Frage von linowunderland, 72

ist diese Buch-Idee gut?

Ein reicher Mann, Mitte 20, entführt Kinder. Er bringt sie in ein altes, verlassenes Kaufhaus. Die Kinder müssen sich innerhalb von 14 Tagen umbringen. Es gibt nur einen Gewinner. Der Mann behauptet, dass Kind darf zu den Eltern, das Kind glaubt es, doch der Mann bringt das Kind kaltblütig um.

  • Wie findet ihr diese Idee?
  • Findet ihr es ist eine Nachmache von ,, die Tribute von Panem" ?
Antwort
von Jerne79, 36

Das wirkt schon sehr abgekupftert.

In meinen Augen funktioniert es auch vom psychologischen Standpunkt aus nicht. Die Hunger Games "funktionieren", weil sie in der Gesellschaft verankert sich, auch wenn sie aufoktoyiert wurden.

Ein reicher Mann Mitte 20? Mal abgesehen davon, daß die wenigsten Mittzwanziger reich sind, dürfte es auch einige organisatorische Probleme mit sich bringen, den Bösewicht in diese Gesellschafts- und Altersgruppen zu packen.

Kurz und gut: Ich würde etwas neues ausprobieren.

Kommentar von Digarl ,

Im Prinzip gebe ich dir Recht. (Es gibt übrigens genug reiche Erben). 

Aber weshalb sollte es schwer sein, jemand böses reich und jung darzustellen? 

Kommentar von Jerne79 ,

Reich bedeutet in der Regel auch: Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Wenn es sich nicht um einen Erben handelt, dann auch um jemanden, der sein Geld verdienen muß. Ein "Projekt" wie das hier aufgeführte kostet Zeit, diese bedeutet Abwesenheit, die bei einem entsprechenden sozialen Status stärker auffällt. Noch dazu ist damit zu rechnen, daß die Person dann auch ein Stück weit im Fokus der Öffentlichkeit steht.

Davon abgesehen müßte man - will man daraus einen Thriller machen und nicht eine Erlebnisgeschichte im Stil des 1. Hunger Games-Romanes (die politischen Ansätze sind da ja noch nicht sehr stark ausgeprägt) - sich doch erheblich mit der Psyche eines solchen Täters auseinandersetzen. DAS darzustellen fällt dann in der Tat den meisten schwer.

Kommentar von Digarl ,

Die wenigsten reichen haben die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Es gibt über 1800 Milliardäre, wie viele sind davon bekannt außer Bill Gates, Mark Zuckerberg und Co.? Außerdem gibt es über 16.000.000  Millionäre. Weit mehr als 50% sind davon vollkommen unbekannt. 

Also im Fokus der Öffentlichkeit muss die Person definitiv nicht stehen. 

Jeffrey Dahmer brachte 17 Männer um und aß sie anschließend. Zwischen dem Morden und aß missbrauchte er die Leichen regelmäßig. Einmal ernährte er sich 3 Monate in folge nur von Menschenfleisch. 1994 wurde er im Gefängnis umgebracht (sein Zellengenosse erschlug ihn mit einer Hantel, dass kuriose war, dass er genau so sein erstes Opfer umbrachte, die meisten anderen mit Betäubungsmittel in Getränken). 

Man hat Dahmer zu Lebzeiten mehrfach psychisch behandelt und alle voneinander unabhängigen Psychologen und Psychiater kamen zum Ergebnis das er zu 100% gesund sei. Als er starb nahm man ihn sein Hirn raus und ließ es Neuro biologisch untersuchen, auch anatomisch war das Hirn vollkommen gesund.

Schlussfolgerung der Ärzte und Gerichte war, dass Jeffrey Dahmer gesund war, obwohl er seine Opfer aß damit er sich für ewig mit ihnen verbunden fühlte. Man sagte, er sei überdurchschnittlich intelligent gewesen. Er mordete immer dann, wenn sein Date (er war eine Mischung aus Homosexuell und Nekrophil) grade nach hause wollte. Er konnte einfach nicht mit den Gedanken klar kommen, dass ihn Menschen verlassen deshalb aß er sie. Aber dennoch war er Neurologisch als auch Psychologisch zu 100% gesund. 

