Frage von Mysticdragon, 166

Ist dieser Pilz auf dem Foto essbar?

Ich hätte zwei Fragen:

1. Kennt jemand eine gute Seite über Pilze dort gut erklärt wird wie man giftige und ungiftige Pilze unterscheiden kann und wie man im Wald richtig nach Pilze sucht?

Ich möchte gerne die Tage im Wald Pilze sammeln gehen.

2. Ich habe gestern per Zufall einen Pilz gefunden, der zumindest nicht in die bekannten ungiftige Pilze fallen. Bin da auf ein Artikel auf der Telekomseite gestoßen.

Würde gerne Wissen ob der Pilz auf dem Foto essbar ist, danke.

Ich bitte nur zu Antworten wenn jemand sich sehr gut mit Pilze auskennt. Vielen Dank. Dumme Antworten werden Ignoriert da diese mir nicht weiterhelfen.

Antwort
von Silo123, 74

Ich schließe mich da Moniherzlich an, aber natürlich solltest Du trotzdem immer alle Merkmale vergleichen und immer auch dem Standort Beachtung schenken, z.B. ist es sehr wichtig, ob ein Pilz auf Holz (auch vergrabenen) oder nicht wächst.

Daß die Röhrlinge für den Einstieg am besten geeignet sind, kann ich nur immer wieder wiederholen. Unter ihnen gibt es keine tödlich giftigen und nur wenige giftige (den Satanspilz solltest Dir da trotzdem erstmal anschauen in Büchern und Internet, Vergiftung damit ist unschön)- Ich selbst habe ihn trotzdem noch nie gefunden..

Es gibt verschiedene gute Pilzforen wie von 123 - Pilze und Pilzforum.eu

Antwort
von juergenkrosta, 61

Hallo,

moniherzlich hat Dir ja bereits die Pilzart mitgeteilt. Die von Ihr genannte Seite kann ich auch empfehlen.

Grundsätzlich ist eine Pilzidentifizierung mittels Fotos jedoch nicht geeignet, da die Pilze von Farbe und Form sehr unterschiedlich ausfallen können.

Wenn du Pilze sammeln möchtest, so empfehle ich Dir als Einstieg einen Pilzkurs bzw. eine Pilzführung mit einem Praktiker, der mit dir in den Wald geht und mit Dir Pilze sammelt. So lernst Du am schnellsten und am sichersten.

Pilze muss man mit allen Sinnen "lernen", d.h. Du musst Sie mal in der Hand gehabt haben, daran riechen, manchmal sogar schmecken. Und Du musst u.a. auch lernen, dass Pilze ein sehr empfindliches Lebensmittel sind, das auch sehr schnell verdirbt. Die Gefahr, Dir eine Lebensmittelvergiftung mit Speisepilzen einzufangen, ist weitaus größer, als einen giftigen Pilz zu erwischen. ;-)

Du benötigst also zuerst ein Grundwissen, als Basis sozusagen. Dieses Wissen können Dir weder Fotos, noch Beiträge im Internet vermitteln.

Fange mit den Speisepilzen an, die man nicht mit evtl. giftigen Pilzen verwechseln kann und weite nach und nach Dein Pilzwissen aus. Alles andere wäre unrealistisch.

Mein Tipp an Dich:  beginne mit den Röhrlingen, das ist die Gruppe,die man fast unbedenklich sammeln kann und bei der es keine gefährlichen Pilze gibt. Die wenigen ungenießbaren und deren Unterscheidungsmerkmale sind schnell gelernt.

Es gibt hunderte, ja tausende Pilzarten in unseren Wäldern, selbst Pilzexperten kennen nicht alle. Es macht auch keinen Sinn, sich mit vielen Arten zu beschäftigen, wenn man kulinarisch interessante Speisepilze sammeln will.

Und darum geht es letztendlich. Warum sollte ich mich deshalb zeitaufwändig mit Giftpilzen beschäftigen, wenn ich die doch gar nicht sammeln möchte? :-)

Google mal nach Pilzkursen in Deiner Gegend. Zur Pilzzeit bieten auch die Volkshochschulen meist Kurse an. Hier gibt es z.B. ausschließlich praxisorientierte Kurse:

http://www.naturpark-spessart-erleben.de/kursangebot-spessart-erleben/pilzf%C3%B...

