Frage von ThomasJNewton, 211

Ist die Skepsis gegen Unicode-Zeichen eigentlich angebracht oder zeitgemäß?

Ich bastele g'rad' an einer Website, wo ich auch FAQs behandele.

Eine dieser FAQ sind die Sonderzeichen, die seit der Einführung von Unicode eigentlich kein Problem sein sollten.

Und ich weiß auch, dass "eigentlich" in der EDV, DV, IS, IT oder so eine eigene Bedeutung hat.

Und bevor ih die Frage als Umfrage gestalte, mit mehr oder weniger sinnvollen Antwortmöglichkeiten, bitte ich lieber gleich um Prosa, also was ihr mehr oder weniger lest, und in welcher Umgebung.

Und da gehe ich mit gutem Beispiel voran, ich poste von einem Tower mit AMD-Prozessor und Windows XP. Die Grafikkarte oder das Board sollten da keine Rolle spielen. Hoffe ich mal ganz stark. Und dass schon die Vorschau mit dem Eingabefenster nicht übereinstimmt, ist ein PAL. Und wer nicht weiß, was ein PAL ist, der mache sich in der Weltliteratur kundig.

Also kommt jetzt das Ganze als Text:

Hochgestellt: ⁰¹²³⁴⁵⁶⁷⁸⁹⁺⁻⁼⁽⁾ⁿⁱª

Tiefgestellt: ₀₁₂₃₄₅₆₇₈₉₊₋₌₍₎ₐₑₒₓₔₕₖₗₘₙₚₛₜ

Mathematische Zeichen: ¬≈≠≡≣≦≧⋘⋙±‰‱⁄¼½¾⅓⅔⅕⅖⅗⅘⅙⅚⅛⅜⅝⅞⅟∗√∛∜∫∗

Deutsch: ÄÖÜ äöü ß

Griechisch: ΑΒΓΔΕΖΗΘΙΚΛΜΝΞΟΠΡΣ ΤΥΦΧΨΩΪΫ griechisch: αβγδεζηθικλμνξοπρςστυφχψωϊϋ

Kyrillisch: АБВГДЕЖЗИЙКЛМНОПРСТУФХЦЧШЩЪЫЬЭЮЯЁ kyrillisch: абвгдежзийклмнопрстуфхцчшщъыьэюяё

Auf'm Kopf: λ Λ⋀Ո⊥ Ƨ ԀՕ พ ˥ד Ը ҕ Ⅎ ∃Ǝ Ɔ ∀ auf'm Kopf: ʎ ʍʌ ʇƗ ƨ ɹ Ƅ օ սս ωϣաɯ ıιɿ ʞ чɥ ɟəә ƿ ɔ ɐ Mein Name: սoʇʍəN әɯoɹәԸ sɐաօч⊥

Allerlei Kram: ¿‼©®™℃№↶↷∸÷≐≑≟↯⋆⇄─━☞☺☻☼☽☾♪♫♯﴾﴿¦ǁ‖ϟ℅

Währungen: €£₯¥

Und danach als Bild:

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von zalto, 91

Da hat's schon einige Zeichen zerlegt (Windows 10 Computer)....

Kommentar von ThomasJNewton ,

Herzlichen Dank für deine Antwort, mit Bild sogar.

Hatte ich nicht erwartet, oder irgendwie schon befürchtet. Meine nächste Frage wird sein, was eigentlich der Unterschied zwischen Windows XP und Windows 10 ist. Außer dass das Durchscheinen und die Kacheln eingeführt und wieder abgeschafft wurden.

Und wenn es nicht zu sehr nervt, ich habe die Frage nach dem Internet-Progamm und der Codierung vergessen. Ich verwende Mozilla Firefox und "Unicode".

Kommentar von zalto ,

Der Screenshot stammt aus einem Chrome-Browser.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Hilfreich war natürlich, dass du nicht lang rumgeschwafelst hast, sondern einen Screenshot geliefert hast.

Und so natürlich, oder eher wahrscheinlich, nicht um 90, 180, 270 oder 360 Grad gedreht.

