thehop am 21.06.2007 um 14:01 Uhr
Gynäkologen diskutierten auf dem Menopause-Kongress in Wien, ob die monatliche Blutung in Zeiten der Antibabypille nötig sei. "Wenn eine Frau nicht schwanger werden will, ist ihre Menstruation zu keinem Zeitpunkt notwendig oder sinnvoll", sagte Rolf-Dieter Hesch, Endokrinologie-Professor der Uni Konstanz. Letztlich sei es unnatürlich, dass Frauen 13 mal im Jahr bluten: "In der Natur ist die Frau schwanger oder sie stillt. Evolutionsbiologisch gesehen ist die Menstruation kein physiologisches Dauerereignis." Studien belegen, dass in Völkern, die keine Verhütung kennen, Frauen nur 100 Blutungen in ihrem Leben haben, Frauen in der westlichen Welt jedoch 400. http://www.abendblatt.de/daten/2003/08/09/194946.html
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Stimmt. Vor den Verhütungszeiten war es so: Frauen wurden schwanger, haben ihr Kind gestillt so lang wie nötig (normalerweise können Stillende Frauen nicht schwanger werden!) Haben sie mit dem Stillen aufgehört, stellt sich der Orgaminsmuss wieder auf Fruchtbarkeit um. Je nach Geschlechtsverkehr können sie wieder schwanger werden. (früher die Nonnen hatten immer ihre Tage - so wie wir) Deswegen gab es Nonnen die sich dann Hebammen nannten, die sogenannten "Ammen". Diese waren ausschließlich für das stillen fremder Kinder verantwortlich, z.B. wenn eine Mutter keine eigene Milch mehr hatte. Man kann bei richtiger Ernährung und guten Vorraussetzungen Jahrzehnte lang stillen - und hat als Vorteil keine Regelblutung mehr. Vorraussetzung keine Stillunterbrechung!
Das Hormon ist das Oxytocin, das im Hypothalamus gebildet wird und im Hypophysenhinterlapper gespeichert wird. Bei Umstellung oder Anregung wird dieses Hormon freigesetzt!
Heutzutage gibt es aber bereits Pillen die die Regelblutung ausfallen lassen. Haben kaum Nebenwirkungen, im Gegenteil: keine Gewichtszunahme mehr, keine Regel=keine Regelschmerzen, noch besser Schutz als Pille- da der Eispruch verhindert wird=ohne Ei kann man 100%ig nicht mehr schwanger werden! ich benutze diese auch! Cerazette Sie ist sogar so ungefährlich das man sie auch in der Stillzeit als zusätzlichen Schutz einnehmen darf!

Nein, natürlich ist die Regelblutung eine völlig natürliche, normale Erscheinung.
Richtig ist aber auch, daß aufgrund von kürzerer Lebenserwartung, schlechterer Ernährung, häufigeren Schwangerschaften und längeren Stillzeiten die Frauen früher wesentlich weniger Regelblutungen in ihrem Leben hatten.
Eine gesunde, fruchtbare Frau mit regelmäßigem Sexualverkehr (was man in der Frühzeit der Menschheit voraussetzen kann), wird mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres schwanger. Es ist anzunehmen, daß zwischen Geburt, Stillzeit und erneuter Schwangerschaft daher früher nur wenige Monate lagen -- oder aber die Regel aufgrund von Mangelernährung ausblieb.
Sicherlich ist es eine Folge unserer Zivilisation, daß durch Verhütung und sehr gute Ernährung die Anzahl der Schwangerschaften je Frau sinkt und die Zahl der Regelblutungen entsprechend steigt.
Ich finde aber, daß die zitierten Ärzte dies sehr mußverständlich und provokant ausgedrückt haben.

Die Regelblutung ist erstmal was ganz Natürliches, da können die Ärzte diskutieren, so viel sie wollen.
Allerdings ist es ja tatsächlich so, dass Schwangerschaft und Stillen die Menstruation normalerweise aussetzen.
Daraus zu schließen, dass die Regelblutung "unnatürlich" sei, schaffen m.E. nur Endokrinologie-Professoren.

"Wenn eine Frau nicht schwanger werden will, ist ihre Menstruation zu keinem Zeitpunkt notwendig oder sinnvoll", sagte Rolf-Dieter Hesch"
Genau so sehe ich es auch, mal egal, ob man(n) es als natürlich oder nicht sehen will.
Welchen Sinn soll eine Menstruation haben, wenn ich keine Kinder (mehr) haben will?
Ich habe jahrelang eine 3-Monatsspritze bekommen und keinerlei Probleme gehabt.

Also vom Thema "Regelblutung" bin ich als Mann ja nicht betroffen. Aber die Behauptung, man könne während der Stillzeit nicht schwanger werden, ist ein weit verbreitetes aber offensichtlich unwahres Gerücht. Ich kenne eine ganze Menge Frauen, die darauf reingefallen sind.

