Frage von SercanDLuffy, 144

Ist die Hölle nicht im Grunde genommen moralisch falsch?

Ich interessiere mich ja sehr für Religionen und für die Frage "Was passiert nach dem Tod?". Nun umso älter ich wurde, desto mehr wurde ich mich bewusster, dass es sowas wie einen Gott geben muss, wobei ich mich parallel dazu auch immer mehr anfing von den Weltreligionen zu distanzieren.

Aber innerlich taucht in mir dann dieses schlechte Gewissen auf, da meine Familie dies natürlich niemals nachvollziehen könnten, da sie nie soweit gedacht haben. Ich denke mir nämlich immer, wenn es einen Gott geben soll, der das ganze "Gute" von seinen gesandten Propheten überliefern lassen hat und dieses komplexe Universum bis ins kleinste Detail durchdacht und auf dieser Basis erschaffen hat, dann muss dahinter ja eine Intelligenz auf allerhöchstem Niveau stecken.

Und paradoxerweise ist diese "intelligente" Gottheit, dieselbe die als einzige Konsequenz festlegt, dass ein "schlechter Mensch" bis auf Ewigkeit in die Hölle verdammt wird und Qualen ausgesetzt wird, mit dem Hintergrund, dass er kein guter Mensch war. Es ist für mich einfach zu leichtsinnig und klingt für mich viel zu sehr nach "typisch Mensch".

Zwei Maßnahmen. Himmel und Hölle und dann ist alles gut. Ich bin fest davon überzeugt, dass es eine Art Gottheit gibt, da sowas Komplexes, wie wir es sind, nicht aus purem Zufall entstanden sind... der Naivste ist meiner Meinung nach nämlich der, der meint, es sei ein Zufall. Zufälle gibt es nicht, davon bin ich überzeugt.

Kann mir ein Wissenschaftler erklären, warum nur wir Menschen das einzige Lebewesen auf diesem Planeten ist, das sich so sehr von den Tieren entscheidet. Warum kann das Tier nicht so "intelligent" sein und sich gegen den Menschen stellen und ihn in Käfigen halten?

Nichtmal eine Art der Affen kann das, obwohl wir doch angeblich ferne Verwandte seien? Tiere sind wertvoll, aber es ist bewusst so gemacht worden, dass der Mensch das einzige Wesen sein soll, welches sich so unterscheidet, also einen freien Willen besitzt.

Aber eine Hölle ist für mich zu leichtsinnig, sowas kann keine Lösung sein. Was meint ihr?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von SlowPhil, 17

Ist die Hölle nicht im Grunde genommen moralisch falsch?

Der Meinung bin ich auch, jedenfalls gilt dies für die »traditionelle Hölle«. Dazu weiter unten. Zunächst sehe ich mich zu einem Exkurs veranlasst.

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Ich bin fest davon überzeugt, dass es eine Art Gottheit gibt, da sowas Komplexes, wie wir es sind, nicht aus purem Zufall entstanden sind…

Das ist kein guter Grund, die Existenz eine Gotts anzunehmen. Es klingt nach einem Gott als Lückenbüßer für das, was man für unerklärlich hält.

Gott muss überhaupt nichts, nicht einmal existieren, schon mal gar nicht, um (bislang) Unerklärliches zu erklären. Wenn ich an ihn glaube (was ich übrigens tue), werde ich ihn auch im Erklärlichen wirken sehen und auch mich selbst, im Wissen, dass ich auf natürliche Weise entstanden bin, persönlich als Geschöpf Gottes betrachten.

Ebenso besteht kein Widerspruch zwischen der Aussage, dass Gott alles geschaffen hat, und der Evolutionstheorie als einer innernatürlichen Beschreibung für die Entstehung der Arten. Der Kreationismus, der diesen Widerspruch behauptet, ist deshalb nicht in erster Linie schlechte Naturwissenschaft (genauer gesagt überhaupt keine), sondern vor allem schlechte Theologie.

Es ist auch falsch, eine Beschreibung der Weltentstehung unter der Annahme etsi Deus non daretur für »puren Zufall« zu halten. Alles unterliegt klaren Gesetzmäßigkeiten, die aber Raum für Vorgänge lassen, die sich von Zufällen nicht unterscheiden lassen.

Kann mir ein Wissenschaftler erklären, warum nur wir Menschen das einzige Lebewesen auf diesem Planeten ist, das sich so sehr von den Tieren entscheidet.

Die Frage ist falsch gestellt. Die Tiere unterscheiden sich untereinander »unendlich« viel mehr als der Mensch sich von den Menschenaffen als seinen nahen Verwandten unterscheidet. Das Tier existiert nicht. Das Einzige, das alle als »Tiere« bezeichneten Lebewesen der Erde gemein haben, ist, dass sie Eukaryonten ohne Zellwand und Chloroplasten sind, und dazu gehört auch der Mensch. Dabei sind auch psychische Eigenschaften, freier Wille etc. durchaus sehr unterschiedlich, auch im außermenschlichen Teil des Tierreichs.

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Zurück zur Hölle oder vielmehr zum Thema »Hölle«: Natürlich kann man nicht ausschließen, dass es sie in der Form gibt, wie sich Fundamentalisten diese vorstellen.

Hätten diese freilich Recht, so gäbe es positive Aussichten nur für diejenigen, die sich unter den Fundamentalismen zufällig den richtigen ausgesucht haben, und die müssten auch eigentlich Komplettzyniker sein, der Gott eigentlich für ein Art ins Unendliche vergrößerten Stalin hält, an dessen Tafel es sich halt besser lebt als in Workuta.