Zumindest gibt mir das einiges zu denken. Ich benutze immer noch Windows XP, und Mozilla Firefox. Und neuerdings wieder mein altes Netbook, statt meines uralten Tower-PCs, den's grad zerlegt hat. Daraus resultiert auch die Verzögerung.

Und obwohl die beide aktuell sind (oder RIP waren), sehe ich sogar da Unterschiede zwischen meinen Rechnern. Nicht aber, wenn ich den WinzWeichZwischenNetzErforscher einsetzte.

Was ich daraus schließe, ist noch offen. Und was ich davon halte, dass diese Plattform kene Formatierungen zulässt, ist klar.

Tie Toitsche Tichtkunst kennt ten ßatz
unt pin ich ßo kluk fie allzufor.

Expertenantwort
von indiachinacook, Community-Experte für Chemie, 79

Unicode ist ein Standard, der uns noch jahrzehntelang begleiten wird. Es gibt auch keinen wirklichen Kon­kurrenten dafür. Und er ist im Schnitt ganz gut gemacht.

Was kann man als Autor voraussetzen? Daß auf der anderen Seite jemand sitzt, der aktuelle Standards versteht. Manche Leute lesen mit Lynx, und dann haben sie viel­leicht eher nichts davon, aber das ist ihr Problem. Fonts sind ver­füg­bar, notfalls instal­liert man sich eben einen nach, das geht für alle Betriebs­­systeme und kostet wenig Zeit und gar kein Geld. Das darf ich von den Lesern schon erwarten, immer­hin wollen die ja was lernen.

Browser sind übrigens im allgemeinen schlau genug, fehlenden Glyphen im aktuellen Font zu flicken, indem irgendein anderer im System installierter Font herangezogen wird. Das sieht nicht immer gut aus, sollte aber lesbar sein. Dein Posting wurde mir in einer Mischung von DejaVu Sans, KacstBook und Liberation Sans angezeigt (siehe Bild). Das kann man stellen­weise sehen, weil die Strich­­stärken und Posi­tionie­run­gen nicht ganz konsistent sind, ist aber mein Problem als Leser, nicht Deines als Autor. 

Das Web verteilt die Ve­rant­wor­tung zwischen Autor und Leser, und gibt beiden dafür be­trächt­liche Freiheit und Flexi­bili­tät. Das ist nix Schlechtes. Wenn mir das Design einer Seite auf den Aller­werte­sten geht, kann ich mir helfen und das Zeug trotzdem ohne Bauch­schmerzen lesen. Als Autor kümmere ich mich ums Markup, und was der Browser daraus macht, ist seine Sache (funk­tioniert natür­lich nicht, wenn die Firma Klein&Weich im Spiel ist).

(Die auf dem Kopf stehenden Buch­staben kannte ich übrigens gar nicht, aber sie funk­tionieren sogar in meinem xterm, siehe Bild)

Unicode ist außerdem in hohem Maß zukunfts­sicher. Wer noch irgend­welche Text­doku­mente aus den Neunzi­gern hat, weiß, was das wert ist. Es gibt auch im Web noch ver­einzelt fossilierte Seiten, die z.B. griechi­sche Texte mit Symbol schreiben, oder einen Font ver­langen, der lateinische Buch­staben mit Glyphen von georgi­schen Mdrekhuli über­schreibt — whаt а mајοr аѕѕfuсk!

(der englische Schimpfausdruck wurde mit einem Unicode-Trick an einem etwaigen Filter vorbei­geschleust)

Kommentar von indiachinacook ,

Kleiner Nachtrag: Bei ir ist kein einziges Zeichen verstümmelt an­gekom­men, nicht mal das kopti­sche Shey (zerlegt bei DepravedGirl) oder das armeni­sche Ayb (nicht funktioniert bei zalto).

Kommentar von ThomasJNewton ,

Vor 30 Jahren gab es das schon mal, nur kam es von IBM und hieß DBCS, "Double Byte Character Set".

Von daher kann ich einen gewissen Optimismus durchaus teilen, dass meine Enkel oder Urenkel sich nicht mehr mit solchem Quatsch beschäftigen müssen.

