Ist die Suizidgefahr für Menschen mit Zugang zu Schusswaffen (Polizei, Bundeswehr) größer?

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14 Antworten

ich denke, JA,  die Suizidgefahr für Menschen mit Zugang zu Schusswaffen (Polizei, Bundeswehr) ist größer.

Aber nicht deswegen, weil sie Zugang zu Schusswaffen haben - sondern deswegen, weil ein Zugang zu Schusswaffen (etc.) Menschen mit erhöhter Gewalt-Affinität anzieht und solche mit verminderter Gewalt-Affinität abstösst - speziell bei der Polizei ist es gut belegt, dass statistisch gesehen ("Ausnahmen bestätigen die Regel") Polizisten auch privat zu Konflikt-Lösungen durch Gewaltanwendung tendieren. Diese generelle Gewalttendenz kann sich dann auch gegen sich selbst richten und zum Suizid führen.

Oder umgekehrt:  Wer "keiner Fliege etwas zu leide tun" kann, bringt sich auch selber nicht um, geht aber auch nicht zur Bundeswehr oder Polizei.

( das soll keineswegs eine Kritik an der Polizei sein - der Staat braucht leider Leute, die sich um diejenigen staatlichen Aufgaben kümmern, die mit unmittelbarem Zwang und Gewalt verbunden sind - und das führt leider zu einer Häufung von Gewaltkonflikten bei den dafür selektierten Leuten, das ist sozusagen eine Berufskrankheit, so wie eine Staublunge im Bergwerk oder eine Säuferleber beim Gastwirt etc. )

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Nein, weil sie auch von ihren Dienstherren "engmaschig" überwacht werden. Wenn es Krisen bei denen gibt, nimt der Dienstherr Ihnen die Waffen auch weg.

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Hallo KommzumPunkt,

das ist eine interessante Frage. Ich habe mir darüber ehrlich gesagt noch nie Gedanken gemacht. Aber das würde dann auch für Mitglieder in Schießsportgruppen gelten, wobei diese vermutlich eher nicht immer den Belastungen eines Berufsalltags wie Polizeit oder Bundeswehr, insbesondere bei Auslandseinsätzen, ausgesetzt sind.

Ich habe mal diesen Link für Dich:

https://www.google.de/search?q=suizidgefahr+f%C3%BCr+menschen+mit+zugang+zu+schusswaffen&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b&gfe_rd=cr&ei=MJT1V-LbBeWv8wfgqZboCg

aber leider gerade keine Zeit, ihn komplett selbst zu lesen. Soweit ich das vom 'Überfliegen' her jedoch beurteilen kann, besteht sehr wohl ein Zusammenhang zwischen einen Zugang zu Schusswaffen und einer 'erleichterten' Suizidgefahr, quasi Selbstmord aus Gelegenheit.

LG

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Ich denke nicht.

Polizisten und Soldaten haben ihre Waffen nur im Dienst, danach werden sie sicher verschlossen.
Niemand sie haben nur während der Dienstzeit Zugriff darauf.

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Kommentar von ES1956
06.10.2016, 10:55

Falsch. Polizisten dürfen fast alle ihre Waffe auch privat führen.

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In der Bundeswehr ansich glaube ich nicht. Ich denke fast, dass das eher nach einem Auslandseinsatz in einem Kriegsgebiet der Fall ist, wenn man zurück in der Heimat ist und nicht die nötigen sozialen Strukturen vorhanden sind. Ich glaube es kann schwer sein sich auf die Welt um einen herum wieder einzustellen, mit den all den Unsicherheiten, wenn man nicht wirklich weiß auf wen man sich verlassen kann, weil eben die starke Bindung innerhalb der Truppe wegfällt. Im Einsatz hat man seine Gruppe oder Halbgruppe auf die man sich verlassen kann und die auch ihr Leben riskieren um dich irgendwo rauszuholen. Wer würde das im zivilen Leben tun?

Ich denke es kommt auf den sozialen Zusammenhang an und nicht auf die Waffe.

