Ist dieser Klappentext gelungen?

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3 Antworten

Der Text wirkt inhaltlich völlig zusammenhanglos, sprachlich entgleitet dir das Ganze auch.

Dem Leser werden ein paar Brocken entgegengeworfen, die in keiner Weise zusammenhängen.

Die Menschen auf D. trauern. --- Ist Trauer wirklich die primäre Reaktion auf ein "verschollenes" Land?

Ein Tag ist vergangen... --- Seit welchem Ereignis? Seit das Land weg ist? Letztlich eine unnötige Information, weil auf dieses Ereignis außer Trauer offenbar keine Reaktion erfolgt.

... und schon ist ein ganzes Land verschollen. --- Und schon? Schon als Rückbezug auf das, was einen Tag vorher geschehen  ist? Verschollen halte ich für unglücklich gewählt. Das Land ist offenbar nicht mehr da. Verschollen impliziert im gängigen Sprachgebrauch eine Bewegung im Vorfeld, ist etwas Statisches nicht mehr da, wählt man normalerweise "verschwinden". Ein Flugzeug ist verschollen, ein Schiff, eine Expedition im Urwald, ein Mann, der in den Krieg gezogen ist. Aber ein Land? Also vielleicht eher verschwunden.

Eine Nachricht, die B. und seine Familie erschüttert. --- Leider haben wir keine Ahnung, wer diese Leute sind.

Erst als eine wunderbare Begegnung stattfindet, darf Bero hoffen. --- Worauf darf er hoffen? Ist nach dem Verschwinden des Landes irgendetwas passiert? Welche Rolle hat das ursprüngliche Ereignis in B.s Leben gespielt.

Viele Jahre später geht er einer Tragödie nach, ---Später? Nach der Begegnung? Nach dem Verschwinden des Landes? --- Einer Tragödie? Also offenbar nicht der ursprünglichen. Welcher dann? Wenn er dem Verschwinden des Landes (überhaupt, ein Land als politische Einheit? Stell ich mir an den Grenzen lustig vor, aber okay, da kommt meine Phantasie im Gegensatz zum Rest noch mit) nachgeht, geht er DER Tragödie nach, oder DIESER.

die nicht nur von fantasievollen Gefahren geprägt ist, sondern eine abenteuerliche Reise enthält --- Jetzt wechselst du innerhalb eines Satzes von einer holprigen Handlungszusamenfassung zu einer Wertung! Die fantasievollen Gefahren finde ich sprachlich... sagen wir: ungünstig.

Begibt Euch zusammen mit Bero auf einen Pfad, der nicht nur die
Faszination der Magie ankurbelt, sondern ein unfassbares Desaster
offenbart. --- Jetzt wird es wirklich ungelenk. Zuerst einmal: Begebt! Ob man den Leser unbedingt persönlich ansprechen muss? Gut, das ist Geschmackssache, meinen Geschmack trifft es nicht, aber vielleicht den anderer. Der Pfad wirkt etwas pathetisch, Reise wäre besser, aber vermutlich wolltest du hier eine Wortwiederholung vermeiden. Mit unschönem Ergebnis. Die Faszination der Magie ankurbeln? Fantasie kann man ankurbeln. Aber Faszination? Was verstehst du unter "Faszination der Magie"? Ein unfassbares Desaster wird offenbart. Hm. Dass es ein schlimmes Ereignis gab, ist ja aber doch die Grundprämisse deiner Handlung. Also werden wohl eher die Hintergründe offenbart, oder nicht? Sonst muss man davon ausgehen, dass die Rede von einem weiteren Desaster ist, von dem wir aber nichts wissen.

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Nein, ich würde für dieses Buch weder Geld ausgeben noch es kostenlos lesen wollen. Warum, dürfte ich ausführlich erläutert haben.

Auf mich macht dieser "Klappentext" den Eindruck, als wäre das Buch vielleicht noch gar nicht geschrieben. Wenn doch, habe ich zwei Befürchtungen:

1. Das Buch ist so konfus wie der Text.

2. Der Autor tut sich sprachlich schwer.

Verbesserungsvorschläge kann man nicht liefern, da die Handlung unbekannt ist. Ich für meinen Teil frage mich, ob das Problem wirklich nur der Klappentext ist oder nicht vielleicht doch auch zu guten Teilen die Geschichte, die er bewerben soll.

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Kommentar von montinore09
12.06.2016, 03:21

Danke für deinen fleißigen und ausführlichen Kommentar!
Da ich merke, dass du dich viel damit beschäftigt hast, würde mich interessieren wie diese Version jetzt ist:


Die Menschen auf dem Kontinent Darosus sind erschüttert. Das Land Laez ist in finstere Nebelschwaden verhüllt. Jeder, der hinein schreitet, stirbt. Auch der Vater vom acht jährigen Bero scheint darin umgekommen zu sein. Durch eine schicksalshafte Begegnung und starker Willenskraft glaubt er aber weiterhin an das Überleben seines Vaters. Viele Jahre später, als der Nebel sich schließlich auflöst, wird Bero auf ein fantasievolles Abenteuer geschickt, das die ehemalige Tragödie aufklären soll und ihm auch eine Chance verleiht, seinen Vater zu suchen ...

Zusammen mit Bero wird eine Reise aufgenommen, die nicht nur die Faszination für Magie ankurbelt, sondern eine unfassbare Entdeckung offenbart.

LG Monti




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Ich verstehe den klappentext 0. kommt mir vor wie ein haufen durchgewürfelter spannungswörter ohne sinn. Geh präziser auf die geschichte ein damit man auch checkt worums geht...

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Klingt sehr unstrukturiert und geht weder auf Bero ein noch auf den Planeten...

Ich würde weniger Spannungswörter benutzen, etwas mehr auf Bero, seine Familie, den Planeten oder das Desaster offenbaren um den Leser (also mich) anzufixen! Wie geht es weiter? Dass muss sich der Leser fragen er muss das Verlangen nach mehr bekommen!!!

Dass ist übrigens auch der Hauptgrund warum ich mich für ein Buch entscheide...der Klappentext muss mich anfixen!!!

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Kommentar von montinore09
12.06.2016, 03:24

Ich habe unter einem Kommentar (weiter oben) mal eine verbesserte Version geschrieben. Wie sieht es damit aus? Fixt es dich mehr an?

LG Monti

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