Aber zumindest für eine Generation kann ich nicht bestätigen, dass Unvernunft keine wichtige Rolle spielt.

Kommentar von indiachinacook ,

Mit IBM habe ich bisher nur EBCDIC verbunden. ☺

Aber das kannst Du nicht wirklich vergleichen. Es gibt heute ein paar Milliarden Unicode-taugliche Geräte auf der Welt. Das dürfe ca. 7 Zehnerpotenzen über der Anzahl der IBM-Mainframes liegen.

So verbreitete Standards sterben selten aus, sie werden nur durch etwas Aufwärtskompatibles ersetzt.

Und eigentlich ist Unicode nicht um Herumärgern gedacht. Es funk­tioniert immer und überall, wenn es richtig implementiert ist.

Ich erinnere mich noch an den Schrecken mit der alten ISO-8859-Latin-X-Suppe: Da hat es eben nicht funktioniert. Jedes Mal, wenn man ein tschechisches Wort in ein isländisches Dokument kopiert hat, war es kaputt. Der Vorteil von Unicode ist, daß man als Anwender nicht mehr nachdenken muß, was das eigentlich für ein Zeichen ist. Einfügen und paßt schon.

Das setzt natürlich voraus, daß die Software damit umgehen kann. Das ist heute in sehr guter Näherung universell erfüllt. Unicode-Zeichen funktionieren übrigens auch ohne Font: Man kann danach suchen, oder sie kopieren und weiterverarbeiten, auch wenn sie nur als kaputte Quadrate sichtbar sind.


Kommentar von ThomasJNewton ,

Es gibt so einiges, was gut und richtig war, und gestorben ist. Praktisch zumindest.

Wenn du Windows hast, gehe mal in die Systemsteuerung. und zur Verwaltung. Musste das auch erst mal rausfinden, früher war das nicht in einem Untermenü

Jedenfalls findet man da den Punkt "Datenquelle (ODBC)".
Für mich ist das kein Unterpunkt, sondern das damals neueste, die "Open DataBase Connectivity".

Es war schon geil, dass man aus MS-Office Daten aus dem IBM-MDT-Rechner nehmen konnte. Aber das ließ man einschlafen. Und auch in 20 Jahren wurde nie ein ODBC-Interface für SAP entwickelt.

ODBC wurde aber auch nie offiziell begraben. Das ganze Drama wurde musikalisch verwerkt, weil es wörtlich unerträglich wäre.

Die unbekannte Kapelle singt
Ich bunzle so gern, ich bunzle so gern, ich möchte Kandesbunzler wär'n.

Das echte Elend bleibt immer im Hintergrund. Siehe mal bei http://www.stupidedia.org/stupi/Elementardiskriminierung.

Kommentar von indiachinacook ,

Wenn du Windows hast

Du hast mich ja mal vor nicht allzulanger Zeit mit der Bezeichung Nerd geadelt, und dann kommt sowas ☹

Stimmt schon, daß gelegentlich das Bessere dem Schlechteren erliegt, aber bei Unicode ist das unwahrscheinlich, denn die kritische Masse ist längst überschritten.

(Geschrieben im sonnigen Śrī Laṅkā, zwei Stunden nach Mitternacht, auf meinem wackeligen indischen Laptop mit openSUSE 12.3)

http://www.stupidedia.org/stupi/Elementardiskriminierung

Lustig zu lesen. Jetzt bin ich wieder versöhnt.

Kommentar von TomRichter ,

> Das darf ich von den Lesern schon erwarten, immer­hin wollen die ja was lernen.

Das mag zutreffen, wenn Du nützliche Informationen für eine technisch versierte Zielgruppe verfassst.

Wenn Deine Zielgruppe weniger technik-affin ist, wird sie bei unbrauchbarer Darstellung nicht den fehlenden Font installieren, sondern Deine Site aus ihren Lesezeichen löschen.

