Ist ein Buch über einen Amoklauf zu provokant?

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9 Antworten

Ich denke es wäre in Ordnung und auch interessant, wenn es richtig geschrieben wäre.

Gerade JETZT, wo das Thema oft in den Medien ist - wie oezil11 schon geschrieben hat: vielleicht kann man damit jemanden wachrütteln. Vielleicht erkennt sich ein Mobber in dem Buch wieder und ändert sein Verhalten.

Und man hätte ein (hoffentlich) gutes Beispiel, wie sich der normale Junge von nebenan zum psychotischen Amokläufer entwickelt. Wenn das gut geschrieben ist, könnte das richtig gut werden. Aber benutze bitte nicht die üblichen Klischees, Weder Ego-Shooter, noch Heavy Metal Musik sind Schuld an Amokläufen.

Willst du das Buch eigentlich komplett aus der Perspektive des Amokläufers schreiben? Ich hab mal vor ein paar Jahren ein gutes Buch gelesen. "Spiegelverkeht" von Karen McCombie. Es ging darin um ein Mädchen (Meghan), daß mit ihrer Familie nicht mehr zurecht kommt. Die Eltern beachten sie kaum, alles dreht sich nur um ihre ältere Schwester Sarah, während sie das Mauerblümchen ist. Sie erzählt richtig gut aus ihrem Leben, wie sich alles um ihre Schwester dreht, die eh immer nur auf der Sonnenseite des Lebens ist.. sie wird von jedem gemocht und bevorzugt. Meghan versuchte sich sogar mal, die Pulsadern aufzuschneiden, selbst da war die ältere Schwester wichtiger.

Man hat richtig Mitleid mit dem Mädchen - aber dann, nach der Hälfte des Buchs beginnt Teil 2. Jetzt berichtet die ältere Schwester Sarah. Und da sieht alles auf einmal ganz anders aus. Da merkt man, daß Sarah auch nicht immer nur Glück hat. Und daß ihre Schwester schon immer schwierig war, schon als Baby. Sarah will ihr helfen, aber Meghan erkennt daß nicht.

So was ähnliches könnte auch bei einem Amoklauf-Buch funktionieren. Die Geschichte aus der Sicht des Jungen, der immer gemobt wird, bis er durchdreht, und dann aus der Sicht des Mobbers, der auch gleichzeitig das erste (oder besser das letzte?) Opfer des Amoklaufs wird ...

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Kommentar von Neutralis
21.08.2016, 03:19

Ja ich hatte zuerst vor, es komplett aus der Perspektive des Amokläufers zu machen, aber deine Idee finde ich sehr gut, vielen Dank ! 

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Es gibt mittlerweile so viel Mist, was als Satire abgestempelt wird, da finde ich deine Idee hingegen richtig gut. ABER pass auf, dass du es nicht ins Lächerliche ziehst. Wenn man die falsche Metapher benutzt, kann das sehr leicht zu Empörung wenn nicht sogar zur Provokation führen, was verständlich ist. Sei dir im Klaren, dass das kein einfaches Thema ist, was du dir ausgesucht hast. Nicht, weil man die Story vielleicht schwer beschreiben kann, sondern weil es ein Thema betrifft, wo der Leser vielleicht selbst so eine Erfahrung gemacht hat. Vielleicht war der Leser selbst jemand gewesen, der nur durch Glück überlebt hat. Oder der den Täter kannte. Und so weiter... das hört sich hart an, aber dir muss bewusst sein, auf was du dich da einlässt.

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Das würde ich lassen. Es passt nicht zu den Sensibilitäten der Zeit und würde nur Verärgerung auslösen. Das wäre so, als würde man in Israel leben und ein Buch aus der Sicht eines Vergasers im Konzentrationslager veröffentlichen. Oder in den USA ein Buch aus der Sicht eines der Terroristen, die das Flugzeug ins World Trade Center steuerten. Oder ein Buch aus der Sicht von Anders Behring Breivik, wie er den Amoklauf auf Utøya schiebt. Es gibt einen Begriff für sowas: Pietätlos.

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Kommentar von oezil11
20.08.2016, 20:01

Und all das,was du gerade genannt hast,wären Bücher die man gut vermarkten könnte. Aus sensibeler Sicht bestimmt nicht so prickelnd aber es ist eine Phantasiegeschichte und die sind zur Unterhaltung. Diese Geschichte klingt nach Anregung zum Nachdenken und hingucken. Das Menschen mal deren Leben reflktieren und sich fragen, ob sie sich nicht manchmal helfen hätten können und warum sie weggucken. Das ist ein grundlegendes Problem in unserer Gesellschaft, also wenn er das schafft - andere zum Nachdenken zu bringen, ist es alles andere als mralisch verwerflich!

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Ich finde die Idee gut! Klar sieht man das oft in Nachrichten, aber da wird halt nur das Oberflächliche gezeigt. Ich denke in der Form in der du das Buch schreiben möchtest, könnte man das Handeln der Hauptperson verstehen. Nicht gutheißen...sonder eher nachvollziehen. 

Und ganz ehrlich...Provokation ist doch das was die Menschen heute sehen wollen ;) 

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Ich würde das lassen. Es hat in der Hinsicht schon genug gegeben. Denke an die deutschen und amerikanischen Schulen

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Naja also grade zur zeit ... Schreibst du selbst bücher ? Ist ja interessant , also eigendlich (ich hoffe das du sowas nicht echt planst ) ist das eine gute Idee für ein Buch aber überlege dir gut wie du es schreibst :3

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Kommentar von Neutralis
20.08.2016, 11:09

Um Gottes Willen Nein xD ich bin momentan sehr glücklich im Leben. ;)

Ja auf jeden Fall, sonst kann das schnell Angehörige verletzen.

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Dazu brauchst du kein Buch schreiben, das hört und sieht man täglich in den Nachrichten

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Kommentar von Neutralis
20.08.2016, 11:10

Ja aber es wird nur 1 Seite gezeigt.

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Kommentar von MatthiasHerz
20.08.2016, 11:16

In den Nachrichten sieht man keine Hintergründe, sondern nur die aktuelle Berichterstattung und häufig Vermutungen, die bei oberflächlichen Menschen zur Meinungsbildung beitragen.

Ein gutes Buch ziehe ich dem allemal vor.

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Finde ich ok, wenn es gut geschrieben ist.

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Alles was mit einem Amoklauf zutun hat gilt als Provokation

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