LG Jürgen

Kommentar von scatha ,

Sehr gute Hinweise. Es gibt viele Merkmale, an denen man die Arten unterscheiden kann. Standort, Geruch, Farbverläufe des Fleisches und der Druck- und Bruchstellen, Musterung, Härte und Faserung des Stengels und Fleisches ...  und so manches davon geht auf einem Foto unter. Dennoch können Kenner der gezeigten Art von einem Foto meistens mit einiger Sicherheit sagen, welche es ist, und welche es im Zweifelsfall sonst noch sein könnte. Aber das geht eigentlich nur, wenn man schon so manche Exemplare an unterschiedlichen Standorten gefunden hat.

Wer Merkmale gedanklich digitalisiert, z.B. "Dunkelbrauner Hut, Lamellen, weißer Stengel" und dann innerlich verbal vergleicht, der verliert den Gesamteindruck und kann deshalb keine Pilzarten erkennen.

Aber: Es lohnt sich trotzdem, wenigstens die gefährlichen Giftpilze zu kennen, und ähnlich aussehende Verwechslungspartner jeweils der gesammelten Art. Nur wenn man seinen "Feind" kennt, kann man sich sicher fühlen.

Kommentar von juergenkrosta ,

hallo scatha,

also ich bilde seit etlichen Jahren Pilzsucher/-sammler aus, habe aber ganz offensichtlich eine völlig andere Herangehensweise, als die meisten anderen Anbieter von Pilzkursen. Das wird mir von den Teilnehmern immer wieder im positiven Sinne bestätigt.

Manche Pilzsachverständige, die Kurse anbieten, scheinen zu vergessen, dass "Lernende" nur einen gewissen Teil abspeichern können und es ist daher völlig uneffizient, Teilnehmer in Kursen mit zahllosen Pilzarten und vor allem völlig unnötigen Pilzinfos zu überfordern. Man kann sich auch wichtig machen ...

Ich zeige den Teilnehmern im Wald zwar den einen oder anderen giftigen Pilz, aber die Teilnehmer meiner Kurse werden so geschult, dass sie erst gar nicht in die Lage kommen, einen evtl. Giftpilz mitzunehmen. Das funktioniert eigentlich recht gut :-) Man muss halt manchmal auch neue Wege gehen ...

Damit die Teilnehmer das von mir vermittelte Wissen auch abspeichern, also lernen, setze ich auf die Aktivierung von allen Lerneingangskanälen. Also z.B. reine Optik oder Bilder bringen für den Lerneffekt nicht viel. Darum auch die Haptik und Sensorik und natürlich auch die Akustik ... (schon mal einen Pilz schreien gehört, wenn er geschnitten wird?...)  :-)

Ich hatte letztes jahr einen jungen Teilnehmer, der bezweifelte vehement meine Aussage, dass die von mir gezeigte (und real auf dem Tisch liegende) Totentrompete denn eine sei, da diese auf seiner "App" ganz anders aussehe. Er hatte insoweit recht, weil diese komplett Lila aussah  ...soviel zu dem Thema Bilder :-)

So gut wie alle (für den Kursinhalt wichtigen) Pilze, die wir zur Zeit des Kurses im Wald finden, bekommen die Teilnehmer zu Beginn des Kurses real präsentiert, mit ihren möglichen "Doppelgängern" (ist so ähnlich wie ne Pilzausstellung bei den Mykologen..). Unbedingt zeige ich angeschimmelte Pilze und solche im beginnenden Zersetzungsprozess ... gerade bei Steinpilzen wird der Schimmel immer wieder gerne übersehen ....

Aber das sind nur einige Aspekte ...

Es macht aus meiner Sicht und nunmehr über 40-jähriger Sammelerfahrung keinen großen Sinn, sich über Fotos aus dem Internet nachhaltiges Pilzwissen anzueignen.

Und ich kann nur guten Rat geben, mehr nicht .... ;-)

LG  Jürgen

Kommentar von scatha ,

Hallo Jürgen, ich komme mal zum Pilzkurs, falls in der Nähe !!

Kenne nämlich auch noch nicht alle Arten, die ich hier finde. Ich sammle seit der Kindheit gelegentlich die (wenigen) Arten, die meine Eltern kannten und recht intensiv erst seit ca. 5 Jahren.
Habe eigentlich alles aus den Büchern gelernt und festgestellt daß die Bücher nicht immer den richtigen Eindruck wiedergeben, muß daher bei neuen Arten meistens mehrere Quellen konsultieren.

Ja, ich kann mir auch am besten merken, was ich schon angefaßt habe. Ist halt blöd, wenn ein paar abstrakt-denken-wollende Leute meinen, es wäre nicht nötig, selber zu pflücken und es dann dem Meister überlassen.

Kommentar von juergenkrosta ,

hallo scatha,

würde mich freuen :-)  den Link habe ich ja veröffentlicht. Der Spessart ist bei den Pilzkundlern für seine außergewöhnliche Artenvielfalt bekannt ...