Kommentar von indiachinacook ,

Das mag schon stimmen. Andererseits ist ein kompletter Absturz bei Unicode nicht wahrscheinlich, eher ist zu befürchten daß der Leser ein paar Zeichen auf der Seite nicht richtig dargestellt bekommt. Mit einem freundlichen Hinweis am Seitenanfang (oder -ende) Für die Keilschrift­zeichen (z.B. 𒀭𒈹) installieren Sie sich einen unicode-tauglichen Font, z.B. Aegean sollte das dann schon machbar sein.

Wikipedia macht das auch so, und die haben durchaus viele Leser.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Eine Antwort muss man halt als die hilfreichste auswählen. Du warst da sicherlich ein guter Kandidat.

Aber dich treffe ich sicherlich noch oft. Und die Frage bezog sich ausnahmsweise mal auf die Mängel.

Komm erst mal in Ruhe hier an. Ich war nie in Indien oder China, aber kenne den Kulturschock, wenn man zurück in Deutschland ist.

Kommentar von indiachinacook ,

Irrtum, ich stecke gerade in Śrī Laṅkā (Lokalzeit 3:50, vielleicht sollte ich Schluß machen).

Expertenantwort
von DepravedGirl, Community-Experte für Mathematik, 84

Hier das Ganze mal als Screenshot -->

Die roten Untermalungen haben nichts zu bedeuten, sondern wurden einfach durch die Rechtschreibfehlerkorrektur hervorgerufen.

Font - Typ "Liberation Serif", das ist ein sehr häufig benutzter Font - Typ.


Kommentar von ThomasJNewton ,

Da siehst du zumindest mehr als ich.

Und es ist kein Altersstarrsinn, dass ich es einfach leid bin, immer wieder das nötige zu suchen. Erst wenn man die 10. Digitaluhr, den 14. Videorekorder und das 6. Mobiltelefon programmiert hat, ist auch der letzte kreative Verantwortliche gestorben, und kann meine Dankeshumnen nicht mehr erleben. Ist auch besser so, dass da einige Zentimeter Holz zwischen sind.

Das Drama hat ja Tradition. Es hat Jahrzehnte gedauert, bis Drucker Kleinbuchstaben konnte, und Jahrzehnte, bis sich Umlaute können werden.

Und weiter mag ich nicht, weil mir dann übel wird.

Kommentar von DepravedGirl ,

Ja

Es ist auf jeden Fall noch Verbesserungsbedarf vorhanden, ich habe mich auch manches mal geärgert, dass einige Symbole nicht so wollten wie ich es gerne gehabt hätte.

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Physik, 61

Im Print und Medienbereich ist Unicode ein Segen, da Sonderzeichen auf allen Plattformen gleich erscheinen. Man braucht für mehrsprachige Dokumente, bei denen Russisch, Türkisch, Griechisch und Osteuropa dabei sind, nur noch einen Zeichensatz mit einheitlicher Kodierung.

Andererseits ist es schade, da ich früher als Spezialist für "schräge" Sprachen und deren Codierungen einiges verdienen konnte.

Da bei Druck-PDFs der entsprechende Font mit eingebettet wird, lässt sich das auch weltweit auf allen Druckmaschinen ausgeben. 

Das Problem bei einer HP besteht eben darin, dass viele keine Unicode-Schrift haben, die kosten nämlich alle Geld. Könnte aber sein, dass Arial inzwischen bei Windows als Unicode-Schrift mitgeliefert wird. Aber dann können Sonderzeichen eben auch nur damit dargestellt werden.

Kommentar von indiachinacook ,

Das Problem bei einer HP besteht eben darin, dass viele keine Unicode-Schrift haben, die kosten nämlich alle Geld.

Das kann ich jetzt nicht nachvollziehen. Ich habe von Akkadischer Keil­schrift über Aramäisch und Ugaritisch bis Manipuri und Chakma so ziem­lich jede Schrift des Planeten am PC, ohne dafür einen Cent aus­gegeben zu haben.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Nun ja, ich habe auch schon kyrillische Formulare programmiert. Und sie sogar im Home-Office ausdrucken können, nicht aber in der Druckvorschau korrrekt sehen können.

Und dabei war ich per Modem und Festnetz mit einem Server verbunden, parallel dazu im Internet (weil ich russisch nicht wirklich beherrsche) und außerdem mobil mit dem Ansprechpartner des Kunden verbunden. Und das sehr früh am Morgen, weil Moskau halt 2 Zeitzonen voraus ist.

