Frage von xxBadBoyxx, 18

Ist diese Beziehung zu seinen Eltern normal (mit 23)?

Hallo Leute, meine Schwester hat folgendes "Problem" und da sie selbst keinen Account hat poste ich es hier: Ihr Freund (23) mit dem sie schon 3 Jahre zusammen ist verbringt extrem viel Zeit mit seinen Eltern bzw. generell mit seiner Verwandtschaft (Tanten, Onkel, Großeltern...). Grundsätzlich ist sie ja auch ein Familienmensch und konnte ihn anfangs noch verstehen, aber je länger die Beziehung wurde desto mehr bekam sie mit von seiner Beziehung zu seiner Familie mit. Z.B. ist er extrem auf seine Mutter fixiert. Sie telefonieren jeden Tag, wenn er Kleidung einkaufen geht macht er in der Umkleide ein Foto von dem T-Shirt, schickt es seiner Mutter ob er es kaufen soll, ob es gut aussieht etc. , meine Schwester fragt er das nicht! Er wohnt noch daheim und wenn er nichts mit seiner Freundin unternimmt sehen seine Abende immer so aus dass er mit seinen Eltern fernsieht . Noch dazu ist er jedes Wochenende, jedes!, bei seiner Oma Kuchen essen und Kaffee trinken und sagt dafür sogar meiner Schwester ab er hätte "keine Zeit und ist im Stress". Er unternimmt kaum was mit Freunden und bis auf die Beziehung sind seine Verwandten die einzigen sozialen Kontakte, das ist doch nicht normal für einen 23-jährigen Mann?! Wenn er einkaufen geht geht er manchmal sogar in die Damenabteilung und wenn er ein schönes T-Shirt findet ruft er seine Mutter an ob er ihr das mitnehmen soll. Als er auf Urlaub war hat er seiner Mutter jeden Tag Fotos gesendet, seiner Freundin hat er die Bilder erst als er wieder zurück war gezeigt. Für ihn kommt seine Mutter / Eltern immer an erster Stelle, erst dann die Freundin, doch nach 3 Jahren Beziehung? Das was meine Schwester aber am meisten stört ist dass er seinen Eltern alles erzählt, auch aus ihrem Leben und ihr das wirklich unangenehm ist. Aber für ihn ist das anscheinend normal und er versteht sie nicht, dass sie dieses Verhalten nervt. Die beiden sind dabei ihre gemeinsame Zukunft zu planen, aber in diesem Punkt kommen sie auf keinen gemeinsamen Nenner und sie hat langsam das Gefühl, dass er noch nicht erwachsen ist und sie mit einem kleinen Jungen zusammen ist.

Hat jemand von euch Erfahrungen mit solchen Situationen und wie man am besten damit umgeht?

Antwort
von Merlin19, 12

Ich würde ihn bzw sein Verhalten nicht als das eines kleinen Jungens bezeichnen. Das kommt zwar bei Kindern verstärkt vor aber da hat er es eigenlich noch extremer.
Die beiden sollten reden und sich darüber austauschen. Er hat keine Ahnung davon, dass es sie überhaupt verletzt und so muss man es ansprechen und Kompromisse finden. Also z.B. er kann jeden Tag mit seiner Mutter telefonieren und über alltägliche Situationen reden aber muss privates deiner Schwester nicht zu 100% erzählen und erst recht nicht Probleme oder Dinge, die deine Schwester eher geheim behalten will. Er versteht wahrscheinlich gar nicht/ wusste nicht dass es sie stört, da er es nicht anders kennt.
Mit den Wochenenden würde ich es ähnlich machen und er kann zu seinen Großeltern aber wenn deine Schwester mal etwas machen will, muss er eben seine Zeit opfern und dann nicht hingehen oder wann anders.
Sie sollte ihn bloß nicht wortwörtlich zwischen ihr und seiner Familie entscheiden lassen. Das wäre nicht fair und würde egeal bei welcher Entscheidung nicht funktionierten.

