Ist die Welt wirklich so, oder seh nur ich sie so?

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35 Antworten

Ja, da hast du in einigen Punkten Recht. Wobei es nicht immer zutrifft, dass man etwas anderes will, wenn man etwas hat. Mein Pferd, den Hund oder die Katz würde ich nie gegen ein anderes Tier tauschen wollen. Bevor ich mein Pferd hatte, hatte ich auch keine richtigen Geburtstags- oder Weihnachtswünsche. Mittlerweile wüsste ich ausreichend, was ich gerne hätte... 

Was allerdings die Selbstliebe betrifft, bzw die Zufriedenheit mit sich selbst: mit meinem Körper bin ich soweit zufrieden. Was aber auch daran liegt, dass ich ihn nicht nach makellosigkeit oder Idealen messe. Ich bin fit, selten krank, mein Körper leistet gute Arbeit, physisch wie psychisch. Klar, die Brüste könnten größer sein, der Bauch weniger usw., aber im Grunde bin ich zufrieden. Alles, was ich mir vornehme, kann ich körperlich leisten. Ich fahre 20km Fahrrad am Tag, reite nochmal 15-20km, gehe in die Schule, arbeite. Mein Körper macht das mit und dafür bin ich dankbar. Andere liegen mit Krebs im Krankenhaus, oder sind dauernd krank o.ä. Ich sehe in meinem Körper das Nützliche und versuche ihn gesund und fit zu halten. Nicht um der Schönheitswillen, sondern wegen der Leistungsfähigkeit. So viele Leute machen ihren Körper kaputt um schön zu sein und schwächen sich dadurch selbst (Schönheits-OPs, Botox, usw.) Das versteh ich nicht. Ich bin immer wieder aufs Neue fasziniert welche Selbstheilungskräfte der menschliche Körper hat und was er leisten kann. Das reicht mir aus um zufrieden mit mir zu sein. In erster Linie ist mir aber auch nicht die Gesellschaft mit Menschen wichtig, sondern die mit Tieren. Und die achten ja bekanntlich wenig auf die Optik, sondern eher auf das Verhalten und den Charakter. 

Ich denke, der Weg für einen Selbst weg vom Materiellen dieser Welt ist, es einfach nicht zu beachten. Sich über die kleinen Dinge im Leben freuen, auch wenn es manchmal schwer fällt. Dankbar sein, wenn man gesund ist und nicht darüber schmähen, dass man kein Sixpack hat. Mit sich zufrieden sein, wenn man 3 Liegestützen schafft und nicht maulen, weil es keine 30 sind. Manche Dinge einfach als Zweckmäßig betrachten, und nicht als Statussymbol. Kleidung zum Beispiel. Meine Wanderschuhe sind nicht schön, aber warm und trocken und bequem. Und ich bin immer wieder froh sie zu haben wenn sich andere mit nassen Füßchen Blasen laufen. 

Klar, ohne Geld geht heutzutage nichts mehr wirklich. Ein Haustier gibt einem viel unbezahlbares, will aber auch Futter und einen Tierarzt. Wer Freunde hat will mit denen vllt auch mal ins Kino. Für vieles braucht man Geld, aber ich denke, wenn man es richtig macht misst sich das Glück nicht am Geld oder den Sachwerten, sondern daran, was man mit dem, was man hat, macht. 

und noch etwas: Abstand von den Medien. TV & Co tun in erster Linie eines, uns zeigen, was wir nicht haben oder nicht sind. Und was wir haben sollen oder sein sollen. Statt in den Fitnesscenter zu rennen und zu bedauern, dass man selbst kein Sixpack hat, oder nicht so gertenschlank und durchtrainiert ist wie die anderen dort (viele gehen da auch nur hin um sich zu präsentieren...), lieber mal raus in den Wald. Wandern gehen, Joggen. Die Natur genießen, nachdenken, laufen. Die meisten jungen Leute gehen nicht mehr wandern, ist zu uncool. Ich mach das sehr gerne, oft mit meinem Vater und dem Hund. Oder mit dem Pferd spazieren, oder ausreiten natürlich. Vorbilder ja, Ideale an denen man zerbricht, nein. 

