Frage von bachforelle49, 133

Ist die Willkommenseuphorie in der Flüchtlingsfrage eine Seifenblase?

wenn, ja wenn.. wenn zB keine Ehrenamtlichen zur Verfügung ständen und zB die Spenden nicht so reichlich fließen würden, hinge diese ganze Flüchtslingsgeschichte an einem seidenen Faden, weil sonst nichts in der Hinterhand wäre, womit unsere Regierung trumpfen könnte..? Weil nur mit viel Geld zu bewältigen, gäbe es Problem..?! Aber dank der steten Einsatzbereitschaft ist das alles ja kein Problem.. Oder ginge es auch ohne Spenden und Freiwillige, die Flüchtlinge willkommen zu heißen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von exxonvaldez, 71

Ohne Ehrenamtliche Tätigkeiten wäre Deutschland sowieso arm dran.

Man denke nur an die vielen Freiwilligen Feuerwehren auf den Dörfern.

Es scheint so, als sei Deutschland ohnehin auf auf die Arbeit von Ehrenamtlichen Helfern angewiesen (Rettungsdienst wäre noch so ein Beispiel).

"Die ganze Flüchtlingsgeschichte" zeichnet also nicht unbedingt ein anderes Bild als "der Normalbetrieb".

Grundsätzlich gebe ich dir Recht: Der Staat müsste es alleine schaffen.Aber wie gesagt: Das schafft er sonst auch nicht.

Kommentar von PeterSchu ,

Im Prinzip gebe ich dir Recht, aber ich sehe es quasi mal grad umgekehrt. Warum muss ehrenamtliche Tätigkeit so etwas wie die bewundernswerte Ausnahme sein? Machen wir denn überwiegend alles nur gegen Geld? Müsste man dann, wenn man seine Kumpels zur Party einlädt, nicht auch Eintritt kassieren?

Es ist doch (hoffentlich) eine grundsätzliche Eigenschaft, dass Menschen für andere Menschen da sind, ohne zu fragen, was sie dafür bekommen. Wenn das mal nicht mehr gegeben ist, können wir den Laden eh dicht machen.

Der Staat sind mehr oder weniger wir alle.

Kommentar von robi187 ,

ach komm einst waren die diäten aufwandsäntschädigungen heute sind die diäten sehr gesund. und die anwesenheit sind mehr oder weniger geworden?

die bauen immer mehr auf ehrenamt und dabei wird die lebensarbeitszeit der rentenversicherungszahler verlängert?

es ist nur umverteileung satt ehre? aber wir schaffen es schon?

Kommentar von exxonvaldez ,

Aber das hat mit Merkel nichts zu tun. Das war schon immer so in Deutschland.

Antwort
von PeterSchu, 40

Unabhängig von der Flüchtlingsfrage hängt in unserem Land (nein, in jedem Land) sehr viel von Ehrenamtlichen ab. Leider schätzen wir das oft nicht mehr so sehr, weil wir der Ansicht sind, wenn wir Steuern bezahlen oder irgend eine Gebühr, dann müsste alles von selbst laufen.

Aber die allermeisten Trainer in Sportvereinen, Menschen, die sich im Tierschutz betätigen, die Betreuer von kleinen Heimatmuseen, kirchliche Organisationen, Obdachlosenhilfen usw. sind durch Ehrenamtliche besetzt. Der Staat ist nicht nur die Regierung, die Steuern einnimmt und daraus was machen soll, sondern der Staat sind wir alle, die unsere Stadt und unsere Umgebung gestalten oder auch nicht.

Es würde auch nicht reichen, den Flüchtingen einen Topf Geld hinzustellen, oder? Der menschliche Kontakt, Gespräche, das Vermitteln der Gepflogenheiten unseres Landes sind zwingend Voraussetzung, dass eine Willkommenskultur auch Sinn macht. Manches davon kostet übrigens gar nichts, außer Zeit. Wir Menschen neigen eh zu sehr dazu, alles in materielle Werte umzurechnen.

Antwort
von Ufosein, 71

Die Regierung tut am wenigsten. Die kriegen ja nicht einmal ihre aufgeblähte Verwaltung in den Griff. Und warum muß es in einem reichen Land wie Deutschland Tafeln geben? Die Damen und Herren machen seit Jahren zumeist ehrenamtliche Tätigkeiten, um Bedürftige über die Runden zu bringen. Armes Deutschland.