Hat mir mein Arzt auch schon gesagt, aber was ist die Frage? Ob ich es gut oder schlecht, sinnvoll oder nicht finde?
thehop am 21. Juni 2007 14:13 Habe das (als Mann) bislang nicht gewusst - und stelle daher den Wahrheitsgehalt dieser Aussage in/zur Frage.
bommel65 am 21. Juni 2007 15:20 Aha, okay. Ich habe schon von Naturvölkern gelesen, da menstruieren die Frauen nur 2-3mal pro Jahr. Für sie absoult normal. Bei uns ist sind es eben alle 28 Tage (durchschnittlich).
Mein Frauenarzt hat es mir freigestellt, die Pille durchgehend zu nehmen, dann hat man (fast) keine Periode und das wäre auch nicht gesundheitsschädigend. Das hängt allerdings von der Frau und der entsprechenden Pille ab und natürlich den medizinischen Randbedingungen.
Prinzipiell ist es aber möglich, die Periode ganz ausfallen zu lassen, durch "Minipillen" oder durchgehende Einnahme der "normalen" Pille. Ich finde dies sehr praktisch, weil man dadurch im Urlaub den Zyklus nach hinten verschieben kann.
Grüße!
Jolinar am 22. Juni 2007 19:51 Bei der Minipille, die immer ohne Pause genommen wird, hat man ganz normal seine Regel (nehme Minipille seit Jahren). Ob es bei durchgehender Einnahme der normalen Pille (wo ja eine Pause vorgesehen ist) mit dem Ausbleiben der Regel funktioniert weiss ich nicht.
bommel65 am 27. Juni 2007 10:30 Ja, funktioniert auch bei "normaler" Pille. Meine Kollegin hat eine Minipille und hat seither keine Periode mehr - hängt vielleicht auch von der Pille selber ab?