Nun war aber Stalin ein Mensch, und zwar einer mit ziemlich aufgeblasenem Ego, hinter dem eine mickrige, kleinmütige Persönlichkeit gesteckt haben muss, anderenfalls er nicht derart gewütet hätte.

Eine solche und noch mickrigere Persönlichkeit mit noch mehr aufgeblasenem Ego unterstellt diese Höllentheologie Gott, der als jemand, der um den Quälens selbst willen quält oder quälen lässt, das absolute Böse in idealer Form verkörpern würde. Das Wort »absolut« heißt hier nicht nur »völlig«, sondern inbesondere auch »losgelöst von allem«, da das Quälen dann Selbstzweck wäre.

Höllentheologie ist also Gotteslästerung und bleibt die Antwort auf die Frage schuldig, wie ein solches Wesen wie jener imaginierte und als Gott bezeichnete Dämon jemals Wesen von Großmut und Mitgefühl schaffen konnte.

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Meine Lieblingsidee - nicht meine einzige - ist die, dass es vielleicht nur eine Seele gibt und man sich nach seinem Erlöschen als vermeintliches Individuum die Augen darüber reibt, was man sich selbst angetan hat.

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Eine andere schöne Idee ist ein Bild von einem großen Tisch, an dem sowohl ein aus verschiedenen religiösen Hintergründen stammendes Paar als auch die verschiedenen Fundamentalismen anhängigen Eltern und Verwandten sitzen.

Die haben ihr jeweiliges Kind verstoßen und vielleicht ermordet . Nun fragen sie einen Engel vom Service, wo denn bitteschön die Hölle sei und wieso dieses liederliche Paar sich nicht dort befinde.

Zur Antwort bekommen sie: »Dies hier ist die Hölle - für euch. Wenn ihr das Feuer vermisst: Das brennt in euch, als Sodbrennen vor Ärger, weil ihr die jungen Leute feiern und nicht leiden seht.«

Antwort
von Aleqasina, 60

Es gibt mehrere Ansichten zum Thema Hölle.

Die naive Vorstellung ist die vom Ort der Bestrafung der Bösen. Sie geht von der freien Entscheidung des Menschen für das Gute oder Böse aus. Wenn sich der Mensch für das Böse entscheidet, dann ist nicht die Existenz einer Hölle unmoralisch, sondern die Entscheidung des Menschen und die Hölle ist nur die Konsequenz daraus.

Die modernere Vorstellung geht ebenfalls von der Freiheit des Menschen aus. Nämlich von der freien Entscheidung, auf Ewigkeit nicht in der Gegenwart Gottes (Himmel) leben zu wollen. Dann muss es als Alternative einen Ort geben, an dem Gott nicht ist: die Hölle. Die Frage ist nur, ob sich tatsächlich jemend bis zur letzten Konsequenz dafür entscheidet.

Wenn man aber davon aus geht, dass Gott überall ist, dann kann es auch diesen Ort nicht geben.

Skeptiker meinen, die Vorstellung von einer Hölle sei von Menschen erfunden, um ihr Bedürfnis nach Gerechtigkeit und Vergeltung, das auf der Erde nicht befriedigt wird, wenigstens in der Phantasie zu befriedigen.

Kommentar von SercanDLuffy ,

Eine seriöse und brauchbare Antwort. Ich danke dir.

Antwort
von RevatiKKS, 27

Soclche Gdedankengänge hatte iuch auch und sie haben micht irgendwann dahin gebracht, dass ich ganz großspurig gesagt habe: "Wenn Gott so ist, dann will ich mit ihm nichts zu tun haben, da gehe ich lieber in die Hölle." Ich habe lange suchen müssen, aber dann doch noch Antworten auf all meine Fragen gefunden und zwar im vedischen Wissen.

Mit "typisch Mensch" hast du deine Frage eigentlich schon selbst beantwortet.

Alles was wir tun hat Konsequenzen, wir müssen oder dürfen ernten, was wir gesät haben. Und ich bin zwar absolut kein Sadist, aber den "Erfindern" der "ewigen Hölle" könnte man fast wünschen, dass sie sich,wenn sie die Reaktionen ihrer negativen Handlungen zu erleiden haben selbst einbilden, dass würde ewig andauern.

Ja, der Mensch wird als einziges Lebewesen nicht völlig von seinen Instinkten gesteuert. Wir haben so etwas wie einen freien Willen, können uns für oder gegen Gott entscheiden und dementsprechend leben. Aber wir werden halt mit den Folgen konfrontiert. Was dann gerne Gott angelastet wird oder als Beweis für seine angebliche "Nichtexistenz" herhalten muss.

Und "Zufälle" gibt es schon, sie sind das was uns aufgrund kosmischer Gesetzmäßigkeiten "zufällt".

Vielleicht kannst du hiermit etwas anfangen: https://stephenknapp.wordpress.com/2011/03/13/sanatana-dharma-hinduism-in-a-nuts...

Kommentar von SercanDLuffy ,

Danke für deine Antwort

Antwort
von Franek, 10

Mein Gedanke ist dieser: Wenn ein Mensch Zeit seines Lebens immer wieder Gott ablehnt und nichts mit ihm zu tun haben will, wäre es dann nicht mindestens inkonsequent, wenn man ihn nach diesem Leben dazu zwingen würde, in der Gegenwart genau dieses Gottes zu existieren, für ewig?

