Frage von Wissensdurst84, 161

Ist ein Generalstreik der ein ganzes Land lahm legt sinnvoll wie derzeit in Griechenland?

In Griechenland protestieren ca. 100 000 Menschen gegen die geplante Rentenreform, landesweit legt ein Generalstreik das öffentliche Leben so gut wie lahm. Nichts geht mehr im Land.

Wäre so etwas bei uns denkbar? Ist die Wirtschaft oder die Regierung nicht erpressbar wenn sie einmal nachgeben?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von PeVau, Community-Experte für Politik, 89

Ein Generalstreik ist immer ein politischer Streik. Er ist das einzige Mittel dass ein Volk hat, um sich gegen solche Vorhaben zur Wehr zu setzen, wenn man mal von einem Umsturz absieht.

Natürlich setzt er da an, wo es den Herrschenden weht tut. Das soll er ja auch! Das ist auch der Grund, warum bei uns ein Generalstreik verboten ist.

Ist die Wirtschaft oder die Regierung nicht erpressbar wenn sie einmal nachgeben?

Wenn das Volk sich so etwas ohne Gegenwehr gefallen lässt, dann wird das Volk immer erpressbarer. Und nein, Wirtschaft, Regierung und Volk sitzen nicht in einem Boot.

Kommentar von Interesierter ,

Nun, ich denke in einem Punkt irrst du dich. Wirtschaft, Regierung und das Volk sitzen definitiv in einem Boot. Die Regierung wird vom Volk legitimiert und ist somit der verlängerte Arm des Volkes. Das Volk ist auch in mehrfacher Weise Teil der Wirtschaft und zwar hauptsächlich als Kunde und als Arbeitskraft.

Aufgrund dieser Verflechtungen und der daraus resultierenden Tatsache, dass keiner ohne den anderen kann, sitzen alle in einem Boot.

Wenn einer ein Loch bohrt, müssen alle schöpfen, damit der Kahn nicht absäuft und mit diesem Streik wird definitiv ein Loch gebohrt.

Kommentar von furbo ,

Wenn einer ein Loch bohrt, müssen alle schöpfen, damit der Kahn nicht absäuft und mit diesem Streik wird definitiv ein Loch gebohrt.

Guter Spruch, muss ich mir merken.

Kommentar von PeVau ,

Die Regierung wird vom Volk legitimiert und ist somit der verlängerte Arm des Volkes.

So, so, die Regierung soll der verlängerte Arm des Volkes sein. Sei mir nicht böse, aber das ist doch reichlich naiv. Das ist weder bei uns so und schon gar nicht in Griechenland.

Die Syriza-Regierung hat in allem vor den Institutionen (EU, EZB, IWF) kapituliert und kein Versprechen an das eigene Volk gehalten. Das ist nicht vom Volk legitimiert.

... dass keiner ohne den anderen kann, sitzen alle in einem Boot.

Oh doch, das Volk kann ohne die, die es piesacken und in die Verelendung treiben. Es muss sich nur trauen.

Daran ändert auch das Märchen von der Sozialpartnerschaft nichts. Eigentümer von Produktionsmitteln und Nichteigentümer von Produktionsmitteln sitzen nicht in einem Boot, jedenfalls nicht im selben.

Kommentar von Interesierter ,

Wenn du die rechtmäßig gewählte Regierung nicht als vom Volk legitimiert ansiehst, stellst du die Demokratie in ihren Grundfesten in Frage. 

Wenn die griechische Regierung ihre Versprechen nicht hält bzw. nicht halten kann, dann ist das das Problem der griechischen Regierung und von niemand Anderem. Nur, weil Syriza etwas verspricht und dafür gewählt wird, müssen die übrigen EURO-Staaten noch lange nicht nach deren Pfeife tanzen. Wo kämen wir hin, wenn der deutsche Finanzminister das zu tun hätte, was im griechischen Wahlkampf versprochen wird? 

Dass die Wahlversprechen, mit denen Tsipras die Wahl gewann, reines Wunschdenken waren, war den meisten Leuten schon vorher klar. Wem es nicht klar war, der war reichlich naiv. 

Das Volk kann nicht ohne die Regierung. Das Volk kann die alte Regierung aus dem Amt jagen und eine neue wählen. Diese steht aber dann wiederum vor den selben Problemen. Die Probleme jedoch, lassen sich nicht abwählen. 

