Ist die Integration der Ostdeutschen in die Bundesrepublik gescheitert?

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20 Antworten

In jedem Land gibt es unterschiedliche Gesellschaftsschichten und regionale Unterschiede. Es kommt auf die Spielregeln an, dies auszugleichen.

Und da sehe ich schon ein besonderes Problem in Teilen der ostdeutschen Bevölkerung. Zu den Spielregeln gehört auch, Andersdenkende zu akzeptieren. Der Traum von einer "Einheitskultur" ist in den neuen Ländern stärker ausgeprägt.

Erscheinungen wie PEGIDA und der hohe Anteil der AfD im ländlichen MV spricht nicht für eine gelungene Integration in unser pluralistisches Wertesystem.

Was mich als Westdeutschen ärgert, ist die Anspruchskultur in Teilen des Ostens. Jährlich werden immer noch etwa 100 Mrd. Transferleistungen gezahlt. Viel mehr als beispielsweise für Flüchtlinge.

Aus den Ecken des Ostens in denen diese Geldgeschenke versickern und von den Leuten die oft seit Jahrzehnten von diesen Leistungen leben sehen wir Hass und Gewalt gegen Menschen in echten Notsituationen.

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Kommentar von PlueschTiger
09.01.2017, 14:13

Was mich als Westdeutschen ärgert, ist die Anspruchskultur in Teilen des Ostens. Jährlich werden immer noch etwa 100 Mrd. Transferleistungen gezahlt.

Dabei sollten man nicht vergessen das der Osten diese Leistungen auch selbst zahlen muss, denn diese Gelder werden auch von Ostdeutschen kassiert. So gesehen zum teil eine Mogelpackung, wie die EU Zahlungen, denn Deutschland zahlt Jährlich glaube etwa 10 Milliarden an die EU und bekommt sie über Fördertöpfe, zum Teil wieder.

Beispiel 100 Milliarden : 16 Bundesländer x 4 Ost Bundesländer = 25 Milliarden, welche theoretisch aus dem Osten selbst kommen. Das sind Gelder die der Ost Wirtschaft fehlen und den Bedarf an Leistungen, theoretisch sogar indirekt verstärkt oder zumindest aufrecht halten tut, denn würden die nicht anfallen, wäre an der einen oder anderen stelle mitunter keine Leistung mehr nötig.

Stellt sich die Frage, wie viel von den 100 Milliarden wirklich im Osten und der Wirtschaft dort ankommt. Wie so oft läuft vieles über Banken und der Bund. Die Politiker sind erfinderisch und verschieben Gelder nach Lust und Laune, siehe Ökosteuer in die Rentenkasse. Nicht zuletzt Fressen Katastrophen Projekte wie BER, enorme Mengen, welche so fehlen. Doch das ist letztlich in allen Bundesländern das gleiche übel.

Ich möchte lieber keine Jahres Abrechnung dieser 100 Milliarden sehen und was am ende sonst wo landet, aber nicht da wo es gebraucht wird und hin solte.

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Deine Fragestellung finde ich per se schon mal etwas provokant, und das sag ich mal als Süddeutscher. Eher müsste Deine Frage lauten: "Ist die Wiedervereinigung gescheitert"?

Darauf würde ich sagen: "Nein"! Aber sie ist nicht immer fehlerlos gelaufen, und so manche Ungleichheit müssen wir noch beseitigen. Aber alles in allem hätte das wohl keine Nation besser hingekriegt, allein der finanzielle Aufwand, der betrieben wurde. Da können wir ruhig mal alle etwas stolz sein, und sagen: "Haben wir gar nicht so schlecht gemacht"!

Asylsuchende und Migranten mit Ostdeutschen zu vergleichen, hinkt natürlich etwas. Erinnert mich an die Türken in den 90ern: "Ey ihr Ossis. Wir waren zuerst hier"! :-))

Desweiteren erschließt sich mir auch nicht, was politische Konflikte zwischen Links und Rechts, und die Straßenrandale von erlebnisorientierten Jugendlichen mit der Wiedervereinigung zu tun haben.

Das und der soziale Frieden in Deutschland, ist doch sehr viel komplexer und komplizierter, als das man das auf einen Ost-West Konflikt beschränken darf.

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Kommentar von Maisbaer78
01.10.2016, 20:31

sehr gute Antwort

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Kommentar von Nashota
02.10.2016, 07:32

Da es keine Wiedervereinigung gab, kann auch nichts gescheitert oder gelungen sein. Das Ding vor über 25 Jahren war lediglich ein Beitritt.

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Kommentar von PlueschTiger
02.10.2016, 16:22

Desweiteren erschließt sich mir auch nicht, was politische Konflikte zwischen Links und Rechts, und die Straßenrandale von erlebnisorientierten Jugendlichen mit der Wiedervereinigung zu tun haben.

Wenn man die Sache im Größeren rahmen sieht dann ist die Fragestellung gar nicht so verkehrt, denn die Spaltung Deutschlands, 40 Jahre und die Wiedervereinigung, das hat zu unterschiedlichen Gesellschaften geführt und durch die Fehler der Politiker ist die Gesellschaft in Deutschland, seit der Vereinigung so geworden wie sie heute ist und somit immer noch Ost und West, Neue Bundesländer und alte Bundesländer. 