Massenmörder und Serienmörder müssen nicht immer krank sein. 

Kommentar von Jerne79 ,

Na, wenn du denkst, daß es normal ist, das Bedürfnis zu verspüren, Menschenfleisch zu essen.

Der Knackpunkt ist, daß man sich als Autor dann trotzdem in die Psyche seines Antagonisten einfühlen muß. Und das wird auch dann nicht leichter, wenn man über Täter wie Dahmer nachdenkt. Was eigentlich schon nichts mehr mit dem Thema zu tun hat.

Und was die Öffentlichkeit betrifft: Es braucht keine weltweite Bekanntheit, es reicht lokales Interesse. Und das hast du viel schneller, als man denkt.

Selbst wenn man sich als Autor irgendwas zurechtkonstruiert, sollte man solche Aspekte zumindest im Hinterkopf behalten.

Kommentar von Digarl ,

Natürlich ist es nicht normal... Normalität messen wir aber auch daran, was uns die Gesellschaft vorgibt. Vor 80 Jahren hättest du dich lieber nicht als Homosexueller outen sollen, erst recht nicht in Deutschland. Heutzutage nennen wir sie aber normale Menschen. 

Der Verzehr des Menschenfleisch ist nur dann "normal" bzw. gerechtfertigt, wenn es die einzige Überlebensmöglichkeit ist... Und selbst dann nicht für jeden.

Aber Psychologisch gesehen war er normal, also rein medizinisch. Die Moral muss man in diesen Fällen aber jedem selbst überlassen. Aber ich wollte nur darauf hinweisen, dass er in diesem Fall Dahmer z.B. auf keine Erkrankungen achten müsste. 

Er kann das Verhaltensmuster von Dahmer schon übertragen. Dieser benahm sich in der Regel wie ein normaler Mensch wie du und ich (abgesehen von seinen anderen taten). Das war ja das kuriose an ihm, es ließ in einfach kalt. Er konnte aber lieben. 

Soll heißen, bei Dahmer musst du auf keine besonderen Verhaltensmerkmale achten die eine Krankheit hinweisen. 

Auch das mit der lokalen Bekanntheit muss nicht sein. Er kann auch irgendwo hingezogen sein, keiner weiß woher. Er lebt sehr bescheiden, sein gesamtes Geld fließt in sein "Projekt" mit den 14 Kindern. 

Da das Einkaufshaus alt und verlassen ist, würde ich auch eine verlassene Stadt wählen. Sie kann fiktiv sein oder was man machen könnte (würde ich toll finden)  Tschernobyl als Spielort wählen.

Damit sind die Probleme nicht mehr da und der Ort selbst verleit auch nochmal etwas Spannung (wenn man es richtig ausschmückt, den Ort beschreibt und evtl. von der Geschichte erzählt. z.B. mit einem Tagebuch was der Protagonist in der Stadt findet in dem ein fiktives Kind von der Evakuierung schrieb.).

Dann kommt ein neues Problem..... Strahlung und Realismus, sofern er/sie Realismus will. 

Das Kaufhaus strahlen sicher machen. Das kann der Typ sich je nach vermögen leisten nimmt aber einen großen Teil des Geldes in Anspruch und wer macht das eig.? Und wie schmuggelt er die Kinder rein?

Antwort
von Digarl, 43

Keine wirkliche Nachmache von den Tribute von Panem aber selbst wenn würde ich sie nicht sonderlich gut finden. 
Weshalb tut der Mann das? Wird geklärt woher er das Geld hat? Was wenn sie sich nicht umbringen?

Ich denke da kann man doch bessere Ideen finden, nicht? 

Antwort
von lost2000, 2

Klingt nach nem 0815 Buch und auch nicht besonders originell....

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