Frage von schuelervzgirl, 314

Ist diese Rechnung für eigenes Pferd naiv?

Guten Morgen!

Ich habe nun schon seit meiner Kindheit den Wunsch nach meinem eigenen Pferd.
So ca. Wie jedes Pferde-Mädchen.
Allerdings war ich bis dato immer vernünftig genug mir vor Augen zu halten, dass ich so viel Verantwortung noch nicht übernehmen kann.
Jetzt bin ich 19 Jahre alt, mache ich kürze mein Abi und danach eine Ausbildung zur Fotografin, da ich dafür ein gewisses Talent und auch die nötige Leidenschaft besitze!
In dieser Ausbildung werde ich 700€ netto verdienen und so lang die Ausbildung läuft, werde ich mit meiner Mutter quasi in einer Wg wohnen, jedoch nimmt sie die Miete und Geld für Essen etc. von dem Unterhalt, den mein Vater ihr für mich zahlt.
Ich reite schon gefühlt ewig und konnte auch schon viel Erfahrung mit Reitbeteiligungen sammeln, deren Besitzer mich (im Endeffekt gut für mich um Erfahrung zu sammeln) oft mit ihrem Pferd alleine gelassen haben.
Ich habe einen monatlichen Preis von:

280€ Offenstall mit VP
35€ Op und Haftpflichtversicherung
35€ Schmied (also 70€ alle 8 Wochen, großzügig, damit alle Eventualitäten eingeschlossen sind, wobei mein Pferd Barhuf gehen soll)
100€ Rücklagen für den TA

Zur Zeit bin ich mit meinem Vater am überlegen ob er mir entweder 100€ im Monat dazu tun möchte oder lieber unregelmäßig dann die TA Kosten übernehmen mag.
So oder so hätte ich dann noch ein Polster von ca. 350€ im Monat von dem ich einen Teil spare und einen Teil für Freunde, Freizeit etc. ausgeben kann.
Sollte ich nach der Ausbildung nicht direkt einen Job finden, hab ich ein Polster von 20.000€ bis ich eben einen finde.

Findet ihr diese Rechnung eher naiv oder gut durchdacht?

Lg

Antwort
von FelixFoxx, 60

Warte noch die kurze Zeit ab, bis Du die Ausbildung hinter Dir hast und einen richtigen Job hast mit festem Gehalt (kein selbständiger Fotograf), dann stell Dich auf eigene Füße mit Wohnung usw. Das ist der Zeitpunkt, wo Du einigermaßen sicher kalkulieren kannst, ob Du mindestens 500€ für ein Pferd im Monat übrig hast.

Antwort
von sukueh, 80

Ich persönlich finde deine Rechnung auch zu naiv und knapp kalkuliert, wenn ich mir deine Kommentare auf die bisher gegebenen Antworten aber anschaue, hast du für jedes sinnvolle Argument ein Gegenargument.

Wenn du also einerseits in so vielen Bereichen von deinen Eltern noch unterstützt wirst, alle zukünftigen weiteren Anschaffungen (Auto, Kamera etc.) von deinen Eltern getragen werden und du dich auch in dieser Form unterstützen lassen möchtest, was hindert dich daran, wenn du eigentlich deine Entscheidung offenbar ja schon getroffen zu haben scheinst ?

Die Meinungen und tatsächlichen Erfahrungen von Pferdehaltern hier scheinen dich ja nicht sonderlich zu beeindrucken und zu interessieren.

Aus meiner Lebenserfahrung kann ich nur so viel sagen: Schulabschluss und Lehrzeit sind etwas, was einen "komplett" in Beschlag nehmen kann. Die Umstellung von Schulzeit auf Vollzeitausbildung incl. Berufsschule, dann eventuell noch Fahrstunden - daran hat man schon zu knabbern. Ich habs damals noch nicht mal geschafft, ein Instrument zu lernen. Wenig Zeit und dann teilweise wirklich keine Lust, mich nochmal um was kümmern zu müssen. Bei einem Pferd musst du, ob du willst, oder nicht. Das ist ein Lebewesen, kein Ding, was man dann einfach in die Ecke legen und ignorieren kann. Sollte jetzt das Argument kommen, dass du bislang auch schon die meiste Zeit im Stall verbringst, ist es doch was anderes, weil einfach Schule und Ausbildung doch unterschiedlichen Anspruch haben.