Darum sehe ich nicht die Hölle als Bestrafung an, sondern als selbstgewählte Konsequenz.
Es ist das, was der Mensch zu Lebzeiten wollte (von Gott getrennt sein) in "Vollendung". Ja, da ist es "mies", aber so ist es, wenn Gott GAR nicht mehr da ist.
So gesehen könnte man einen zwangsweisen Aufenthalt in der Gegenwart Gottes auch als Strafe für jemanden ansehen, der ein Leben lang bezeugt hat, nichts von gott wissen zu wollen.

Menschlich ausgedrückt: Wenn jemand partout nicht Dein Freund sein will, Deine Einladungen ablehnt, denen die Dich liebhaben und die Du liebhast evtl. sogar böses antut, würdest Du ihn dann in Deiner Nähe haben wollen oder ihm zumuten, in Deiner sein zu müssen?

Antwort
von Philipp59, 8

Hallo SercanDLuffy,

zu Deiner Beruhigung kann ich sagen, dass die Lehre von einer Feuerhölle in der Bibel nicht zu finden ist. Über den Zustand der Toten sagt sie nämlich: "Denn die Lebenden sind sich bewusst, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewusst, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl [oder Grab], dem Ort, wohin du gehst" (Prediger 9:5,10).

Was bedeutet das? Nun, wenn es nach dem Tod kein Bewusstsein gibt, dann kann es auch keine Qual durch ein Feuer geben! Die Höllenlehre ist zwar weit verbreitet, doch ist sie zum einen unbiblisch und zum anderen stellt sie Gott in ein sehr schlechtes Licht.

Auch könnte man folgende Überlegungen anstellen: Wie könnte ein Gott, von dem gesagt wird, dass er "Liebe ist" , Menschen für ein relativ kurzes sündiges Leben von 70 oder 80 Jahren dann für immer bestrafen (1. Johannes 4:8)? In welcher Relation steht eine ewige Bestrafung zu einem zeitlich begrenzten Leben in Sünde? Und würde Gott wohl seinen Hauptgegner, Satan den Teufel, dazu gebrauchen, seinen Willen ausführen zu lassen und auf diese Weise eng mit ihm zusammenarbeiten?

Außerdem: Kein normal denkender und normal fühlender Mensch käme je auf die Idee, jemandem auch nur für kurze Zeit Qualen durch ein Feuer zuzufügen! Das Rechtssystem einiger Länder sieht für die schlimmsten Verbrecher "lediglich" die Bestrafung durch den Tod vor, niemals jedoch eine Bestrafung durch Qualen irgendeiner Art.

Gott solch ein Handeln zu unterstellen, gehört mit zu den schlimmsten Gotteslästerungen, die je begangen wurden. Das macht aus ihm einen rachsüchtigen und äußerst grausamen Gott, mit dem man am liebsten nichts zu tun haben möchte. Wie gegensätzlich ist doch das Bild, das die Bibel in Wirklichkeit von Gott zeichnet! Sie beschreibt ihn beispielsweise als einen Gott "barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit" (2. Mose 34:6). Oder wie es in einem anderen Bibeltext heißt: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; Gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4).

Es gibt somit keinen Grund, irgendwie beunruhigt zu sein. Die Bibel zeigt außerdem, dass durch den Tod sämtliche Sünden abgegolten sind. Sie sagt: "Denn wer gestorben ist, ist von [seiner] Sünde freigesprochen" (Römer 6:7). Egal, wieviel Sünden jemand im Laufe seines Lebens begangen hat, sie sind mit dem Tod bezahlt. Eine Bestrafung über den Tod hinaus gibt daher keinen Sinn und steht, wie gerade gezeigt, der Persönlichkeit Gottes völlig entgegen.

LG Philipp

Antwort
von DerBuddha, 18

1. WENN es einen erbauer des universums gibt, wäre es diesem wesen völlig egal, was das kleine und dumme tierwesen denkt oder tut......... KEIN mensch und KEINE menschlichen eigenschaften, denkweisen oder sichtweisen würde auch nur ansatzweise mit diesem wesen in verbindung gebracht werden können, denn dieses wesen wäre auf einer völlig anderen und uns unbekannten existenz-ebene und unsere körperlichen eigenschaften, moralischen dinge wären NICHT mit diesem wesen kompatibel...........!!!!!

2. beweist die geschichte der religionen selbst, dass es KEINE märchenfiguren gibt, denn nicht "gott" hat den menschen erschaffen, sondern der mensch sich seine geister/halbgötter/götter und göttinnen selbst und um den menschen an den glauben zu binden, wurden dann schöne und lustige märchen erfunden, wie z.b. die hölle, die aus einem anderen mythos stammt und dabei eine völlig andere geschichte hatte........