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Also jetzt mal tacheles,

Du bist nicht schwach, und du siehst es nicht so übertrieben, vielleicht ein bisschen, aber in jeder Übertreibung steckt auch ein Fünkchen Wahrheit.

Generell ist Oberflächlichkeit etwas menschliches, es ist EIN Maß, aber nicht DAS MAß! Natürlich ist es in Ordnung, wenn man "etwas" oberflächlich ist, aber wie bei allem gilt auch hier, Übermut tut selten gut!

Und in der Hinsicht hast du schon Recht, man sollte das menschliche und auch "nicht-materielle" wieder schätzen lernen, und für Leute wird es immer schwieriger ohne Dinge wie "Alkohol" Spaß zu haben.

Ich habe Hoffnung, dass die große breite Masse das auch eines Tages einsehen wird, und die Welt ist nicht Perfekt, lerne dich selbstzu akzeptieren wie du bist.

Du bist ein Mensch, dich gibt's nur einmal in der Form in der du gerade bist, das kann dir niemand abnehmen. Ebensowenig, kann dir jemand abnehmen die Person zu sein, die deine Familie kennt und ebenso akzeptiert hat.

Hoffe das hilft dir ein wenig, kopf hoch es gibt Hoffnung (und die gibt es immer!), und weißt du auch warum? Weil das Glas immer halb voll ist!

LG Dhalwim

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Das ist gar nicht übertrieben, nur gut beobachtet ;-)

Es passiert viel auf der Welt, was du zu recht verurteilst. Entscheidend ist, dass du dich davon nicht runterziehen lässt. Halte dich an die Dinge, die du richtig findest. Von denen du meinst, dass es mehr davon geben müsste. 

Die Welt und die Mehrheit kannst du nicht verändern. Aber du kannst in deinem persönlichen Umfeld ganz viel machen. Und insbesondere deinen Blick verändern. Nicht die Nachrichten aus den Medien beachten, die nur die schlimmen Meldungen bringen, weil die sich gut verkaufen lassen. Nimm dir mal vor, die glücklichen Menschen zu sehen. Du findest ganz viele Menschen um dich herum, die lachen, die sich lieben, die sich um andere kümmern und sehr liebevoll sind.

Letztlich wollen alle nur glücklich sein - dazu braucht es tatsächlich keine materiellen Werte. Du kannst viel verändern, wenn du deine Wahrnehmung änderst. Du bestimmst, welchen Blickwinkel du einnimmst! Und denk immer daran: Die anderen kannst du nicht ändern, aber was du sehen und tun willst, liegt in deiner Hand! ;-)

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Es ist leider Tatsache dass niemand perfekt ist - ich glaube ich wüsste nicht einmal ob es eine wissenschaftliche These dazu gibt was einen Menschen perfekt macht. So etwas ist sehr individuell.
Würde sich jeder selbst so akzeptieren wie er ist wäre die Welt um einiges Reicher an Menschlichkeit vermute ich. Das ist nur schwierig weil man sich zu gern auf Andere konzentriert und Fehler sucht. Generell bin ich der Meinung dass immer mehr Menschen lieber Fehler suchen in Anderen als positive Dinge. Was natürlich dazu führt dass man die Welt immer noch schlechter sieht.
Bei sich selbst die Fehler wahrzunehmen und zu akzeptieren führt dazu dass man das auch bei Anderen kann. Wenn du deine eigenen Fehler akzeptieren kannst - ist es dir auch immer mehr egal wie du nach Außen wirkst und was die Anderen von dir halten. Du hast dann die Kraft immer mehr der zu sein der du willst.

Keiner schreibt dir vor wie du zu leben hast und keiner kann dir befehlen der Norm zu entsprechen. Mit Ausnahme gewisser gesellschaftlicher Strukturen kannst du tun und lassen was du willst. Die Tatsachen muss man halt akzeptieren. So etwas wie - fährst mim Auto gegen den Baum bist du tot. Tatsache halt.

