Frage von ranaatkan, 85

Ist die mathematik am Abitur sehr viel schwerer als im 10. realschulzweig?

natürlich ist neuer stoff immer schwieriger aber kommt im abitur dann nur mehr dazu was man bis jetzt gelernt hat oder kommen da wirklich sehr neue sachen die ein schüler nicht schaffen würde wenn er schon allgemein probleme in mathe hat ?

Expertenantwort
von Volens, Community-Experte für Mathe & Schule, 27

Ich will dir ein Geheimnis verraten:
du wirst Zeit genug haben, allen Themen aufmerksam zu folgen, wenn du fit bist in
Bruchrechnen,
Prozentrechnung,
Gleichungen mit mehreren Unbekannten,
wenn du die ersten 25 Quadratzahlen auswendig kannst und
wenn du von Geraden die Punktrichtungs- und Zwei-Punkte-Form perfekt beherrschst.

Dann wirst du nämlich immer das ganz schnell hinter dich gebracht haben, womit der Rest der Klasse geradezu kämpft und was keiner ernstgenommen hat, um es bis zur Oberstufe im Kopf zu behalten. Und wiederholt wird das nie!

Prüf dich mal: weißt du, was ein Reziprok (Kehrwert) ist und wie man eine ganze Zahl durch einen Bruch dividiert?

http://dieter-online.de.tl/Br.ue.che-1.htm

Antwort
von dareee, 42

Ich nenne dir mal so dich Themen, an die ich mich aus meiner Abi-Zeit vor einem Jahr erinnern kann. Ich war im Leistungskurs Mathematik :)

In dem ersten Jahr in beiden Semestern wirst du viel mit quadratischen Funktionen oder mit Funktionen noch höheren Grades zu tun haben (x^3, x^4+x^2-x+2 oder sowas) Diese wirst du Ableiten, Integrieren und auf bestimmte Eigenschaften untersuchen. Ob die Parabel (du kennst Funktionen sicher in der Form: f(x)=x+7 oder sowas, eine Parabel ist wie ein U auf dem Koordinatenkreuz z.B.) die x-Achse schneidet und anderes. Dieses Thema nennt sich Ana1ysis. (Ich musste das l mit einer 1 ersetzen, da mir gutefrage das Wort nicht zulässt.)

im 3. Semester hatte ich dann Vektorrechnung, das ist dann auch ein Koordinatensystem, nur dass du drei Achsen hast, und deine Koordinaten nicht mehr (2/-3) aussehen sondern (3/2/-5) oder sowas, die werden auch nicht so aufgeschrieben, sondern stehen die Zahlen in großen Klammern übereinander. Du wirst auch da sehr viel tun, umformen, abstände berechnen, Ebenen und Geraden berechnen und viel Fummelei das ganze.

Im letzten Semester hatte ich dann Wahrscheinlichkeitsrechnung. Da macht ihr zu Beginn die Grundlagen, die du in der 8. oder 9. Klasse hattest. Das Thema wird auch noch etwas vertieft, aber ich fand das grade nicht besonders schwer.

Wichtig ist, dass du immer dran bleibst und deine Hausaufgaben machst. D.h. es ist wichtig, dass du dem Stoff folgen kannst und dein Lerntempo halten kannst. Ich war nie sehr fleißig und hatte auch die buntesten Noten, von der 1 bis zur 4 war alles dabei. Wichtig ist, dass du verstehen musst, was du eigentlich genau machst mit Formeln und Gleichungen, das ist das, was ich als großen Unterschied sehe. Bis dahin habe ich auch einfach alles hingenommen, was der Lehrer sagte und einfach drauf losgerechnet.

Ich habe im Abi sehr viel online lernen können. Vor allem durch YouTube. Die Leute geben sich sehr viel Mühe, das einem zu erklären und Tricks zu zeigen. Schau bei TheSimpleMaths vorbei, die sind so ziemlich die besten. beckuplearning ist auch mit einer der besten. Die helfen mir sogar an der Uni :)


Lieben Gruß

Kommentar von ranaatkan ,

danke für die super ausführliche antwort :))

Antwort
von FelixFoxx, 16

Da kommen eine Menge neuer Sachen: Grenzwertbildung, Ableitung, Integration, Nullstellen, Extremwerte, Wendepunkte und Sattelpunkte von Funktionen, e-Funktion. Lineare Algebra mit Vektorrechnung und Matritzen. Stochastik.

Expertenantwort
von DepravedGirl, Community-Experte für Mathe, 8

Die Mathematik wird auf dem Gymnasium nicht leichter werden.

Ich hatte zuerst meinen Realschulabschluss gemacht und danach das Abitur nachgeholt.

Bei mir war es so, dass ich auf der Realschule ziemlich schlecht in Mathe war, meistens eine 5 im Zeugnis hatte, außer im Realschul - Abschlusszeugnis, da hatte ich es mit sehr viel Mühe auf eine 4 gebracht.

Auf dem Gymnasium war ich dann gut in Mathe und hatte nur noch Noten zwischen 1- und 1+ und bin auch in den Mathe-Leistungskurs gegangen.

Am Ende war ich die Zweitbeste im Matheleistungskurs von beiden Parallelklassen.

Was ich damit sagen will, ist, dass du von deiner Realschulnote nicht zwangsläufig auf die spätere Note am Gymnasium schließen kannst.

Wenn du auf der Realschule einen richtig miesen Lehrer hast, und auf dem Gymnasium einen Toplehrer bekommst, dann kann sich alles ändern.

Expertenantwort
von MeRoXas, Community-Experte für Mathe, 45

Du wirst vieles, was du gelernt hast, brauchen:

Wahrscheinlichkeitsrechnung

Funktionsuntersuchungen

Geometrie, sowohl mit zwei als auch mit drei Koordinatenachsen

Grundlegene Rechenregeln (Potenz- und Logarithmusgesetze, allgemeine Zusammenfassungen bzw. Vereinfachungen etc.)

Es wäre also gut, das alles wenigstens grundsätzlich verstanden zu haben, andernfalls kann es schwierig werden.

Antwort
von metalhead998, 44

Ich mache das gerade und hatte eine gute 3 in der Realschule, meine einzige Note unter einer 2 war leider in Mathe, aber war nicht so schlimm. Ich kann dir sagen, dass es schon schwieriger wird und viel Neues dazukommt. Wenn du eine 4 hattest, wirst du schon kämpfen müssen und mit einer schlechteren Note wirst du Probleme bekommen, außer du lernst total mit.

Kommentar von ranaatkan ,

bei mir ist das problem halt dass ich eine rechenschwäche habe und habe gerade eine 4 im zeugnis obwohl ich 3 mal die woche zur nachhilfe gehe...

Kommentar von metalhead998 ,

Es werden alle Fächer schwieriger werden. Manchmal kann man seine Noten, wie z.B. ich meine 1 in Deutsch halten, aber Mathe ist ein anderer Hammer finde ich. Physik kommt auch noch dazu, das konnte ich auch sehr gut und tu mich jetzt nicht mehr ganz so leicht, da ich auch Einiges versäumt hatte.

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