Antwort
von moniherzlich, 104

http://www.123pilze.de/DreamHC/Download/SchuppigerSaegeblaettling.htm

Kommentar von Silo123 ,

Dem würde ich mich anschließen.

Kommentar von Mysticdragon ,

Oh toll danke.  Der ist zwar essbar aber nicht Empfehlenswert.
Ich züchte Insekten.
Denen kann ich diesen Pilz aber problemlos verfüttern oder?

Kommentar von Silo123 ,

Keine Ahnung, was Deine Insekten so futtern. Und , ob ein Pilz der für Menschen unguftig ist,für Insekten vielleicht gift9ig sein könnte, weiß ich nicht. Aber die meisten Tiere wissen besser, was sie essen können als wir Menschen.

Zu empfehlenswert oder nicht, daran scheiden sich bei vielen Pilzen die Gemüter. Ich selbst habe diesen! noch nie probiert, da noch nicht gefunden.

Als erstes steht erstmal die sichere Bestimmung.

Danach probiert man immer mehr , findet raus, was einem selber schmeckt oder nicht.

Ich probiere mittlerweile jeden sicher! bestimmten Pilz, der sicher! ungiftig ist und irgendwo als genießbar aufgeführt wird. Und ich habe für mich schon kulinarische KÖSTLICHKEITEN entdeckt, die manch andere als ungenießbar ansehen. Bei vielen Pilzen reicht aber auch die einmalige Probe und wir lassen auch vieles stehen, was nicht wenige andere sammeln.

Antwort
von BenButton1996, 35

Den kann man höchstens trinken

Antwort
von Kuppelwieser, 92

Das scheint ein recht untypisches Exemplar zu sein, jedenfalls kein klassischer Speisepilz. Die meisten Pilzarten sind zwar nicht giftig, aber wertlos oder ungenießbar. In meiner Gegend jedenfalls, gibt es noch keine klassischen Speisepilze, vielleicht nach den kürzlich erfolgten Regenfällen? Aber meistens erst in den Herbstmonaten!

Kommentar von scatha ,

Manche Arten kommen schon im Sommer. Ich habe z.B. vor 6 Wochen einen Steinpilz gefunden (aber in Thüringen). Danach hier in Bayern Wald- und Wiesenchampignons. Zur Zeit ist hier Flaute- außer ein paar Rotfußröhrlingen gar nix.

Kommentar von Kuppelwieser ,

Wenn Du so ein Experte bist, dann wäre es interessant welche Meinung Du zu dem dargestellten Pilz hast!

Kommentar von scatha ,

Tut mir leid, den Pilz auf dem Foto kenne ich nicht. Deswegen sage ich auch nichts dazu.

Kommentar von Silo123 ,

Untypisch ist das Exemplar nicht gerade.  Auch wenn ich denselben
noch nicht selber gefunden habe.  Und er ein paar ähnliche Verwechslungspartner  hat und tatsächlich nicht zu den klassischen Speisepilzen gehört

Außerdem ist das ganze Jahr Pilzsaison.  Wir sammeln auch gerne im Januar-und dann auch klassische Speisepilze- auch wenn es in der Zeit nicht viele Speisepilzarten gibt.

Zur Zeit ist bei UNS dies Jahr gerade mal Flaute (bzw. unsere letzten Exkursionen waren einfach an den falschen Standorten)- letztes Jahr um diese Zeit gingen wir um diese Zeit unter
von Pilzen. Aber auch dieses Jahr die erste Fichten-Steinpilzwelle ist
schon vorbei, ebenfalls an Stadtchampignons (um nur die bekanntesten zu  nennen)  Und natürlich die ganzen Frühjahrspilze (wie z.B. Maipilze).

Und dieses Jahr viele Frauentäublinge. Aber bei der letzten Jagd danach , erkannten wir die Standorte nur noch an Löchern im Boden und Schneckenschleim.

Und , daß die meisten Pilzarten wertlos sind(viele o.k, aber nicht die meisten), da stimme ich auch nicht zu. Es gibt in Deutschland HUNDERTE gute bis sehr gute Speisepilze, von denen
aber auch ich noch bei weitem nicht alle gefunden habe oder auch nur kenne. Mein Wissen ist mit Kenntnis von ein paar Hundert Pilzarten (keine Ahnung , wie viele es eigentlich sind) noch ziemlich bescheiden und hier in meiner Gegend finde ich auch vieles einfach nicht, genauso geht es auch vielen anderen in anderen Gegenden.