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*Ironie on*

Dafür gibt es doch Sender wie RTL, die Sendungen zur Steigerung des Selbstbewusstseins anbieten. Eine Stunde Schwiegertochter gesucht mit den grenzdebilen 30jährigen Vorzeigejungfrauen, die noch bei Mutti wohnen, sollte doch reichen das eigene Ego wieder etwas aufzupolieren.

*Ironie off*

Was die Geschenke angeht, so stellt sich die Frage warum wir etwas schenken. Es ist ja so, dass wir, wenn wir jemandem etwas schenken uns mit ihm über das Geschenk freuen. Verantwortlich dafür sind Spiegelneuronen. Wir schenken im günstigsten Fall also nicht nur um andere glücklich zu machen, sondern auch um uns selbst glücklich zu machen. Blöd sind nur Geschenke, die eine reine Pflichterfüllung darstellen.

Man kann sich auch mal etwas gönnen. Das ist ja nichts schlechtes. Es sollte aber etwas sein, was man wirklich aus sich selbst heraus will. Man wird nicht glücklich, wenn man sich etwas gönnt, was einem die Werbung suggeriert hat. Das neue Samsung Galaxy oder das neueste iPhone machen einen nicht glücklicher als ein 100.-€ Handy. Ein 4k Fernseher macht nicht glücklicher als ein HD Fernseher. Etc. pp.. Mal sollte das kaufen was einem selbst wichtig erscheint und nicht das, was einem die Werbung so eingebläut hat.

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Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich dir ganz folgen kann. Du sagst, dass die Menschen zu materiell sind. Und du selbst schließt dich nicht davon aus. Und du fühlst dich unwohl damit, dass du den Ansprüchen der Medien nicht Genüge tun kannst, oder weil du nicht auf diese materiellen Welt klarkommst? Wenn du doch Freude an Konsum empfindest, warum fährst du nicht damit fort? My body is telling me yes, my mind is telling me no? 

Das, was du entdeckt hast, ist das Problem mit der Moderne. Das Gute ist gleichzeitig das Problem. Die Moderne gab uns einige Dinge; erhebliche Möglichkeiten aber gleichzeitig auch (gesellschaftlich unterstützte) Zwänge zur individuellen Entfaltung und des Konsums. 

Wenn du dir das bewusst machst, kannst du gleichzeitig begreifen, dass du nicht jedem Medientrend nachjagen musst, nicht jedem Schönheitsideal nachgeben musst, der dir auf der Titelseite von Yahoo! Nachrichten entgegenschlägt. Sexuelle Zwänge? Anscheinend lebensnotwendig gewordene Details über Game of Thrones? Hype um irgendwelche ausgefallenen YouTuber? Die neuste Modekollektion von wasauchimmer? Nein, danke.

Letztendlich findet sich jedoch keine absolute Lösung für dieses Problem. Weder Weltkriege, noch Terrorismus konnten die Moderne überwinden. Dass sich temporär Glück in materiellen Dingen findet, liegt wohl im Menschsein. Vielleicht solltest du über diese menschliche Veranlagung hinwegsehen und Freude finden an Objekten, die dir täglich begegnen. Man kann auch alte Gegenstände schätzen. Wer erlebt kein Hoch bei dem Anblick des Sonnenuntergangs? Oder den aufblühenden Apfel- und Birnenbäumen. 

Was andere denken, kann für dich keine Rolle spielen. 

Liebe Grüße, B

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Kommentar von DonkeyDerby
17.05.2016, 10:07

Eine gute, kluge und wahre Antwort, geschrieben in klaren, klugen und wahren Worten.

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Finde ich sehr schön das du dir über solche Dinge Gedanken machst, mit dem Thema beschäftige ich mich zur Zeit auch sehr intensiv. 

Ich denke du bist auf dem richtigen Weg, denn du hast erkannt das man Glück nicht im materiellen äußeren findet, zumindest nicht auf Dauer. Viel eher sollte man nach innen schauen und zu sich selber finden.