Hölle: der Ursprung liegt in der ägyptischen Mythologie, hatte dort aber einen ganz anderen Hintergrund, wurde Unterwelt genannt und in dieser musste jede Nacht der Sonnengott Ra/Re hinabfahren, Abenteuer bestehen um am nächsten Tag wieder am Himmel erscheinen zu können. Aus dieser Unterwelt hat der monotheistische Glaube dann die monotheistische Hölle erfunden, um die Gläubigen an seinen Glauben zu binden und mit schönen erfundenen Märchenstrafen dann drohen zu können..............

die wissenschaft hat schon längst deine frage beantwortet und sogar ein wort dafür ins spiel gebracht: evolution..............und jeder der das wort evolution abstreitet, sollte sich mal die natur genau ansehen, denn selbst HEUTE noch ist evolution vorhanden, tagtäglich, in jeder minute, denn jedes kleine grippe-virus, dass mutiert, ist EVOLUTION...............

zudem, es gibt im universum unendlich viele galaxien, mit unendlich vielen lebensfähigen planeten und wir sind mit absoluter sicherheit NICHT die einzige "entwickelte" lebensform........... wir sind vielleicht sogar unterentwickelt gegenüber anderen spezies...........:)

Ausserirdisches Leben: In unserer Galaxie existieren geschätzte 15 Milliarden Erden, im gesamten Universum sind 15 Quadrillion ( 24 Nullen) bewohnbare Planeten vorhanden. Zudem sind in unsere Milchstraße 200 bis 400 Milliarden Sonnen beheimatet, die zumeist von Planeten umkreist werden. Noch dazu ist unsere Heimatgalaxie nur eine von über 100 Milliarden Galaxien im Universum.
Besonders optimistisch gibt sich der Astronom Frank Drake, der anhand einer Wahrscheinlichkeitsrechnung auf über 300 mögliche intelligente Zivilisationen allein in unserer Galaxie kommt.
Seit 1960 bereits durchforsten wir das Weltall nach Radiowellen, die Hinweise auf entwickelte Zivilisationen geben und über die wir mit ihnen in Kontakt treten könnten. Im August 1977 wurde im Rahmen dieses Projekts das sogenannte "Wow!"-Signal empfangen, dessen Ursache bis heute nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte.
Sollten also mal Ausserirdische Wesen bei uns vorbeischauen, wäre das hoffentlich das Ende der Religionen auf Erden...........:)

Antwort
von Hardware02, 13

Die Idee einer Hölle ist Gotteslästerung, denn sie besagt im Prinzip, dass Gott seine Geschöpfe in alle Ewigkeit für einen Fehler bestraft, denn sie irgendwann vor Jahrtausenden einmal gemacht haben. 

Antwort
von Andrastor, 56

Viele Fragen und viel Unwissenheit.. erlaube mir dich aufzuklären:

Nun umso älter ich wurde, desto mehr wurde ich mich bewusster, dass es
sowas wie einen Gott geben muss, wobei ich mich parallel dazu auch immer
mehr anfing von den Weltreligionen zu distanzieren

Das alleine ist ein Widerspruch in sich. Es ist als würdest du sagen dass es einen Sauron geben muss, aber gleichzeitig distanzierst du dich von den Werken Tolkiens.

Die einzigen Informationen die wir über Gott haben, stehen in den "heiligen" Schriften. Sie beschreiben Gott mit seinem Wirken und wenn wir diese ausser Acht lassen, haben wir ein Vokabel ("Gott") ohne jegliche Bedeutung dahinter.

Und paradoxerweise ist diese "intelligente" Gottheit, dieselbe die als
einzige Konsequenz festlegt, dass ein "schlechter Mensch" bis auf
Ewigkeit in die Hölle verdammt wird und Qualen ausgesetzt wird

Was daran liegt das Gott nur eine Erfindung ist. Das ist der Grund warum er sich zu jeder Zeit in den Erzählungen der "heiligen" Schriften überaus menschlich verhält, äußerst negative Charakterzüge aufweist und auf diese auch noch stolz ist.

Ich bin fest davon überzeugt, dass es eine Art Gottheit gibt, da sowas
komplexes wie wir es sind, nicht aus purem Zufall entstanden sind

Argumentum ad ignorandum: "Ich kann mir die Lage nicht anders vorstellen, also ist meine Meinung wahr."

Wir Menschen sind NICHT das Produkt reinen Zufalls. Die Evolution hat zwar den Zufall als eine treibende Kraft, jedoch entscheidet nicht der Zufall alleine über die Entwicklung, sondern die Lebensumstände selbst.

Zufälle gibt es nicht, davon bin ich überzeugt.

Jedes unerwartete oder ungeplante Ereignis ist ein Zufall. Wenn ein Blatt von einem Baum fällt, ist es Zufall wo es landet. Chaotische Spielzeuge bewegen sich nach dem Zufallsprinzip.

Kann mir ein Wissenschaftler erklären, warum nur wir Menschen das
einzige Lebewesen auf diesem Planeten ist, das sich so sehr von den
Tieren entscheidet.

Du meinst "unterscheidet" und ich kann dir das sehr wohl erklären, wir unterscheiden uns nämlich nicht von den Tieren.

Jede Tierart ist in ihrem Ökosystem ein Spezialist auf ihren Gebiet. Zu fragen warum sich der Mensch so von allen anderen Tieren unterscheidet, ist zu fragen warum sich der Elefant so von allen anderen Tieren unterscheidet, oder der Zitteraal.

Beide Arten, Elefant, wie Zitteraal sind Spezialisten auf ihren entsprechenden Gebieten. Kein Mensch könnte je so groß und kräftig sein wie ein Elefant, oder elektrische Stöße aussenden wie ein Zitteraal.

Warum kann das Tier nicht so "intelligent" sein und sich gegen den Menschen stellen und ihn in käfige halten?

Weil sie andere Wege der Evolution eingeschlagen haben. Warum hat ein Mensch nicht dieselbe Kraft in den Fingern wie ein Orangutan? Warum ist ein Mensch nicht so gewaltig wie ein Gorilla?

Jede dieser Spezialisierungen ist auf einen anderen Lebensraum und eine andere evolutionäre Nische abgestimmt.

