Ist diese Kündigung durch meinen Arbeitgeber rechtens?

... komplette Frage anzeigen

9 Antworten



Am 09.02.2016 habe ich meinem Chef dann gesagt ich werde mich in naher Zukunft nach was neuem umsehen

Quatsch mit Soße, das ist keine Kündigung, die MUSS Schriftlich erfolgen.



Wir kündigen nun den mit Ihnen am 01.01.2016 geschlosssenen Arbeitsvertrag hiermit ordentlich und fristgerecht zum 31.03.2016.



diese Kündigung ist unrechtmäßig, Nichteinhaltung der Kündigungsfrist. Er hätte höchstens zum 30. April kündigen können. 

ER kann gar nix. mündliche Kündigungen sind nichtig.  Es gibt keine Probleme beim Arbeitsamt. ER könnte welche bekommen. 

Melde dich schon mal ab 01. Mai arbeitslos und nimm das Schreiben mit.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DerHans
23.03.2016, 13:52

Vertrag vom 1.1.2016 ? Das hieße ja noch Probezeit. Dann ist ohne weiteres die Kündigungsfrist von 14 tagen möglich.

Wieso dann aber mehrmals das Gehalt zu spät kam, ist nicht ganz nachvollziehbar. Das wäre je bisher höchstens 2 mal gewesen.

0

Dem Arbeitsamt melden solltest du den Sachverhalt schon. Aber gleichzeitig würde ich auch beim Arbeitsgericht gegen die Kündigung klagen. Und zwar muss das innerhalb von drei Wochen passieren. Denn was in der Kündigung des Betriebs erzählt wird, ist schon sehr an den Haaren herbeigezogen.

Deine mündliche Ankündigung, dass du dich umsehen wirst, ist alles Andere als eine Kündigung. Es ist allenfalls eine faire und offene Information, dass der Betrieb seinen Personaleinsatz planen kann.

Es wird zwar immer wieder pauschal behauptet, in einem Betrieb unter 10 Beschäftigen gäbe es keinen Kündigungsschutz, aber das stimmt so nicht. Auch in einem Kleinbetrieb darf es keine Kündigung geben, die gegen Treu und Glauben verstößt. Eine Kündigung wie in diesem Fall, die als Reaktion auf deine Ankündigung erfolgt, würde ich darunter rechnen. Zudem wäre da die falsch angegebene Kündigungsfrist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DerHans
23.03.2016, 13:56

Da das Arbeitsverhältnis erst am 1.1. 2016 geschlossen wurde, läuft eine Kündigungsschutzklage ins Leere. Wahrscheinlich gilt auch noch die Probezeit.

0

Die Probezeit und die Beschäftigung über die Leihfirma haben nix mit der Kündigungsmöglichkeit des AG in Deinem Fall zu tun.

In den ersten 6 Monaten besteht tatsächlich kein Kündigungsschutz, in so einem Kleinbetrieb würde auch danach keiner bestehen.

Trotzdem hat der AG die Frist einzuhalten, was allerdings über ein Arbeitsgericht durch zu setzen ist.

Die Behauptung des AG das Du Deinerseits eine mündliche Kündigung abgegeben hast müßte er schon vor dem Arbeitsgericht glaubhaft machen.

Eigentlich hat er aus meiner Sicht einen Fehler gemacht: Er bräuchte die Kündigung in keinster Weise begründen. Da er aber einen Grund (?) oder Anlass in die Kündigung geschrieben hat muß der auch vorhanden sein.

Siehe Beitrag von PeterSchu!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Bloss noch per Mail. Reagiere mit einem eingeschrieben Brief, in dem Du der Interpretation deiner Arbeitgebers widersprichst. Du solltest auch relativ schnell eine Kündigungsschutzklage einreichen, wenn die Diskussion mit den Arbeitgeber hin- und her geht oder er verzögert antwortet. Die muss spätestens drei Wochen nach Zugang der Kündigung bei Gericht eingegangen sein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich kenne es nur so dass mündliche Kündigungen unwirksam sind ausser Du sprichst sie mehrfach aus. Deshalb würde ich an Deiner Stelle das persönliche Gespräch mit Deinem AG suchen. Steht im Netz nichts dazu??

Hättest Du am 9.2. wirksam gekündigt wäre die Frist eingehalten zum 31.03.