Du vertraust auch darauf, dass du auch weiterhin gerne bei deiner Mutter lebst. Auch hier kann ich aus eigener Erfahrung sagen: auch sowas kann sich schnell ändern. Ein Freund, der Muttern nicht passt, oder auch die Tatsache, dass du deine komplette Freizeit in das Pferd steckst und für sie keine oder weniger Zeit hast und sich alles nach dem Pferd richtet.

Glaub mir, sowas kommt bei nicht-reitenden Familienmitgliedern nicht unbedingt immer gut an!

Abschließend finde ich auch, dass die 350 Euro, die du als Unterhaltskosten für dein Pferd monatlich veranschlagst, zu knapp kalkuliert. Auch wenn du glaubst, du würdest auf immer und ewig in dem von dir ausgesuchten Stall zu dessen Konditionen bleiben wollen, kann es sein, dass du doch mal den Stall wechseln musst. Oder der Stall teurer wird. Oder es wird die Pferdesteuer eingeführt, aber vermutlich übernimmt die auch eines deiner Elternteile. 

Was passiert eigentlich dann nach deiner Ausbildung wenn du einen Job hast ?  Willst du dann auch ewig bei deiner Mutter wohnen ? 

Denn sollte aus irgendeinem Grund tatsächlich diese 20.000 Euro aufgebraucht sein (und sowas geht schneller als man denkt), dann fehlt dir das Geld für Wohnungseinrichtung etc. 

Für ein Pferd sollte man, um auf der sicheren (finanziellen) Seite zu sein, im Monat durchaus mit 500-600 Euro rechnen. Dann kann man es sich auch leisten, wenn das Pferd ungeplanterweise doch noch in (Korrektur)Beritt muss und man sich auch selber immer noch reiterlich weiterbilden kann. Vergessen ja die meisten, dass einen das eigene Pferd nicht automatisch zum "guten Reiter" macht, sondern das im Normalfall Reitstunden sehr angebracht sind.

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 40

Naja, es mag hinhauen. Nur, du darfst dich niemals mit deiner Mutter verkrachen. Du bist 19, also (fast) erwachsen. Mit 19 war ich auch noch zu Hause und grundsätzlich habe ich mich mit meinen Eltern auch verstanden. Aber trotzdem wurde die Zeit, auszuziehen, täglich immer reifer. Ich habe manchmal gedacht: ich halte es nicht mehr aus, ich halte es nicht mehr aus.

Denk daran, dass du dich erpressbar machst. Ich hatte eine Freundin, die auf die Art, wie du sie dir vorstellst, ein eigenes Pferd hielt. Das lief auch eine Zeit ganz gut. Aber dann verliebte sie sich. In einen jungen Mann, der den Eltern nicht passte.  Zunächst haben sie argumentiert und gestritten, dann bekam er Hausverbot. Das nützte alles nichts. Tja, und dann hieß es: wenn du dich nicht trennst, musst du hier ausziehen und wir zahlen keinen Cent für das Pferd.

Das war ein Drama.

Antwort
von LyciaKarma, 81

Das ist leider viel zu knapp, auch wenn es super ist, dass du dir schon Gedanken machst. 

Was ist, wenn du mal den Stall wechseln musst? Dann kommst du evtl mit 280€ nicht mehr hin.

OP und Haftpflicht kann hinkommen, ich hab nur eine Haftpflicht. 

35€ Schmied ist auch zu wenig, denke ich. Ich rate nie zu einem Schmied, weil die einfach nicht ganz so viel  Ahnung haben wie Huforthopäden. Meine HO kostet mich 45€ alle 4 Wochen.

TA-Rücklagen musst du allerdings vorher schon angespart haben, sonst hast du nichts, wenn direkt am Anfang was kommt. 

Die 20.000€ hast du nur, wenn vorher nichts passiert. 

Reitunterricht hast du gar nicht einkalkuliert - kostet bei mir um die 35€ die Stunde. 

Impfungen, Wurmkuren, Sattler, Ausrüstung, manuelle Therapeuten, Zahnarzt - das musst du alles einrechnen. 