Nichtmal eine Art der Affen kann das, obwohl wir doch angeblich ferne Verwandte seien? 

Wir sind sogar sehr nahe Verwandte, die nächsten Verwandten die der Mensch heute noch hat.

Es gab noch andere Menschenarten, doch diese sind ausgestorben (wie die Hobbits) oder haben sich mit dem modernen Menschen vermischt (wie der Neandertaler zum Beispiel) und sind heute Teil unserer Art.

bewusst so gemacht worden, dass der Mensch das Einzige Wesen sein soll, welches sich so unterscheidet, also einen freien Willen besitzt.

Nein, nur weil wir in unserem Spezialgebiet (Intelligenz) die momentan unangefochtenen Meister sind, bedeutet das nicht, das dahinter ein Plan stehen würde.

Das natürliche Ausleseverfahren trägt die Verantwortung für unsere Entwicklung zum Menschen. Wer intelligenter war hatte die besseren Überlebenschancen.

Ausserdem besitzen nicht nur wir Menschen einen freien Willen. Alle höheren Säugetierarten haben einen solchen, was man unschwer erkennen kann wenn man sich zum Beispiel Hunde und Katzen ansieht.

Wer noch mehr Beweise braucht, soll sich Dokumentationen über Affen ansehen, denen man sprechen beigebracht hat. Affen haben nicht nur einen freien Willen, sie philosophieren sogar über das Leben und den Tod

Der Mensch ist einzgartig als Spezialist auf dem Gebiet der Intelligenz. Dazu hat jedoch kein "Plan" oder "Schöpfer" geführt, sondern alleine das Leben auf diesem Planeten und der Zufall.

Für einen "Schöpferplan" sind wir extrem schlecht designt und haben einige Mängel die entweder auf eine schlampige Arbeit schließen lassen, oder darauf dass wir, wie alle Lebewesen auf dieser Welt, nichts weiter sind als Tiere.

Kommentar von SercanDLuffy ,

Und woher nimmst du dir dein Wissen rauß? Zeig mir doch mal einen Affen Philosophen, der auch noch sprechen kann. Und warun ist es ein Widerspruch zu behaupten, dass man immer mehr anfängt an einen Schöpfer, Gott (Nennen wir ihn, wie es uns beliebt) zu glauben und doch lehnt man gleichzeitig die Religionen ab. Ich denke das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Jetzt fragst du dich "Ja wenn du dich distanzierst, warum die Frage zur Hölle?" Ganz einfach, weil das Christentum, der Islam und das Judentum eines der größten Religionen sind und diese eben mal hinterfragen würde und die Meinung anderen hören würde. Tiere haben einen freien Willen? Manche würden sagen, den Willen zu leben. Vielleicht gibt es eine Art davon, aber nicht so ausgeprägt, wie beim Menschen. Der Mensch hst nicht zwangsläufig einen Instinkt zum Leben. Wenn er depressiv ist, denkt vielleicht auch daran, sich selbst das Leben zu nehmen. Ein Tier humpelt mit 3 abgehackten Beinen weiter rum und man sieht, wie es versucht weiter zu humpeln zu kriechen, um weiterzuleben. Der Mensch hingegen würde sich entscheiden können, ob er aus Willenskraft weiterkriecht bis Hilfe kommt oder liegen bleibt, bis das Herz aufhört zu schlagen. "Ich kann mir die Lage nicht vorstellen, also ist meine Meinung wahr". Habe ich nie behauptet, warum sonst frage ich nach anderen Meinungen? Daran hast du ja vielleicht nicht gedacht, aber ich bin ja der Unwissende, fast vergessen. Ich hingegen versuche nachzuvollziehen, aber du weißt anscheinend schon alles.

Kommentar von Andrastor ,

Und woher nimmst du dir dein Wissen rauß?

Ich bilde mich. Dokumentationen, Eigenforschung, Recherchieren, Nachprüfen von Quellen, etc.etc.

Zeig mir doch mal einen Affen Philosophen, der auch noch sprechen kann

https://www.youtube.com/watch?v=SNuZ4OE6vCk

https://www.youtube.com/watch?v=8oh1uhrdc6w

Videos über Koko die Gorilladame mit der schon Robin Williams vor seinem Tod gesprochen hat.

Sie war sehr traurig als sie von seinem Tod erfahren hatte.

Du findest haufenweise Videos über sprechende Affen im Internet, nicht nur Koko, auch anderen Gorillas, Shimpansen und Orangutans hat man diverse Sprachen beigebracht.

Ich denke das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Ich denke den Zusammenhang hatte ich bereits ausführlich erklärt, noch einmal die Kurzversion:

Du kannst nicht an eine Figur glauben und dich gleichzeitig vom Informationsmaterial distanzieren. Das woran du glaubst, ist dann nicht diese Figur, sondern deine eigene, selbstkreierte Version davon, welche sich das Vokabel mit dem Original teilt.

Eine schlechte Fanfiction um es noch einfacher zu sagen.

Tiere haben einen freien Willen?

Natürlich.

aber nicht so ausgeprägt, wie beim Menschen.

Doch, natürlich so ausgeprägt wie beim Menschen. Der Unterschied ist, dass Tiere eben nicht die Möglichkeiten der Kommunikation haben, die uns zur Verfügung stehen.

Wenn du aber lernst das Vokabular eines Tieres zu deuten, wirst du erkennen, dass sie sehr wohl einen freien Willen haben, der uns in keinster Weise nachsteht.