Du kannst auch die Agentur für Arbeit aufsuchen, wenn Du fähigen Mitarbeiter erwischst wird Dir auch weitergeholfen, ob Kündigung wirksam ist oder nicht. Nimm das Schreiben mit und geh zum Amt, Du musst Dich ja eh Arbeitssuchend melden, falls die Kündigung rechtens ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DerHans
23.03.2016, 13:59

Wenn ein Arbeitnehmer die Absicht äußert, zu gehen, heißt es für den Arbeitgeber normalerweise: "Reisende soll man nicht aufhalten". Er kann dann einfach nicht mehr den vollen Einsatz des Mitarbeiter erwarten. Sich dann noch am nächsten Tag krank zu melden, lässt das Fass überlaufen.

0

Na das ist ja mal ein kurzes Arbeitsverhältnis.... Schau mal hier, der beschriebene Fall ist deinem sehr ähnlich:

http://www.anwalt.de/rechtstipps/muendliche-kuendigung-des-arbeitnehmers-wirksam_030072.html

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von VelbertRulez
23.03.2016, 12:17

Ich war vorher 6 Monate durch eine Zeitarbeitsfirma in diesem Unternehmen beschäftigt. Am Anfang war noch ein anderer Geschäftsführer, mit dem alles gut lief. Das Wort Kündigung habe ich nie in den Mund genommen. Es war ein Gespräch unter vier Augen in seinem Büro

0

Sie haben die am 09.02.2016 von ihnen mündlich ausgesprochene Kündigung bis heute nicht schriftlich bestätigt.

Eine Kündigung hat schriftlich zu erfolgen. Daher stellt deine Äußerung - selbst wenn man sie als konkrete Kündigungsabsicht auslegen würde - keine Kündigung dar. Lediglich in besonders extremen Einzelfällen (den ich aber hier nicht sehe) akzeptieren Gerichte auch mündliche Kündigungen.

Am 13.03.2016 kam per Einschreiben die Kündigung von meinem Chef nach Hause.

Das ist sehr unwahrscheinlich, denn das ist ein Sonntag. Sonntags wird üblicherweise keine Post ausgeliefert. Wann ist der Brief bei dir eingegangen?

Die Kündigungsfrist laut Arbeitsvertrag 4 Wochen! 

Vier Wochen? Oder vier Wochen zum 15. oder zum Monatsende? Das wäre wichtig, denn das sind unterschiedliche Fristen. Letzteres wäre die gesetzliche Kündigungsfrist aus § 622 BGB.

Um die Kündigung an sich wirst du kaum herumkommen, auch wenn du Kündigungsschutzklage einreichst. Ob es den Aufwand wegen einer ggf. falsch berechneten Kündigungsfrist lohnt, musst du entscheiden.

Vielleicht lässt sich das auch einfach besser im persönlichen Gespräch mit deinem AG klären. Falls nicht, dann per Einwurf-Einschreiben, nicht per Mail. Wichtige Emails haben die Angewohnheit, auf mysteriöse Weise zu verschwinden oder nicht anzukommen...

Beim Arbeitsamt hättest du dich am besten schon gleich nach Erhalt der Kündigung gemeldet.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hier ist gleich in mehreren Punkten keine wirksame Kündigung erfolgt - siehe auch http://www.iab-dm.de/download/chklkuen.html

Da die Klagefrist bald abläuft, würde ich sofort gegen die Kündigung klagen. Unter den Bedingungen sin die Chancen nicht schlecht, dass nicht mal zum 30.04. eine Kündigung wirksam wird. Rechne Dir aus, wie hoch allen die Gehaltsnachzahlung sein kann und was dann nach Abzug der Gerichtskosten bleibt (kann man Dir auch bei Einreichung der Klage sagen) - dann weißt Du, ob es sich die Klage lohnt.

Übrigens: Eine Sperrfrist beim Alg droht bei der Sachlage nicht - allerdings doch, wenn Du nicht klagst und Dich damit nicht gegen die unrechtmäßige Kündigung wehrst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Taktisch eine äußerst kluge Entscheidung, heute zu sagen, dass man einen neuen Job sucht und sich dann am anderen Tag krank zu melden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von VelbertRulez
24.03.2016, 10:59

Weiß denn der Hans auch was im Betrieb alles so vorgefallen ist? Nein? weiß der Hans das nicht? Hmm.. Vielleicht sollte Hans mal schauen an welchen Stellen er wirklich helfen kann, anstatt kluge Sprüche zu klopfen. Bei Facebook bist du mit deinen unqualifizierten Kommentaren besser aufgehoben. 

0