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Das eine hat meines Erachtens mit dem anderen nichts zu tun. Ich kann doch auch zu dem einen nett sein, obwohl ich den anderen nicht mag?

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Ja und nein. Die Integration der fünf neuen Länder ist nicht gelungen, es ist auch in über 25 Jahren nicht gelungen, eine Gleichbehandlung der Bürger in allen Bundesländern herzustellen. Das spüren besonders auch die jüngeren Menschen, die im Osten kaum eine Chance mehr sehen, ein normales, bundesrepublikanisches Leben zu gestalten. Sie sind tatsächlich abgehängt. Gelungen ist dagegen die Integration der Umsiedler aus Ostdeutschland. In den alten Ländern sehe ich keine Diskriminierung und meist erkennt man den Dialekt nur bei genauem Zuhören. Die Integration der heute Asylsuchenden wird weitaus schwieriger, aber ich bin  zuversichtlich, dass auch das gelingen wird. Hoffentlich sieht die Bilanz nach 25 Jahren besser aus als die bei den Ostdeutschen. 

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Liebe Marylinjackson, 

das ist eine durchaus interessante Frage. Ich hätte mal eine Gegenfrage an dich: Hast du dich mal in der Welt umgeschaut? Im Jahr 1990 gab es nämlich zwei Wiedervereinigungen: Auch der Jemen wurde aus Nord-und Südjemen wiedervereinigt. Was für ein trauriges Schicksal ihn danach ereilt hat, ist leider selten in dern Medien zu lesen , woran man auch erkennt, dass Journalismus oft nur dann berichtet , wenn es sich rentiert (Syrien)- und nicht, wenn es geboten ist:  https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Jemen#Wiedervereinigung

Ein weiteres Beispiel ist Italien: Italien wurde vor 150 Jahren ein Land, von oben aus einem Haufen Kleinstaaten vereint (kommt dir bekannt vor?) Nicht nur das Dt. Kaiserreich wurde durch Kriege unter dem Hegemon einer Regionalmacht etabliert (Kgr. Preußen/Kgr. Sardinien). Diese Epoche der italienischen Geschichte heißt ''Risorgimento'' : Risorgimento https://de.wikipedia.org/wiki/Risorgimento

Ist Italien heute einig? Vergiss es. Seit mehr als dreißig Jahren versucht die rechtspopulistische,europafeindliche, und rechtsextreme Partei ''Lega Nord'' die Unabhängigkeit ''Padaniens'' (ein Kunstbegriff für ''Norditalien'') vom ländlich geprägten, perspektivlosen Süden zu erzwingen:  https://de.wikipedia.org/wiki/Lega_Nord Das dieser immer weiter in Chaos und Kriminalität versinkt, stört die Zentralregierung in Rom dabei eher wenig.Und ebendiese Lega Nord sitzt mit dem Front National und Pretzell (von der AfD) in derselben EP-Fraktion...

Wenn du also meinst, die Integration der Ostdeutschen sei gescheitert, dann würde ich mir das zweimal überlegen. Sind deine Ansprüche nicht einfach zu hoch? Klar im Osten wählen sie zu großen Teilen AfD und Die Linke, die sich an den Rand des politischen Spektrums stellen- aber: Schlimmer geht immer, insbesonders in der heutigen Zeit. Ich denke, dass diese Integrationsleistung etwas ist, worauf wir stolz sein können. Und überhaupt: Nachdem wir unsere Gastarbeiter ganz in Ordnung integriert haben (es gibt noch viel zu tun, aber vgl. mal damit: https://www.amazon.de/Benvenuto-hei%C3%9Ft-willkommen-Ravensburger-Taschenb%C3%BCcher/dp/3473540064 auch die Ostdeutschen. Da bin ich stolz darauf, Deutscher sein. Nicht stolz auf Herr Höcke, aber auf Dichter, Denker und die manchmal sogar etwas emotionale Seele des als ''spießig'' versechrienen Deutschen.

Und zu den Flüchtlingen: Wenn ein Land wie Deutschland, das selbst in Europa noch am Besten dasteht, mit diesen Flüchtlingen nicht zurecht kommt, wer soll es dann? Der noch immer von den Nachwehen des jahrzehntelangen Bürgerkrieges geschüttelte Libanon, dessen Bevölkerung zu mehr als einem Viertel aus Flüchtlingen besteht. Der Unrechtsstaat Türkei, dessen autokratischer Herrscher viel zu sehr damit beschäftigt ist, die eigene Bevölkerung zu unterjochen. Die wirtschaftsschwachen südeuropäischen Länder wie Spanien mit 40% Jugenarbeitslosigkeit oder Italien, das seit Jahren eindringlich um mehr Solidarität fleht, ohne dass das in Mittel- und Nordeuropa irgendwen interessiert hätte (übrigens Frau Merkel genausowenig wie alle anderen!) Der im rechten Reaktionismus versunken Osten Europas unter den Antidemokraten eines Orban, einer Szydlo? (sry für falsche Buchstaben, habe keine Tastatur dafür). 

''Wir schaffen das'' hieß der soviel kritisierte Satz von Frau Merkel. Hoffentlich- ich will nicht, dass wir scheitern, nur um mich daran zu ergötzen. Damit meine ich sowohl die Flüchtlinge als auch unsere lieben Nachbarnim Osten. Wir müssen es schaffen, bevor irgendwelche Spinner uns schaffen (zu schaffen machen).

