Gnananananana am 07.08.2009 um 10:59 Uhr
Mit dem Verweis auf eventuelle Verstöße gegen die Richtlinien oder die Netiquette, kann im Grunde JEDE Meinung im Keim erstickt werden.
Ist es für euch legitim, als Community innerhalb des offenen, diskursfähigen, dialogbereiten, demokratischen Systems BRD, andere Meinungen kategorisch auszuschließen? Ist Zensur demokratisch, oder wird dadurch ein fundamentales Grundrecht, nämlich das Grundrecht auf freie Meinungsäusserung.ausgehebelt?

Liebe/r Gnananananana, Deine Frage wurde Dir von der Community ja schon richtig beantwortet. Bitte achte jedoch zukünftig darauf, dass Fragen und Anregungen, die die Plattform betreffen, nicht hierher, sondern ins Forum gehören. Hier der direkte Link: www.gutefrage.net/forum. Vielen Dank und beste Grüße, Sophia vom gutefrage.net-Support

Na, dann schau mal zum Thema "Meinungsfreiheit" ins Grundgesetz.
Da steht im "Meinungsfreiheits"-Artikel (Art. 5) gleich in Absatz 2 folgendes:
Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
D.h. im Grundgesetz selbst wird die Meinungsfreiheit eingeschränkt. Und das ist auch gut so, sonst könnte jeder jeden beliebig verleumden, beleidigen und diffamieren.

Ein Hinweis auf Richtlinien oder Netiquette ist nichts Anderes, als die höfliche Bitte, sich an bestimmte Regeln zu halten.
Gnananananana am 7. August 2009 13:24 Ich benötige keine Regeln; und jetzt?
Die Netiquette hat weder etwas mit Zensur, noch etwas mit dem World Wide Web zu tun. Sie war und ist eine freiwillige Richtlinie für die Nutzung des Usenet und stammt aus Zeiten, wo überflüssige Beiträge den Leser Geld gekostet haben, weil jedes Byte seine Onlinekosten erhöht hat. Heute ist sie in vielen Teilen überholt, in vielen anderen - was den Umgang mit anderen Menschen und Meinungen angeht - aber immer noch passend. Allerdings kennen die Wenigsten noch das Usenet.
Was bitteschön ist "Beleidigen"?
Nachtrag: Und eben deshalb leben wir auch in einer Schein-Demokratie. Eine echte Demokratie verträgt auch unbequeme Meinungen.
Sorry, aber da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln... abgesehen davon gab's dann noch nie eine "echte" Demokratie nach deiner Definition.
Und was du auch nicht begriffen hast: unbequeme Meinungen sind durchaus erlaubt, sofern sie fundiert sind.