Der Mensch hst nicht zwangsläufig einen Instinkt zum Leben.#

Natürlich hat der Mensch Instinkte. Sehr stark ausgeprägte sogar. Einige können diese Instinkte besser kontrollieren als andere, aber dennoch sind diese Instinkte vorhanden.

Die Reaktionen auf das Kindchenschema zum Beispiel sind reine Instinkreaktionen. Oder das Suchen von Gesichtern.

depressiv ist, denkt vielleicht auch daran, sich selbst das Leben zu nehmen

Es gab auch schon Fälle von depressiven Tieren, die sich das Leben genommen haben.

Meistens durch die Verweigerung von Nahrung und Wasser.

"Ich kann mir die Lage nicht vorstellen, also ist meine Meinung wahr". Habe ich nie behauptet,

Ach nein? Und was ist mit:

Ich bin fest davon überzeugt, dass es eine Art Gottheit gibt, da sowas
komplexes wie wir es sind, nicht aus purem Zufall entstanden sind

Das ist keine Frage, das ist eine Feststellung, ein Statement. Du sagst klar und deutlich aus wie die Welt für dich aussieht, wie deine Überzeugung diesbezüglich ist.

Ich hingegen versuche nachzuvollziehen

Dann würdest du nicht so abwehrend auf meinen Beitrag reagieren. Du willst nicht nachvollziehen, du willst offensichtlich Bestätigung, das geht eindeutig aus deinen Antworten zu anderen Beiträgen heraus.

Du willst nicht verstehen und nicht lernen, du willst dass dir jemand bestätigt dass deine Ansichten die richtigen sind und daher wehrst du alles ab was diesen Ansichten widersprechen könnte.

Das ist der Bestätigungsfehler höchster Güteklasse.

Kommentar von SercanDLuffy ,

Du hast Recht. Da ich noch 16 bin, werde ich ohnehin noch vieles lernen. Du bist mir dennoch nicht sonderlich sympathisch und auch, wenn du viel Wissen besitzt und gerade von Kommunikation redest.... Naja dann finde ich, dass du anstatt komplett zu widerlegen, versuchen könntest richtig darauf einzugehen. Bei dir habe ich das Gefühl gehabt, dass du die Intention verfolgt hast, mich lediglich zu widerlegen und dann zu sagen, dass ich nicht lernen möchte. Fast schon wie das Schulsystem ^^ Wissen ist vieles vorhanden, aber korrigiert werden nur Fehler und gesagt wird nur, was man falsch macht. Naja teilweise basiert vieles sogar auf Axiome. Ich habe nicht immer Bestätigung bekommen und dennoch konnte ich mich mit vielen Menschen gut austauschen, ich denke es ist auch nix falsches etwas Bestätigung zu erwarten. Und ich denke, dass ich trotzdem nicht diese Frage aus Bestätigung gestellt habe. Ich bin nämlich sicher, dass es es einen Schöpfer gibt, das war ein Statement, tatsächlich. Aber das war auch nicht meine Frage. Meine Frage war, dass wenn es tatsächlich sowas wie ein Hölle geben würde, es doch moralisch falsch wäre. Das zeigt mir selbst, dass ich mir Gedanken darüber mache und Meinungen anderer hören will, mit der Erwartung mich zu überzeugen und nicht zu widerlegen.

Kommentar von Andrastor ,

Naja dann finde ich, dass du anstatt komplett zu widerlegen, versuchen könntest richtig darauf einzugehen.

Das tue ich, aber die Wahrheit ist nicht immer kompatibel mit verschiedenen Ansichten und Weltanschauungen und wirkt daher oft unsympathisch.

Ich werde nicht und niemals ein "vielleicht" durchgehen lassen nur um jemandem nicht auf den Schlips zu treten.

Es gibt keine "vielleichts" in der Wahrheit, sondern nur "Ja's", "Nein's" und "Ich weiß das nicht/ wir wissen das nicht".

Bei dir habe ich das Gefühl gehabt, dass du die Intention verfolgt hast,
mich lediglich zu widerlegen und dann zu sagen, dass ich nicht lernen
möchte.

Meine Intention ist zu provozieren. Und zwar dazu zu provozieren seinen eigenen Verstand zu gebrauchen und selbstständig zu lernen und zu wachsen.

Wenn dazu ein Weltbild zerschmettert, eine Meinung widerlegt, oder ein Argument in der Luft zerfetzt werden muss, dann soll es so sein. Die Wahrheit ist nicht freundlich und macht keinerlei Ausnahmen.

Das zu lernen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg des Lernens.

Meine Aussage du würdest nicht lernen wollen, bezog sich einzig und alleine auf deine Reaktion auf meine und andere Beiträge. Auch das ist eine Provokation, ich will dazu provozieren dass du von dir aus sagst/denkst "Dem zeig ich's, er sagt ich will/kann nicht lernen? Das werden wir schon sehen!"

Und offenbar hatte ich damit Erfolg, ansonsten würdest du nicht mehr mit mir schreiben, oder zumindest nicht so.

und gesagt wird nur, was man falsch macht.

Mit dem Unterschied das wir uns nicht gut genug kennen um eine andere Vorgehensweise zuzulassen. Ich weiß von dir nur was ich aus deinen Beiträgen erkennen kann, also kann ich nicht mehr als deine Fehler korrigieren und dir sagen wo du Verbesserungspotential hast.

ich denke es ist auch nix falsches etwas Bestätigung zu erwarten.

Doch, denn wenn du Bestätigung erwartest, setzt du voraus dass du mit deiner Aussage Recht hast.