Und wir sollten immer daran denken, sowohl in Deutschland als auch in Italien: 

Parlamme d’e straniere e simmo pronti a fa na predica ma nun pensammo a quanno simmo gghiute noi in America.

''Wir reden über Ausländer, und sind bereit ihnen ein Predigt zu halten, aber denken nicht daran, wie unsere Vorfahren sich nach Amerika abseilten.''

Millionen Flüchtlinge!- und was den Rechten nicht gefallen dürfte: Es waren mehr als 99% davon Wirtschaftsflüchtlinge, politische Flüchtlinge saßen nämlich in Hohenasperg ein: Ja, ja auch hierzulande war es mal mit Rechtsstaatlichkeit nicht weit her

P.S: Zur Lage der italienischen ''Wiedervereinigung'': https://marcellopoetryprobsandmore.wordpress.com/2016/07/23/a-verita-die-wahrheit/

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Kommentar von Maisbaer78
02.10.2016, 23:32

Unabhängig was man von den Linken halten mag, ist es dennoch ein großer Unterschied, nicht nur in der Positionierung abseits der Mitte, ob man AfD oder Linke wählt.

Die Linken hetzen nicht, verdammen Niemanden und schwingen keine feindseeligen Parolen. Sie kritisieren unregulierten Finanzhandel der wohl jedem normaldenkenden ein Dorn im Auge sein müsste, sowie den fortschreitenden Abbau der sozialen Installation in unserem Land.

Politisch haben die Linken daher wohl eine deutlich größere Existenzberechtigung als die AfD, ich finde es schockierend das diese immer wieder in einem Atemzug mit Leuten genannt werden, die Hass und Ablehnung propagieren, mit Sprache und Auftreten von 1938.

traurig.

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Kommentar von marylinjackson
03.10.2016, 00:03

Im Jemen streiten sich religiöse Gruppen um die Macht,  die Bedingungen unter der Kleinstaaterei in Europa und die Besiedelung in Amerika sind nicht mit der heutigen Situation in Deutschland vergleichbar. 

Die Sprache war stets ein die Integration fördernder Fakt, auch bei der Vereinigung Deutschlands. Ob die Integration der Ostdeutschen  in die Bundesrepublik gescheitert ist, war ja meine -ich gebe es zu- wohl suggestive Frage. Die Antworten darauf hier sind kontrovers.

Offensichtlich spielen religiöse, wirtschaftliche und kulturelle Bedingungen neben der Sprache eine ebenso große Rolle,  ein schlechtes Beispiel für (angeordnete) Völkerwanderung ist die Transmigrasi Politik Indonesiens gewesen, als acht Millionen Indonesier in andere Landesteile umgesiedelt wurden:

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/indonesien-unruhen-entzuenden-sich-an-umsiedlungspolitik-150556.html

Die Sicherheitsmaßnahmen zum Tag der deutschen Einheit morgen sprechen für sich. Dass schon drei Polizei-Autos in Brand gesetzt wurden, sehen viele als Beginn von gewalttätigen Auseinandersetzungen  zwischen Deutschen. Die aber werden jetzt eingeteilt nicht mehr in Ossis und Wessis sondern in Linke und Rechte oder Aktivisten und Nazis. 

Da hilft kein Schönreden. 

Migranten spielen nur argumentativ eine Rolle dabei.

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Das Zusammenwachsen von Ost- und Westdeutschland ist doch gar nicht schlecht gelungen, wenn man die riesigen Unterschiede bis 1989 anschaut. 

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Auseinandersetzungen zwischen Rechten und Linken haben doch nichts mit dem sozialen Frieden zu tun. Dies Scheinargument wird lediglich von den jeweiligen Extremisten vorgeschoben, um sich herumprügeln zu können.

"Integration der Ostdeutschen" ist eine unglückliche Wortwahl. Wir sollten besser von "Vereinigung" sprechen, und die ist nicht gescheitert.

Ossis und Wessis wollten die Wiedervereingung und wollen sie immer noch. Daß der Vereinigungsprozeß nicht so schmerzfrei ablief, wie das ein gewisser fetter Aussitzkanzler mit seinem Gefasel von blühenden Landschaften gebrabbelt hat, ändert nichts an der Tatsache, daß die Vereinigung Fakt ist. Das soziale Gefälle zwischen Ost und West ist nur noch marginal vorhanden.

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Kommentar von stertz
01.10.2016, 10:36

Der von dir so abfällig benannte Kanzler hat die Einheit gegen starke Widerstände quasi im alleingang durchgeprügelt, das sollte man auch anerkennen wenn man kein Fan des Herrn Kohl ist. Andere große Volksparteien wollten das sehr viel langsamer machen, wurden aber von den Ereignissen überholt. Unsere Europäischen Nachbarn habe alles versucht um das zu verhindern. Und wenn er dem ach so schlauen Volk die Wahrheit über die kommenden Probleme erzählt hätte wäre die Einheit nie so schnell über die Bühne gegangen. Der Mann war der richtige zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

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Kommentar von WalterE
02.10.2016, 15:14