Was glaubst du, warum haben die Reichen in Griechenland viel Geld ins Ausland gebracht und investieren es nicht in ihrem Heimatland? Der Grund ist so einfach wie erschreckend. Es lohnt sich einfach nicht. Die Investition trägt keine Früchte, weil die Löhne zu hoch und die Produktivität zu gering sind. Zu viele Patschehändchen wollen gefüllt sein und zu viele Leute wollen auf undurchsichtigen Pfaden daran verdienen. 

Die ehrlichen Leute in Griechenland tun mir unsagbar leid. Sie werden von ihren eigenen Landsleuten schamlos über den Bengel gezogen, ohne dass sie sich dagegen wehren können. 

Kommentar von PeVau ,

Wenn du die rechtmäßig gewählte Regierung nicht als vom Volk legitimiert ansiehst, stellst du die Demokratie in ihren Grundfesten in Frage.

Welche Demokratie? Glaubst du wirklich, die Erpressung Griechenlands durch undemokratische Institutionen (IWF, EU, EZB) hat etwas mit Demokratie zu tun? Die Verelendung des griechischen Volkes ist bewusst herbeigeführte Folge des neoliberalen Umbaus. Dieser ist in keiner Weise demokratisch legitimiert.

Wir alle wissen noch, welch perfides Spiel mit Griechenland gespielt wurde, wie erst die Troika, dann die sogenannten Institutionen die faktische Macht im Land übernommen hatten und seitdem der griechischen Regierung diktieren, was zu tun ist. Das soll Demokratie sein?

An den Grundfesten dieser Demokratie und dem Verständnis, das diese "Demokratie" möglich macht, rüttle ich gerne und stelle sie in Frage. Nicht nur in Griechenland, auch bei uns.

Kommentar von Interesierter ,

Es wäre schön, wenn du das Märchen von den armen, unschuldigen Griechen, die ja gar nichts für ihre missliche Lage können, stecken ließest. 

Jede griechische Regierung wurde in freien, unabhängigen und geheimen Wahlen vom Volk gewählt und war damit gem. der griechischen Verfassung als Regierung legitimiert. Das ist und bleibt einfach Fakt. Daran kannst du rütteln, so lange du willst. Wenn die Griechen eine unfähige Regierung wählen, müssen sie eben auch mit einer unfähigen Regierung leben. Wie die Griechen das dann untereinander ausmachen, ist deren Problem und nicht das der EU.

Griechenland wurde zu keinem Zeitpunkt erpresst. Es wurden bisher 3 Hilfspakete geschnürt. Jedes Einzelne war von der jeweils amtierenden griechischen Regierung beantragt worden. Die Kredite sowie deren Auflagen wurden ausführlich verhandelt und von griechischer Seite akzeptiert.

Jede Regierung, die in Griechenland seit 2010 tätig war, hatte die Möglichkeit, die Hilfspakete einfach abzulehnen. Dann hätte es keinerlei Auflagen aber eben auch keine neuen Kredite bzw. den Schuldenschnitt von über 100 Mrd. € gegeben. Griechenland hätte dann eben mit seinen Schulden alleine dagestanden. 

Jede Regierung hat um Hilfen gebeten, jede Regierung hat die Auflagen akzeptiert und keine einzige Regierung hat sich an ihre Zusagen gehalten. 

Eine Bank ist keine demokratisch legitimierte Institution, da hast du schon recht. Trotzdem hat sich auch ein Staat an die Vereinbarungen, die er mit einer Bank trifft, zu halten.

Sag mal, was habt ihr euch von Tsipras erhofft? Dachtet ihr, er fährt mal kurz nach Brüssel, die komplette EU tanzt nach seiner Pfeife und erfüllt seine Wahlversprechen? Jeder, der einigermassen seine Sinne beieinander hatte, wusste doch schon vor Januar 2015, dass das niemals funktionieren kann. Dachtet ihr, ein Jeroen Dijsselbloem lässt sich das gefallen, wenn er von Varoufakis öffentlich lächerlich gemacht wird? Dachtet ihr wirklich, Syriza wirft die Troika aus dem Land, das Volk sagt "oxi" und das Geld fliesst unbegrenzt weiter? Wer das dachte, muss schon reichlich naiv gewesen sein.

Kommentar von PeVau ,

Griechenland wurde zu keinem Zeitpunkt erpresst.

Diese Aussage ist entweder Ausdruck erschreckender Ahnungslosigkeit oder bewusste Lüge.