Wenn du dich weiter damit beschäftigen möchtest hör dir doch mal Eckhart Tolle auf z.B. Youtube an. Vielleicht findest du da deine Antworten.

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Also ich kann dass gut verstehen,und ich bin ja der reinste Philosoph was solche Sachen angeht.Klar,wir Menschen wollen nur dass was wir nicht haben bzw. nicht haben können.Aber dann alle über einen Kamm zu schehren und zu sagen dass alle immer schöner werden wollen.Also ich kenne eine Menge Leute die da nicht mitmachen (Sowohl weiblich als auch männlich).Ich hoffe ich konnte dich etwas beruhigen,ich kann dich jedenfalls gut verstehen aber empfinde es nicht nach.

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Hallo,

wow, erst mal meinen größten Respekt für deine Einsichten! Ganz im Ernst, da kannst ein gutes Stück weit stolz drauf sein. Was du hier zeigst ist sowohl gesunder Menschenverstand, als auch eine vernünftige Selbsteinschätzung.

Was du beschreibst, ist genau der Punkt, der viele Menschen heute krank macht, ohne dass sie genau den Grund dafür nennen können. Wie du auch aus den anderen Antworten hier allerdings sehen kannst, bist du nicht alleine mit deinen Erkenntnissen. Leider folgt unsere Gesellschaft heute wirklich sehr stark diesen Mustern.

Du hast aber hier den ersten Schritt getan dich davon zu lösen, indem du deine Gedanken mit uns geteilt hast, nachdem du dir deren bewusst geworden bist. Damit bist du schon ein ganzes Stück stärker geworden, als die vielen anderen, die glauben sie müssten diesem schöner-bunter-schlanker-Treiben hinterherhecheln. 

Wenn du dir diese Einstellung bzw. Erkenntnis erhältst und gegen jeden Zweifel verteidigst, wirst du immer ein freier Mensch sein. Wird wahrscheinlich nicht einfach, aber du schaffst das ganz sicher!

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Gratuliere, der Anfang ist gemacht. Du bist dabei, herauszufinden, was Dir wirklich wichtig ist im Leben und Dir dann dauerhaft Freude macht und was nur so erscheint, aber dann doch nur hohl ist und Dich foppt. Das ist völlig normal und jeder muß das für sich selbst herausfinden. Das kann übrigens sehr viel Spass machen, wenn man erst mal damit angefangen hat. Ich fange mal an mit Beispielen: Gut ist: Deine Lieblingsmusik, gute Freunde,gesundes frisches Essen,frische Luft die Spass macht, etwas Bewegung (mit Hund?),Lachen,ein guter Job,.....

Schlecht für Dich ist:..??... mach es einfach nicht mehr.

Viel Spass beim Experimentieren!!

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also erstens ist schlank sein nicht das problem, denn über 300 millionen menschen sterben jedes jahr durch ernährungsbedingte krankheiten; und meistens sind die menschen zu dick. entsprechend macht es sinn darüber nachzudenken, woraus wir menschen bestehen - nämlich aus wasser, eiweiß und ca. 80 mineralien. es macht also sinn zum frühstück wasser zu trinken, joghurt mit beeren und exotischen früchten zu essen und ein paar nüsse zu verspeisen. wenn ich jeden tag die früchte wechsel, habe ich schon mal einen guten start in den tag - besser als brötchen oder cornflakes, weil ich länger wach und fit und motivierter bleibe.

dann sollte man öfter mal rote beete essen, weil fast alle europaer einen eisenmangel haben, der dazu führt, dass das blut wenig sauerstoff transportiert und man im kopf und körper müde wird. nach drei tagen nachdem man rote beete gegessen hat, werde ich jedenfalls fitter.