VIele wollten die Einheit auch nicht, gerade unter den Jungen die heute in den mittleren Jahrgängen sind. Auch in der DDR gab es viele die lieber ein eigenes Projekt wollten, ebenso im Westen. Das ganze verschob kulturell auch ein wenig die Balance zwischen Protestantismus und Katholizismus, gerne werden seitdem auch preußische Werte und Tugenden beschworen, auch wenn es im Kernland, Berlin, ein wenig an der Implementation hapert ;) Bei den Bayern und der CSU mischt sich da so einiges derzeit zu einer Stimmung gegen Berlin - das hat allerdings schon eine Tradition bis zurück zum Jahr 1866 und weiter. "Heit auf d´Nacht wern Preissn glschacht, wer a Preissnfleisch mog, soi kemma de Dog" - ja das lernt man in Bayern von der Mama als kleines Kind ;) 

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Integration? Geht's noch?! Deutsche mussten nie integriert werden in einen deutschen Land.

Und der "soziale Frieden" hat auch noch nie existiert. Unterschiede in Ost und West sind nach wie vor vorhanden. Die anfangs noch bejubelten Trabis an der Grenze wurden schnell zum Störfall, als es die Ostdeutschen wagten, sich auch im Westen "breitzumachen".

Man braucht nur mal viele Jugendliche zu fragen, wie sie im Westen in ihrer Ausbildung behandelt wurden. Viele Abschlüsse gut ausgebildeter Fachkräfte, darunter viele Studierter, wurden auch nicht überall anerkannt, weil sie ja in "ideologisch vorgestanzten" Schulen erworben wurden.

Diese ganzen verlogenen Feiern zum Tag der "Einheit" sind nur Blenderei und Ablenkerei. Auch wenn sich viele Ostdeutsche leider schnell mit der Ellenbogenmentalität des Westens angefreundet haben, ist das nicht flächendeckend der Fall.

Und was das Ausländerproblem angeht, sind zum Beispiel alleine in meiner Stadt laut Statistiken dreimal mehr Ausländer aufgenommen worden, als es ursprünglich geplant war von den Oberen Zehntausend. Es wird damit gerechtfertigt, dass durch den Wegzug vieler Leute über die Jahre sozusagen wieder "aufgefüllt" werden kann.

Dass unsere Stadt ganz andere Probleme hat, wird auch nicht für voll genommen. Die Zeitungen sind voll von Artikeln, in denen sich insbesondere die Bevölkerung zu Wort meldet und von den Regierenden Antworten erwartet, die nicht immer nur an leeres Wahlkampfgeblubbere erinnern.

Und so geht es auch vielen anderen Städten in Deutschland.

Man ist nicht gegen Ausländer, wenn man sagt, dass erst mal bestehende und unübersehbare eigene Probleme gelöst werden sollten, ehe man so tut, als ob man das Schlaraffenland schlechthin ist!

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Kommentar von marylinjackson
02.10.2016, 10:42

Der Begriff Integration  kommt aus dem Lateinischen und bedeutet erneuern, ergänzen, geistig auffrischen. Insofern ist er hier anwendbar.

Dass der eigentliche feierliche Anlass,  heute und morgen, so viele Polizei- und Sicherheitsmaßnahmen erfordert, ist  ein einziges Armutszeugnis der bisherigen Politik, die die Polarisierung innerhalb der Bevölkerung voran treibt.

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Hallo!

Ich finde, hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Die Ostdeutschen musste man nicht integrieren, weil man ja auch vor dem Mauerbau und vor der Einteilung in zwei Staaten zusammmen gehörte. 

Mit den Flüchtlingen/Muslimen gerät die Integration schwer, weil Muslime von ihrem Naturell her oft sehr stolz sind & dazu kaum bereit, andere Kulturen zumindestens als gleichwertig zu erkennen ------> akzeptieren fremde Regeln und Kulturen mit deren Ethos entweder garnicht bis nur zähneknirschend "wenn es echt nicht anders geht".

Entsprechend passen sie sich oft aus Prinzip nicht an, wodurch Parallelgesellschaften mit allen bekannten "Auswirkungen" entstehen.

Sicher gibt es auch in den Neuen Bundesländern noch Leute, die der DDR nachweinen - es war ja auch nicht alles schlecht, ganz im Gegenteil! - aber das würde ich dann unter anderen Blickwinkeln sehen: Nicht für alle bedeutete die Wende einen Vorteil; viele verloren ihre beruflichen und privaten Horizonte und spürten auf schmerzhafteste Weise die Ansätze des Kapitalismus. Da muss man sich erst mal in deren Seelen reinversetzen, dann kann man das kapieren.

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Kommentar von Grautvornix
01.10.2016, 12:44

spürten auf schmerzhafteste Weise die Ansätze des Kapitalismus.

Tja, ich würde mal den Kapitalismus, wie er zur Zeit betrieben
wird, als genauso gescheitert wie den Kommunismus bezeichnen.

Es lassen sich in wenigen Minuten Fakten zusammen tragen die
belegen, das die Kosten welche die Flüchtlinge verursachen, ein Witz sind gegen das was der Kapitalismus an Geld abzieht.

Cum ex Geschäfte 10 000.000.000 Steuergeschenke, weil einer für
diese Transaktionen Steuern bezahlt hat, und zweimal Steuern
erstattet wurden. 1-2=-1.