Setzt du das jedoch bereits voraus, bist du überzeugt davon Recht zu haben und Überzeugungen lassen sich weitaus schwerer korrigieren als Vermutungen oder Wissen.

mit der Erwartung mich zu überzeugen und nicht zu widerlegen. 

Womit du wieder voraussetzt Recht zu haben. In diesem Satz bestätigst du nur meine Aussage darüber, dass du nach Bestätigung suchst.

Du gibst das klare Statement ab überzeugt werden zu wollen. Wovon? Nicht von einer gegenteiligen Meinung, denn du willst nicht widerlegt werden, also bleiben nur gleichgerichtete Meinungen.

Du willst also nicht hören dass es keinen Gott gibt, oder warum, du willst dich weiter in der Komfortzone deines Glaubens aufhalten und nur definieren wer oder was dieser Gott sein kann, ebenfalls ausschließlich innerhalb deiner Komfortzone.

Und genau das ist falsch!

Du kannst nicht lernen, wenn du deine Komfortzone nicht verlässt, oder jemand (wie ich) in diese eindringt und dich mit Daten und Fakten konfrontiert die dir nicht gefallen.

Du bist wie ein Kind welches sagt niemals Fisch essen zu wollen und Bestätigung sucht welches Schweinefleischgericht am besten schmeckt, ohne hören zu wollen welche Fischgerichte es noch gibt, die es nie gekostet hat.

Kommentar von SercanDLuffy ,

Und natürlich widerlegt man mich auch, wenn man mich überzeugt. Bei dir hatte ich aber das Gefühl, dass es dir komischerweise auch nur um Bestätigung des Wissens gehen würde. So habe ich das wahrgenommen, nicht um mich rechtfertigen. Ich bin nicht zu stolz um etwas einzusehen, weshalb ich das was du gesagt hast auch begriffen hab.

Kommentar von SercanDLuffy ,

Trotzdem danke ich dir für deine Antwort. Mühelos war es ja nicht, alleine wegen dem Zeitaufwand.

Kommentar von Andrastor ,

siehe meinen obigen Beitrag.

Antwort
von krisiindahood, 41

Einfach erklärt kann man sagen, dass Gott gerecht ist. Wäre er ungerecht würden auch"böse" Menschen ins Himmelreich kommen während sie andere umgebracht haben etc und von Ihren Lüsten getrieben worden sind. Dann gibt es, sag ich mal, die andere Sorte, die sogenannten " Gottesfürchtigen ", welche sich darum bemühen, das Wort Gottes zu gehorchen und sich Jesus Christus ähneln wollen, diejenigen, die versuchen wollen, die Welt besser zu machen durch Ihre Taten und Gedanken. Christen zB dürfen sich sozusagen nicht mit körperlicher Gewalt  wehren. Das bedeutet, sie dürfen dem Nächsten nicht weh tun. Natürlich kann das kein Mensch einhalten, denn ansonsten bräuchten wir ja auch keinen Gott. Es geht aber vielmehr um die Gerechtigkeit, welche wir Menschen vergessen. Siehe, verschiedene Länder Kriegen und Hungern und dann gibt es Länder und Menschen, die das Geld anderen Leuten ausrauben oder gar nicht mal teilen wollen. Wieso also sollten Menschen, die Schlechtes anderen angetan haben und andere Morden und keine Rücksichtsnahme gegenüber anderen nehmen, die Gelegenheit haben, das Ewige Leben zu erhalten. Würden sie das überhaupt schatzen?

Kommentar von SercanDLuffy ,

Das was du sagst, macht in gewisser Hinsicht schon Sinn, aber was ist denn Gerechtigkeit? Für den Menschen ist das ja leicht definiert also rein oberflächlich. Damit will ich nicht sagen, dass ein Kinderschänder ins Paradies kommen soll, aber hoffe du verstehst, was ich meine. Aber es ist einfach meiner Meinung nach nach dem Motto, also typisch Mensch: Ich schlage ihn oder bringe ihn um, um zu zeigen, dass Schlagen und Töten falsch ist. So klingt für mich die Hölle. Verstehst du? Für einen Gott viel zu leichtsinning. Was sagst du dazu?

Kommentar von krisiindahood ,

Ja ich verstehe auch was du meinst. Ich denke, dass man die Hölle nicht als ein Ort empfinden sollte, sondern als ein Gefühl. Wir Menschen werden mit der Sünde geboren, dass heisst, dass wir nicht alles Richtig machen werden und wir tun auch Böses, das kann keiner abstreiten und Gut können wir uns auch nicht wirklich nennen, denn auch eine Lüge zieht uns schon zu der Ungerechtigkeit. Gereichtigkeit zu definieren ist nicht leicht. Ich habe persönlich die Gerechtigkeit in der Bibel gefunden. Ganz ehrlich, sogar viel mehr. Jesus "fordert" auf, dass wir nicht nur unsere Freunde lieben sollen sondern auch unsere Feinde, im Sinne, wir sollen ihnen verzeihen und für sie beten. Meiner Meinung nach, ist dieses Beispiel, eines von vielen eine grosse Definition von Gerechtigkeit. Würden wir uns an Menschen wenden, die Gerechtigkeit suchen, würden wir auf unzählige Definitionen stossen. Es gibt einige davon, die für "Auge um Auge, Zahn um Zahn" sind. Aber wie soll man sich die Welt vorstellen, wenn jeder nach dem Motto leben würde. Es wäre eine kleine und kalte Welt. Siehe Gott nicht als einen bösen und alten Mann an, den du vielleicht so kennengelernt hast. Siehe Gott gar nicht an, sondern lerne ihn kennen, dann wirst du sehen, dass die Gerechtigkeit was Besonderes in der Bibel ist und sie überschreitet sie sogar. Ich wünsche dir von Herzen, dass du dich auf der Suche machst und finde es toll, wie du dir solche Fragen stellst.

