Frage von Centario, 120

Ist die Zeit, in der wir leben nicht mehr für echte Freiheitskämpfer geeignet?

Wenn ich mich umsehe finde ich keine geeignete Person mehr, der man diesen Titel zuordnen könnte. Gibt es doch noch welche? Leben wir vil in einer Zeit wo sie überflüssig geworden sind weil keiner mehr Unrecht sehen kann oder bleibt der Freiheitskampf nur noch politischen Organisationen vorbehalten. Würden uns nicht Figuren wie Martin Luther, Wilhelm Tell, Thomas Müntzer, Andreas Hofer, Nelson Mandela und weitere mal wieder gut tun?

Antwort
von Honeysuckle08, 55

Also, ich sehe durchaus viele Menschen in unserer Zeit, denen dieser Titel zustehen würde...

Schließt man sowohl Menschen als auch Tiere mit ein, würde ich z. B. Menschen wie Hilal Sezgin, Gary Yourofski, Eugen Drewermann, Jan Peiffer oder Manfred Karremann nominieren...

Diese Liste wäre noch beliebig zu verlängern.

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 25

Na ja, tatsächlich hat sich die allgemeine Lage ja durchaus entspannt.

Früher gab es Kolonien, die brachten auch Freiheitskämpfer zustande...

Früher war nahezu ganz Lateinamerika von faschistoiden Militärjuntas beherrscht.

Ebenso Indochina.

Aus den Freiheitskämpfern von einst sind heute die neuen Oligarchen geworden, siehe die MPLA-Führung in Angola oder Robert Mugabe in Zimbabwe.

Das Apartheid-Regime brachte zwar einen Nelson Mandela hervor, aber der wurde von einem korrupten Jacob Zuma beerbt.

Die Roten Khmer schlachteten nach ihrem Sieg einen großteil der eigenen bevölkerung ab.

Vietnam und seine Führung suchen längst den Schulterschluss zum einstigen Gegner.

Der lange Marsch des Maoismus endet eigentlich auch nur noch bei McDonald...

So könnte man noch lange weitermachen. Merke: Was als Freiheitsadler seine karriere begann, mutierte häufig rasch zu einer lstigen Mücke...

Nicht Personen sind wichtig, sondern die verwirklichung solcher Prinzipien wie Gewaltenteilung, Unabhängigkeit der Justiz, Rechtsstaatlichkeit, Bindung des States an recht und gesetz, Minderheitenschutz, Grndrechte...etc.

Kommentar von voayager ,

Nicht Personen sind wichtig, sondern die verwirklichung solcher
Prinzipien wie Gewaltenteilung, Unabhängigkeit der Justiz,
Rechtsstaatlichkeit, Bindung des States an recht und gesetz,
Minderheitenschutz, Grndrechte...etc.

Und siehe, es sprach der Gläubige, entstiegen aus dem Glaubensbad der hiesigen Herrschaftsverhältnisse, getauft mit der hier existierenden Rechtsstaatlichkeit, gesalbt mit den hier so definierten Menschenrechten, geölt mit dem hiesigen demokratischen Gebahren.

Was kann man denn dazu nur noch sagen? Amen halt!

Kommentar von atzef ,

Das Problem mit solchen Traditions"linken" wie dir ist, dass sie als Alternative zum "bösen" Kapitalimus nur einem geschlagenen System nachtrauern können, das in wirklich jeder Hinsicht - insbesondere der der Freiheit des Individuums - nicht im mindesten das Wasser reichen kann.

Lenin, Stalin, Mao, Pol Pot, Honecker, Chavez - eure "Freiheitskämpfer" entpuppten sich alle als Verbrecher.

Und so bleibt dann halt nur süffisantes Räsonieren.

Antwort
von voayager, 25

Wieos es lebte vor Kurzem noch Chavez, Morales lebt noch, Fidel Castro dto., also es sterben diese Freiheitskämpfer keinesfalls aus. Die Freiheitskämpferinnen wollen wir indes auch nicht vergessen, auf die Schnelle fällt mir da die Roi aus Indien ein.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Diktatoren als Freiheitskämpfer zu bezeichnen, ist auch etwas weit hergeholt, auch mit stramm linkem Weltbild.

Kommentar von voayager ,

nun-ja, du hast da so deine ganz spezielle Perspektive

Antwort
von Kunfilum, 40

Es gibt Freiheitskämpfer - die gab und gibt es vermutlich immer, nur sind diese meistens nicht besonders berühmt. Aber es ist in Deutschland nicht so nötig, wie in z.B. China und deswegen eher weniger im Fokus der Öffentlichkeit. 

Antwort
von soissesPDF, 16

Nun, als Don Quichote wird sich kaum jemand betätigen.
Unfreiheit und Unrecht sind zwei verschiedene Aspekte.
Gegen Unrecht hat es den Rechtsstaat, ob man vor Gericht Recht erhält oder nur ein Urteil, steht auf einem anderen Blatt.

Ansonsten ist niemand gehindert seine Koffer zu packen und auszuwandern, in ein Land seiner Wahl, so viel Freiheit ist.

Kommentar von Centario ,

Und das lößt die Probleme das man das eigene Land verlässt, tut mir leid, ist für mich keine Antwort. Als Demokratien haben sich schon viele Staaten bezeichnet und die saßen auch mit in der UNO drin.

Antwort
von chanfan, 51

.........mhß

Ich glaube, das einige gute Musiker das weiterführen.

Es wurden also Stich & Schusswaffen gegen Musikinstrumente getauscht und gesprochene Texte sind dem gesungenen Wort gewichen.

Antwort
von Pangaea, 45

Im Jahr 1989 gab es sehr viele und sogar erfolgreiche Freiheitskämpfer. Schon vergessen?

Antwort
von CamelWolf, 2

So ist das eben: Wenn die Menschen in Freiheit leben, braucht's keine Freiheitskämpfer mehr. Deswegen versuchen Demagogen, den Menschen einzureden, sie wären nicht frei......und schon gehts los. 

Oder gibt es einen anderen Grund, warum sich junge Deutsche vom IS rekrutieren lassen ?

Antwort
von Malavatica, 22

Gestern in Kolumbien endlich Frieden erlangt und jetzt schon wieder kämpfen? 

Oder in Deutschland?  Wofür?  Wir sind vielleicht zu frei.. 

Antwort
von truefruitspink, 33

Kannst du mir vielleicht erklären was du damit meinst? 🙂

Kommentar von Centario ,

Du bist bestimmt ausversehen in der falschen Rubrik gelandet oder vil auch ich? Ich möchte hiermit nicht zum Aufstand aufrufen, ich vermisse nur solche Figur die Mißstände bekämpfen und nicht fördern.

Antwort
von JustusMorgan, 47

Sind wir nicht schon frei genug? Wozu brauchen wir in dem heutigen Deutschland eine weiße Rose?

Antwort
von RasThavas, 26

Freiheitskämpfer sind in den meisten Ländern der Welt nicht nötig.

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