Frage von HantelbankXL, 8

Ist die Kultur äquivalent mit der Natur?

So grenzt sich im allgemeinen Sprachgebrauch die Kultur insofern von der Natur ab, als das jegliche Form der Kultur vom Menschen geschaffen ist. Die Natur hingegen erschafft sich in gewisser Weise selbst. Die Mehrheit wird mir wohl zustimmen wenn ich sagen, dass die Grenze sehr stark verwischt ist, denn was ist zum Beispiel ein Park?

Allerdings gehe ich sogar noch einen Schritt weiter und sage, dass beide Begriffe vollkommen ident sind. So lässt sich doch der Mensch als Produkt der Natur auffassen, weshalb im Grunde genommen all seine Erzeugnisse erst recht wieder Teil der Natur sind.

Antwort
von Eselspur, 4

Ich würde sagen, der Mensch ist der einzige, der sowohl in der Natur als auch in der Kultur beheimatet ist. Und so kann der Mensch auch Natur pflegen und Kultur schaffen. 

Antwort
von Riverside85, 8

Mit deinem letzten Abschnitt hast du natürlich irgendwo recht. Dennoch kann man sagen, daß die Kultur niemals allein von der Natur erschaffen werden kann, sie braucht dazu die Hilfe des Menschen, was sie für die Natur, also sich selber, nicht braucht. Daher sehe ich da schon einen Unterschied.

Ich würde Kultur als vom Menschen geformte Natur betrachten und die Natur eben als von der Natur geformte Natur. 

Was dein Beispiel mit dem Park angeht: Man unterscheidet generell zwischen Naturlandschaften, diese wachsen natürlich und ohne Zutun des Menschen (ein (Ur)Wald ohne Forstwirtschaft z.B.), und Kulturlandschaften, wo der Mensch die Landschaft formt (das wäre der Park, aber auch die Heide).

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