Frage von oikok, 48

Ist dieser Satz gut für eine Bewerbung [E-Mail, Wichtig, Hilfe]?

Hallo Leute ich habe mich vor ein paar Tagen bei einer Firma beworben für ein duales Studium. Nun habe ich eine E-Mail erhalten, in der stand, dass ich meine Gehaltsvorstellung für Studienzeit angeben soll. Ich will diesen Satz schreiben. Ist er gut?

*Sehr geehrter Herr xy,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Meine Gehaltsvorstellung liegt im 1. Ausbildungsjahr bei xxx - xxx Euro, im 2. Ausbildungsjahr bei xxx - xxx Euro und im 3. Ausbildungsjahr bei xxx - xxx Euro.

Mit freundlichen Grüßen xy*

soll ich am Ende auch schreiben: Ich würde mich freuen, wenn wir die Details in einem persönlichen Gespräch klären könnten, oder nicht? Und ist der Satz richtig schreiben? Danke

Antwort
von ChristianLE, 12

Ich würde mich freuen, wenn wir die Details in einem persönlichen Gespräch klären könnten, oder nicht?

Bitte keine Konjunktive verwenden. Weiterhin ist es nicht gut, einen Satz mit "Ich" zu beginnen (auch wenn das schon nach Haarspalterei klingt).

Schreibe einfach: "Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich weiterhin sehr".

Ich würde mich an deiner Stelle nie auf ein Gespräch "freuen", in dem es um die Klärung der Vergütung geht.

In einem persönlichen Gespräch werden erst die ausbildungsrelevanten Dinge geklärt und dann die Vergütung. Deshalb bitte den Schlusssatz pauschal formulieren.

Meine Gehaltsvorstellung liegt im 1. Ausbildungsjahr bei xxx - xxx Euro

Ich würde hier keine Gehaltsspanne angeben, sondern einen konkreten Betrag. Das wird nämlich dann kritisch, wenn sich die Spanne (übertrieben) zwischen 500-1.000 € bewegt. Damit kann das Unternehmen wenig anfangen.

Ich würde Dir empfehlen, im Internet nach der durchschnittlichen Vergütung zu schauen (die ist bei dualen Studenten meist nicht höher, als bei Auszubildenden) und dich daran zu orientieren.

Antwort
von noname68, 17

ergänze deine gehaltsvorstellung um den passus: "... und ist innerhalb der noch nicht bekannten rahmenbedingungen verhandelbar."

mit diesem schlussatz kannst du weitere "pluspunkte" für deine bewerbung einfahren:

"Ich freue mich auf die Einladung zu einem persönlichen Gespräch, um weitere Details besprechen zu können".

(keine konjunktive "würde, möchte, könnte")!!

viel erfolg!

Antwort
von AnnaStark, 28

Ich würde schriftlich die Lohnvorstellung nicht mitteilen.

Würd eher schreiben, in einem persönlichen Gespräch können wir sicherlich in Bezug auf die Lohnvorstellung eine Einigung erzielen und freue mich über eine Einladung.

Kommentar von ChristianLE ,

Ich würde schriftlich die Lohnvorstellung nicht mitteilen.

Das ist aber durchaus üblich, wenn dies vom Unternehmen gefordert wird. Wenn er das nicht tut, besteht die Gefahr, dass er gleich raus ist.

Würd eher schreiben, in einem persönlichen Gespräch können wir sicherlich in Bezug auf die Lohnvorstellung eine Einigung erzielen und freue mich über eine Einladung.

In einem persönlichen Gespräch wird erst einmal geprüft, ob der Fragesteller überhaupt für die Ausbildungsstelle in Frage kommt. Gibt es mehrere Bewerber, bekommt er hier meist weder Zugeständnisse hinsichtlich eines Vertrags, noch über eine Vergütung.

Antwort
von Handballforever, 20

Jap der Satz ist gut

Antwort
von Zaubersterni, 29

Das ist richtig so, und ein persönliches Gespräch, besonders im Hinblick auf ein Gehalt, ist sowieso am besten! Willst du wirklich schreiben, was du haben möchtest?


