Frage von 131015, 40

Ist die Königswahl eine Wahlmonarchie?

Ich habe im Internet bisschen rum recherchiert und bin auf das Thema gekommen. Nun würde ich gerne wissen, ob die Königswahl eine Wahl- oder eine Erbmonarchie oder sogar beides sein kann? Hat diese Wahl Nach- oder Vorteile?

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte, 19

Das kommt drauf an.

Nehmen wir ein berühmtes Beispiel: das Heilige Römische Reich. Seit dem Spätmittelalter waren fast nur noch Angehörige der Familie Habsburg Könige bzw. Kaiser des Reiches, das anscheinend eine Erbmonarchie geworden war. Aber das Reich war es nicht! Alle Habsburger sind immer nach den Vorschriften der Goldenen Bulle von den Kurfürsten gewählt worden. Das erklärt auch mein obiges "fast", denn im 18. Jh. wurde die ununterbrochene Folge der Habsburger unterbrochen und ein Wittelsbacher als Kaiser Karl VII. gewählt!

Die meisten Monarchien waren und, sofern sie noch existieren, sind Erbmonarchien. In diesen Fällen kann es ebenfalls zu einer Wahl kommen. Beispielsweise bei der Absetzung eines Monarchen oder dem Aussterben einer Dynastie können "Wahlen" stattfinden. 1688 wurde in der sog. "Glorious Revolution" Jakob Stuart durch das Parlament für abgesetzt erklärt und an seine Stelle sein Schwiegersohn, Wilhelm III. von Oranien, zum König gewählt. Als sich 1905 Norwegen von Schweden trennte, wurde mit Volksabstimmung ein dänischer Prinz zum König gewählt. Alle europäischen Monarchien haben heute Gesetze, die den Parlamenten z. B. beim Aussterben einer Dynastie die Befugnis gibt, die Nachfolge durch Wahl zu regeln.

MfG

Arnold

Antwort
von Kamihe, 21

Ein König wird nicht gewählt, es ist keine Demokratie. Der Königstitel wird vererbt. Über die Erbfolge kannst du bestimmt etwas im Net finden.

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