Frage von Rebellionn, 49

Ist dieses Weinen rein menschlich oder abnormal?

Hab vor paar Wochen einen Drama-Thriller gesehen. (FSK 18)

Kurz zum Inhalt.

Mann (Arzt) + Frau (Bürofrau) führen glückliches Leben. Haben eine Tochter im Alter von 7/8. Tochter darf alleine zur Schule laufen,immer,glaub ich. Oder es war nur für dieses eine Mal. Eltern gucken noch aus dem Fenster,ob sie auch wirklich geht u nichts passiert. Stunden nach Schulschlussbeginn ist sie immer noch nicht zurück. Eltern rufen alle anderen Eltern und Bekannten usw an. Die Schule ebenfalls. Schule sagt,dass sie nicht erschienen ist. Sie geben Vermisstenanzeige auf. Vater sucht mit Polizei nach der Tochter u Mutter soll zuhause bleiben,falls sie wieder auftaucht. Tochter wird ermordet am Waldrand aufgefunden mit zerrissener Kleidung. Obduktion ergibt Vergewaltigung. Familie ist zerrissen. Vater arbeitet weiter,tut als wäre Nichts passiert. Will den Täter fassen..

Vater findet ihn. Verschleppt ihn u quält ihn. Generell kann man sich sehr gut in die Eltern hineinversetzen. Ich wusste dennoch nicht,was ich denken sollte,weil er den Vergewaltiger mit seinem Wissen als Arzt unsägliches Leid zugefügt hat. Aus Rache eben. Ich weiß auch nicht , was ich über die Todesstrafe denken soll. Ich hab keine Meinung,kann mir keine dazu bilden.

Obwohl ich das abscheulich fand,dass der Täter einfach seinen Trieb gefolgt ist und das bestnächste Stück genommen hat,musste ich an einer Stelle irgendwie weinen. Der Vater (Arzt) hat den Vergewaltiger gefesselt und ihn bei Bewusstsein gelassen,nur,dass er sich nicht mehr bewegen konnte. Generell nichts machen konnte. Bekam auch keine Schmerzmittel. Und der Vater hat mit einem Skalpell in der Nähe seines Genitals einen Schnitt gesetzt und ihn mit einer großen Metallklammer aufgehalten und fest reingedrückt. Eine Träne kullerte dem Mann,der die Tochter vergewaltigt hatte die Wange hinab.

War es eine normale Mitleidsreaktion? Jedenfalls war ich schockiert,trotzdem war es ebenso verständlich,dass der Vater so Groll hegte und seiner Wut freien Lauf lassen wollte. Ist es normal,dass man ohne die Situation erlebt zu haben,nicht richtig denken kann und eine Meinung hat.?

Wäre dankbar,für Antworten. Trotz des langen Textes.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Seanna, 18

Verstehe ich nicht.

Der Vergewaltiger hat am Ende geweint? ("Eine Träne kullerte dem Mann der die Tochter vergewaltigt hatte...")

Und was ist jetzt die Frage? Ob es normal ist, dass du mit einem Mann, der (im Film) sadistisch gequält wird, Mitgefühl hast?

Ja, ist es. Wir Menschen können Mitgefühl nicht einfach abschalten. Sicher kann man kognitiv vor sich selbst argumentieren, aber das bedarf Anstrengung des Großhirns, während Mitgefühl als ereignisbezogene Emotion unter Umgehung des Großhirns im Mittelhirn / limbischen System abläuft.

Ereignisbezogen bedeutet auch, es ist egal um wen es geht, man empfindet Mitgefühl weil sowas mit einem Menschen gemacht wird, und man sich in ihn rein versetzt in DIESER Situation. Und NUR dieser.

Deshalb Mitleid (diese Situation) mit einem Vergewaltiger (negative moralische Bewertung des Menschen als Individuum).

Kommentar von Rebellionn ,

Ja der Mann,der gequält wurde,hat geweint. Und ja das war auch die Frage,ob das normal ist,seine Emotionen so zu spüren,obwohl es hier um den Täter ging u nicht um das Opfer.Danke.

Antwort
von Lapushish, 23

Ich denke schon. Ich weine zwar nicht bei sowas, aber Mitgefühl habe ich da trotzdem. Auch, wenn Ichs verdient finde.

Antwort
von Rebellionn, 18

Am Ende meinte ich * ob dass normal ist,sich keine richtige Meinung bilden zu können,weil man die Situation nicht kennt und sprachlos ist,schockiert.

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