Impfen etwa 50-70€ pro Jahr. 

Wurmkur je nachdem, was du gibst und vorherige Probe, damit du nicht einfach grundlos Chemie reinhaust: Probe etwa 30€, Wurmkur je nachdem.   

Sattler sollte jedes halbe Jahr kommen. Wenns nur Kontrolle ist, kanns sein, dass es dich vielleicht 50€ kostet, wenn was geändert werden muss, gehts ab 100€ bis open end. 

Manueller Therapeut sollte regelmäßig kommen und kostet etwa 180€ für zwei Behandlungen.

Zahnarzt ein mal im Jahr, kostet zwischen 150-200€. 

Ich würde erstmal warten, bis du deine Ausbildung fertig hast und dann, was du verdienst. Du wohnst nicht für immer zuhause, du wirst irgendwann vermutlich ein Auto brauchen und und und. 

Bis dahin würde ich so viele Kurse wie möglich besuchen und schauen, dass du so viel lernst, wie nur geht. 

Dann kannst du dem Pferd später auch gut was bieten.

Kommentar von schuelervzgirl ,

Also Unterricht sowie die Impfungen und Wurmkuten übernimmt meine Mutter.
Eine geeignete Huforthopädin habe ich ebenfalls schon durch Kontakte, ich habe nur Hufschmied als Überbegriff genommen.
Diese Frau nimmt pro ausschneiden 35 Euro. Das heißt alles 4-6-8 Wochen.
Die 20.000€ werden mir erst zugänglich, wenn ich mit der Ausbildung fertig bin, das heißt von diesem Betrag wird nichts verbraucht.
Auch wenn ich ausziehen möchte, kommt mein Vater dafür auf.
Genau wie für ein Auto wenn ich es möchte.
Das heißt ich wohne 'freiwillig' bei meiner Mutter weil wir uns gut verstehen (:

Kommentar von LyciaKarma ,

Also kannst du dir dein Pferd nur leisten, wenn es deine Eltern mit bezahlen? Und was, wenn sie irgendwann arbeitslos werden oder einfach keine mehrere Hundert Euro mehr für das Hobby ihrer Tochter ausgeben wollen? 

Ah okay, das mit dem vielen Geld war dann etwas missverständlich.

Wer bezahlt eigentlich den Kaufpreis und die Erstausrüstung? 

Auch wenn ich ausziehen möchte, kommt mein Vater dafür auf.
Genau wie für ein Auto wenn ich es möchte.

Dein Vater würde also einfach so mal 1.000€ für dich hinblättern? Im Monat? Seid ihr so reich? Dann brauchst du dir keine Gedanken machen, ob du dir ein Pferd kaufen solltest. 

Ich finde es nicht gut, wenn man sich ein Pferd kauft, für das man nicht komplett selbst aufkommen kann.

Erstens hast du dann nicht die Entscheidungsgewalt - wer zahlt, der entscheidet. Unter Umständen dann auch mal, dass es verkauft wird. 

Und zweitens würde ich niemals von meinen Eltern so viel Geld verlangen wollen. 

Wenn du dir aber so sicher bist und alle Bedenken abschmetterst, dann musst du das Pferd wohl kaufen.

Allerdings kann es dir dann passieren, dass du dich mal mit deinen Eltern streitest, dass du die HO wechseln musst, dass du den Stall wechseln musst oder dass du überhaupt in eine andere Stadt ziehst, weil es hier beruflich nicht weitergeht. 

Und dann hast du den Salat. 

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde, 143

Das ist halt knapp kalkuliert.

Wie sieht es mit Weiterbildung aus? Meist ist es nicht gut, wenn man immerzu allein mir seine Pferd was macht und niemand schaut, ob man zum Beispiel keine schiefe Sitzhaltung angewöhnt.

Ich kenn jemand, die sehr nett, zuverlässig ist und scheinbar nicht schlecht reitet. Nun hat das Pferd erheblich Probleme bekommen; Urteil des Tierarztes: richtiger (!!!) reiten. 

Oder das Pferd kann aus irgendeinem Grund nicht mehr in dem offenstallhaltung stehen - kannst Du dann auch eine andere Unterbringung bezahlen?

