter Umständen am wenigsten davon, da es dich Geld kostet und vermutlich auch nicht wirkt.

¹ nun, DHU, Arcana etc. sind auch Pharmaindustrie, da das was sie herstellen ja als Arzneimittel gehandelt wird.

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So ist es.

Es gibt nicht eine Studie, die Homöopathie irgendeine Wirkung (abgesehen vom Placeboeffekt) bescheinigen würde.

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Kommentar von beamer05
09.07.2016, 13:05

... wobei die Meisten, die sich gegen den Placeboeffekt "wehren" ganz offensichtlich davon keine Ahnung haben (und ihn deshalb heftig unterschätzen)

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nicht unbedingt, es gibt viele (unterschiedliche) Meinungen dazu. Jeder Mensch reagiert anders darauf.

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Kommentar von BurkeUndCo
10.07.2016, 18:14

Das mag ja sein, aber bisher gab es noch keine Gruppe von Menschen, die im klinischen Versuch besser auf Homöopathie reagiert hätte, als auf Placebos.

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Warum probierst Du es nicht einfach aus, statt nach den Meinungen Anderer zu fragen.

Auch bei den diversen Medikamenten haben Patienten nicht alle die gleichen Erfahrungen gemacht.

Der Mensch ist nun einmal  keine Maschine, oder wie Aristoteles gesagt haben soll :: " Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile "

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Kommentar von MalNachgedacht
13.07.2016, 10:29

Warum probierst Du es nicht einfach aus, statt nach den Meinungen Anderer zu fragen.

Mit der Begründung könnte man auch probieren, ob ein Schamane Fußpilz besser heilen kann als ein Arzt oder ob das Schlachten eines Huhns in einer Vollmondnacht bei einer Blasenentzündung nicht bessere Heilungsaussichten bietet wie das Antibiotikum das einem der Arzt verordnet.

Homöopathie wird nun schon seit über 200 Jahren "ausprobiert" - und es hat sich gezeigt dass homöopathische Mittel in den üblichen Potenzen bei denen keine pharmakologische Wirkung mehr zu erwarten ist nicht besser oder auch nur erkennbar anders wirken als Zuckerpillen.

Auch bei den diversen Medikamenten haben Patienten nicht alle die gleichen Erfahrungen gemacht.

Bei richtigen Arzneimittel gibt es aber sehr wohl spezifische Wirkungen die zwar nicht bei 100% aller Patienten auftreten aber eben signifikant häufiger als es z.B. bei Verabreichung einer Zuckerpille der Fall ist.

Nimmt Frau die Antibabypille wird sie mit deutlich mehr als 95% Wahrscheinlichkeit nicht schwanger.

Und Insulin senkt mit weit mehr als 99% Wahrscheinlichkeit den Blutzuckerpegel.

Entsprechende Narkosemittel haben auch in weit über 99% der Fälle die erwünschte Wirkung.

Sollte man nun ernsthaft "probieren" ob Zuckerpillen oder Glaubuli bei einem selbst vielleicht ähnlich gut eine Schwangerschaft verhüten, einer erhöhten Blutzuckerspiegel reduzieren oder die Schmerzweiterleitung ähnlich gut blockieren wie echte Medizin weil man ja selbst mehr als die Summe seiner Teile ist?

Da wünsche ich schon mal viel Spaß dabei....

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Schon verrückt, auch hier fast nur Antworten von Homöopathiegegnern. Du kannst mir aber glauben, es gibt mindestens genausoviele Menschen, die mit Homöopathie gute Erfahrungen gemacht haben und darauf schwören. Es ist ein Glaubenskrieg, und darum muss jeder sich seine eigene Meinung bilden und eigene Erfahrungen damit machen.

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Kommentar von uteausmuenchen
31.07.2016, 23:34

Zum Glück muss eben nicht jeder selbst an sich durch "Try and Error" herausfinden, welches Verfahren eine echte Wirksamkeit besitzt und welches nicht - zumal persönliche Eindrücke nachweislich fehleranfälliger sind als saubere Vergleichsstudien.

Sauber ausgetestete Ergebnisse haben dann auch nichts mit Glauben zu tun.

https://www.theguardian.com/lifeandstyle/2015/mar/11/homeopathy-not-effective-for-treating-any-condition-australian-report-finds?CMP=share_btn_fb

Im Übrigen: Völlig falsch, dass es ebenso viele Menschen gäbe, die "gute Erfahrungen" mit der Homöopathie gemacht haben. Wo hast Du nur diese Zahl her? Von Homöopathen?

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