Frage von 1988Ritter, 228

Ist die Türkei überhaupt noch als EU-Beitrittskandidat tragbar?

Folgende Fakten sind gegeben:

  1. Am 21.07.2016 setzt die Türkei europäische Menschenrechte aus.
  2. Wieder im Juli wird der Minderjährigen-Schutz durch das oberste Verfassungsgericht der Türkei aufgehoben. Die Ehe und sexuelle Handlungen sind nunmehr mit Minderjährigen möglich.
  3. Frau Erdogan proklamiert seit Monaten die Polygamie und Legalisierung des Harems.
  4. Die Todesstrafe, und somit Scharia, soll wieder in der Türkei eingeführt werden.

Ohne jetzt schon bekannte Unerfreulichkeiten der Türkei zu werten, stellt sich nunmehr die Frage, ob die Türkei jemals langfristig ein Beitrittskandidat werden kann.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von hummel3, 87
Die Türkei muss endgültig als Beitrittskandidat abgelehnt werden.

Die Türkei ist nicht nur als EU-Beitrittskandidat nicht mehr tragbar, sondern auch nicht als Nato-Mitgliedsland und Reiseland, so schön und interessant das Land auch ohne AKP-Türken sein könnte.

Als Natomitglied ist die Türkei für mich schon länger ein trojanisches Pferd, wobei wir gleichzeitig auch noch beim Ursprung des Begriffs wären.

Kommentar von hummel3 ,

Was ich noch vergessen hatte: 

Auch die erneute politische Zuwendung der Türkei zum Islam verbietet jeglichen Beitrittsgedanken zur EU. 

Kommentar von hummel3 ,

Danke für die Auszeichnung meiner Antwort! - Ich teile diese Auszeichnung im Geiste mit den Verfassern ausnahmslos aller anderen guten Antworten.

Antwort
von OlliBjoern, 82
Mit den Gesetzen kann die Türkei kein EU-Mitglied werden

Bei der derzeitigen Lage (Gesetzgebung usw.) sehe ich im Moment keine Chance. Wie es in ein paar Jahren aussieht, kann man jetzt noch nicht sagen. Dass man aber weiterhin im Gespräch bleibt, ist schon richtig. Übrigens möchte auch die türk. Opposition, dass wir weiterhin im Gespräch bleiben (diese Leute sollte man meiner Ansicht nach nicht im Stich lassen).

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Politik, 85
Mit den Gesetzen kann die Türkei kein EU-Mitglied werden

Die derzeitigen Vorgänge in der Türkei und die Gesetzesvorhaben des Regimes Erdogan widersprechen den Werten, denen die EU-Länder verpflichtet sind. Daher ist ein EU-Beitritt in absehbarer Zeit nicht möglich.

Aber es ist richtig, wie z. B. Kommissionspräsident Juncker befürwortet, mit der Türkei weiter zu verhandeln. Denn über Verhandlungen lässt sich seitens der EU Einfluss nehmen. Auch sollte dem türkischen Volk die Möglichkeit verbleiben, sich zu besinnen, die Diktatur Erdogans zu beenden und wieder zu Demokratie und Rechtsstaat zurückzukehren.

MfG

Arnold

Antwort
von Rosenblad, 47
Mit den Gesetzen kann die Türkei kein EU-Mitglied werden

Solange der 1954 geborene georgischestämmige Politiker Recep Tayyip Erdoğan mit seiner narzistischen Selbstzentriertheit den Staat Türkei in einer Art selbstkonfirmativer Zuspruchobsession regiert (auch trotz der demokratischen Legitimierung) dürfte ein "Eintritt" in ein - zumindest nach dem politischen Willen - demokratisches Europa als, um es einmal diplomatisch zu formulieren, hinderlich verfasst werden. Aber vielleicht will der überwiegender Teil der türkischen Bevölkerung die einen solchen "König" als Elektorat ihr Vertrauen ausspricht auch nicht "nach Europa". Hauptsache die europäischen Touristen spülen Geld ins Land.

Ich trauere mit jeden intellektuell denkenden Menschen in der Türkei mit, der in diesem Politiker eine Schande für jeden anständigen Menschen sieht.

Antwort
von wfwbinder, 99
Mit den Gesetzen kann die Türkei kein EU-Mitglied werden

Noch sind die neuen Gesetze wie Todesstrafe usw. noch nicht beschlossen udn verabschiedet.

Natürlich könnte die Türkei mit den Gesetzen, ohne Pressefreiheit usw. nicht Mitglied werden.

Aber es wäre schon aus taktischer Sicht zur Zeit nicht produktiv die Verhandlungen abzubrechen.