Wie groß sind realistisch die Chancen, dass Du sofort nach der Ausbildung einen guten Arbeitsplatz bekommst?

20000€ sind schon ein guter Vorrat - wenn er nur für das Pferd zur Verfügung steht. 

Aber bei aller  Liebe solltest Du auch bedenken, dass das Leben nicht nur aus reiten besteht. Vielleicht brauchst du irgendwann ein Auto oder was auch immer.

Also ich würde die Entscheidung auch mit davon abhängig machen, wie vermögend und willig der Vater ist für den Fall, dass er das Hobby der Tochter nötigenfalls auch weit über das geplante  Maß hinaus zu unterstützen.

Kommentar von schuelervzgirl ,

Also : ich habe 350 Euro für andere Dinge, davon wird gesparrt und geht Geld für die Freizeit drauf.
Ausrüstung und solche Dinge bezahlt ebenfalls meine Familie.
Mit meiner Mutter habe ich quasi einen Vertrag festgelegt, indem sie zusichert, dass ich in der Zeit meiner Ausbildung bei ihr Wohnen kann ohne etwas von dem Geld was ich aus der Ausbildung bekomme dazu legen zu müssen.
Im Notfall würde mein Vater kosten auch über die OP versicherung heraus übernehmen so dass ich nie vor der Entscheidung stehen werde: Pferd aufgrund von Geldmangel verkaufen zu müssen

Kommentar von schuelervzgirl ,

Also : ich habe 350 Euro für andere Dinge, davon wird gesparrt und geht Geld für die Freizeit drauf.
Ausrüstung und solche Dinge bezahlt ebenfalls meine Familie.
Mit meiner Mutter habe ich quasi einen Vertrag festgelegt, indem sie zusichert, dass ich in der Zeit meiner Ausbildung bei ihr Wohnen kann ohne etwas von dem Geld was ich aus der Ausbildung bekomme dazu legen zu müssen.
Im Notfall würde mein Vater kosten auch über die OP versicherung heraus übernehmen so dass ich nie vor der Entscheidung stehen werde: Pferd aufgrund von Geldmangel verkaufen zu müssen

Kommentar von Urlewas ,

Wenn Deine Eltern sehr vermögend und Deinem Hobby wirklich wohlwollend gegenüber stehen, könntest Du es wohl wagen. Aber, wenn Du da so sicher bist, warum fragst Du dann hier eigentlich?

Ich kenne jemand, deren Eltern ( bzw. nur noch Mutter) sehr wohlhabend ist, die ist jetzt 60 und die Mutter 80, und die sponsert immer noch, weil die Muttrr selber auch Freude hat am zusehen.

Aber wenn auch nur die geringsten Zweifel bestehen, lass es lieber. Fast dein ganzes Geld ( wie Gesagt, Unterricht, Beritt, Urlaubsvertretung sind ja noch nicht dabei) ist schon eingeplant.

Aber meist kommt noch irgendwas unvorhergesehnes, und 2-3 Stunden Zeit JEDEN TAG brauchst Du auch - selbst in Vollpesion.

Oder soll das Pferd 3-4 mal die Woche genug Bewegung auf der Koppel finden, und du reitest immer nur ne halbe stunde( dann ist der Aufwand der Pflege trotzdem noch da) - dafür lohnt es sich dann nicht, alles andere zu opfern.

Zum erwachsen werden gehört auch, dass man Träume manchmal eben Träume bleiben lässt - bis alles ganz klar ist, oder man verabschiedet sich auch davon.

Antwort
von DODOsBACK, 68

Soweit ich weiß, wird dein Azubi-Gehalt mit dem Unterhalt verrechnet - in deinem Fall wird dein Vater wohl überhaupt nichts mehr zahlen müssen! (Ob er es trotzdem tut, ist natürlich eine andere Frage) Und vergiss nicht: auch Väter können krank werden, ihren Job verlieren, ihre neue Freundin schwängern...

Du solltest außerdem überlegen, ob deine Mutter dich wirklich auf Dauer "durchfüttern" kann und will - sie kann krank werden, ihren Job verlieren oder sich einfach entscheiden, es nicht mehr zu tun. Auch DU könntest den Wunsch verspüren, auszuziehen. Usw.