Antwort
von fds16, 20

Ich verstehe ich Frage nicht. Es ist doch gut und richtig das es Ehrenamtliche gibt die sich um viele Dinge kümmern eben auch um Flüchtlinge. 

Anders gesagt müsste eigendlich das Geld da seine diese Leute zu bezahlen, jetzt zeigt sich eben das was schon seit Jahren schief läuft wir haben zu wenig Fachkräft im Pädagogischen Bereich.     

Außerdem WIR sind der Staat, das Volk, wenn WIR sagen ja wir wollen den Flüchtlingen helfen dann ist es unser aller Aufgabe dort auch zu helfen. Und ja ich bin auch der Meinung das die Regierung da oben viel sch*** verzapft und die Flüchtlingsproblematik nicht in den Griff bekommt und wir das nicht schaffen würden ohne Ehrenamtliche Helfer, ändert aber nichts daran das ich und viele andere diesen Menschen helfen wollen, so wie ich genauso Deutschen Jugendlichen helfe, jedem, eben auch Flüchtlingen. 

Kommentar von bachforelle49 ,

mich stören weniger die Flüchtlinge, als die Scheinheiligkeit bei den Ehrenamtlichen und auch deren " Bosse ", denn letztere kriegen ja reichlich vom Staat, wie kritische Stimmen längst herausgefunden haben.. Die Scheinheiligkeit besteht darin, daß nur Leute, die eigentlich satt sind, weil sie kein Almosen mehr brauchen, was Gutes tun wollen, was auch immer das sein soll. Ein Armer (+ davon haben wir mittlerweile auch reichlich) kann sich ein Ehrenamt deshalb nicht leisten, weil er die ihm zur Verfügung stehenden (freie) Zeit für seinen Überlebenskampf (bei prekären und unterbezahlten Jobs zB) selbst braucht. Man ist sozusagen selbst zu arm für solchen Luxus. Und im Endeffekt könnten die Flüchtlinge ihre Bettdecke ja mal selbst grade zupfen..

Kommentar von fds16 ,

Wie gesagt ich verstehe dich nicht. Erstmal die Frage wer deiner Meinung nach die Bosse sind?  Dann zum zweiten ist doch der Sinn am Spenden das die spenden die zu viel haben für die die zu wenig haben oder?  Warum soll sich ein armer ein  Ehrenamt leisten? Ein Ehrenamt bringt einem doch kaum Vorteile oder? Zumindest keine Finanziellen.       Und zu deinem letzten Satz, warst du schoneinmal in einer Flüchtlingsunterkunft? Hast du dich schoneinmal mit einem Flüchtling unterhalten? 

Kommentar von bachforelle49 ,

mit " Bosse" (bitte Anführungsstriche oben..) mein ich die vom DRK, Johanniter, usw., die ihre wohltätigen Dienste wohlfeil karitativ usw anbieten, natürlich für " nothing" und pure " Menschenliebe", aber fürstlich die Steuergelder strapazieren, also " Wasser predigen, aber selber Wein trinken.." Das sind für mich diese scheinheiligen " Bosse".. + die Ehrenamtlichen werden sozusagen bei denen an-bzw. eingegliedert, aber gleichwohl kassiert..


Kommentar von fds16 ,

Du glaubst nicht wirklich das DRK, Pfelgedienste, Pädagogische Fachkräfte so viel verdienen das sie den Jop wegen den Geld machen oder?  Ich arbeite jetzt seit 4 Jahren im pädagogischen Bereich zum teil Ehrenamtlich aber ab und zu auch für ein Taschengeld. Die ausgebildeten Fachkräft bekommen wenn sie Pech haben nicht mehr als ein Bandmittarbeiter beim Daimler.  Ich glaube du hast nie mit so einem "Boss" zusammengearbeitet. Und nein ich mach keine Flüchtlingshilfe ich kümmer mich um detusche Staatsbürger zum großteil, was nicht heißt das ich mich nicht um Flüchtlinge kümmern würde, allerdings keine Bettdeckengrade zupfen sondern die zum Fussball mitnehmen, in der Schule helfen etc. oder älteren arbeit geben.  

Antwort
von Hausi06, 73

Ist eine gute Frage. Aber ich denke der Staat ist reich genug umso was alleine zu bewältigen zu können.

Kommentar von PeterSchu ,

Wer ist bitte "der Staat"?

Kommentar von Hausi06 ,

Das Unternehmen Bundesrepublik Deutschland.

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