wie sieht es mit der schönheit aus? klar nur nach schönheit zu streben, ist wohl selten der richtige weg. aber ich berate seit jahren mädchen, die große selbstbewusstseinsprobleme haben. und oft hilft es ihnen, wenn man ihnen hilfreiche schminktipps gibt, weil sie so ihren eigenen stil entwickeln können und innerhalb eines nachmittags mit ein bisschen übung und wenig geld eine ganz andere aufmerksamkeit von ihren mitmenschen bekommen, was sich oft positiv auf sie selbst auswirkt. denn das erste mal in ihrem leben merken sie, dass ihre eigenen taten etwas bewirken können.

aber in einem punkt stimme ich dir zu - nur auf eine völlig andere weise als du denkst - wenn die menschen anfangen würden, sich wirklich zu informieren (und nicht oberflächlich sondern tiefgründig) würden sie feststellen, dass die menschen auf einem sehr guten weg sind (es wird große hindernisse geben und rückschläge, aber langfristig werden wir viele große probleme hinter uns lassen oder sehr stark verringern.)

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Herzlichen Glückwunsch, du bist an dem Punkt angekommen, an dem jeder früher oder später landet.

dass ich leider auch oft nur glücklich bin, wenn ich mir etwas geleistet habe- und das nervt mich!

Die Moderatorin Milka hat mal gesagt: "Wer noch nicht ist, muss eben haben." Du bist noch jung, vermute ich. Und wenn man jung ist, ist vieles noch sehr neu und aufregend. Du hast das schon ganz gut beschrieben, man sieht etwas, will es unbedingt haben, aber die Freude darüber hält nicht lange an. Dann sieht man das nächste.

Sehr viele schaffen es nicht, sich diesem Kreislauf des Konsums zu entziehen. Sie verbringen ihr Leben damit, dem Geld nachzujagen, um sich immer neue Dinge kaufen zu können, schlimmstenfalls werden sie kriminell, wenn das auf legalem Wege nicht klappt.

An diesem Punkt hast du zwei Möglichkeiten. Du machst das Spielchen weiter mit, oder du entscheidest dich dafür, jemand zu sein. Dann musst du nicht mehr soviel haben. ;)

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Ich möchte da einen kryptischen Anfang wagen und anschließend erklären, was ich meine.

Sie haben ganz recht: Es ist was faul in unserer Welt! "We have to go out of our mind to come to our senses!" was soviel bedeutet wie "Wir müssen den Verstand verlieren um zu Sinnen zu kommen!", was bedeutet das?

Abseits jeglicher Verschwörungstheorie müssen wir einsehen, dass im existierenden kapitalistischen System Sie nicht viel mehr sind als potentielle Kaufkraft. Also werden ihre natürlichen Begierden, Wünsche und Bedürfnisse manipuliert, durch Werbung, Lobbyismus und die Kontrolle eines gewissen Wertekanons, damit Sie Ihre Emotionen mit dem Akt des Geldausgebens verbinden. Wert wird in Währung gemessen, nichtmehr in Emotion, deshalb ist das Beisammensein mit Freunden viel wertvoller als die rituellen Geschenke, die man gerne als Teil der Tradition (Stichwort Geburtstag, Weihnachten etc.) praktizieren kann, aber Kapitalismus kennt nur eines: Wachstum! Deshalb ist es "gut", wenn Sie denken, je mehr ich ausgebe, desto mehr ist das Geschenk auch emotional wert. Das ist aber Bullshit.

Ich behaupte nicht, frei von diesen "Auswüchsen des Systems" zu sein, aber der Versuch, Emotionen und Geld zu trennen hat sich für mich als Schlüssel zu einem sehr viel zufriedeneren und ausgeglicheneren Leben erwiesen, ohne Esoterik-Geschwafel, ohne Kommunismus, ohne irgendwie soetwas, einfach dadurch, dass ich permanent versuche, Werte jenseits des Geldes oder Goldes zu entdecken.....

Vielleicht hilft das!

All Hail Discordia!