also, ich höre zum ersten Mal, daß während der
stillzeit die Menstruation aussetzt.
Wer hat das erfunden?
Ist aber so. Hängt mit den Hormonen zusammen, die für die Milchbildung zuständig sind. Wenn eine Frau dann weniger stillt oder abstillt, stellt sich die Regelblutung mit der Zeit wieder in der gewohnten Stärkeein.
Wenn all die Kinder, die während der angeblich empfängnisfreien/menstruationsfreien Stillzeit gezeugt wurden, im Moment tot umfallen würden, wäre die weltweite Überbevölkerung abgeschafft.
Mit anderen Worten größter Blödsinn, den nur ein Mann erzählen kann.
bommel65 am 21. Juni 2007 15:22 Bei einigen Frauen gibt es das wohl tatsächlich (meine Kolleginnen), bei mir war es nicht so. Ich denke so ganz verallgemeinern kann man das nicht und hängt m. E. mit dem Hormonhaushalt nach der Geburt zusammen...
gottesanbeterin am 21. Juni 2007 21:45 Wie kannst du sagen:"ist aber so?" - Ist es bei dir so? - Dann kannst du sagen, es wäre bei dir so.
Bei einer Regelblutung verliert eine Frau bis zu 50ml Blut (sie hat aber insgesamt 5000ml). Also ist dieser Blutverlust nicht beeinträchtigend. Es stimmt, dass schlecht ernährte Frauen keine Regelblutung bekommen (heutzutage sichtbar bei Magersüchtigen), denn eine Schwangerschaft bei einer unterernährten Frau wäre viel zu gefährlich. Ich persönlich kann nur sagen, dass es mich nicht stört, dass ich alle vier Wochen meine Tage bekomme, denn erstmal ist es ein sicheres Zeichen dafür dass ich nicht schwanger bin und andererseits kann ich meine Periode dank der Pille ja auch mal verschieben wenn es absolut nicht passt. Und ich nutze dann diese Zeit um mich ein wenig auf meinen eigenen Körper zu besinnen.
expertin am 21. Juni 2007 14:55 ich weiß nicht, ich finde die ewige Bluterei furchtbar ekelig - im Sommer erst Bääähhh - zum Glück gibt es andere sichere saubere Methoden. Cerazette als Beispiel
Mein füherer Heilpraktikerlehrer hat diesen Vorgang einmal als hervorragender Blutreinigungsmechanismus bezeichnet, den die Männer nie nachmachen können. Irgendwoher muss die statistisch um 5 Jahre höhere Lebenserwartung wohl kommen.
Also wie die Nonnen Milch gehabt haben sollen, ohne schwanger gewesen zu sein... i weiß net, i weiß net...
es gibt folgende Theorien: heimliche Schwangerschaft, vor EIntritt in das Kloster schon ein Kind=verheimlicht, und es soll durch DauerSaugpumpen (über Monate) durch die ständige Anregung der Brust, der Milcheinschuss hervorgerufen wurden sein.
Da kenne ich aber sehr viele "abnormale" Frauen, die während der stillzeit nRegelblutungen haben und hatten!
weil sie wahrscheinlich während des Stillens wieder ein Hormonpräperat eingenommen haben (Pille) !!! Nonnen brauchten ja nicht verhüten.
Also ich weiss nciht wie du darauf kommst, dass man nicht schwanger wird wenn man stillt und keine Regelblutung hat. Ich habe sehr lange gestillt (2 Jahre) und hatte schon im zweiten Monat nach der Geburt ganz normal wieder meine Regel und musste dann auch wieder verhüten.
dann musst du dich Untersuchen lassen, warum es bei dir so war. Ausnahmen gibt es ja immer. Bei mir war es nicht so. In jedem Lehrbuch wirst du lesen, das die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft während der Stillzeit sehr gering ist, dennoch kein 100%iger Schutz.
Jaja, die Lehrbücher, die wurden nämlich alle von sehr erfahrenen Männern geschrieben.
stimmt. Und trifft in der Gynäkologie auch noch zu 85% zu ;-)
Ein umfassendes, von einer Frau geschriebenes Buch, beantwortet einige dieser Fragen, nämlich "Das Stillbuch" von Hannah Lothrop. (Kann man in guten Büchereien ausleihen, wenn man es nicht kaufen will) Der Eisprung bleibt nur dann zuverlässig aus, wenn das Kind mindestens alle vier Stunden gestillt wird. Bei kohlehydratarmer, Eiweiß- und ballaststoffreicher Nahrung, nach dem Muster, wie unsere Steinzeitvorfahren sich ernährt haben, kann der Eisprung auch bei weniger Stillen ausbleiben, ebenso bei Mangelernährung (auch einkommensunabhängiger, wie Magersucht) Und, natürlich, gibt es immer Ausnahmen, kein Mensch ist gleich. Zu den Nonnen: Wer ein Kind hatte, kann den Milchfluß über Jahre aufrecht erhalten, wenn er weiter stillt. Man erzählt von indianischen Großmüttern, die, wenn es keine Babys gab, junge Hunde angelegt haben, um die Milch, die ja bei Ausfallen einer Mutter lebensnotwendig sein konnte, nicht zu verlieren. Eine stillgewohnte Brust lässt sich auch nach einer Pause wieder aktivieren, es reicht aber nicht gleich aus, ein Kind voll zu stillen. Der Saugreflex bewirkt sehr viel, und deshalb kann auch eine "Jungfrau" ein Kind stillen, wenn sie nur oft genug anlegt, aber es ist natürlich schwieriger. Auch darüber kann man im "Stillbuch" lesen, der Artikel heißt: "Ein Adoptivkind stillen"
Zu "Cerazette" : Ich nahm sie nach drei Kindern, die ich insgesamt vier Jahre gestillt habe, (Zwischen den Schwangerschaften habe ich mit Diaphragma ohne zusätzliche Chemie verhütet, dies ist aber nicht hundertprozent sicher. In Verbindung mit spermientötender Creme und richtige Anwendung vorausgesetzt, liegt der Perl-Index sehr hoch) Der Vater meiner Kinder, der mich inzwischen verlassen hat, wollte zu dem Zeitpunkt kein weiteres Kind, obwohl ich es gern noch einmal gewagt hätte. Cerazette führt bei einigen Frauen ebenfalls zum Ausbleiben der Regel, was Vorteile haben kann. ABER AUFGEPASST: Sie kann die Libido herabsetzen. Das "triebgesteuerte Suchen nach seinem Männchen" zu Eisprung und vor der Regel wird auf ein Minimum reduziert. Bei entsprechender Ansprache ist das Lustempfinden zwar unverändert, aber die weibliche Initiative geht stark zurück. Dennoch ist Cerazette eine gut verträgliche Pille, die man auch therapeutisch einsetzen kann: Ich litt an starken, wochenlangen Regelblutungen, die nach einem Jahr zu Blutarmut führten, und so bat ich meinen Gynäkologen, Cerazette therapeutisch einzusetzen, was auch gelang. (Bezahlen muß ich sie leider trotzdem, obwohl ich keinen Partner habe, und wenn, gern noch ein Kind) Na, ja, Frau kann nicht alles haben... Übrigens, die Monatsblutung ist nicht nur nachteilig, wirkt sie doch wie ein Aderlaß, schwemmt Schadstoffe aus, und hält durch das hormonelle Wechselspiel in Schwung... sie aber seltener, oder mal eine Weile gar nicht zu haben, schadet sicher, auch aus den von den Vorrednern gesagten Argumenten, nicht.