Egal, wie du es drehst und wendest - du könntest das Pferd nur deswegen finanzieren, weil deine Eltern DICH finanzieren. Und du rechnest, als hättest du außer dem Pferd keinerlei Ausgaben - das ist wirklich mehr als naiv! Zahlen deine Eltern auch deine Klamotten, Schwimmbad, Kino, Benzin/ Busfahrkarte, Bücher, Shampoo, Medikamente usw? Bekommst du weiterhin Taschengeld, damit du dir unterwegs einen Kaffee holen kannst? Willst du nie Urlaub machen?

Abgesehen davon: Azubis haben deutlich weniger Freizeit als Schüler - zumindest können sie sie viel weniger selbst einteilen. Also gewöhn dich erst mal an dein neues Leben und werd erwachsen!

Anscheinend bist du noch nicht so weit, aber irgendwann in den nächsten Jahren wirst du über völlig andere Zukunftsperspektiven nachdenken: Umzüge, richtige (=zeitaufwendige) Karriere, Partnerschaft, Familie... Da hat ein Pferd nicht immer Platz!!!

Antwort
von LiniB1983, 26

Ich würde an deiner Stelle auch noch warten bis die Ausbildung durch ist und auch danach ein fester Job vorhanden ist, du einfach fester im Leben stehst. Bis dahin ein schönes Polster ansparen.

Wenn du dann immer noch ein eigenes Pferd möchtest, kannst du ja immer noch loslegen. Dann ist man auch etwas reifer. Mit 19 hat man ja gerne mal Ideen, die einem später nicht mehr gefallen. Ich spreche aus Erfahrung. :D

Mir wird mir auch irgendwie zu oft erwähnt, dass die Eltern das bezahlen. Finde ich irgendwie nicht gut. Was wenn das mit dem Job später mal nicht so klappt, du umziehen musst... wurde hier ja schon alles erwähnt. Ein Pferd wird ja nun auch ein paar Jahre alt. Ob die Eltern auch in ein paar Jahren mitfinanzieren wollen? Ich persönlich würde das nie wollen.

Antwort
von nicinini, 90

Na ja du magst jetzt für deine Verhältnisse viel Geld haben. Aber was ist wenn du ausziehs? Dann sind 700 Euro nicht mehr viel. Und in welche Stadt du ziehst, ob du evtl. Noch studieren willst oder kein Arbeitsplatz findest und und und... warte lieber noch bis du ein ganz sicheren festen Arbeitsplatz, eine eigene Wohnung und genug gespartes hast

Antwort
von ellaluise, 120

Hi, bei deine Ausgaben zum Pferd solltest du noch mal 100€ pro Monat dazu rechnen, als Sicherheitsbedarf.

Ein Tierarztbesuch, egal ob impfen oder eine kleinere Verletzung, ein tränendes Auge, kommt immer zu oder über 100€, da ist die Anfahrt, eine Pauschale für Untersuchung und dann u.U. ein Medikament und schon hast du eine Rechung über 96,45.

Ausrüstung oder Ersatz muß beschafft werden, Reitstunden.

Desweiteren ist dein Vater dir nicht mehr in dem Umfang zum Unterhalt verpflichet. Dein Einkommen wird auf die Unterhaltsverpflichtung angerechnet.

Wenn deine Eltern dich u.U. unterstützen, was ja nicht unmöglich ist, dann kann das gehen.

Antwort
von rotesHexle, 101

Ich persönlich würde dir von deinem Plan auch abraten, da du einfach zu wenig verdienst. Und ein wichtiger Punkt fehlt in deiner Aufzählung: Wie kommst du zu dem Pferd?? Wie willst den Kauf finanzieren? Du hast die Möglichkeit der Reitbeteiligung, also genieße dies, möglichst ohne größere finanziellen Einbußen. Ich könnte mir vorstellen, dass du auch während deiner Ausbildung die eine oder andere Kamera mit verschiedenen Objektiven möchtest/brauchst-die kosten auch sehr viel Geld, sind jedoch die Basis für deinen Beruf. Und wenn du dann ausgelernt hast und ein Pferd immer noch dein großer Wunsch ist, hast du dir eine solide Basis dafür geschaffen. Denn es wäre doch zu schmerzhaft, wenn du das Pferd aufgrund finanzieller Schwierigkeiten wieder abgeben müsstest. Viel Spaß in der Lehre

Kommentar von Kapodaster ,

Denn es wäre doch zu schmerzhaft, wenn du das Pferd aufgrund finanzieller Schwierigkeiten wieder abgeben müsstest.

