Frage von Lilly360, 152

Ist dieses Messer Deutschland legal?

Ich bin gerade in Amerika und habe diese Messer zu Weihnachten bekommen (Smith&Wesson SWFR2S) nun ist meine Frage ob es in a Deutschland legal ist! Klappmesser die man einhandig öffnen kann sind ja scheinbar nicht legal aber dieses Messer hat keine Feder und ist nur mit Mühe einhandig zu öffnen!

Antwort
von DanielLR, 60

Mit der Tantoklinge zählt es in DE zu den Waffen. 

Daher ist der Besitz und Erwerb ab 18 Jahren erlaubt und das Führen verboten.

Kommentar von Laestigter ,

Wo steht gleich wieder das "Tantoklinge" IMMER und unausweichlich "WAFFE" bedeutet? - Bitte eine URL

Oder meintest du, dass dieses "Merkmal" dafür spricht, bei einer Überprüfung und Einstufung (durch das BKA) als Waffe angesehen zu werden..

Kommentar von DanielLR ,

@Laestiger Es geht um das Merkmal (Tantoklinge und geschwärzte klinge) Das es erst nach einer Überprüfung und Einstufung als Waffe als Waffe angesehen wird wusste ich noch nicht. Ich dachte, dass es sich bei Messern mit Tantoklinge automatisch um Gegenstände handelt, die geeignet/ dazu bestimmt sind die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen.

Kommentar von JuraErstie ,

und wieso sollte jede Waffe unter das Führverbot fallen? Nur weil etwas unter den Waffenbegriff fällt, ist es nicht vom Führverbot des §42a WaffG betroffen!

Kommentar von ES1956 ,

Waffen werden im 42a noch vor den Einhandmessern explizit genannt.

Antwort
von mefsio, 100

Von der Bauart her ist es ein Einhandmesser. Damit ist es allerdings nicht illegal. Man darf es nur nicht in der Öffentlichkeit führen. Kleiner Tipp: schraub den Pin zum öffnen an der Klinge heraus, dann gilt es als normales Taschenmesser. PS: so was gehört am Flughafen nicht ins handgepäck

Kommentar von Laestigter ,

"..schraub den Pin zum öffnen an der Klinge heraus, dann gilt es als normales Taschenmesser..."

Sagt wer? Der Pin sagt daoch nicht darüber aus, wenn man das immernoch mit einer Hand aufmachen kann (Pinloch, griffige oberfläche), dann bleibt das Führverbot bestehen..

Kommentar von mefsio ,

Dann habe ich für mein sehr sehr klassisch gehaltenes Herbertz auch ein Führungsverbot weil ich es mit einer Hand aufbekomme? Dazu hätte ich dann doch gern mal einen Gesetzestext.

http://bild8.qimage.de/herbertz-taschenmesser-sportmesser-foto-bild-s72229348.jp...

Kommentar von Lazcek ,

Gesetzestext? - viel besser!

Lies dir die Seite 3 (Beurteilung) von diesem Bescheid durch -  das Schreiben ist von der Stelle, an die man sich nach §2 Punkt 5 WaffG (das ist der Gesetzestext, denn du haben willst) wendet, wenn man geklärt haben will, wie ein Gegenstand einzuordnen ist!

http://www.bka.de/nn\_205626/SharedDocs/Downloads/DE/ThemenABisZ/Waffen/Feststel...

Das Schreiben wirst Du ja wohl kaum als Fake oder irgendwas unbrauchbares bezeichnen...

Ja, wenn du an den falschen Beamten kommst, der dein Messer grenzwertig sieht und das auch mit einer Hand aufbekommt / verriegelt (du sagst ja, du kannst das, dann können das auch Andere) dann zieht er das erst mal ein und dann darfst du dich vor einem unabhängigen Richter erklären, wenn du dich mit der Strafe für diese Ordnungswidrigkeit und Vernichtung des Messers nicht einverstanden siehst.

Ganz nach den Zeilen des Gesetzes (denn da steht nichts von "Öffnungshilfe " drin oder was an so einem Messer unbedingt drin sein muss) - und gehe mal davon aus, daß die Anklageseite genau diesen Bescheid des BKA als Beweis vorlegen wird, daß ein Messer auch ohne bestimmte Merkmale dem Führungsverbot unterliegt, wenn es durch die Klingenart und /oder -form mit einer Hand zu öffnen ist.

Wenn du es aber schon vorher wissen willst, was rauskommen würde bei deinem Messer  - Anfrage ans BKA, dein Messer mitschicken und 200-400 Euro bereithalten. Haben aber derzeit monatelange Wartezeit!

Du siehst - mit deinem selbst ausgedachten Hinweis, wie man das zum führen "legalisieren" könnte  kannst Du die Leute in Teufels Küche bringen, wenn sie dir das abnehmen..

Kommentar von mefsio ,

Da könnten wir uns jetzt noch lange streiten. Fakt ist: Trageverbot und Verbot durch das Waffengesetzt sind zweierlei paar Schuhe.

In deinem Bescheid steht, dass das Messer nicht als Waffe einzustufen ist, aber aufgrund der Bauart als Einhandmesser eingestuft werden kann - was bei einem Messer, welches aus dem Handgelenk heraus "aufgeworfen" werden kann auch kein Wunder ist.

Wie schwer oder leicht sich die Klinge öffnen lässt, kann man bei nahezu jedem Messer ähnlicher Bauart - auch beim Smith&Wesson SWFR2S - über die Schrauben an der Seite einstellen.

Wer der Meinung ist, dass das Messer so leichtgängig sein muss, dass es ihm wörtlich in der Tasche aufgeht, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. Mindesthirn vorausgesetzt also.

Ich schweife ab: Ausnahmen zum Trageverbot kann man durch vorlegen eines "anerkannten Zwecks" erreichen. Beispielsweise: "Ich war Campen/beim Picknick/beim Angeln..."

Auch hier gilt: Mindesthirn vorausgesetzt. Wer denkt er muss mit seinem S&W Taschenmesser auf dem Kinderfest den Kuchen anschneiden, der hat es nicht anders gewollt.

Nach der "hätte/wenn aber/könnte"- Denkweise, die du an den Tag legst, dürfte man keine spitzen Gegenstände (Kulis, Regenschirme, Kombizangen...) am Körper tragen. Theoretisch könnte auch die jemand als Hieb- und Stichwaffe einstufen.

Übrigens stammt der "selbstausgedachte Hinweis" nicht von mir sondern vom Zoll.

Das Einhandmesser meines Bruders wurde eingezogen.

Unter der Begründung, dass es ein Geschenk zur Jugendweihe war, und dass er sich zum Zeitpunkt der "Tat" außerdem mit der Klasse auf Campingurlaub befand wurde das Messer zurück gegeben. Zusammen mit dem Hinweis, es auf die genannte Art und Weise zu "entschärfen".

tl;dr

Zeig dem Polizeier, dass du die Gesetze kennst und Maßnahmen ergreifst sie zu beachten, dann darfst du dein Messer behalten.

Wer sich ausgenommen dämlich anstellt wird belangt, weil er vergisst vor dem Abtasten den Metall- Kugelschreiber zu melden.

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