Wenn du zu diesem Thema nur die Springer-Variante drauf hast, kannst du dich gerne bei meinen Beiträgen zu den folgenden Fragen hier informieren, dort findest du auch ein paar hilfreiche Links, die dir die Augen öffnen könnten, wenn du denn gewillt bist zu sehen und zu begreifen, statt nur zu glauben.

https://www.gutefrage.net/frage/wofuer-genau-haben-die-grichen-gestern-gestimmt

https://www.gutefrage.net/frage/wieso-kann-griechenland-forderungen-stellen-wenn...

https://www.youtube.com/watch?feature=player\_embedded&v=I3WwjEhiDjs

https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/operation-regime-change

...

Abschließend nur noch eines:

Es gibt zwei Wege, eine Nation zu erobern und zu versklaven. Der eine ist durch das Schwert, der andere durch Verschuldung.

Zitat des schottischen Ökonomen und Moralphilosophen Adam Smith (1723–1790):

Kommentar von Interesierter ,

Es ist richtig. Griechenland wurde ein Ultimatum gesetzt. Das war aber keine Erpressung. Eine Erpressung setzt immer Rechtswidrigkeit, die Androhung eines empfindlichen Übels und eine Bereicherungsabsicht voraus. Keines von diesen 3 Merkmalen ist hier gegeben. 

Auf der einen Seite wurde das Hilfsprogramm definiert und auf der anderen die Auflagen. Dann wurde es der griechischen Regierung zur Entscheidung vorgelegt, ob sie das nun will oder nicht. 

Wie ich schon ausführte, wurde hier niemand erpresst. Anders herum wird eher ein Schuh draus. Die griechische Regierung hat einseitig und ohne vorherige Rücksprache geltende Vereinbarungen gebrochen. Die griechische Regierung versuchte, unter den Südländern eine Allianz zu bilden, um die Institutionen zu untergraben. Die griechiesche Regierung versuchte mit der Geiselhaft der eigenen Landsleute während der Kapitalverkehrskontrollen, die EU weichzukochen. 

Es stand allen griechischen Regierungen immer frei, einfach die Karten auf den Tisch zu legen und zu sagen: "Danke, das war's, wir sind zahlungsunfähig!" 

Und noch Eines: Für die Umsetzung von Syriza-Wahlversprechen, muss Syriza einstehen und nicht die EU. Jeder in Brüssel wusste ganz genau, dass diese Versprechen nicht zu halten sind. Diese gebrochenen Versprechen der EU in die Schuhe schieben zu wollen, ist ein Griff in die unterste Schublade.

Kommentar von PeVau ,

Danke für den Stern!

Antwort
von JBEZorg, 65

Erpressbar? Die Äusserung des Volkswillens ist als Erpressung im Verständnis der "Demokraten"?

Kommentar von Interesierter ,

Wobei sich natürlich die Frage stellt, ob ein Streik von 100.000 Menschen bei 10 Mio Einwohnern wirklich den Willen des Volkes widerspiegelt.

Weiter muss sich jeder Streikende der Tatsache bewusst sein, dass er gegen die demokratisch legitimierte Regierung streikt. 

Kommentar von pontios94 ,

rechne die 50% arbeitslosenquote bei jugendlichen und ich glaub die letzte zahl war 28 % bei erwachsenen? ab und dann noch die rentner

Kommentar von Interesierter ,

Dann sind 100.000 Streikende immer noch 1% von 10 Mio Einwohnern.

Kommentar von JBEZorg ,

Wenn 3 Leute gegen das Werfen von Penne ins kochende Wasser demonstrieren ist es Äusserung des Volkswillens und ein friedlicher Protest. Und ihr müsst euch schon entscheiden. Gerae 2014 war das alles gut in der Ukraine und Äusserung des Volkswillens. War es auch auf dem Papier bevor die Gewalt anfing. Unabhängig jetzt davon, dass das Ganze inszeniert war. Solange es friedlich abläuft kann man denen nichts vorwerfen. In der Ukraine waren es wesentlich weniger Leute, aber eure Medien haben sich das Maul zerrissen um sie als das Volk darzustellen. Warum streiken die in Griechenland eigtl.? Na weil deren legitimer, demoratischer Volksvertreter Tsipras offensictlich sich mit Haut und Haaren verkauft hat und genau das Gegenteil von dem macht was er sich auf die Fahnen schrieb. Die Menschen wollen nicht unter dem Deckmantel der "legitimen Regierung" ausgeschlachtet werden auf Befehl aus Brüssel und Washington.