Und russische Formulare sind ein Thema für sich, weil zu jedem Schreibfeld 2 Zeilen Anleitung kommen. Und wenn da nur "17. Unterschrift des Buchhalters" steht.

Und all das ist knapp 15 Jahre her. Zurückblickend ist das lustig, das kann ich "im Club erzählen". Aber auf die Dauer ist es nur öde.

Wie kann ein Code lizenzpflichtig sein? Oder dessen Darstellung Geld kosten? Man weiß nie, demnächst lasse ich mir die Englische Spache patentieren und werde Weltherrscher.

Kommentar von TomRichter ,

> Oder dessen Darstellung Geld kosten?

Nicht der Code ist lizenzpflichtig. Der Font ist lizenzpflichtig. Weil der Schrift-Designer, der ihn geschaffen hat, auch von etwas leben will. Wenn Du das nicht magst: Schnitze Deinen eigenen Font, den darfst Du dann beliebig weiterverteilen, ohne jemandem was dafür zu zahlen.

Weil einen Font mit 2000 Zeichen zu gestalten viel mehr Aufwand ist als einen mit 200 Zeichen, findest Du bei den Gratis-Fonts auch nur die üblichen 200 Schriftzeichen.

Kommentar von Hamburger02 ,

Genau so ist es. Fonts zu programmieren ist ein enormer Arbeitsaufwand.

Vor einigen Jahren meinte ein Illustrator, der für mich arbeitet "Ich hab da einen ganz tollen Font im Internet entdeckt und was das lustige ist, der heißt genau wie deine Firma. Möchtest du eine Kopie?"

Darauf ich: "Nö, brauche keine Kopie, von mir ist das Original und du hast mir gerade eine illegale Kopie angeboten!"

Da hat er dann doch etwas indigniert geguckt.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Ihr beide mögt ja Recht haben, und wo die Diskussion so tief geht, fallen mir auch einige Erinnerungen wieder ein:

Ich habe auch mal etliche Stunden damit verbracht, die Fontmetrik einer Schrift anzupassen. Was auch immer den Kunden dazu bewogen hat, sehr viele Zahlen auf einem Formular DIN-A-4-Hoch nebeneinander dazustellen.

Jedenfalls gibt es wenige Menschen in Mitteleuropa, die nicht in irgendeiner Weise von meiner Programmierung betroffen wären. Außer sie haben noch nie getankt, und sind nie geflogen. Und haben nie eine Versicherung abgeschlossen, nie einen ....

Wenn jemand eine elegantere Schreibweise für eine kleine und tiefgetellte 2 findet, die sich besser liest als eine kleine und tiefgestellte 2, dann soll er sich melden.

Und das ist leider nicht ganz so lustig. Demnächst wird das Führen eines Löffels zum Zweck der Ernährung patentiert.
Damit schafft man Arbeitsplätze, Unternehmer und Reichtum. Und Mäzene.

Und eine Übelkeit an der Grenze.

Antwort
von OlliBjoern, 19

Ich denke, dass Unicode sehr sinnvoll ist. Leider begegnen einem auch heute noch Fälle, bei dem bei Übertragung vom einen auf das andere Programm ä,ö,ü nicht mehr richtig dargestellt werden (manche Programme scheinen immer noch auf US-ASCII zu vertrauen, was in vielen englischsprachigen Ländern auch "gutgeht").

Expertenantwort
von TomRichter, Community-Experte für Chemie & Physik, 64

> die seit der Einführung von Unicode eigentlich kein Problem sein sollten.

Tja, das ist eben der Irrtum. Selbst wenn alle beteiligten Programme unicode-aware sein sollten, lässt sich ein Sonderzeichen nur darstellen, wenn es in zumindest einem auf dem PC installierten Zeichensatz auch enthalten ist.

Also nur dann "kein Problem", wenn Du mit der Website auch den gewünschten Font auslieferst. Nach meiner Erfahrung sind allerdings die Fonts, bei denen Du das gratis oder zumindest billig darfst, auf europäische Schriften ausgelegt und bei den Sonderzeichen eher schwach bestückt.