Kommentar von Mysticdragon ,

@Silo123: Du scheinst dich mit Pilzen gut auszukennen. Kannst du mir evtl. bitte die ein oder andere gute Seite empfehlen das ich mein Wissen um Pilze erweitern kann?   Schön wäre auch eine Seite an welchen Stellen man Pilze suchen sollte.

Kommentar von Kuppelwieser ,

Google doch mal! Vor allem findest Du da bessere Abbildungen als in den meisten Pilzbüchern!

Kommentar von Silo123 ,

Erstmal die oben genannten Seiten.

Nimm neben den Röhrlingen erstmal nur große , markante Pilze zur Bestimmung und laß erstmal alles an Kleinzeugs stehen.

Die kleinen sind oft schwer bestimmbar bzw. gar nicht ohne Mikroskop.

Wo man Pilze sammeln kann: Überall, auch mitten in der Stadt. Allerdings würde ich die nicht von jedem Standort essen- nicht, daß da Hunde ihr Geschäft verrichtet haben. . Neulich (vor 14 Tagen) z.B. eine kurze Fußstrecke mitten in der Stadt (keine Anlage oder so): Schafchamignons, Stadtchampignons, Frauentäublinge, netzstielige Hexenröhrlinge, gemeine Rotfußröhrlinge neben anderem Kleinzeugs, was Du Dir erst später vornehmen solltest.

Ansonsten einfach in den nächsten Wald, Wiese , wo es nicht von Brombeeren und/oder Brennesseln überwuchert ist. Welcher Wald ist erstmal egal..

Die Zeiten, wann was wächst: das ist die Schwierigkeit, da das jedes Jahr anders ist . Es gibt nur Schwerpunktzeiten aber dazwischen kann es auch immer wieder vorkommen, daß Du gar nichts gescheites findest.(Und Röhrlinge, die klassischen Anfängerpilze findest Du echt erst ab frühestens Mai oder Juni bis dann zum Frost) In einem anderen Wald in der gleichen Gegend kann es aber wieder anders aussehen, bzw. wenn Du IM Wald nichts findest, dann statt dessen an den Waldrändern.

Die Pilze machen , was sie wollen und schließe bitte auch Giftpilze nicht als Verwechslungsmöglichkeit aus, weil sie um die Jahreszeit nicht vorkommen sollen. Viele Pilze halten sich nicht streng an die Jahreszeiten, wann sie vorkommen sollen.

Beschäftige Dich intensiv mit Unterscheidungsmerkmalen und gehe dann wirklich jedes Merkmal durch. Wenn Du meinst, einen Pilz bestimmt zu haben, dann geht die richtige Arbeit erst richtig los. Dann geht es an Verwechslungsmöglichkeiten. Und da nach diversen Quellen.

In den Foren kannst Du auch immer nachfragen. Da wird gerne geantwortet.

Im Laufe der Zeit erarbeitet man sich immer mehr Pilze (einige selbst), bei anderen braucht man auch mal einen Schubs.

Kommentar von juergenkrosta ,

Die meisten Pilze haben Baumpartner, mit denen sie eine Symbiose eingehen (Mykhorizza-Pilze). Man sucht also zuerst die richtigen Bäume und dann die Pilze ;-)

Ein weiterer Faktor ist der Boden, also der Untergrund, auf dem die Pilze wachsen. Auf leicht saurem Boden findest Du z.B. weitaus mehr Pilzarten, als auf kalkhaltigem. Auch die Mengen sind deutlich größer.

Pilze sind ja nur die Fruchtkörper, die man sieht. Das Myzel, das Pilzgeflech,t entwickelt sich im Boden und umschließt das Feinwurzelsystem der Bäume. So kann der Baum die Nährsstoffe besser aufnehmen und dafür bedankt er sich beim Pilz mit Kohlenhydraten.

Damit Pilzwachstum einsetzt, benötigt der Boden ausreichend Wasser, also ein Minimum an Niederschlägen. Steinpilzwachstum setzt nach einer Trockenperiode z.B. erst nach ca. 40 L/m² Waldboden ein ....  usw.

Viel Spaß dabei, das Hintergrundwissen über den Wald und die Natur und deren komplexe Zusammenhänge zu "ergoogeln"  ;-)

LG  Jürgen

Kommentar von Silo123 ,

Jürgen; Du meinst auf leicht saurem Boden gäbe es mehr Pilzarten als auf kalkhaltigen. Ich Dachte, daß sei andersherum. Aber ich WEISS es nicht.  Bei uns dominieren kalkhaltige Böden. Wobei leicht suauer könnten einzelne Standorte sein.

Daß mehr an Masse gefunden wird, habe ich schon gehört, kann mir aber egal sein, da ich eh mehr finde als ich verarbeiten könnte.