Aber so läuft's in der wirklichen Wirklichkeit. Eine recht kleine Gruppe entscheidet und regiert, immer und überall hinter der Kulisse von "Demokratie". Es sind wesentlich weniger als 1%. Manchmal gefällt's den Leuten nicht. Aber keine Sorge sie werden nicht gefragt. Auch dieser Protest wird erdrückt.

Und "demokratisch legitimierte Regierung" ist keinen Cent wert. In keinem Land. Auch in Deutschland nicht.

Antwort
von Interesierter, 96

Möglich wäre das bei uns sicherlich. Die meisten Gewerkschaften sind unter dem Dach des DGB. Wahrscheinlich ist es nicht, da die deutschen Gewerkschaften wissen, dass das nichts bringt.

Ob es in Griechenland sinnvoll ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. Was soll die Regierung in Athen denn machen? Setzt sie die Forderungen der Gläubiger nicht um, werden weitere Zahlungen gestoppt und die Krise verschärft sich weiter. Die Griechen sägen munter an dem Ast, auf dem sie sitzen. 

Griechenland wird sich nicht aus der Krise streiken können, da das Land dringend auf Hilfe angewiesen ist und eine sture Verweigerung weitere Hilfe blockiert. Streiks bringen nur dann etwas, wenn auch etwas zum Verteilen da ist.

Kommentar von pontios94 ,

du verinfachst die sache in griechenland aber heftig

was soll das volk denn machen?

wovon sollen die menschen leben?

du sprichst von hilfen weist aber offensichtlich null darüber was in den "hilfspaketen" drinsteht

und nach forderungen der eu kann man kein land wiederaufbauen daher ist es gut das die menschen auf die straße gehen und sich dagegen wehren

Kommentar von Interesierter ,

Momentan geht es doch um die Rentenreform. Fakt ist, die Rentenkasse Griechenlands ist hoch defizitär und wird nur durch hohe staatliche Zuschüsse am Leben gehalten.

Der Staat hat aber kein Geld und kann sich diese Ausgabe nicht leisten. Da ist niemand, dem man etwas abringen könnte. Deswegen macht der Streik auch keinen Sinn.

Mit Griechenland wird verfahren, wie mit jedem anderen säumigen Schuldner. Das griechische Volk hat Alexis Tsipras gewählt und dieser ist Verpflichtungen eingegangen, die er jetzt umsetzen muss. 

Schau dich mal in anderen Ländern wie z.B. der Slowakei um. Dort sind Löhne und Renten deutlich niedriger, als in Griechenland, die Leute können davon leben und das Staatswesen funktioniert. Warum also soll das in Griechenland nicht funktionieren?

Kommentar von pontios94 ,

deutlich niedriger ??
wie hoch ist denn deiner meinung nach der lohn in griechenland?

und die rente?

Kommentar von furbo ,

Durchschnittliche Rentenhöhe in Griechenland ca. 960 €, ca. 100 € mehr als z.B. in Deutschland. GR wendet dafür 17,5 % der Wirtschaftsleistung auf, EU-Durchschnitt 13,2 %

Kommentar von pontios94 ,

960 €

meine ganze familie lebt in griechenland

alle arbeiten oder beziehen rente

sie wären froh bei einem verdienst von 960  € geschweige denn eine rente die so hoch ist

nicht einmal ein lehrer verdient so viel in griechenland

woher hast du diese infos bitte?

Kommentar von furbo ,

Sie sind leicht über Tante Gugel zu erfahren. 

Antwort
von voayager, 49

Wäre sinnvoll, doch nur wenn auch dafür ein entsprechendes Klassenbewußtsein existiert. Ein solches gibt es hierzulande nicht, daher kommt es auch zu keinem Generalstreik. Ach ja, dann noch dies: in Deutschland sind politische Streiks, erst recht Generalstreiks, anders als in den meisten anderen westeuropäischen Staaten verboten. Wenn also hier entsprechend gestreikt wird, dann zieht dir dein Staat und allen sonstigen Beteiligten den Hosenboden stramm. Die hiesige "Demokratie" macht das möglich. Auch das macht eben diesen "Wertestaat" aus.

Antwort
von BenniXYZ, 52

Allein für Griechenland wird ein negatives Wirtschaftswachstum vorausgesagt. Ich verstehe diese Mentalität nicht. Man kann halt nichts ausgeben, wenn man kein Geld hat und nicht kreditwürdig ist.