Antwort
von tachyonbaby, 48
Die Türkei muss endgültig als Beitrittskandidat abgelehnt werden.

Hege ja noch die Hoffnung, daß die EU-Diktatur ohnehin scheitert. Niemand will eine globalisierte Welt mit den kriminellen Psychopathen dort an der Hochfinanz-Spitze.

Antwort
von Nunuhueper, 80
Die Türkei muss endgültig als Beitrittskandidat abgelehnt werden.

Den Weg, den Mustafa Kemal Atatürk für eine demokratische Türkei gewiesen hatte, hat Erdogan verlassen.

Antwort
von suziesext08, 70
Die Türkei muss endgültig als Beitrittskandidat abgelehnt werden.

vor allem muss man sich dran erinnern, dass es ja die CHP geführte Türkei war, die unbedingt in die EU wollte, und nicht die EU-Kommissare nach Ankara gepilgert waren, um die Türken hereinzubitten.

Kulturell und wertemässig ist die Türkei mehr denn je orientalisch-sunnitisch ausgerichtet; wenn überhaupt irgendein Mittelmeerland in die EU gepaßt hätte, wäre es Israel gewesen, aber das war ja nie ernsthaft im Gespräch.

Warum also grade die re-islamisierte Türkei, die nur versucht, sich über ihre 5.Kolonne in DE massiven politischen Einfluß zu verschaffen auf ganz Westeuropa?

Kommentar von HansH41 ,

Atatürks Türkei hätte mit Ach und Krach in die EU gepasst.

Erdogans Türkei auf keinem Fall.

Kommentar von hummel3 ,

Du erwähnst in deiner Antwort etwas, worüber ich in all den Jahren auch schon nachgedacht habe:

Wenn überhaupt irgendein Mittelmeerland in die EU gepasst hätte, wäre es Israel gewesen, aber das war ja nie ernsthaft im Gespräch.

LG hummel3

Antwort
von Malavatica, 91
Die Türkei muss endgültig als Beitrittskandidat abgelehnt werden.

Bloß kein Eu Beitritt. 

Antwort
von newcomer, 100

wenn sie zumindest Hoffnung zur vollen Mitgliedschaft haben wäre das ein Grund demokratische Verhältnisse zeitnah wieder her zu stellen. Ansonsten werden sie zur neuen Hochburg des Islam


Antwort
von HarryHirsch4711, 3

Aktuell habe ich Bedenken, dass die Türkei in der EU aufgenommen wird. Die politische Einstellung passt nicht zur EU. Die Gewaltenteilung wird abgeschafft, die Grundrechte werden abgeschafft...

Alles mit unseren Wertevorstellungen gesehen.

Man sollte aber mit berücksichtigen:

- Es gibt auch in der EU Länder, in denen die Rechtssituation ausbaufähig ist

- Die EU sollte nicht Ihre Wertvorstellung anderen Länder aufzwingen

- Man sollte eher sehen, das man Länder mit einer ähnlichen Kultur- Wertevorstellungen aufnehmen

Antwort
von CplAlone, 111

Nach aktuellem Handeln der Türkei und der Aktuellen Politik ist es eigentlich nicht zu rechtfertigen die Türkei in die EU zu lassen... Besonders bei der Möglichkeit der Einführung der Todesstrafe... Aber wer weiß was alles passieren kann...

Antwort
von livechat, 93
Mit den Gesetzen kann die Türkei kein EU-Mitglied werden

Wer stoppt den wütenden Zampano vom Bosporus?

Wer über den türkischen Präsidenten lamentiert, neigt dazu, sich zu wiederholen. Es geht nicht anders. Erdogans demokratisches Sündenregister: Entlassungen, »Säuberungen«, Eingriff in die Gerichtsbarkeit, Enteignungen,
Ausreiseverbote, Wissenschaftsabbau und Schulschließungen. Alles unter dem Deckmantel, hart durchgreifen zu müssen, um die Demokratie zu wahren.

Da lachen ja die Hühner!

Recep Tayyip Erdogan ist ein Despot, ein Machtbesessener, der keine andere Meinung neben der seinen zulässt. Der dem Westen droht, der über westliche Politik und Politiker herzieht, der sich Russland anbiedert und so die Nato vor den Kopf stößt und der gar nicht zu bemerken scheint, wie er sich dauerwütend von den zivilisatorischen Errungenschaften der westlichen
Wertegemeinschaft immer mehr entfernt. Ganz nebenbei spaltet er auch noch das eigene Volk, denn längst nicht alle Türken sind erdoganophil.