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Ich finde deine Frage bzw dein Anliegen richtig gut formuliert und sehr treffend auf den Punkt gebracht da es mir genauso geht. Diese Gesellschaft ist nur noch oberflächlich , verlogen und falsch. Ich habe mir auch lange den Kopf darüber zerbrochen wie ich damit umgehen soll und kam nach einigen Jahren des "herumprobierens" auf die einfachste Lösung überhaupt. Ich habe kein Facebookprofil mehr, ich gucke im TV keine privaten Sender oder Nachrichten mehr und ich halte mich weit im Voraus von allem fern womit ich nix zu tun haben will. Es lebt sich wesentlich entspannter wenn man sich dieser Gesellschaft entzieht. Natürlich gehe ich arbeiten und gelegentlich mal einen Kaffee trinken aber das wars dann auch schon. Man könnte fast sagen ich habe mich geweigert mich der Gesellschaft anzupassen , wurde dadurch zum Einzelgänger und erst dadurch richtig glücklich. Und wenn du keine Geschenke möchtest ist das ok, ich mag auch keine Geschenke. Die glücklichsten  Menschen sind die die ihr Leben genießen, egal was andere davon halten. LG

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Musste sofort an ein Filmzitat denken.

"Es tut mir Leid das ich ihnen soweit vorraus bin. Aber ich bin nun mal der, der heute entscheidet was sie morgen wollen. Ich mache sie süchtig nach neuem. Und das schöne an neuem ist, dass es nicht lange neu bleibt. Sie sollten anfangen mich zu hassen, bevor sie irgendwann die Zeit hassen, die mich hervorgebracht hat."

Hier wurde schon viel gesagt. Deshalb empfehle ich dir einfach mal den Film. 39,90 - falls du ihn nicht schon kennst.

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ich denke das hat etwas damit zu tun wie wir Dinge wahrnehmen. Ich weiß, das klingt jetzt etwas abgehoben, aber an meiner Theorie Könnte was dran sein.

Durch die permanente Reizüberflutung sind wir gezwungen alles nur oberflächlich zu betrachten; alles im Detail zu analysieren ist schlicht nicht möglich.

Das gilt auch für Menschen. Betrachtet man eine Person, was siehst du dann? Wenn man einen Menschen fragt, was er an einer Person so toll findet, vom äußerlichen, kommt meistens sowas wie: er hat ein schönes Gesicht oder einen tollen Körper; seltener, trotzdem natürlich oft : mir gefallen Augen, Mund, Haare, etc.

Wenn man dann noch einen Schritt weitergeht, und fragt, was man genau daran so toll findet, kommen die meisten ins stocken. 

Ich konnte früher auch nicht genau sagen, was mir denn nun an einer Person gefällt, und, weil es einfacher ist, habe ich mich daran orientiert was allgemein als schön angesehen wird- sprich mich durch Medien beeinflussen lassen.

Eine Wendung hat bei mir eingesetzt als ich mit dem Zeichnen begonnen habe. Plötzlich war ich gezwungen mich mit kleinen Details des Gesichts, des Körpers etc auseinanderzusetzen, in Ruhe, ohne Fernseher, nur Papier und Stift.

Dabei fiel mir auf, dass mir kein Model zu hässlich war um ihn/sie abzuzeichnen. Besonders Leute mit einem Makel erschienen mir plötzlich sehr interessant, ja wirklich attraktiv.

Wenn ich mich jetzt umschaue, sind für mich alle Menschen sehr attraktiv, alle haben irgendetwas an sich was mich wirklich fasziniert.

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Hallo Alescha99,

ich stimme Dir absolut zu, in dem was Du beobachtest und finde es schön, dass Du Dich davon distanzieren möchtest :-)

Zum einen muss man nicht perfekt sein. Ich gehe sogar so weit, zu sagen: Man muss auch nicht immer der Norm entsprechen und 'normal' sein, denn oftmals ist das sogenannte Normale einfach nur krank!

Und es schreibt uns niemand vor, dass wir jeden Mist mitmachen müssen. Diese Pflicht legen wir uns oft selbst auf und machen uns damit unnötig das Leben schwer. Wenn man sich vergleicht, gibt es immer jemanden, der besser, schöner, dünner etc. ist.