Bei mir wurden mit Chrome die Zeichen 2095 bis 209C als Kästchen dargestellt, der Rest so wie beabsichtigt. Mit Opera habe ich die gleichen Kästchen wie Du auch.

Die große Übereinstimmung zwischen dem, was Du siehst, und dem, was ich sehe, liegt vor allem daran, dass wir beide Windows verwenden.

Aber da ich auf demselben Rechner mit einem anderen Browser schon was anderes sehe, halte ich die Skepsis für berechtigt: Du kannst nie davon ausgehen, dass Deine Leser das Gleiche sehen wie Du.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Tja, wenn ich deine Hinweise in die Suchmaschine meines Vertrauens eingebe, gilt die alte Regel:
Wie sie sehen, sehen sie nichts.

Ich will ja eigentlich nur Stoffe oder Ionen korrekt darstellen, wie Wasser, Sulfat oder Peroxid. IRGENDWANN MUSS DOCH MAL DIE ZEIT VORBEI SEIN, WO DRUCKER NUR GROSSBUCHSTABEN UND KEINE UMLAUTE KONNTEN. UND NICHT REGELMAESSIG INS KOMA FALLEN, WENN SIE MEINEN NAMEN DRUCKEN MUESSEN. UND DER IST NICHT WIRKLICH THOMAS JEROME NEWTON.

Aber dafür hat man ja Kinder, dass die kommende Generation einfach mal schreiben kann, ohne an die Teufel zu denken.
Oder vielleicht die Enkel.

Bis dahin werde ich einfach das benutzen, was ich habe, und das ergänzen, was ich nicht habe. Und die Gefühle unterdrücken.
Unter den 72 Jungfrauen ist zumindest kein Drucker, wenn ich zum Mörder werde.

Kommentar von indiachinacook ,

Und warum nimmst Du dafür kein HTML-Markup? Das sollte eigentlich noch besser gehen, weil der Browser mehr Korrekturen vornehmen kann und Suchmaschnen garantiert nicht verwirrt werden.

Markup hat auch den Vorteil, daß Du als Autor es besser und flexibler stylen kannst, und nicht nur Ziffern und ein paar Kleinbuchstaben tiefstellen darfst.

Kommentar von TomRichter ,

Womit Du zwar recht hast - aber ohne passenden Font auf dem Zielsystem kann der Browser das Zeichen trotzdem nicht darstellen.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Ich frage das nicht ohne Grund hier, sondern weil ich es meist hier brauche, und gerade hier HTML-Tags nicht erlaubt sind.

Kommentar von SlowPhil ,

HTML-Markups (was ist eigentlich der Unterschied zu HTML-Tags?) funktionieren aber auch nicht immer, namentlich hier. Wenn ich hier auf GFN mit dem 'i'-Tag etwas <i>schrägstellen</i> will, muss ich dies nach meiner Erfahrung in einem Textverarbeitungsprogramm machen und dann hier reinkopieren, es sei denn, ich schreibe auf meinem Smartphone und verwende die App. Andere Tags wie 'sub' zum <sub>Tiefstellen</sub> funktionieren hier wie auch in bestimmten Blogs überhaupt nicht.

Kommentar von TomRichter ,

HTML im Kommentartext funktioniert deshalb nur selten, weil die Eingaben des Benutzers natürlich nicht ungefiltert übernommen werden. Benutzer-eingegebene Formatierung würde möglicherweise das Layout zerschiessen.

Gelöscht wird im Zweifel alles, was bei der Programmierung des Filters nicht als garantiert unschädlich betrachtet wurde.

Kommentar von TomRichter ,

> Unter den 72 Jungfrauen ist zumindest kein Drucker

Stimmt. Wenn, dann eine Druckerin.

> die kommende Generation einfach mal schreiben kann

Das funktioniert doch schon heute - nur eben nicht kostenlos. Erwirb' die nötigen Rechte am Font Deiner Wahl, und bette ihn in Deine Websites und/oder Deine pdf-Dateien ein, dann sieht der Leser genau das, was Du siehst.

https://wiki.selfhtml.org/wiki/HTML/Tutorials/Google-Fonts#Alternative_mit_.40fo...

