Frage von Miss101, 118

Ist ein BWL Studium echt so schlimm wie jeder sagt?

Nachdem ich heute ein Zulassungsangebot von einer Fachhochschule BWL mit integriertem Praxissemester und Auslandssemester erhalten habe, habe ich mich ein wenig im Internet über das BWL Studium informiert und nur negatives gelesen, was mich schon ein wenig erschrocken hat. Ich habe meine Fachhochschulreife in wirtschaftlichen Bereich erworben und muss sagen dass ich in wirtschaft und mathe durchschnittlich war. Ich bin von der Person her ein Mensch der sich einfach nicht entscheiden kann was ich später machen soll und da dachte ich (sowie die mehrheit angehender BWL studenten) dass das eine gute Wahl wäre BWL zu studieren da man später mehrere Berufschancen und Möglichkeiten hat. Ist es denn wirklich so? Oder ist Es heutzutage auch schwer einen Job zu ergattern?

Antwort
von Traveller24, 74

BWL ist ein massenfach, aber auch mit massenhaft Bedarf.

Das bedeutet jetzt aber nicht, dass Du Dich einfach so durchschaukeln kannst. Im Grundstudium solltest Du schon ein gewisses Interesse und "Talent" für bestimmte Bereiche entwickeln, die Du dann im Hauptstudium vertiefst. Wenn Du jeden Bereich nur ein bischen antestest, dann wirst Du später schon Probleme bekommen. Denn später wirst Du bei einer Bewerbung um die Position eines Junior-Controllers mit Leuten konkurrieren, die sich die Hälfte ihres Studiums mit diesem Bereich beschäftigt haben. Wenn Du Dich um die Stelle eines Produktmanagers bewirbst, dann werden sich da auch Leute bewerben, die sich mehrere Semester mit allen Schattierungen des Marketings beschäftigt haben. Man stellt nur selten Leute ein und zahlt ihnen gute Gehälter, die sich mangels Interesse nur ein bischen mit allem möglichen beschäftigt haben und kein fundiertes Fachwissen in einem Gebiet erworben haben.

Du hast mit BWL meines erachtens immer noch sehr gute Chancen. Die allermeisten Einstellungen bei meinem Arbeitgeber ( und der ist familiärer Mittelstand ) waren in den letzten Jahren Akademiker. Aber Du hast auch hier keine Jobgarantie und mit "ich weiss nicht was ich will und mach mal BWL" landest Du später bei McDonalds. Leider nicht im Management.

Also: Nutz das Grundstudium um deine Interessen und Fähigkeiten auszutesten und arbeite dann an Deiner Professionalität.



Antwort
von Falkenpost, 69

Hi,

wo es heute eine Absolventenschwemme gibt, ist vielleicht in 4 Jahren völlige Ebbe. Es ist zwar richtig, dass BWL sehr sehr viele Leute studieren. Das bedeutet aber auch für dich, dass du dich von der Masse abheben musst. Wenn du dich wirklich reinkniest, wirst du auch direkt von der Uni abgeworben.

Kleines Extrembeispiel gefällig aus meinem persönlichen Bekanntenkreis: 23 Jahr - aktuell im letzten Semester - bereits mehrere Angebot von AUDI, BMW und diversen U-Beratungen auf den Tisch mit einem Einstiegsgehalt(!) von 90.000 Euro. Und das mit 23!!

Also... alles und nichts ist möglich!

Gruß
Falke

Kommentar von chokdee ,

Wenn dein Bekannter da mal nicht übertrieben hat

Antwort
von Inmetsu, 71

BWL ist nunmal ein Massenstudienfach, wenn du dich nicht von der Masse durch Praktika, Auslandsaufenthalte, gute Noten, Engagement und sehr gute Englisch Kenntnisse absetzt, wird es sehr schwer einen guten Beruf zu erlangen

Kommentar von calle469 ,

Das ist doch Quatsch. Im öffentlichen Dienst, in der Wirtschaft und Verwaltungen suchen die BWLer ohne Ende. Oder was heißt guter Beruf für dich? 50k Brutto im Jahr?

Kommentar von Inmetsu ,

Guck dir die Studentenzahlen und die tatsächlich zu vergebenen Berufe an, außerdem, sowohl im öffentlichen Dienst als auch in der Verwaltung werden nicht die typischen 0815 BWLer eingestellt

Kommentar von Xapoklakk ,

Mit der Vermutung, dass im öffentlichen Dienst und in der (Behörden-) Verwaltung kaum BWLer eingestellt werden, hast Du vermutlich Recht.

Wie sonst lässt es sich erklären, dass im öffentlichen Dienst soviel Geld sinnlos verpulvert wird, dass keine Aufgabe zügig und korrekt gelöst wird und die Herren und Damen Staatsdiener keinen Schimmer von Kundendienst haben, dafür aber einen arroganten, besserwisserischen und selbstherrlichen Auftritt pflegen.

Antwort
von Xapoklakk, 63

Du hast Recht, mit einem BWL-Studium verdirbt man sich niemals eine Berufschance. Vertiefte betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind fast in allen Wirtschaftszweigen gefragt. Ich kenne keinen Betriebswirt der mit einem guten Abschluss nicht auch einen guten Job bekommen hätte.

Antwort
von calle469, 74

Einen Job als BWLer zu erhalten ist wohl so einfach wie nie zuvor. Es gibt gerade unfassbar viele Stellen und das wird sich auch nicht ändern.

Ein FH-Studium unterscheidet sich nun mal von einem Universitätsstudium, dennoch ist da nicht alles Mathe. Du hast auch das ganze HGB Gedöhns. Allerdings gibt es auch die Bereiche Personal, Controlling und Taxes, in denen händeringend Leute gesucht werden. Die Kombi mit Praxis und Ausland ist doch Top, da solltest du keine Probleme haben, selbst wenn du nur einen durchschnittlichen Abschluss schaffst. Am besten nach dem Bachelor als Praktikant iwo anfangen und dann den Master hinterher...in 5-7 Jahren hast du alles in der Tasche und gute Jobs winken.

PS: ich bin/war VWLer

Kommentar von chokdee ,

"Und das wird sich auch nicht ändern" Bist du Hellseher? Also Quatsch

Antwort
von MagischePflanze, 70

brich ab, bwl ist für dich dreck

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