Zustande kam das ( nach jetzigem stand, TV Bericht diese Woche),
weil ein Experte, Vorschläge von der Bankenlobby einfach in ein
Gesetzentwurf kopiert hat, und dieser dann abgenickt wurde.

Der Experte wurde wohl sowohl vom Staat bezahlt als auch von den
Banken.

Ich hoffe ich habe das richtig wieder gegeben, lasse mich aber
gerne berichtigen.

Wer ernsthaft die Zustände, die zur Zeit vielen Menschen sorgen
machen, ändern will, der darf sich nicht in eine:

Ich hab die Lösung, und die ist ganz einfach.,

Diskussion drängen lassen.

Wenn wir alle Flüchtlinge wegschicken, dann  gehen auch die,
die hier nichts gutes vorhaben (die es zweifellos gibt), aber besser
geht es uns deswegen noch lange nicht.

Gut als nächste könnte man die faulen Harzer in die Arbeit
zwingen, aber bis die die 10 000 000 000 erwirtschaftet haben, das
dauert, bei einem Stundenlohn von einem Euro und Aufstockung durch Steuergelder.

Solange wir uns gegeneinander aufhetzten lassen können sich die,
denen das in den Kram passt bequem zurück lehnen und weitere Kabel im Meer versenken, damit der Handel, mit nicht vorhandenen Werten,noch schneller über die Bühne geht.

Bei noch schneller sind wir im Nanosekundenbereich.

Hochfrequenzhandel

innerhalb von Sekunden bis in den Mikrosekundenbereich

1 µs (Mikrosekunde) 0,000.001 s

(Eine Fliege benötigt für den Start 0,05 Sekunden.)

Dadurch ändert sich der Kurs an dieser Börse, so dass der

Hochgeschwindigkeitshändler die später eintreffenden, aber zuvor
abgesendeten Aufträge des ursprünglichen Kunden aus den Papieren bedienen kann, die er im Vorlauf erwerben konnte. Allerdings zu einem neuen, für den ursprünglichen Kunden ungünstigeren Kurs. Der ursprüngliche Händler kann diese Marktänderung nicht sehen, bevor sie eintritt. Der Hochfrequenzhändler fährt so seine Position wieder auf Null. Durch den Unterschied zwischen den Kursen zieht er einen winzigen Gewinn pro Geschäft.

Die Erlöse durch diesen Trick sind pro Transaktion sehr gering,
summieren sich jedoch zu durchaus großen Erträgen. Dieser Handel
wird seit Jahren betrieben und soll nach Aussage der Marktforscher
der Tabb Group 2008 einen Wert von 21 Milliarden US-Dollar erreicht
haben.[2] 2010 soll der Anteil dieser Form des Handels bereits über 50 % des Umsatzvolumens des US-amerikanischen Aktiengeschäfts betragen haben.[3][4]

Von Wiki.

Und wer bezahlt nun das Geld, welches hier verdient wurde???

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Kommentar von Tasha
02.10.2016, 01:17

Sind wir aber nicht genauso? Wir wollen auch keinen "muslimischen Staat", wir haben Angst vor zu viel Einfluss von Muslimen, weil wir ihnen tendenziell unterstellen, dann von unseren Werten abzuweichen und uns Nichtmuslimen gegenüber intolerant/er zu werden. Das Problem ist, dass keiner von beiden wirklich bereit ist, sich in der Mitte zu treffen bzw. dass die Gruppen, die nicht dazu bereit sind auf beiden Seiten recht hoch sind. Nicht nur bei Radikalen, sondern auch bei denen, die einfach Angst um ihre Lebensweise haben, weil ihnen immer Horrorszenarien vorgehalten werden.

Wenn wir ganz ehrlich sind: Wie tolerant sind wir? Doch meist nur so tolerant, wie unserer Werte nicht in Frage gestellt werden. Was aber, wenn diese mit der Vorstellung anderer (Minderheiten-)Gruppen in unserer Gesellschaft kollidieren? Dann kommt schnell der Ruf nach Anpassung, entweder der "Gegenseite" oder von uns, aber selten ein Vorschlag für echtes aufeinander Zugehen, einen echten Kompromiss, der keinen vor den Kopf stößt und bei dem jeder sich ein kleines bisschen verändern/ zusammenreißen muss, weil der Kompromiss nicht hundertprozentig zu seinen Vorstellungen passt. Meist wird daraus stattdessen ein Kampf um ein hundertprozentiges Entweder-oder. Entweder "wir" oder "die". Entweder gewinnen oder verlieren. Und wenn man dabei in Gefahr ist, seine Identität oder seinen Stolz zu verlieren, ist man ganz schnell wieder beim "Kampf" der Kulturen.

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Auseinandersetzungen zwischen Linken und Rechten gab es in der ehemaligen BRD auch schon vor dem Mauerfall. Das ist kein Phänomen, das es erst seit der Wiedervereinigung gibt.

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Kommentar von marylinjackson
02.10.2016, 11:55

Das hat mit der heutigen Situation überhaupt nichts zu tun.

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"Man" kann Migranten oder Ostdeutsche nicht integrieren. Integration ist ein gegenseitiger, wechselwirkender Prozess. "Integration" ist nur ein anderes Wort für "Zusammenwachsen".