Vielleicht sind die gesuchten Hoch- und Tiefstellungen auch in einem Google-Font enthalten - dann zahlst Du nicht mit Euro, sondern mit den Daten Deiner Besucher.

Antwort
von Roderic, 36

Aber weil du grad so schön dabei bist.

Ich hätte bitte gern noch für meine zukünftigen mathematischen Belehrungen auf diesem Forum die Zeichen für:

  • unendlich
  • ist Element von/ist nicht Element von
  • ist Teilmenge von/ist echte Teilmenge von
  • Das Symbol für die Menge der Ganzen Zahlen, Rellen Zahlen

Naja und den ganzen anderen mathematischen Kram, der meine Ausführungen so richtig gebildet aussehen lassen würde.

Das wäre echt Klasse von Dir. ;-)

Kommentar von ThomasJNewton ,

Es ist der Entwurf eines Wikis, noch zu unausgegoren, um es öffentlich zu machen.

Und nicht als Konkurrenz zu sehen, sondern als was eigenes, als Erklär-Bär.

Und immer noch schwebe ich zwischen den Polen, dass ich natürlich Mitstreiter brauche, aber letzlich alles kontrollieren will oder muss, und bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich diese Unsitte mal aufgebe, eben noch nicht bereit bin. Und wer da einen Widerspruch sieht, ich bin halt für nichts geeignet, momentan.

Kommentar von TomRichter ,

Suchst Du vielleicht das hier:

http://www.sonderzeichen.de/mathematische-Operatoren-Alphabet.html

Zumindest bei mir wird das Elementsymbol ∈ sogar korrekt angezeigt.

Kommentar von Roderic ,

JAAAAHHHH!!!

Genau das. Markierbar - kopierbar - einfügbar.

Das kriegt sofort einen Platz in meiner Favoritenbar...

...und du ebenso. ;-)

Antwort
von Oubyi, 25

Also bei mir (Win 10, Firefox, Tahoma) wird alles korrekt angezeigt.

Wenn ich das ganze nach WORD 2003 kopiere, gleiche Schriftart, werden interessanterweise die tiefgestellten Zeichen 2095 bis 209C nur als Kästchen angezeigt.


Kommentar von ThomasJNewton ,

Mircosoft ist ja auch seit 30 Jahren das Opfer, das sich gegen das Monopol der HardwareHerrscher über Wasser hält, immer knapp am Ertrinken.

Aber eigentlich ging es mehr darum, ob ich statt Sulfat auch SO₄²⁻ schreiben kann. Und da bin ich immer noch nicht sicher.

Wer fragt, ist auch für die Antworten schuld. Irgendwas mit Goethe solte folgen, ach wie so klug wie zuvor, oder so.

Antwort
von grtgrt, 4

Am vernünftigsten ist, einfach nur ASCII Zeichen direkt zu schreiben, alle anderen Zeichen aber in Form von HTML Entities (also z.B. &Uuml; für Ü):

http://unicode.e-workers.de/entities.php

Antwort
von Roderic, 29

Nur mal nebenbei erwähnt:

Jeder gebildete Mensch weiß, was ein PAL ist...

...und wozu Handtücher gut sind.

Keine Panik! ;-)

Expertenantwort
von DepravedGirl, Community-Experte für Mathematik, 53

Ich habe mal deinen Text kopiert und zu Probezwecken nach Libre Office (Linux) kopiert.

Die meisten Zeichen wurden korrekt übernommen, aber 12 Zeichen wurden stattdessen durch einen leeren Kasten ersetzt.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Könntest du die 12 auch benennen?

Ich frage ja nicht ohne Grund auch unter dem Thema Chemie, sondern weil da jeder seine Umwege wählt, und alle dem einfachen Lesen schon sehr im Wege stehen.

Kommentar von DepravedGirl ,

Ich werde dir in Kürze eine zweite Antwort geben, mit Bildanhang !

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