Aber da mir viele der Pilzarten der eher saueren Böden in meiner Fundliste total fehlen und ich die auch mal finden will, nehmen wir mittlerweile schon längere Fahrten auf uns, um endlich die Pilzflora der saureren Böden zu entdecken, aber u.U. sind die dann schon wieder zu sauer. Echt schwierig. Mir fehlen noch so viele Pilze aus eigener Anschauung.

Zum Beispiel Amanita crocacea.

Es kann sein, daß wir gestern u.U. (oder sogar eher wahrscheinlich) den ersten!(einen einzelnen)  gefunden haben. Aber er sah nicht so typisch aus. Ziemlich hell, und helle Natterung auf oranglichem Stiel, in der Regel soll das ja umgekehrt sein. Ich saß an dem echt eine Zeit dran und am Ende trotzdem keine 100%ige Sicherheit.Am Ende wurde er trotzdem verspeist (super lecker!)

Hierbei kleiner Hinweis an die nicht so pilzkundlichen : natürlich ißt man in der Regel keine Pilze, wo man sich nicht 100% sicher ist, aber bei diesem war ein Giftpilz ausgeschlossen (incl. isabellfarbenen Wulstling) es war zu 100 % ein Scheidenstreifling und da gibt es keine giftigen. Trotzdem versuche ich immer die genaue Art rauszubekommen.

Kommentar von Mysticdragon ,

Wenn ich dich richtig verstehe.
Kommen in Bayern die genießbaren eher später? So ab Ende August/September und etwas später?

Muss ich mich mal doch weiter Informieren. :) 

Kommentar von Silo123 ,

Mystikdragon, da ich mich ja ständig mit anderen über ihre Funde austausche, würde ich sagen, daß im Mittel, je südlicher, desto eher mit Röhrlingen zu rechnen ist. Aber auch da gibt es Ausnahmen.

Wenn es bei Euch ausreichend feucht sein sollte, (bei Trockenheit ist nicht mit viel zu rechen oder man findest nichts) ,los in die Pilze. Ob Du dann auch wirklich was findest, kann ich nicht versprechen. Pilze machen  oft, was sie wollen.

Schaue am besten als erstes in direkter Umgebung (kurze Wege)- auch mitten in der Stadt.

Allgemein, wenn Du irgendwann über die Röhringe raus bist, wirst Du auch in Bayern ganzjährig Speisepilze finden- außer, wenn es viel zu trocken sein sollte

Kommentar von juergenkrosta ,

sorry, aber das ist völliger Quatsch :-)   Ich lebe auch in Bayern und finde die ersten Pfifferlinge ab Mitte Mai, vorher gibt es sogar schon Hexenröhrlinge und Austernseitlinge sowieso. Mairitterlinge nicht zu vergessen, Perlpilze und Täublinge, auch andere Röhrlingsarten. Ab Juni kommen der Sommersteinpilz (boletus recitulatus) und die ersten Fichtensteinpilze, Rotkappen und und und ...

Kommentar von scatha ,

Oh ja, hatte es schon vergessen, Perlpilze fand ich auch im Juni in Bayern während der nassen Zeit, und die waren sehr gut, ganz ohne Insektenlarven.

Kommentar von Kuppelwieser ,

Mit dem "und und und" ist es nicht mehr weit her, zumindest bei den klassischen essbaren Pilzen und hier in Oberfranken, in einer waldreichen Gegend! Das vergangene Jahr war das schlechteste Pilz-Jahr seit über einem halben Jahrhundert! Ich fand keinen einzigen Steinpilz, obwohl diese im vergangenen Jahrzehnt wieder im Kommen und recht häufig waren! Die Birken-Rotkappe, die ich vor Jahrzehnten noch im Überfluss fand, ist hier praktisch ausgestorben. Mein Bruder im Nordschwarzwald, findet noch recht häufig die Erlen-Rotkappe. Ich kenne da sowieso keine typischen Standorte hier. Pfifferlinge findet man hier nur noch mal als "Beifang". Zu meiner Kinderzeit haben wir mit sowas wie Maronenpilze gekickt! Schon Reitzker wurden nur von speziellen Sammlern genommen. Allgemein nahm man nur Steinpilze, Rotkappen, Pfifferlinge Wiesenegerlinge und Reifpilze, bei uns "Hühnerkoppe" genannt, die noch recht häufig hier vorkommt! Seltsam das dieser Pilz unter den vielen Eisendungen nicht vorkommt? Warum nur in Osteuropa und Balkan der Pfifferling so häufig vorkommt und hier so selten ist, konnte mir noch kein "Experte" ausreichend begründen!

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