Frage von Catokater, 60

Ist die mündliche Note nützlich?

Hallo erstmal, nachdem ich im Unterrichtsfach Biologie eine 4+ in der Mündlichen Note bekommen habe ,obwohl ich mehr und bessere Antworten gegeben habe als andere Schüler habe ich mich gefragt ob dies Fair sei.Viele introvertierte Schüler bekommen schlechtere Noten trotz ihrer guten Leistung und Bemühungen ,andere Schüler zeigen auf, sagen irgendwelchen Mist und bekommen eine gute Note.Abgesehen davon ist bei einigen Lehrern in meiner Schule so ,dass sie einige Schüler absichtlich schlecht bewerten ,nur weil sie negative Kritik abgeben oder weil ihn einfach der Schüler nicht gefällt.Bei einigen im Unterricht zurückhaltenden Schülern merkt man auch das diese in schriftlichen Prüfungen viel erfolgreicher abschließen als Schüler die sich zwar aktiv im Unterricht beteiligen ,aber selber keine Ahnung von der Materie haben .Beispielsweiße hab ich in einem schriftlichem Test eine 2+ und dazu auch noch die Klassenbeste Note geschrieben .In meinem Fall hat ein Schüler die mündliche Note 1- bekommen ,obwohl er sich GAR NICHT am Unterricht beteiligt und auch nur unrelevante Dinge von sich gibt .Allgemein ist das Schulsystem verbesserungswürdig,doch ist es wirklich absolut unfair das oft schlechte Schüler davon profitieren ,schlaue aber schüchterne Schüler dafür eine schlechtere Note bekommen. Was meint ihr ,sollte man es so lassen ,oder wie Hauptfächern einfach schriftliche Prüfungen schreiben ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DieChemikerin, Community-Experte für Schule, 18
Sonstige Methoden

Hey,

ich finde Noten eh ziemlich schwachsinnig, um zu beurteilen, ob jemand Ahnung vom Fach hat. An der Uni ist auch nichts mehr mit Melden (oder sehr wenig), da gibt es fast nur noch schriftliche Prüfungen (kommt natürlich auf as Fahc an). Dennoch zeigen Noten - und dies hier ist ein Paradebeispiel - gar nicht, wie intelligent ein Schüler ist. Man wird eher nach Sympathie oder Fleiß bewertet, mehr nicht. Wobei Ersteres sehr sehr oft vorkommt (selbst an meiner Schule, und wir haben eigentlich ziemlich gerechte Lehrer). 

Man sollte einfach gar keine Noten geben und aufhören, die Schüler nach einem solch sinnlosen Prinzip auszusortieren! Ich sage das jetzt nicht weil ich eine schlechte Schülerin bin (ich habe sogar sehr gute Noten und einen Schnitt von 1,48), sondern, weil das einfach Fakt ist. Willst du wissen, in wie vielen Noten Sympathie mitgespielt hat? Lass mich kurz überlegen...in neun von 12 Fächern. Erachtlich, nicht wahr? Dann siehst du mal, dass du in deiner Meinung bestätigt bist. In meinem Chemie-LK sitzt einer, der nur Müll redet und trotzdem 14 Punkte bekommt. ich habe auch 14 Punkte (Note 1) bekommen - an sich kein Grund zur Klage; aber: alle sagen, dass ich sinnvolle Beiträge abliefere etc. - letztlich gab mir mein Lehrer (vermutlich auch etwas der Sympathie geschuldet, da er mich super gut leiden kann, aber vor allem wegen meinen Leistungen, wie er sagte) 15 Punkte (Note 1+). 

Geschichte sei auch als Beispiel angeführt: Meine Lehrerin liebt mich (um es mal übertrieben zu formulieren) und sie hat meine Klausur mit 14 Punkten bewertet. Leute, die im Geschichte-LK sitzen könnten und dort locker 14 Punkte abstauben könnten, haben nur 12 Punkte (Note 2+) geschrieben. Da sieht man, was allein die Sympathie eigentlich ausmacht. 

Ich finde, dass man das abschaffen sollte. Natürlich kann man nie objektiv bewerten, allerdings sind Noten das falsche Mittel, um Intelligenz zu zeigen. Auch das Studium ist nur bedingt für sowas geeignet: Es gibt Hochbegabte, die auch ein Studium nicht schaffen, einfach, weil sie die Motivation nicht haben. Auch Fleiß hilft im Studium. Die Noten kriegt man auch da größtenteils mit viel Fleiß (Sympathie spielt dann kaum noch eine Rolle).

Also: An sich ist die mündliche Leistung (nicht die Note!) vielleicht nützlich, aber durch die Subjektivität des Lehrers nicht beurteilbar. Da sich irgendwelche Leute Maßstäbe ausgedacht haben, wie man die Leistung zu bewerten hat, ist auch das sinnlos. Ich meine, eine 1+ (um wieder auf die Noten zu kommen) kann per Definition "perfekt" nicht erreicht werden. Trotzdem gibt es Schüler (s.o., Chemie beispielsweise), die eine solche Note erzielen. Andere Lehrer geben aus Prinzip keine 15 Punkte - ärgerlich, aber per Definition komplett richtig.

Ich finde ehrlich gesagt, Bayern ist da am besten mit der Leistungsbewertung. Aber dennoch hat unser Schulsystem große Schwächen, diese von dir angesprochene Sache ist eine davon. Deshalb kann deine Frage so nicht beantwortet werden.

LG

Expertenantwort
von goali356, Community-Experte für Schule, 20
Sonstige Methoden

Ich finde Mündliche Noten schon wichtig, denn manchen liegt dass mündliche einfach mehr als dass schrifftliche und auch als guter Schüler kann man mal eine Arbeit verhauen, und ohne mündliche Note ist es viel schwerer dass auszugleichen. Dazu kommt, dass es auch Schüler gibt die in den Klausuren gute Noten schreiben, ohne den Stoff wirklich zuverstehen weil sie einfach nur gut auswendig lernen können. In den höheren Klassen ist es auch üblich, dass die Lehrer bei den Mündlichen Noten mehr auf qualität achten. Aber es gibt natürlich fälle, wo es manchmal etwas ungerecht ist. Dies sollte man unterbinden. Ich würde mich beim Lehrer beschweren, wenn die Mündlichen Noten wirklich so ungerecht erteilt wurden, wie du hier beschreibst.

Antwort
von langeweile2001, 25
Sonstige Methoden

Ich würde es ja so machen dass jeder nach seiner individuellen leistung Noten bekommt, dies ist aber in unserem Rechtsstaat leider nicht möglich

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