Schmerzhaft nicht zuletzt für das Pferd...

Kommentar von schuelervzgirl ,

Objektive und desweiteren kauft mir mein Vater, da für sowas extra ein Konto angelegt wurde für mich.
Auch der Auszug ist meine enscheidung. Ich würde also auch ohne weitere kosten alleine wohnen können (:
Das Pferd würde sowieso erst im Frühjahr nächsten Jahre kommen. Bis dahin habe ich mir die Erstanschaffung und einen Teil des kaufpreises angesparrt. Den anderen Teil übernimmt ebenfalls mein Vater.
Das ist alles abgeklärt (:

Antwort
von diroda, 38

Ja, der Unterhalt eines Reitpferdes kostet, aus 25 Jahren Erfahrung, ca. 800 Euro im Monat. Außerdem 2 - 4 Stunden Zeit jeden Tag.  Besonders den Zeitaufwand kannst du allein bestimmt nicht die nächsten 15 Jahre gewährleisten. Mit einem eigenen Pferd solltes du warten bis du die Ausbildung abgeschlossen hast und einen festen Job hast. Außerdem solltes du die nächsten 15 Jahre nicht planen Kinder zu bekommen. Sonst steht sich dein Pferd, wie viele tausende andere Pferde auch deren Besitzerinnen keine Zeit und/oder Lust mehr haben, einsam im Stall kaputt. Meine Empfehlung teilt euch mindestens zu zweit ein Pferd. Dadurch verringert sich die zeitliche und finanzielle Belastung auf die Hälfte.

Kommentar von LyciaKarma ,
 Meine Empfehlung teilt euch mindestens zu zweit ein Pferd. Dadurch verringert sich die zeitliche und finanzielle Belastung auf die Hälfte.

Wenn eine mal keinen Bock mehr aufs Pferd hat, weil der Freund wichtiger ist und der mag halt keine Pferde?  
Wenn der neue Sattel kaputt ist aber ups - keine wars?   
Wenn eine von euch für die Ausbildung/das Studium wegzieht, wer behält das Pferd?  
Wenn eine mit dem Pferd besser klarkommt (was immer der Fall ist), wird man nicht eifersüchtig und grantig?   
Wenn ihr am gleichen Turnier mal teilnehmen wollt (und wenns nur ein Gaudi-Turnier ist!) - zur gleichen Zeit/Prüfung?  
Wenn eine mit dem Pferd falsch umgeht?   
Wenn eine so reitet und die andere eben anders?  
usw usw..  

Kommentar von diroda ,

Wenn es in der Situation der Fragestellerin ein Problem ist sich ein Pferd zu teilen dann besser kein eigenes Pferd.

Antwort
von Littelchen, 21

Irgendwann muss mans ja mal anpacken!
Wenn du ein gutes Gefühl hast, dann los.
Zur Not, wenns wirklich nicht geht musst du das Pferd halt wieder verkaufen.

Antwort
von LalaLand07, 10

Mein Vorschlag: Erstmal lernen was das eigene Leben wirklich kostet und Verantwortung für sich selbst übernehmen können (ohne Mammi und Daddy!!!) bevor man allein Verantwortung für ein anderes Leben übernehmen will !!! Was denken sich solche Eltern nur bei sowas kopfschüttel...

Ich verdiene nicht schlecht für meine jungen Jahre und muss schon auf jeden € achten um mein Lebensunterhalt zu decken. Lerne vorher lieber erst auf was es im Leben ankommt und danach kannst du dich immer noch für ein eigenes Pferd entscheiden ;-)

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Pferde, 69

Ich finde sie einen Tick niedrig angepeilt.

Mit 380 komme ich mit keinem meiner Pferde hin.

Ich zahle 280 für meine Große und <250 für meine Kleine> in Stallmiete.