Da hilft kein Protest, da muß man loslegen, arbeiten was das Zeug hergibt.

Wieso haben die Griechen immernoch kein Katasteramt?? Das ist nur ein Beispiel, von Steuerfahndern rede ich garnicht, die sind Goldstaub.

Kommentar von pontios94 ,

das ist sehr peinlich so etwas zu schreiben

lebe ein jahr dort und du wirst der erste sein der streikt 

lern mal lieber eine zeitung zu lesen die fakten verbreitet anstatt so etwas wie die bild 

und informier dich mal über die vorraussetzungen für ein sparpaket dann weißt du wieso sie dies und das nicht haben

tsipras wollte eine reichensteuer einführen und wurde von der eu gestoppt

stattdessen sollte er renten kürzen 

die eu nimmt dort wo nichts zu nehmen ist und schiebt sich das in die tasche

du redest davon das sie arbeiten gehen sollen?

du `????
der vielleicht 8 stunden am tag jobbt 

ich geb dir einen monat mit den arbeitsbedingungen in griechenland dann kommst du wieder hier her und wirst zum größten hartz 4 empfänger

Kommentar von Interesierter ,

Dazu hätte ich eine Frage: Wenn alle Griechen so hart arbeiten, wie du sagst, die Löhne dort deutlich niedriger sind als in Deutschland, warum sind dann die griechischen Lohnstückkosten höher als in Deutschland?

Im Übrigen steckt sich die EU gar nichts in die eigene Tasche und das fehlende Kataster ist keine Auflage eines Hilfspaketes.

Die Rentenkasse ist schlicht und ergreifend leer, weil wenig hereinkommt aber viel gezahlt werden soll. Jedem sollte einleuchten, dass das auf Dauer nicht funktionieren kann. Dieses Problem lässt sich nicht wegstreiken.

Kommentar von pontios94 ,

wenn du soetwas schreibst dann musst du das belegen können.

ich kann zum beispiel zeigen das die löhne und lohnentwicklung katastrophal ist 

zu solchen löhnen würdest du dir garnicht erst die mühe machen eine bewerbung zu schreiben aber behaupten das die griechen faul sind das ist eine gute einstellung


http://www.taz.de/!5083115/



Der Aussagegehalt vergleichender Studien zu den Lohnstückkosten ist begrenzt. Zum einen können die Lohnstückkosten aufgrund kapitalintensiver Produktionsprozesse niedrig ausfallen. Zum anderen wird in die Lohnstückkosten nur die Arbeitsleistung der Arbeitnehmer eingerechnet, während die Vorleistungen von anderen Unternehmen unberücksichtigt bleiben können. Des Weiteren können bei der Berechnung von Lohnstückkosten Unterschiede auftreten, die davon abhängen, ob auf Nationalwährungsbasis oder in einheitlicher Währung gerechnet wird.


Kommentar von Interesierter ,

Folge ich deiner Argumentation, müssten griechische Produkte konkurrenzfähig sein. Das sind sie aber nicht. Folglich läuft in Griechenland was falsch!

Kommentar von pontios94 ,

ja falsch sind die sanktionen der eu gewesen

denn die haben die wirtschaft eher destabilisiert

man kann nicht konkurenz fähig werden bzw sein / bleiben wenn man durch die vorschriften der "sparpakete" seine wirtschaft kaputt macht

wie sollen denn produkte hergestellt werden wenn betriebe massenweise mitarbeiter entlassen müssen?

wie sollen sie etwas produzieren wenn sie kein geld erwirtschaften , da sich niemand die sachen leisten kann , da sie entlassen wurden??

folglich bleibt nichts mehr zum export

die menschen leben dort von der hand in den mund

wie ich schon sagte solltest du dich vielleicht doch etwas besser informieren

lies dir die vorraussetzungen für die sparpakete durch und dann wirst du sehen . da ich doch denke das du recht intelligent bist, das man so einer wirtschaft eher schadet

mfg

Kommentar von Interesierter ,

Du verwechselt hier Ursache und Wirkung. Die griechische Wirtschaft war schon vor dem ersten Paket nicht konkurrenzfähig.

Der EU hier den schwarzen Peter zuschieben zu wollen, ist unredlich.

