Ist die Inquisition auch gegen die Kirche vorgegangen?

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5 Antworten

Die Inquisition war eine Einrichtung der katholischen Kirche, also nicht, wie du zu Unrecht vorraussetzt, unabhängig davon. Sie konnte somit nicht gegen "die Kirche" vorgehen, sondern höchstens gegen andere ("ketzerische") Kirchen.

Ihr Auftrag war nicht Korruption zu bekämpfen, sondern falsche Lehren zu unterbinden. Oder auch Teilnahme an satanischen Riten o.ä.

Natürlich ist sie auch gegen Kleriker vorgegangen, die Dinge sagten, welche die Kirche für falsch erklärt hat. 1415 wurde beispielsweise der Priester Jan Hus verbrannt, der in mancher Hinsicht Ähnliches sagte wie ca. 100 Jahre später auch Martin Luther.

Irgendwo hab ich auch mal gelesen, dass bei Hexenverfolgungen mindestens einmal auch der zuständige Inquisitor angeklagt und verurteilt wurde. Das dürfte weniger mit dessen Fehlverhalten zu tun haben als vielmehr damit, dass Hexereivorwürfe gegen mächtige Leute oft der einzige Weg waren, den Hexenwahn zu stoppen, in in diesem Fall (bzw. diesen Fällen?) die Anzeige gegen den Hexenrichter noch nicht ausgereicht hat ...

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Kommentar von MeisterGlanz
26.02.2016, 07:13

Scheinbar einzige richtige Antwort bisher. Im zunehmenden Verlauf der Hexenverfolgung ging man mit der Zeit immer mehr gegen die Verfolger als gegen die Hexen vor.

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Die Inquisition war ein Machtinstrument der Kirche und die sind nicht gegen die korruption der Kirche vorgegangen die sind den Korruptiongegnern an Hals gegangen und haben somit die Korruption gefördert.

Vermutlich war nicht jeder dieses ausführenden Armes der Kirche selber korrupt und von hoher Stelle bestochen, aber in der Regel hatte die Kirche in solchen Zeiten bei allem was irgendwo Einfluss hatte nen Stein aufm Brett und wusste damit gut zu spielen um ihre Interessen zu verfolgen und ihre Macht zu vergrößern.

Der gemeine Handlanger war natürlich von Geistlichen und den höheren Rängen vollkommen fanatisiert worde und dachte er würde für Gott und Glauben Köpfe abschlagen, Finger brechen und Hexen verbrennen.

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Wieso "war" die Inquisition existiert noch als Die Kongregation für die Glaubenslehre noch heute. Sie soll die Kirche vor Häresie schützen. Das heißt wohl das Andersdenkende noch immer die Schnauze zu halten haben.

Die Inquisiton wird wohl gegen Kirchendiener vorgegangen sein wenn es den Herren in Rom dienlich war. Sonst wird sie schön den Kopf in den Sand gesteckt haben,so wie es heute noch Sitte ist.







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Kommentar von helmutwk
26.02.2016, 07:04

Wieso "war" die Inquisition existiert noch

Na ja, unter anderen Namen, ohne die alte Macht und mit veränderter Aufgabenstellung. So was würde ich nicht als "Fortbestand" bezeichnen.

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Man konnte eigentlich fast jeden bei der Inquisition anschwärzten und so ausschalten, die Inquisition selber aber war doch sehr stark verbunden mit (und unterstand) dem höheren Klerus. So wurde sie mehr Verfolgungs- als Aufklärungsinstrument.

(und hatte viele Gemeinsamkeiten mit der Sharia Polizei wie man sie in einigen Muslimen Ländern sieht)

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Nein, warum sollte sie? 

Die Inquisition war eine von der Kirche selbst eingesetzte Institution zur Bekämpfung von "Irrlehren".

Warum hätte die Inquisition den Ast absägen sollen, auf dem sie saß? Der Baum war mächtiger als der Ast. 

Gruß, earnest

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