Kommentar von oikok ,

naja er hat mir ja geschrieben, dass ich ihn schreiben soll, was meine gehaltsvorstellung wäre

Kommentar von Zaubersterni ,

Ich würde es dennoch nicht machen, vielleicht bietest du dich zu teuer an, dann bist du raus, oder aber zu günstig – das kannst du nur in einem Gespräch „ausloten“. AnnaStark hat dir einen sehr guten Rat gegeben, ich würde es genau so machen.

Kommentar von ChristianLE ,

Ich würde es dennoch nicht machen, vielleicht bietest du dich zu teuer an, dann bist du raus, oder aber zu günstig – das kannst du nur in einem Gespräch „ausloten“.

Selbst in einem persönlichen Gespräch wird der Mitarbeiter der Personalabteilung keine Zugeständnisse hinsichtlich der Vergütung machen.

Im Zweifel fehlt ihm - insbesondere bei größeren Konzernen (Stichwort: Betriebsrat) - die Entscheidungsbefugnis hierfür.

Es ist Usus, dass diese Gehaltsvorstellungen des Bewerbers stillschweigend zur Kenntnis genommen werden und in die Gesamtbewerbung einfließen.

Hier geht es nämlich auch darum, wie sich der Bewerber hinsichtlich der Entlohnung selbst einschätzt.

Ein Bewerber, der sich zu billig verkauft, ist eventuell genauso raus, wie einer, der sich zu teuer verkauft.

Vielleicht war die Gehaltsvorstellung in der Stellenausschreibung sogar gefordert und der Fragesteller hat diese einfach nur vergessen, bzw. in der Anzeige überlesen?

Kommentar von Zaubersterni ,

Ich habe gar nicht gesagt, dass man nicht raus ist, wenn man sich zu billig verkauft!

Das alles kann man aber nicht so pauschalisieren! In jeder Firma ist das anders. Da, wo ich gearbeitet habe, wurde es nicht gern gesehen, wenn die Bewerber das tatsächlich angegeben haben, es wurde erwartet, dass man es versteht, mit diesem sensiblen Thema geschickt umzugehen, am besten war es dort z.B. zu schreiben, dass man sich gern in den branchenüblichen Tarif einfügen möchte. Das kann aber woanders vollkommen anders sein – manche Chefs wollen forsche Bewerber, andere eben nicht!

Kommentar von ChristianLE ,

Ich habe gar nicht gesagt, dass man nicht raus ist, wenn man sich zu billig verkauft!

Habe ich auch gar nicht behauptet ;-)

. Da, wo ich gearbeitet habe, wurde es nicht gern gesehen, wenn die Bewerber das tatsächlich angegeben haben

Schon klar, aber in der Frage steht ja geschrieben, dass die Bewerberin Ihre Gehaltsvorstellung angeben soll.

Das würde ich nicht "ablehnen" und auf ein persönliches Gespräch verweisen. Sonst hätte man die Fragestellerin auch gleich einladen können.

es wurde erwartet, dass man es versteht, mit diesem sensiblen Thema geschickt umzugehen, am besten war es dort z.B. zu schreiben, dass man sich gern in den branchenüblichen Tarif einfügen möchte.

Das ist kein sensibles Thema, sondern es geht darum, wie man sich verkauft.

Ich habe in der Vergangenheit (muss ich glücklicherweise nicht mehr machen) immer meine wirklichen Gehaltsvorstellungen angegeben, auch wenn diese nicht gefordert waren.

Wenn diese dem Unternehmen zu hoch waren, hätten diese mich gar nicht erst zu einem persönlichen Gespräch einladen brauchen.

Das wäre verschwendete Zeit für mich und den Unternehmer gewesen. Das hat nichts mit einem forschen Bewerber zu tun.

Es dreht sich doch immer um das liebe Geld, weshalb das Thema niemals sensibel behandelt werden sollte. Niemand soll sich unter Wert verkaufen.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Die Angabe der Gehaltsvorstellung kann sowohl dem Bewerber, als auch dem Unternehmer Zeit ersparen. Weichen die Vorstellungen weit auseinander, dann gibt es gar kein Gespräch.

Sein eigenes Wissen, bzw. Erfahrungen sollte man durchaus auch gut verkaufen.

Das man als Berufseinsteiger vorsichtiger sein sollte, ist klar.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten