Frage von DerFragendeEU, 58

Ist die Schule eine Diktatur, und was kann man machen?

Antwort
von teafferman, 14

Nein. Definitiv. 

Fraglich mag der konfrontative Unterricht sein. Das ist aber eine ganz andere Geschichte. Die dürfen wir den Experten überlassen. 

Tatsächlich gehen Kinder zur Schule - und nicht nur diese - um von Wissenden zu lernen und Können vermittelt zu bekommen. 

Wenn ich nun ablehne, die Kompetenz der Lehrkräfte anzuerkennen, dann lehne ich die Tatsache ab, dass sie fähig sind, mir Wissen und Können zu vermitteln. Wozu gehe ich dann da überhaupt hin?

Darauf ließe sich antworten: Weil es in diesem Staat eine Schulpflicht gibt. 

ABER

Warum gibt es denn in diesem Staat überhaupt eine Schulpflicht?

Ganz einfach: Damit alle Menschen gleiche Chancen als Erwachsene haben, da ihnen allen die gleichen Grundlagen angeboten und vermittelt werden. 

UND weil nun mal auch heute viele Eltern dazu gezwungen werden müssen, die Ermöglichung einer gescheiten Zukunft als Erwachsene zuzulassen. 

Dann ließe sich noch die Frage nach Hausunterricht stellen. Diese ist für mich tatsächlich berechtigt. Allerdings nur in einer Gesellschaft bzw. von Eltern, die sich um die nachfolgende Generation auch angemessen kümmert bzw. kümmern. Und da gibt es leider sehr viele Fakten, die eine andere Sprache sprechen. In diesem Staat. In anderen Staaten nicht. 

Ok.. Du nennst nun das Beispiel unangemessener Kleidung. Leider plagen sich mit diesem und anderen asozialen Themen manche Lehrkörper ab. 

Tatsächlich sind die Eltern verpflichtet, ihre Kinder angemessen zu kleiden. Also auch wetterabhängig. 

Die Frage steht im Raum:

Wie bist Du denn morgens früh dann zur Schule gekommen? Auch zu dünn bekleidet? Dann wäre es Aufgabe des Jugendamtes, sich hier zu kümmern. Vorausgesetzt, es liegt an den Eltern. 

Hast Du aber die Jacke zuhause gelassen, dann ist es tatsächlich unter Umständen schlicht Deine Sache. Du darfst dann in der Schule lernen, dass auch die Handlungsverweigerung Konsequenzen nach sich zieht. 

ABER

Es kommt da halt auf den Einzelfall an. 

UND

Tatsächlich alarmieren Lehrkräfte oft genug Politik und Jugendämter. In der Regel ohne Wissen der SchülerInnen. Denn:

Wozu sie noch mit diesem ganzen Erwachsenenbrei belasten, wenn sie eh schon ein unnötig schweres Leben haben. 

Beispiele?

Von Hamburg weiß ich, dass da mehrere Schulen sich dafür einsetzten, dass ihre SchülerInnen während der Schulzeit ganztags mit Essen versorgt werden. Also schon montagsmorgens das Frühstück auf die Kinder wartet. Da eben festgestellt wurde, sie bekommen mehrheitlich am Wochenende Nichts zu essen. 

Weiteres Beispiel, welches jetzt schon manches Jahr besteht: 

Die Lehrkörper des Bundeslandes beklagten sich bei Politik immer wieder über die äußerst prekären Lebensbedingungen ihrer SchülerInnen. Die Politik ließ Experten zu Wort kommen und diese Empfehlungen aussprechen. Danach sorgten sie dafür, dass von Geburt an Eltern sich nachweislich um ihre Kinder kümmern sollen. 

Gehen Eltern also nicht mit ihren Kindern zu den Vorsorgeuntersuchungen, dann mahnt der zuständige Kinderarzt zunächst die Eltern in vorgegebenen Schritten an. Reagieren die Eltern nicht, erscheinen Mitarbeiter des Jugendamtes. Diese sind tatsächlich verpflichtet, die Familie zu unterstützen. Entsprechend wurden bei den Jugendämtern mehr Mitarbeiter eingestellt. 

Bis die Kinder also zur Schule kommen sind die Eltern schon Zusammenarbeit mit Jugendämtern gewöhnt, sehen die Mitarbeiter dieser Behörde nicht mehr als Feind sondern als Hilfe und nutzen sie im Bedarfsfall. 

Eine Zusammenarbeit mit den Lehrkräften wird den Eltern so selbstverständlicher. 

Denn unter dem Strich geht es darum, einem Kind den Weg hin zu einem erfolgreichen Leben als erwachsene Person so leicht als möglich zu machen. 

Denk mal drüber nach. Denn sicherlich findest Du auch an Deiner Schule eine Lehrkraft, die Du im Bedarfsfall um ein persönliches Gespräch bitten kannst. 

Antwort
von PlanckEinstein, 4

Wie eine Schule sein soll und dass es Schulpflicht gibt, wurde demokratisch festgelegt.

Was kann man machen

Sich freuen, dass man (kostenlos!) in die Schule gehen darf.

Antwort
von Novos, 32

Nein, sie ist eine formale Institution, die ihr Regeln hat und auf gesetzlichen Grundlagen arbeitet.

Antwort
von Farbton2, 38

Wir können lernen.

Manchmal wirkt die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler ähnlich, aber eine Diktatur ist es definitiv nicht. Zumindest nicht an den Schule, die ich kenne.

Kommentar von DerFragendeEU ,

Also bei mir ist das so wenn du zum Beispiel über den Flur gehen willst weil es draußen minus Gerade sind und nen Lehrer sagt geh über den Hof sofort! Und du sagst ich hab aber keine Jacke und es ist kalt ich möchte jetzt hier lang gehen. Dann geht's sofort zum Schulleiter...

Kommentar von Farbton2 ,

Okay...nee, das kenn ich jetzt nicht, aber ich würde die Schule eher als ein Arbeitsverhältnis bezeichnen. Untergeordnete Schüler vor Autoritäten (-Lehrer).

Kommentar von DerFragendeEU ,

Das versteh ich aber meiner Meinung darf das nur so weit gehen dass der eine den anderen noch respektiert und solche Aktionen sind ja wohl respektlos (das ist meine Meinung)

Kommentar von Franzmann0815 ,

Naja.... Wer weiß wie du dich auch in der schule aufführst. Wenn du als "rebellisch" bekannt bist und dich gegen die Regeln und Vorschriften hinweg setzt, dann kann ein Lehrer dich auch aufm kicker haben

Antwort
von Chogath, 24

 Nein in Deutschland nicht. Die Schule und Lehrer haben einen demokratischen und legitimen Bildungsauftrag, den sie von den gewählten Volksvertretern erhalten.

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