Für den Westen heißt das: Lasst den Zampano vom Bosporus doch in seiner Wüterei ersaufen! Ein klarer Schnitt ist jetzt gefordert: Abbruch der Kontakte, Aufgabe der EU-Beitrittsgespräche, Aufkündigung des Flüchtlingspakts und der dringende Rat, sich aus der Nato zu verabschieden. Mit all dem rechnet der Zornige in Ankara nicht. Genau darum wird es Wirkung zeigen.

Und danach kann man ja wieder auf die Türkei zugehen, aber erst nach dem Bruch.

Antwort
von paulklaus, 15
Mit den Gesetzen kann die Türkei kein EU-Mitglied werden

Ich wähle Punkt orange, der sich durch sich selbst eklärt.

pk

Antwort
von Artus01, 48

Die Türkei hat in der EU nichts verloren, nicht nur seit den letzten Vorkommnissen dort.

Antwort
von heidemarie510, 73
Die Türkei muss endgültig als Beitrittskandidat abgelehnt werden.

Dieses Land hat in der Eu nichts verloren, Punkt!

Antwort
von soissesPDF, 34
Die Türkei muss endgültig als Beitrittskandidat abgelehnt werden.

Christentum und Islam sind nicht koalitionsfähig.

Antwort
von voayager, 49

Eigentlich sollte das der EU ziemlich egal sein, schließlich iss sie eine Allianz der Konzerne, alles andere eh nur Schmückwerk. Das ist die eine Seite, die andere die, dass alles Repressive so nur unnötig "salonfähig" gemacht wird. Dann frage ich mich allerdings auch, ob Deutschland berechtigt isss in der EU zu bleiben mit all seinem Sozialabbau wie Hartz IV, Armutsrenten, Compuerausspähung, Vorratsdatwenspeicherung, sonstiger Staatsschnüffelei, Verbot von politischen Streiks und, und, und.

Fazit: ich habe in Sachen EU-Beitritt der Türkei eine ambivalente Einstellung und sage mir deshalb. "es kommt wie`s kommt und damit basta".

Antwort
von JFler, 22
Die Türkei muss endgültig als Beitrittskandidat abgelehnt werden.

Also wenn die die Todesstrafe einführen kommen die garantiert nicht in die EU. Was hätte Erdogan in der EU gemacht?Alles noch schlimmer!

Antwort
von Omnivore11, 69
Die Türkei muss endgültig als Beitrittskandidat abgelehnt werden.

Die Türkei war noch nie beitragsfähig. Dafür sind sie zu weit weg von Menschenrechten, welche teilweise ja auch mit der europäischen Menschenrechtskonvention ratifiziert werden MÜSSEN um EU-Mitglied zu werden. Lustig ist, dass die Türkei die europ. Menschenrechtskonvention bereits 1954 ratifiziert hat. Und ein Staat, der sich nicht an dessen Vorgaben hält, wird nie EU-Mitglied.

Antwort
von yoda987, 85

Die EU ist in meinen Augen bereits gescheitert. Ich hoffe es werden noch mehr Länder austreten. Vielleicht öffnet es der Merkel langsam die Augen, dass ihre Globalisierungs Politik gescheitert ist. 

Kommentar von Malavatica ,

Die wird nie irgend etwas einsehen. 

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 54

Zu 1. Die gleiche Situation haben wir in Frakreich. In der türkei herrscht halt nach dem Militärputsch befristet auf drei Monate der Ausnahmezustand.

Zu 2. Sex mit Minderjährigen ist in jedem halbwegs zivilisierten Land der Welt erlaubt. Bei uns z.B. ab 14. Ehen können hier auch schon ab 16 GEGEN den Willen der Eltern durchgesetzt werden.

Zu 3. Echt? Scharfe Braut...:-) Auch in Deutschland könnte man mal darüber nachdenken, ob das zwanghafte Festhalten an der ehelichen Monogamie überhaupt noch zeitgemäß ist...

Zu 4. Die Einführung der Todesstrafe ist nicht automatisch mit der Einführug der Scharia gleichzusetzen. In den USA gibt es zwar die Todesstrafe, aber die Scharia...? Außerdem gibt es außer ein paar Sprüchen keine erkennbaren praktischen Versuche.

Die Beitrittsverhandlugen sind auch weiterhin ein effektives Dialogfenster, um Einfluss auf die Türkei zu nehmen und ollten nicht ohne Not aufgekündigt werden. Und "Not" ist dann doch noch etwas anderes, als Frau Erdogans lüsterne Phantasien über Bisexualität...:-)


Antwort
von Spassbremse1, 8
Die Türkei muss endgültig als Beitrittskandidat abgelehnt werden.

kein weiterer Kommentar ...

Antwort
von pritsche05, 11

N E V E R   !!!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community