Frage von EraserPal, 25

Ist diese Charakterisierung zu Dr. B aus "die Schachnovelle" gut?

Charakterisierung Dr. B

Dr. B, der Mann, der zufällig auftaucht als McConnor und die anderen Herren gerade gegen M. Czentovicz spielen und die Partie im letzten Moment umdrehen kann, ist ein gebildeter und ruhiger Mann aus Österreich aus sehr guten Verhältnissen. Dr. B war, bevor er den Posten seines Vaters einnahm, Angestellter in der kleinen unscheinbaren Anwaltskanzlei seines Vaters, wie es in S. 50, Z.20 f. heißt: ,,[…]-Wir führten nicht einmal ein Schild an der Tür-[…]. Als in Österreich Hitler an die Macht kam, wurden sie von einem Spitzel, der sich in die Kanzlei eingeschlichen hatte verraten und Dr B. musste in Untersuchungshaft, ins Hauptquatier der Gestapo. Dort wurde er, wie es auf S.56 Z.5 f. heißt, auf sich allein gestellt in ein leeres und steriles Zimmer eingesperrt, wo er tagelang drinsaß, nichts machen konnte und nur ab und zu für die Verhöre herausgeführt wurde. In dieser Einsamkeit und leere, die sich auch in ihm selbst breitmachte, suchte er ununterbrochen eine Beschäftigung. Er stellte sich z.B. Mathematik aufgaben etc. Doch an einem Tag, an dem er alleine in dem dafür vorgesehen Raum auf sein Verhör wartete, erblickte er in einem an der Wand hängenden Mantel ein Buch und entschied sich, das Buch zu stehlen und mit in seine Zelle zu schmuggeln, was man auf S.69 Z. 11 f. nachlesen kann. Das Buch welches er gestohlen hat ist ein Buch über Schach und er fängt an jede einzelne Schachpartie die darin beschrieben ist auswendig zu lernen. Doch im Laufe seiner Gefangenschaft eskaliert dieses Spielen, was er mittlerweile schon nur in seinen Gedanken ausführen kann, indem er eine gespaltene Persönlichkeit entwickelt und seine beiden Gehirnhälften sich immer mehr verfeinden. Eines Tages, wie man auf S.90 Z. 24 ff. nachlesen kann griff er, ohne es wirklich bei Bewusstsein zu sein, auf Grund seiner starken Schachmanie einen Wärter an und wurde deshalb in ein Krankenhaus gebracht. Dort kuriere er sich und der Arzt teilte ihm mit, dass jeder, der jemals an einer Manie gelitten hatte, ein großes Potenzial habe, dieser Manie wieder zu verfallen (vgl. S.96 Z.3 f.) Im letzten Teil des Buches spielt Dr. B zwei Partien gegen Czentovicz. Die erste der Beiden gewinnt er, bei der zweiten verfällt er jedoch in seine Manie zurück und verliert das eigentliche Spiel aus den Augen. Dr. B ist ein aufrichtiger, hilfsbereiter und herzensguter Mann, der jedoch durch seine Zeit im Gefängnis sehr beeinflusst und bedroht ist.

Verbesserungsvorschläge?

LG EraserPal

Antwort
von apollinaire, 11

Verbesserungsvorschläge:

-achte noch mal auf die Kommasetzung

- "seine Gehirnhälften verfeinden sich": andere Formulierung

- mehr auf sein Äußeres eingehen: Alter, Doktortitel, Auftreten, körperliche Beschreibung (bzw. wenn nicht darauf eingegangen eingegangen wird: warum?), was sind seine nervösen Ticks und wie äußert sich seine Manie?

- Schlusssatz unbedingt ausführlicher erklären und belegen, und eventuell neutraler formulieren

- Zum Schluss: frei interpretieren, warum wird er Dr. B und nicht mit vollständigem Namen genannt? Anonymität? Imitation einer Fallakte? Wird ihm seine Identität geraubt?

-insgesamt noch ausführlicher werden und mehr belegen: "gebildeter und junger Mann aus Österreich", "er musste ins Hauptquartier der Gestapo" etc.

- war die Anwaltskanzlei tatsächlich unscheinbar? Oder doch eher exklusiv und sehr diskret? Und welche Charaktereigenschaften hat so ein Mann, der diese Kanzlei führt? Und der noch genug Geistesgegenwart hat, Unterlagen zu vernichten, bevor die Gestapo kommt?

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