Kommentar von SercanDLuffy ,

Ich danke dir, für deine Antwort und für dein Verständnis ^^ Ich wünsche dir alles Gute.

Antwort
von quantthomas, 49

So groß ist der Unterschied zwischen Mensch und Tier auch wieder nicht.

Ich würde sogar behaupten, daß wir in Punkto Grausamkeit, es getrost mit dem Tyrannusaurus Rex aufnehmen könnten. 

Leider gibt es keine Hölle, die alle diese menschlichen "A..........er" nach dem Ableben aufnimmt und dementsprechend behandelt. 

Kommentar von Cruiser67 ,

Kein wirklich passender Vergleich. Der T-Rex war sich seiner "grausamen" Taten nicht bewusst und wollte nur überleben.

Der Mensch weiß dagegen genau, was er tut!

Kein anderes, bekanntes Lebewesen ist so grausam, wie der Mensch. Fairerweise muss ich aber noch betonen, dass nicht alle Menschen so sind.

Kommentar von SercanDLuffy ,

Ich finde schon, dass der Unterschied enorm ist. Vielleicht nicht biologisch, aber geistlich. Jetzt kommen die Komiker: "So geistlich fortgeschritten kann der Mensch ja nicht sein, wenn man sich die Welt heute anschaut"... Behaltet es für euch, denn ihr seid wahrlich unnötiger als ein Sandkasten in der Sahara.

Kommentar von quantthomas ,

Gut zu wissen, daß es unwichtige Sandkörner gibt und  auch Menschen,  die wissen wo es lang geht. 

Kommentar von SlowPhil ,
…daß wir in Punkto Grausamkeit, es getrost mit dem Tyrannosaurus Rex aufnehmen könnten.

Umgekehrt, Tyrannosaurus hätte es nicht mit dem Menschen aufnehmen können. Ein Tyrannosaurus tötete, biss vielleicht auch schon mal lebendigen Anatosauriern ein Stück Fleisch aus dem Leib, aber weder hat er das mit dem Wissen getan, dass er ihm damit Schmerz zufügt, noch aus der Absicht, dass zu tun. Geschweige denn hat er jemanden irgendwo monatelang gefangengehalten und gefoltert.

Antwort
von Othetaler, 48

Die Hölle ist nur eine Idee und kein realer Ort.

Kommentar von SercanDLuffy ,

Vielleicht kamst du nicht dazu so weit zu denken, aber in diesem Kontext geht es darum, dass diese Idee eben ein realer Ort ist, denn darauf basiert diese "Idee". Deshalb konntest du dir in der Zeit, als du diese Frage beantwortet hast, auch einfach einen Tee oder so machen...

Antwort
von MaggieundSue, 25

Wenn man Angst hat vom sterben, denn schliesslich will man ja leben und man versteht nicht, dass es mal ein enden haben soll/muss.....dann vergleicht man das Sterben mit der Hölle. 

Diejenige, die das Sterben....den Tod mit dem Leben dazugehört....die haben keine Hölle.

Die Intelligenz....jedes Lebewesen hat seine Intelligenz.....nur können manche Mensch dies nicht akzeptieren. 

Antwort
von Aleqasina, 49

Du stellst viele Fragen auf einmal.

Sortiere mal. Eine Frage nach der anderen, jede extra.


Antwort
von Viktor1, 36

Warum mußt du dich an den Glauben an die Hölle versteifen ?
Es zwingt dich keiner dazu, du hast dies forciert.
"Moralisch" (was verstehst du darunter ?) falsch wäre es auch nicht unbedingt.
Wenn Jemand sich wissentlich in den Abgrund stürzt ist die Existenz des Abgrundes ja auch nicht "unmoralisch" (wie auch immer).
Die Botschaft der Religion: "gehe den gerechten Weg der zum Heil  (Leben !) gelangt statt den der Ungerechtigkeit, der dich ins Verderben stürzt " ist doch "moralisch" nachvollziehbar.
Die "Ausschmückung" Letzteres zu Hölle ist nur noch wenig in der christl. Lehre präsent.
Es geht um (transzendentes)  Sein im Reich Gottes - oder nicht.

Antwort
von fricktorel, 29

Die "Hölle" (Gehenna) war früher der Ort vor Jerusalem, in welchem die Unräte der Stadt "entsorgt" wurden (Joh.15,6).

Für uns ist es das Sinnbild es "ewigen Feuers", in welches der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) und dessen Dämonen geworfen werden (Offb.20,10).

Für die weiterhin "ungläubigen" Menschen droht das selbe Schicksal (Offb.20,5; 12-15).

Antwort
von fricktorel, 13

Unser ewiger Schöpfer wollte Sein Universum an Kinder schenken (1.Mose 1,26-27), welche Ihm glauben (Jer.3,19; Röm.8,32).

Doch der Ungehorsam der Menschen zog eine Zeit unter der Herrschaft Satans (1.Mose 3,4-7; Offb.12,9) nach sich, die aber bald vorbei ist (Offb.20,2).

Dann beginnt die Zeit der Regierung Gottes durch Seinen Sohn Jesu (Offb.14,1).

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