Dieses Zusammenwachsen ist im Westen zum Alltag geworden. Im Osten werden solche gesellschaftlichen  Prozesse oft verhindert. Allerdings hat das auch keine so hohe Relevanz, da der Osten ja einen sehr viel geringeren Migrantenanteil hat.


Ist die Integration der Ostdeutschen in die Bundesrepublik gescheitert?

Migranten aus dem  Ausland wachsen mit den gebürtigen Deutschen in Westdeutschland zusammen. Was Migranten aus dem Ausland mit den gebürtigen Westdeutschen schaffen, sollten doch auch Ostdeutsche hinbekommen oder etwa nicht?

Wenn das zu einer immer länger werdenden Geschichte des Scheitern wird, wäre es doch für die Ostdeutschen an der Zeit sich zu fragen, ob in ihren Gesellschaften nicht etwas gehörig schief läuft, und ob es nicht an der Zeit wäre sich einfach mal selbstständig an einen gesellschaftlichen Umbruch zu  wagen, der sich den gewachsenen Strukturen aus Unselbstständigkeit, Autoritätsgläubigkeit und Ausländerfeindlichkeit entgegenstellt. Ihr seid frei. Mit der Freiheit kommt die Eigenverantwortung. Wer nichts tut, bleibt für immer von anderen abhängig und wird nie bedeutender als ein Popel.

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Kommentar von PlueschTiger
02.10.2016, 16:35

wäre es doch für die Ostdeutschen an der Zeit sich zu fragen, ob in ihren Gesellschaften nicht etwas gehörig schief läuft, und ob es nicht an der Zeit wäre sich einfach mal selbstständig an einen gesellschaftlichen Umbruch zu  wagen, der sich den gewachsenen Strukturen aus Unselbstständigkeit, Autoritätsgläubigkeit und Ausländerfeindlichkeit entgegenstellt. Ihr seid frei. Mit der Freiheit kommt die Eigenverantwortung. Wer nichts tut, bleibt für immer von anderen abhängig und wird nie bedeutender als ein Popel.

Sage du Ostdeutschen nicht was Eigenständigkeit ist. Im Osten hatten Frauen in den 60 schon Rechte, welche sie im Westen erst Anfang der 80 Jahre bekam. Auf Grund des mangels wurde die Ost Gesellschaft von hause aus schon selbstständig, da du sehen musstest wie du an bestimmte dinge heran kamst. Nebenbei waren es die Ossis welche die Wiedervereinigung mit Druck ins Rollen brachte, nicht 100.000 de Westdeutsche.

Wie du hier auch lesen konntest wäre die Lage im Osten wirtschaftlich nicht so schlimm, wenn sie nicht von der West Wirtschaft faktisch ausgeraubt worden währe. Was denkst du wohl was die Leute im Westen gekauft haben? "Made in DDR" mit dem Etikett "Made in GDR". Der Osten Deutschland war sehr selbstständig und gerade wegen der Flexibilität waren nach der Wende Ost Arbeiter gefragt, weil die aus nicht was machen konnten, da durch den Mangel Kreativität nötig war.

Solche reden wie deine sind der Grund warum es Zwist zwischen Ost und West gibt und das bis heute.

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Wir verwechseln immer Integration mit Assimilation.

Ist ein Türke, der seit 30/40 Jahren hier lebt, und gearbeitet hat, dessen Kinder hier geboren sind und dessen Enkel, der aber in seiner Freizeit unter seines gleichen geblieben ist, seine Traditionen und Bräuche weitergelebt hat, integriert?

Sind wir alle überhaupt Deutsche?

Also die Bayern bestehen darauf das sie Bayernn sind, die Franken leben nur geografisch in Bayern, sie bestehen darauf Franken zu sein.

In Baden Würtemberg, gibt es Badener und Würtemberger, und jede Menge mehr oder weniger gute Witze über diese .

Da gibt es in Städten gut und schlechte Stadtteile, ein Rheinhausener ist kein Duisburger obwohl die Eingemeindung 40 Jahre her ist.

Integration ist eine Frage der Vergößerung.

1,0 mm ist nur so lange  ein Millimeter, wie ich kein Messgerät habe es genauer zu messen.

Habe ich eine Bügelmesschraube, kann das auch 1,09 mm sein.

ls kind war ich stolz darauf von den Germanen abzustammen, weil die den blöden Römern den Hintern versohlt haben.

Aber frag ich einen Gentechniker welche Gene ich noch so alle in meiner DNA habe, dann kommt da was ganz anderes raus.

Wobei Germanen ja kein Volk waren, sondern in einem Gebiet, das Germainien, genannt wurde, lebende Stämme.

Da kannst du aufteilen bis du nicht mehr weiter kommst, und dann bleibt der Homo Sapiens( der weise Mensch) (sollte man vielleicht nochmal drüber reden) über.

Die Wiege der Menscheit liegt in Afrika, wo da genau weiß man nicht, aber auf jeden Fall nicht in Hoyerswerda, oder Bautzen.

Wir haben aus der ganzen Welt Rohstoffe nach Deutschland gehohlt, in Form von T-Shirts, Möbel, Autos, Kühlschränke, Fernseher, Handys.etc.

Als Müll haben wir sie wieder zurückgeschickt.

Und jetzt will man uns weis machen, das wir aus der EU raus sollen, und wieder für uns alleine weiter machen können.

