Frage von enlightenment, 90

Ist ein Aufhebungsvertrag in der Probezeit gültig?

Ist ein Aufhebungsvertrag im Rahmen der Probezeit gültig? Ist er überhaupt rechtens? Also kommt er überhaupt zum Tragen, egal ob er unterschrieben wird oder nicht? Ist er nichtig, wenn er während der Probezeit von beiden Parteien unterschrieben wird?

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht, 60

Wenn ein Aufhebungsvertrag von beiden Seiten unterschrieben wird, gilt er auch. Er kann jederzeit geschlossen werden wenn beide Parteien sich einig sind.

Warum braucht es in der Probezeit einen Aufhebungsvertrag? Will der AN die verkürzte Kündigungsfrist nicht abwarten oder möchte der AG die paar Tage nicht mehr bezahlen?

Kommentar von enlightenment ,

Ich denke das könnte der Grund sein. Das Arbeitsverhältnis würde in eins ohne Probezeit übergehen mit einer Kündigungsfrist von 3 Wochen zum Quartalsende.

Ich denke auch, dass er wohl die letzten Tage nicht mehr zahlen möchte. 

Soweit ich weiss, ist er auch nur gültig, wenn beide Parteien unterschrieben haben. 

Und ich wollte eben wissen, selbst wenn ich unterschreiben würde, hat es dann während der Probezeit trotzdem eine Auswirkung? 

Ich habe quasi im Januar am ersten generellen Arbeitstag dieses Jahres dort angefangen. 

Kommentar von Hexle2 ,

Ob AG oder AN während der Probezeit mit der verkürzten Frist kündigen oder einen Aufhebungsvertrag schließen, spielt keine Rolle. Beides beendet das Arbeitsverhältnis.

Antwort
von RoCMu, 38

Aufhebungsvertrag in der Probezeit ist möglich. Es besteht Schriftformerfordernis, dh er muß zwingend von beiden Seiten unterschrieben sein. Ist er nicht unterschrieben entfaltet er keinerlei Wirkung. Widr er von beiden Seiten unterschrieben ist er nicht nichtig sondern wirksam

Antwort
von Hummingtide, 59

Wofür braucht man einen Aufhebungsvertrag in der PBZ?

Kommentar von enlightenment ,

S. Mein Kommentar weiter oben. 

Antwort
von AnnaStark, 51

Ein Aufhebungsvertrag ist immer rechtens,

wenn:

- er von beiden unterschrieben wird,

- er "freiwillig" unterschrieben wird. Oft macht der Arbeitgeber Druck zu unterschreiben.

Kommentar von grubenschmalz ,

Solange der Arbeitgeber nicht strafrechtlichen Druck ausübt (Nötigung), ist der auch unter Druck unterschrieben gültig.

Kommentar von AnnaStark ,

Laut Arbeitsgericht Berlin (Az. leider nicht bekannt):  Der Arbeitnehmer muss 24 Stunden Zeit gehabt haben zu überlegen, ob er unterschreibt oder nicht. Ansonsten kann er ihn anfechten (mit Erfolg).

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