Wenn ein Schuldner nicht mehr kreditwürdig ist, bekommt er weitere Kredite nur gegen Auflagen. Dazu kann der Schuldner ja oder nein sagen. Bisher haben alle griechischen Regierungen ja gesagt. Die Umsetzung der Zusagen sollte eigentlich selbstverständlich sein. Offenbar fehlt dieses grundlegende Selbstverständnis in Griechenland.

Wer nicht willens ist, Auflagen zu erfüllen, der sollte keine entsprechenden Zusagen machen.

Kommentar von pontios94 ,

die umsetzung kann nicht selbstverstämdlich sein wenn du als gewählte stimme des volkes der grund weshalb dieses volk stirbt

wie ich schon sagte solltest du dir ein bild über die lage in diesem land machen bevor du so scharmlos darüber sprichst

und zu behaupten das griechenland nicht konkureznfähig war ist auch nicht richtig

nicht umsonst hat sie einen ausgeglichenen haushalt bevor sie in die eu rein sind

http://www.tagesschau.de/ausland/sparpaketgriechenland102.html

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/nach-dem-ja-zum-sparpaket-welche-zumutunge...

Kommentar von Interesierter ,

Jetzt bringst du aber ein paar Dinge gewaltig durcheinander: 

Die Umsetzung von Vereinbarungen ist in jedem Fall selbstverständlich. Mit einem Vertragspartner, der sich nicht an seine Zusagen hält, kann man keine Geschäfte machen, denn Geschäfte beruhen maßgeblich auf der Einhaltung von Vereinbarungen. 

Sieh dir doch einfach mal dieses Schaubild an. Es zeigt die Entwicklung der Löhne und der Lohnstückkosten von 1995 bis 2005. http://www.einblick-archiv.dgb.de/grafiken/2006/06/g060606.jpg/timage_view_raw

Eine Volkswirtschaft, die ihre Lohnstückkosten in 10 Jahren um 50% erhöht, während Andere diese mehr oder weniger konstant halten können, eine Volkswirtschaft, die in dieser Zeit ihre Löhne verdoppelt, während Andere mit 20 bis 35 % Aufschlag auskommen, schiesst sich zwangsläufig aus dem Wettbewerb. Dies alles geschah lange vor dem ersten Hilfspaket, welches 2010 verabschiedet wurde und damit auch lange vor jeder Bedingung, die an irgend ein Hilfspaket geknüpft gewesen wäre. 

Diese Zuwächse waren einfach viel zu hoch. Deswegen müssen die Kosten jetzt wieder auf Normalmaß zurückgefahren werden. Das tut zweifellos weh, ist aber auf dem Weg in die Wettbewerbsfähigkeit nicht zu ändern. 

Kommentar von BenniXYZ ,

"nicht umsonst hat sie einen ausgeglichenen haushalt bevor sie in die eu rein sind"

Moin pontios94

du träumst. Die Bilanzen waren schön gerechnet, faule Kredite wurden ausgelagert und alles sah gut aus. Erst Jahre später wurde diese Tatsache bekannt. Die Griechen hätten von Beginn an nicht aufgenommen werden dürfen. Die waren noch nicht so weit und haben von Anfang an geschummelt.

Kommentar von veritas55 ,

da muß man loslegen, arbeiten was das Zeug hergibt.

Jeder dritte Grieche, von den Jugendlichen sogar jeder zweite wäre froh wenn er denn Arbeit hätte !!!

Offenbar bist du unzureichend über die Situation in Griechenland informiert und plapperst nur nach was dir hier an vorgekautem Medienfutter vorgekaut wird...

Kommentar von BenniXYZ ,

@veritas55, nun verdreh mal nicht den Sinn und lies dir die Frage durch. Es ging um Streik und wie sinnvoll der wäre. Nicht um Arbeitslosigkeit. Wer lesen kann...muß nicht persönlich werden.

Antwort
von veritas55, 12

Es ist IMMER sinnvoll auf Mißstände hinzuweisen !

Der Hilfreichsten Antwort kann ich nur voll und ganz zustimmen !


Antwort
von Alexneumann, 88

Unsere Situation ist nicht mit der in Griechenland zu vergleichen (zum Glück).

Also denkbar ist vermutlich alles, man merkt ja schon einen Unterschied wenn "nur" die BVG/GDL usw. streiken, allerdings sind solche Streiks geplant, und ich glaube kaum, dass alle relevanten Firmen(Mitarbeiter) auf einmal zusammen streiken. Demnach, ich halte es momentan für eher unwahrscheinlich.

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