50 € pro Monat für Hufe

40 € für Versicherung

60 € an Zusatzfutter (Mifu, Lecker, usw.) minimum.

40 € Reitlehrer

30 € Ersatzteile und Extras.

Macht komplett 500 Euro - und da sind die Rücklagen von 125 € pro Pferd noch nicht mal mit drin.

Also in meinem Fall gehen pro Pferd jeden Monat rd. 500 Euro raus. Wobei die Rücklagen sich nie wirklich anhäufen, und immer wieder verbraucht werden. Mal ein Husten hier, eine Lahmheit da und schon wieder ist das Konto der beiden auf 0.

Dein Vater wäre besser dran wenn er dir 100 Euro jeden Monat geben würde, du wärst besser dran, wenn er die TA kosten übernimmt.

Antwort
von Kapodaster, 98

Abgesehen davon, dass ich Deine Rechnung recht knapp finde, würde ich an Deiner Stelle mit dem Pferd noch warten, bis Du nach der Ausbildung eine feste Stelel hast.

Mit der Ausbildung beginnst Du einen zeitlich begrenzten neuen Lebensabschnitt. Aber weder Du noch wir wissen, wie es  nach den drei Jahren weitergeht. Ob Du nicht vielleicht aus beruflichen Gründen den Wohnort wechselst.

Antwort
von SiViHa72, 89

Wenn ich das so lese, finde ich schon,d as ist ganz gut überlegt. Wobei ich ja nicht einschätzen kann,w as Deine Posten wirklich enthalten.

Die meisten vergessen ja z.B. Tierarzt; da sagst Du aber, Du willst monatlich sparen.


Es ist auch sinnvoll, immer mit "etwas mehr" als nur dem Mindestbetrag zu rechnen (hier z.B. Schmied).


Was mir noch einfällt: anschaffungen, falls mal was kaputt geht oder so? Da nen kleinen Betrag auch monatlich für einplanen?


Das Angebot von Vattern in Ruhe überlegen.. auch mit dem Hintergrund,d ass TA ja wegen irgendwas auch mal schweineteuer weden kann.



Kommentar von schuelervzgirl ,

Deswegen spare ich ja einen Teil des anderen Geldes ebenfalls.
Wenn etwas kaputt geht, dann. Nehme ich das Geld davon, wenn nicht, dann wird es eben weiter gespart. Für Dinge die kein muss sind, sei es ne zweite oder dritte Decke, die 10 Satteldecke etc. gibt es ja immer noch Geburtstag und Weihnachten (:

Antwort
von Michel2015, 23

Ich habe jahrelang genauso gewirtschaftet bis dann 2015 auch mal der Wost Case eintrat, Pferd Krank und Verlust aller Sättel wegen Einbruch, In Zahlen: 8.000 EUR futsch. Das hat meiner Pferdekalkulation etwas Schlagseite gegeben und der Spassfaktor Pferd wird seither mit einem ernsteren Auge betrachtet.

Die 500-EUR-Marke im Monat ist schon ein recht ehrlicher Richtwert.

Wenn Du weißt was Du willst und im Hotel Mama wohnen und essen kannst und jemand den Notgroschen parat hat, dann ist das eine machbare Option.

Deine Zahlen für für Hufpflege finde ich teuer, den Stall auch, das ist wohl Bundeslandabhängig. Eine OP-Versicherung sehe ich als Quatsch, aber das muss jeder selbst wissen. Eine Unfallversicherung oder eine BUZ ist sinnvoller.

Denke bitte noch an die hippologischen Shoppingtouren die definitiv nicht ausbleiben und dazugehören. Dazu bitte gibt’s noch ein anderes, Pferdeloses Leben, das auch seine eigenen Ansprüche hat.

Final, solltest Du als angehende Fotografin eigenwirtschaftlich denken und Deine Arbeit schon am Anfang gewinnbringend vermarkten. Nix ist mit kostenlosen Fotoshootings auf dem Hof.

Einschätzen musst du das am Ende selbst. Mach Dich nur nicht abhängig, weder von einem Kerl, noch von Finanzzwängen.

Antwort
von anti45, 69

schau mal hier:

http://www.tipps-zum-pferd.de/pferd-kosten-unterhalt_tipp_323.html

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