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Also es gibt keinen Zusammenhang dazu das mehr Schusswaffen zu mehr selbstmorden führt.

 Das wurde schon schon mal untersucht. Was man aber herausfand ist , wenn man die möglichkeit hat eine schusswaffe zu nehmen die in den meisten Fällen nutzt.

Dennoch bedeutet leichterer waffenzugang nicht gleich eine höhere selbstmordrate.

z.B ist der Waffenbesitz in östrreich sehr lieberal, jeder der mindestens 18 ist und keine vorstrafen ect hat darf eine Waffe der kategorie c und d das sind z.b schrotflinten und repetierer ohne Probleme erwerben also ein leichter waffenzugang. 

In Japan jedoch ist das Waffenrecht sehr streng und da kommt kaum einer so ohne weiteres legal an waffen, dennoch ist die selbstmordrate um einiges höher als in Ländern mit liberaleren waffengesetzen

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Es kommt darauf an wie gefestigt jemand im Leben steht würde ich sagen und nicht ob jemand ne Knarre hat ! 

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Kommentar von KommzumPunkt
06.10.2016, 01:48

Ist bestimmt kein leichter Beruf, wird man sicher oft aus dem inneren Gleichgewicht gerissen. 

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Nicht ganz uninteressant diese Frage. Ich bin aber der Meinung, dass die Suizidgefahr mit dem Beruf und dem dabei Erlebten die Waffe ist dabei sekundär. Seit ein paar Monaten machen viele Prominente ja darauf aufmerksam, dass sich täglich 22 Veteranen das Leben nehmen und starteten deswegen die 22 pushup challenge.....

Gruß

Henzy

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Ich denke schon, für alle anderen Methoden muß man erst Vorbereitungen treffen der spontane Griff zur Pistole ist da schneller.

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Wenn man in der Zeit des Kriegsdienstes traumatisiert worden ist, ja.

Wenn man als Polizeibeamter völlig überlastet ist, der Stress auch die Familie kaputt macht, ja.

Als gesunder Mensch und Jäger oder Sportschütze, nein.

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Meines Erachtens: Ja.

Wenn man unmittelbaren Zugang zu Schusswaffen hat, ist es einfacher, den Suizid zu begehen. Dauert die Vorbereitung länger, könnte der Betroffene wieder zur Besinnung kommen und sein Unterfangen sein lassen.

Ich habe bisher 4 Suizide bei Polizeibeamten mehr oder weniger miterleben müssen. Alle haben die Schusswaffe benutzt. In der gleichen Zeit gab es in der mir bekannte Zivilgesellschaft keinen Suizid. Ist natürlich nicht repräsentativ. 

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Kommentar von furbo
06.10.2016, 08:40

Edit:

n der gleichen Zeit gab es in der mir bekannte Zivilgesellschaft keinen Suizid. 

Muss mich korrigieren. Es gab einen Suizid, bezeichnenderweise auch mit einer Schusswaffe. 

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Nein. Eher Unfallgefahr.

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NEIN - Deine Frage hört sich aber so an, als ob  du meintest

"Ist die Suizidgefahr für Menschen mit Zugang zu SCHUSSSwaffen (Polizei, Bundeswehr) größer?"

Wenn das so ist, dann bearbeite mal die Frage, damit sie korrekt gestellt ist - !

Üblicherweise ist es dem Suizidgefährdeten egal, ob er Tabletten, ein Messer, einen Zug , eine Brücke, einen Gürtel oder eine Kohlegrill oder was auch immer  nutzt...

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Kommentar von KommzumPunkt
06.10.2016, 01:53

Wenn das so ist, dann bearbeite mal die Frage, damit sie korrekt gestellt ist - !

Schon erledigt.

Mit einer Schusswaffe ist es wesentlich einfacher sich selbst ins Jenseits zu befördern als mit alternativen Suizidmethoden. 

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Bei Suizid ist das Tatmittel zweitrangig.

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