Antwort
von bumbettyboo, 9

Klingt eigentlich nach nem lieben Kerl...
Vor allem das mit seinen Großeltern, schonmal dran gedacht das die irgendwann nicht mehr da sind? Da wären mir die Sonntage auch wesentlich wichtiger als meine Freundin, sorry.
Das er seiner Mum n Foto schickt vom T-Shirt und fragt wie sie das findet, ok. Fände ich jetzt auch irgendwie bisschen amüsant, aber nicht schlimm. Muss er doch wissen.
Familie steht nunmal an erster Stelle, vorausgesetzt das Verhältnis ist intakt und solange ihr gegenüber niemand gravierend Unhöflich ist (da sollte man dann als Partner schon den Mund aufmachen) weiß ich nicht was ihr Problem ist.
Ich kann ein bisschen verstehen das sie da ein wenig genervt ist, aber ich schätze das wirf sie akzeptieren müssen -oder gehen!

Antwort
von weelah, 5

Hallo,

du wirst es nicht glauben, aber für einige junge Menschen sind die Eltern oder ein Elternteil der beste Freund im Leben.

Man muss hier keine drei Tage lesen, um zu wissen warum das so ist.

Ihr Freund ist doch nicht ihr Eigentum, was sie ausschließlich für sich beanspruchen kann. Der ist halt sehr familiär eingestellt.

Wenn sie damit nicht klar kommt, wird das eh nichts mit den Beiden.

LG

Antwort
von SveaFragt, 7

Zunächst einmal finde ich es schwierig zu bestimmen was 'normal' ist. Natürlich kapselt man sich beim erwachsen werden mit der Zeit etwas von seinen Eltern ab & beginnt langsam (!) seine eigene Familie zu gründen. Aber mit Anfang 20 und einer 'nur' 3jährigen Beziehung finde ich es nicht merkwürdig, dass die Eltern/Familie noch an erster Stelle stehen. Er kennt sie schließlich 20Jahre länger als deine Schwester. Mein Freund zum Beispiel trifft sich auch jedes Wochenende mit seiner Oma. Die beiden haben Samstags einen festen 'Termin' zum gemeinsamen Mittagsessen. Dass der Freund deiner Schwester das allerdings 'verheimlicht' finde ich auch komisch. Ich begleite z.B. meinen Freund einfach alle 2 Wochen. Das freut seine Oma & man verbringt Zeit miteinander. Villeicht kann deine Schwester einfach mal fragen, ob sie mitkommen darf? Wie du das Verhältnis mit seiner Mutter beschreibst scheint es schon sehr intensiv zu sein. Hat deine Schwester schonmal mit ihm darüber geredet? Villeicht braucht es einfach noch ein bisschen Zeit bis er eigenständiger werden möchte. Wohnt er noch zuhause? Das könnte evtl. auch ein Grund sein. LG, Svea

Antwort
von Weymez, 6

Also ich finde das auch sehr kurios...  Also mich persönlich würde es auch stören...  

Ein ex von mir war so ähnlich...  Mutti hier Mutti da... Das war wahnsinnig nervig..  

Antwort
von IchBinSehrKlug, 3

Also auf mich macht dein Freund einen ganz Knorken Eindruck. Ich hätte auch gerne so jemanden als Schwiegersohn.

Antwort
von Cryona, 6

Blut ist dicker als Wasser... klingt doof, trifft aber immer noch zu!

Wenn deine Schwester nicht bereit ist, sich in das Familienleben zu integrieren, wird sie früher oder später auf der Strecke bleiben.

Je akzeptierter man sich fühlt, desto mehr kann man sich öffnen und Kompromisse eingehen. Wenn sie versucht sein Verhalten zu ändern, wird sie auf Ablehnung stoßen und gegen ein Mutter-Sohn-Gespann kommt man  nicht an.

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