Na viel denn Spass, wir haben so gut wie keine Rohstoffe, und leben davon das wir ins Ausland Exportieren.

Was wenn sich die Ausländer zusammen tun, und nichts mehr aus Deutschland haben wollen, und uns auch nichts mehr verkaufen wollen.

Das wird dann wohl eine Tränenflutkatastrophe von Primarkläden geben.

Wir können nicht ein einziges deutsches Handy zu bauen, mit Material das nur aus Deutschland kommt.

Wie willst du das denn verhindern Frau Petry?

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Kommentar von marylinjackson
01.10.2016, 12:10

Es gibt immer ein Gefälle zwischen arm und reich. Trotzdem kommt es auf die sozialen und kulturellen Gemeinsamkeiten an.

Ja, Assimilation wäre schon besser, doch daran stoßen sich dann wieder unsere türkischen Immigranten.

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Hier ist ja Material gestapelt, das reicht ja fuer die naechste "Revolution". ich habe mir dein Account angesehen und habe dadurch erkannt, dass hier  keine Schuelerin fragt, wie sie denn nun ein Statement halten soll.

Schuld an den lanjaehrigen Querelen zwischen Ost und West war der vorangegangene KALTE KRIEG. Jahrelang wurde gegenseitig Muell abgeladen, dass die Schwarte kracht, diese Tatsache wirkte natuerlich bei der Vereinigung nach.

Grosse Fehler waren: Rueckgabe vor Entschaedigung. (Ein Pulverfass.)

Die Treuhand machte ja im Osten Kahlschlag: Es gab keine Arbeit mehr, die  mobile Jugend zog der Arbeit hinterher, nach Bayern und Baden  Wuerttemberg usw.. Die Alten blieben, sowie die Rentner, somit ist der hohe  Bedarf an Transferzahlungen zu erklaeren.

 Innerhalb DE gab es schon immer Abneigungen, nicht nur der OSSI, nein  auch die NORDLICHTER u.A. waren als Abwertung gedacht.

Im Ausland trafen sich die Deutschen. Einzeln gesehen waren sie  untereinander freundlich gesinnt, standen allerdings WESSIS in der Gruppe  zusammen, anderseits ein OSSI allein da, dann war die Solidaritaet  eingeschraenkt, aus oben genannten Gruenden.. Die Maer vom SOLI, das  dieser Beitrag von allen Buergern DE bezahlt werden musste, wurde  geflissenlicht uebersehen.

Eine Gruppe schimpfte ueberhaupt nicht auf den Osten: Die  Versicherungsbranche hatte ca. 15 Millionen neue Abschluesse getaetigt,  diese Vertreter waren auffaelig viele davon in Spanien und anderswo  anzutreffen.

Fazit, die Vereinigung war schmerzhaft fuer viele Buerger, allerdings fuehrte  kein Weg daran vorbei, dieses Tal der Traenen zu durchschreiten.

Der Sieger schreibt die Geschichte, basta.

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Zu Deiner Frage:  Ja, wir sind noch kein vereintes Deutschland! Solange die Regierung immer noch in West und Ost differenziert, ist die Vereinigung noch nicht vollzogen. Auch ältere Menschen differenzieren zwischen Ost und West. Ich bin "West". Wenn ich Jugendliche aus Ost frage, ob sie sich als Deutsche oder Ostdeutsche sehen, sagen sie mir klar, dass sie Deutsche sind. Störer unser Demokratie wird es immer geben. Sie genießen die Deutsche freizügigkeit, kloppen sich aber mit anderen oder sogar mit der Polizei. 

Mit den Migranten hat das wenig zu tun. Das ist ein anderes paar Schuhe. Ich bin Christ und jeder muss Hilfe bekommen, die er benötigt. Es kann nicht sein, dass Menschen um ihr Leben Angst haben und Krieg und Terror fürchten. Die IS Terrorristen, die auf diesem Wege auch nach Deutschland kommen, bewegen sich im 0,001 Promillbereich im Verhältnis zu den Gesamtflüchtlingen. Das ist zwar schade, aber ist in Deutschland 2noch" nichts größeres passiert. 

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Was für eine Quatsch Frage. Man sollte mal eher die Frage stellen: Was ist der Grund für Links und Rechts Auseinandersetzungen. Und dieses Problem muss angegangen werden.

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Eine Gesellschaft ist ja in erster Linie keine statische Pressform, in die jeder reingeklopft wird, um dann glücklicher Teil des sozialen Miteinander zu werden. Gesellschaft ist dynamisch. Was vor 40 Jahren in der BRD opportun war, zählt heute als Spießertum aus der Mottenkiste. Und was unsere Kids morgen machen, wird die Altvorderen wie immer zur Weißglut treiben. So war es, so bleibt es - alles ist im Wandel. Die meisten ehem. DDR Bürger konnten sich auf unsere relativ freiheitlichen Grundrechte gut einstellen, denn das war überhaupt der Grund, der die Wiedervereinigung erstrebenswert für sie machte. Und aus dem selben Grund kommen nun Menschen hier her, denen es daheim an allem fehlt. Recht auf selbstbestimmtes Leben, wirtschaftliche Unabhängigkeit oder auch nur das Gefühl, dass nicht jede Nacht im Bombenhagel die letzte sein könnte. Was sollte diese Menschen abhalten, sich dort, wo sie Schutz suchen auch zu integrieren? Geben wir den gejagten eine Heimat oder polemisieren wir über die miese Anpassungsleistung von Menschen, die anders leben als wir?