Also schaue bitte auf Dich selbst, denn das ist DEIN Leben, und Du hast das Recht, selbst darüber zu bestimmen, es zu gestalten, so wie Du es für richtig hälst. Setze Deine eigenen Ziele und Werte, gehe Deinen Weg, werde zur Vorausgeherin (Du bist nicht allein, es gibt viele von Dir und mir.) und lasse Dich nicht von den 'Dummen, die mit der Masse schwimmen' beirren.

Die Masse hat nicht immer recht. Die Masse ist meist dumm, oberflächlich, läßt sich leben, statt selbstbestimmt zu leben und macht unglücklich.

Versuche in Deiner eigenen kleinen Welt Dein Leben glücklich zu leben und wenn Du Glück hast, kann es sogar gut sein, dass ein Teil Deiner Mitmenschen Dich dafür schätzt und auch anfängt, den eigenen Weg zu gehen. Und so werden wir immer mehr und irgendwann vielleicht doch noch eine intelligente Masse :-)

Alles Liebe und Gute für Dich

Buddhishi

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Kommentar von Dhalwim
16.05.2016, 23:44

Das ist mal ein schöner Ansatz Buddhishi,

Eine intelligente Masse, davon hör Ich zum ersten mal.

LG Dhalwim :)

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Kommentar von Madmoisele
17.05.2016, 22:50

Schade, daß ich Ihnen für diesen Kommentar nicht hunderte Male den Danke-Button drücken kann. Er spricht mir so aus dem Herzen einerseits und andererseits sind es Worte und Gedanken, die ich im Moment sehr, sehr dringend brauchte. Also nochmals vielen, vielen Dank!!!

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Du kannst Dir doch zum Geburtstag Geld wünschen. Dieses Geld kannst du dann spenden. Was hältst Du davon?

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Zwar hast Du gute Denkansätze, aber alles ein ganz klein wenig übertrieben.

Geschenke: Natürlich kann man - wie für fast alles - viel Geld für Nichts ausgeben. Aber Du kannst auch etwas verschenken, was fast nichts kostet und doch ist es schwierig: Verschenke mal Deine Zeit und Deine volle Aufmerksamkeit Deinen Mitmenschen; höre beispielsweise einem alten Menschen längere Zeit und regelmäßig aufmerksam zu, obwohl diese Dich immer wieder mit den gleichen alten Geschichten langweilen.

Übrigens haben Geschenke auch etwas mit Aufmerksamkeit zu tun, Du zeigst Deiner Umwelt, dass diese Dir nicht gleichgültig ist, dass Du jemanden gerne hast.

Schlank: Was bedeutet für Dich "schlank" sein? Oder meintest Du "untergewichtig"? Übergewicht ist ganz bestimmt nicht gesund; vor vielen Jahren bekam ich unter anderem wegen meines starken Übergewichts zwei Herzinfarkte ... nicht sehr angenehm und ausgesprochen lebensgefährlich (Überlebenschance etwa bei fünfzig Prozent). Ich musste meinen oErnährungsplan umkrempeln, mit Sport anfangen ... heute geht's mir echt gut. Aber deswegen bin ich noch lange nicht eine Schönheit, obwohl ich auch nicht gerade hässlich bin ... trotzdem fühl ich mich sehr wohl.

Kein Mensch ist perfekt, niemand muss perfekt sein. Oft sind sogar die kleine Makel liebenswert an einem Menschen. Selbstverständlich sollten wir uns bemühen, uns zu "verbessern" ... aber man sollte nichts übertreiben! Werbung und Umwelt wollen uns zwar versuchen, uns alles irgend etwas zu verkaufen oder einzureden. Allerdings liegt es alleine an Dir, ob Du dieses Spielchen auch mit spielen möchtest. Sieh es Reklame lieber als Vorschlag an ... und nur Du selbst entscheidest, ob Du diesen Vorschlag annimmst oder es sein lässt.

 

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Wer sich mit oberflächlichen Leuten herumtreibt und oberflächliche Sendungen (z.B. RTL2) guckt, empfindet die Welt als oberflächlich.

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