Frage von Surina90, 114

Ist die Lebensdauer von Komposit Veneers wirklich kürzer als bei normalen Keramik Veneers?

Steh gerade zwischen der Entscheidung. Habe mir nun alle Unterschiede im Netz durchgelesen die es gibt. Ist mir alles bekannt. Hab auch gelesen dass Komposit veneers nicht so lange halten und Verschleiß aufweisen nach einer Zeit was Keramik Veneers nicht tun. Stimmt das? ? Meine ZA sagt nein. Beides göeich. Internet sagt was anderes. Hat jemand Erfahrung damit? Und wie sieht es mit der Optik aus? Sehen komposit veneers nicht "knubbelig" aus da der Zahn nicht angeschliffen wird?

Danke!

Antwort
von authumbla, 90

Die Haltbarkeit von Keramikveneers ist höher, weil es praktisch keine Abrasion und keine Verfärbung gibt.

Knubbelig sehen sie nicht aus, da man sie in etwa in den gleichen Dicken herstellen kann wie Keramikveneers.

Ob vom Zahnetwas weggeschliffen werden muss, hängt nicht von der Art der Veneers ab, sondern davon, ob der Zahn schon Füllungen hat, was genau man mit dem Veneer erreichen will, wie die Nacbarzähne aussehen, ob man Abrasionen im natürlichen Gebiß hat und wie die frontale Bisssituation aussieht.

Antwort
von Eulenpapa, 82

Komposit ist außer für winzige Löcher im Frontzahnbereich nur für eine Stelle gut: Die Mülltonne......

Kommentar von Surina90 ,

Warum?

Kommentar von Eulenpapa ,

Komposit schrumpft beim Aushärten mit UV-LICHT, es kommt zur sogenannten Polymerisationsschrumpfung, d. h. es bildet sich ein Spalt zwischen Zahn und Füllung, in den dann wieder Bakterien eindringen. Die Folge ist Sekundärkaries: Der Zahn fault dir unter der Füllung weg. Deswegen sollen Kompositfüllungen nach 3 bis 5 Jahren ausgetauscht werden. 

Kommentar von wurzelkanalbln ,

Hallo eulenpapa, an deiner Antwort erkennt man schon das du kein Experte für Komposit bist.

Es ist schön das du vermeintliche Fachwörter zum Thema Schrumpfung kennst aber UV- licht zusammen mit Komposit gibt es seit den 80igern nicht mehr in der zahnmedizin.

Moderne komposite halten viel länger... es kommt jedoch wie immer au den Fall an... bei schlechter mundhygiene hält nichts lange.

Kommentar von Eulenpapa ,

Danke für die Zurschaustellung deines ganz brutalen zahnmedizinischen Nichtwissens:

Anfang/Mitte der 90er Jahre gab es noch chemisch aushärtende Komposite - sie wurden durch die lichtaushärtenden Komposite abgelöst; die es bis heute gibt. In den 80er Jahren gab es noch gar keine lichtaushärtenden Kunststoffe - oder willst du mir meinen Beruf erklären? Oder warum stehen in Zahnarztpraxen Polymerisationslampen herum? Zur Fußpflege wird sie der Zahnarzt wohl kaum benutzen......

Sicher wurde die Haltbarkeit von Kompositfüllungen leicht erhöht - Amalgam kann man jedoch immer noch nicht das Wasser reichen.

Und da kommt es auch auf keinen "Einzelfall" an, sondern schlicht und ergreifend auf die Tatsache, daß die Polymerisationsschrumpfung zwar reduziert werden kann - jedoch niemals "Null" sein wird, da sich die Polymerketten des Kunststoffen IMMER zusammenziehen und zusammenziehen werden. Dieses Problem hat man bei Amalgam nicht, da sich die Legierung nach dem Aushärten nicht zusammenzieht, sondern ausdehnt.

Wenn man schon keine Ahnung von der Materie hat oder nicht direkt bei 3M ESPE angestellt ist, sollte man sich mit solchen Kommentaren besser zurückhalten....... Lichtaushärtende Kunststoffe in den 80er Jahren - *LMFAO* - made my day........

Kommentar von wvoelker ,

"Eulenpapa" und "wurzelkanalbin": Ich stell immer wieder fest, daß die Beschimpfung und Herabstufung eines anderen noch nie ein wirkliches Ergebnis gebracht hat. Da sich die Schrumpfung nur minimieren nicht aber komplett abstellen läßt kommt 1. das Adhäsiv zum Zuge, welches ein Haftvermittler zwischen dem Zahn und dem Kunststoff ist und 2. wird der Kunststoff in einer bestimmten Form und nur Schichtweise aufgetragen und ausgehärtet. Die Schrumpfung findet immer in der gleichen Richtung statt, nämlich immer zur dicksten Stelle. Jeder Zahnarzt weiß das und formt die Füllung entsprechend. Meine Kunststoff-Füllungen, die zumTeil auch 4-flächig sind, halten schon seit mehr als 15 Jahren (kleinere Fehler inbegriffen; nobody is perfect, auch der Zahnarzt nicht) und müssen nicht ausgetauscht werden. Man  = der Zahnarzt muß nur sorgfältig arbeiten...... und vor allem die Ruhe bewahren :-)

Kommentar von Eulenpapa ,

Bitte mir nicht meinen Beruf erklären - das kann ich gar nicht leiden...... :-/

1.) Ohne den Haftvermittler (oder auch in der Fachsprache auch "Bonder" genannt) würde Komposit direkt nach dem Aushärten wieder herausfallen, würde man ihn weglassen. Das ändert jedoch an der Tatsache, daß durch das Aushärten mit UV-Licht Randspalten bilden und der Haftvermittler, welcher in die Dentinkanälchen gelaufen ist, dort auch wieder herausgezogen wird. Schon mal unter dem Mikroskop gesehen? Nein? Sieht im Randspalt so aus, als daß an der Füllung viele kleine Fädchen hängen würden.

2.) Es gibt keine "bestimmte Form" des Einbringens in die Kavität und die Zahl der versorgten Flächen ist für das Gesamtergebnis ebenfalls bedeutungslos: Das (empfohlene) schichtweise Aushärten von Kompositfüllungen ist lediglich ein verzweifelter, jedoch vergeblicher Versuch, die Polymerisationsschrumpfung zu verringern. Ansonsten empfehlen die Hersteller nur noch die "Volumenreduktion", was lediglich bedeutet, daß man dieses "tolle" Material in nicht allzu große Löcher füllen sollte......

Kunststofffüllungen, 4-flächig, über 15 Jahre alt und noch zu 100% in Ordnung? - Das widerspricht nicht nur der Logik, sondern auch der PROS (Probably rate of survival/durchschnittliche Überlebensdauer) - denn da ist Komposit bei den dauerhaften Füllungsmaterialien immer noch Tabellenschlußlicht.......

Ich bin eher der Meinung, daß Sie etwas schönzureden versuchen.......

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