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Kommentar von marylinjackson
01.10.2016, 11:15

Was vor 40 Jahren opportun war, soll heute als Spießertum aus der Mottenkiste zählen? Was wirst Du in 40 Jahren zur heutigen Situation sagen?

Das Recht auf selbstbestimmtes Leben artet oft aus in Hedonismus. Viel wichtiger ist soziale Verantwortung gegenüber der Familie und Gesellschaft. Sag das mal den Migranten, die nicht aus Kriegsgebieten kommen.

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Rechts und Links sind keine politischen Seiten denen sich explizit Ostdeutsche zuordnen.

Die empfundenen Mißstände sind einfach im Osten höher, weshalb perspektivlose Schichten eher dazu geneigt sind, sich zb. der AfD anzudienen. Immerhin haben die ja einen Schuldigen parat.

Die Ossis bezahlen das Gleiche fürs Essen, oft mehr für Energie und Wasser, bekommen aber 30% weniger Lohn, sogar in den Tarifverträgen.

Die ehemals größten und konkurrenzfähigen Unternehmen, deren Eigentümer die ansässigen Bürger waren, sind zu Gunsten von in den alten Bundesländern beheimateten Firmen zerschlagen und für 1 Euro an eben diese verscherbelt worden, woraus mitunter Millionengewinne entstanden sind.

Einer um 150 Euro geringeren Miete, bedingt durch Wohnungsleerstand wegen Arbeitsplatzmangels (Ursache siehe oben) stehen Gehaltsdefizite von 400-700 Euro gegenüber Arbeitsplätzen in den alten Ländern gegenüber.

Diese Ungerechtigkeiten streuen eben immer wieder frisches Salz in die Wunden und viele Menschen tun das sogar mit Vorsatz.

Ossi ist in vielen Teilen der Republik noch immer ein Schimpfwort.

Dennoch sind Ostdeutsche überall und in jeder Position zu finden, haben sich etabliert und werden wegen Ihres Umganges und Ihren Leistungen in gleichem Maße geachtet wie Ihre Kollegen und Bekannten in den alten Ländern.

Die Frage ist doch also die, wenn es uns gelungen ist, die Ostdeutschen trotz der unfassbaren Ungerechtigkeiten die begangen worden sind, einigermaßen zu integrieren, wieso sollte uns das mit Kriegsflüchtlingen nicht gelingen.

Wenn man als Bundes- und Landesregierung natürlich so "schlau" ist, vorallem junge ledige Männer neben Schulen und Gymnasien zusammen zu rotten und abzuwarten bis der Volkeswille sich Luft macht, na dann sieht es düster aus.

Aber solche Entscheidungen fallen ja nicht aus Dummheit. Unsere Politiker sind alles mögliche, dumm sind Sie nicht.

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Kommentar von Maisbaer78
01.10.2016, 21:06

für eine D-Mark  -_- nicht fürn Euro

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Tatsächlich ist es genau anders herum gelaufen: Westdeutschland wurde in die DDR integriert.

Zumindest kann man das Gefühl haben, dank Einheitspartei (CDU/CSU/SPD/Grüne/FDP) und Überwachungsstaat. So haben sich die Ossis ihre Zukunft sicherlich nicht vorgestellt, als sie von den freiheitlichen Vorstellungen über den Westens geträumt haben.

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Kommentar von AkifABl61
01.10.2016, 11:41

Sonst noch was?

Mit deiner Vorstellung ist man vermutlich so gut gegen jegliche ernsthafte Weltsicht geschützt wie mit einem Aluhut gegen ... Sonne.

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Kommentar von marylinjackson
01.10.2016, 12:14

Die Ossis sollen ja alle Nazis sein. Diese Beschimpfung kommt von den Wessis.


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Auch wenn im Osten Deutschlands eine stärkere Ablehnung gegenüber Flüchtlingen aus dem arabischen, islamischen Raum herrscht, als im Westen, glaube ich doch, ist die "Integration" der Ostdeutschen mehrheitlich gelungen. - Wobei Integration nicht das richtige Wort ist, denn die Ostdeutschen haben dabei, aus meiner Sicht, in fast bewundernswerter Weise selbst am stärksten mitgewirkt. Ob das umgekehrt so gelungen wäre, wage ich zu bezweifeln.

Ich glaube sogar, würde eine bestimmte Gruppe der Flüchtlinge genau so mitwirken, wie einst unsere ostdeutschen Brüder und Schwestern, gäbe es vielleicht auch das "ostdeutsche Problem" mit den Migranten und damit die Auseinandersetzungen zwischen Linken und Rechten nicht. 

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Wieso Integration? Ich verstehe die Frage nicht. 

Die Ostdeutschen mussten sich nicht integrieren. Sie waren ein Teil Deutschlands. Und wurden demzufolge auch als dieser aufgenommen. 

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Kommentar von DreiGegengifts
02.10.2016, 19:23

So schwer ist die Frage aber nicht.

> Die Ostdeutschen mussten sich nicht integrieren.

Selbstverständlich. Denn die Staaten hatten sich stark auseinander entwickelt. So stark, dass es bis heute andauert.

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