Frage von SeriousMatter, 115

Ist die heutige Jugend anstrengender geworden oder waren Lehrer schon immer überfordert?

Diese Frage richtet sich an jeden aus seiner persönlichen Perspektive. An alle Lehrer, Eltern und selbstverständlich auch Schüler und Auszubildende.

Nach meinen Erfahrungen im Studium (gymnasiales Lehramt, Bayern) hatte ich immer das Gefühl, dass hier 92% Fachwissen gegenüber 8% pädagogische Bildung viel zu einseitig ist. Jetzt arbeite ich als selbstständiger Dozent in einer privaten Bildungseinrichtung und habe einen sehr guten Draht zu meinen Klassen. Aber bei vielen Kollegen und ehemaligen Kommilitonen sehe ich immer öfter, dass sie den Anforderungen im Klassenzimmer nicht gewachsen sind.

Was mich an dieser Stelle nun interessiert ist die Frage warum sich viele Lehrer so unglaublich schwer tun mit den Klassen zu arbeiten.

  • Fehlt es an Kommunikation?
  • Sind Schüler einfach desinteressiert?
  • Sind Lehrer von den technischen Möglichkeiten überrannt worden?
  • Wird Fachwissen zu stark gewertet und emotionale/pädagogische Aspekte im Studium vernachlässigt?
  • Wurden angehende Lehrer nach falschen Kriterien (gute Abiturnoten statt Kompetenzen) ausgewählt?
  • Ist es heute auch nicht schlimmer als früher, aber wir bekommen eben durch Medien viel mehr mit?

Mit ist es klar, dass wir hier ein sehr komplexes und vielschichtiges Thema betrachten. Aber genau deswegen interessieren mich alle Meinungen, Erfahrungen und Vorstellungen. Bitte bringt euch mit allem ein und fügt eventuell auch eine Lösungsoption an, wie dem von euch genannten Grund begegnet werden könnte.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von NameInUse, 25

Der Irrglaube besteht leider darin, dass Lehrer Pädagogen seien, das sind sie definitiv nicht, was die an pädagogischen Inhalten während dem Studium haben ist lachhaft und eine Kindergärtnerin steckt die da in die Tasche, von echten Pädagogen, die also ein pädagogisches Vollstudium hatten, mal ganz zu schweigen. Lehrer werden viele aus falschen Motiven heraus. Ich durfte sehr engagierte Lehrer kennen lernen, die warn das auch von Herzen. Die Lehrer, die überfordert waren oder miserabel, haben das Berufsbild aus den falschen Motiven heraus gewählt, um 14 Uhr habe man "Privatzeit" (O-Ton einer Lehrkraft, als ich für einen Termin anfragte für einen meiner Klienten), viele können einem gar nichts zu Schülern oder gar den Eltern sagen oder sind mit einfachsten Anfragen oder Unterrichtsumstrukturierungen überfordert. Eine Zusammenarbeit sieht für Lehrer oft so aus: sie haben das Sagen, der Rest hat von nichts Ahnung, da muss man echt mit einem höherwertigen Studienabschluss wedeln, damit bei denen was geht. Bei den Schülern trauen sie sich dann t.w. nichts, wenn diese ein bestimmtes Alter bzw. Körpermasse haben, da wird auch Mobbing etc wegignoriert.

Lehrer sollten einen Eignungstest vorm Studium machen, Lehrer solten auch bessere pädagogische Intrumente in die Hand bekommen, denn die Eltern klagen viel schneller als früher und die Kinder wissen das.

Antwort
von JanfoxDE, 17

Hallo, Seriousmatter.

Ich bin momentan noch ein Schüler, der in der 9. Klasse ist.

Ich war 4 Jahre auf einer Sonderschule, 3 1/2 auf einer Hauptschule und nun circa 10 Monate auf einer Realschule.

- Fehlt es an Kommunikation?

Ich weiß wirklich nicht was ich hier zusagen sollte. Eventuell meinst du damit, das Schüler und Lehrstelle weiß, ob er nicht mehr zur Schule möchte oder nicht? Dann nein. Es würde dann Kommunikation fehlen

- Sind Schüler einfach desinteressiert

Seit dem ich auf der Realschule bin, hat sich pro Tag meine desinteresse gesteigert. Das liegt nicht nur daran, das dieses Schulsystem und deren Bewertungen völlig seltsam list. Damit meine ich, das die Lehrer mittlerweile SUBJEKTIVE Noten vergeben, klar, der ein oder andere hat eventuell ein Kriterium von bestimmten Sachen, aber selbst wenn sie eins haben, kriegt der andere plötzlich mehr Punkte als das andere.

Deshalb kann ich Schule einfach nicht mehr ernst nehmen, außer, das die meine Freizeit und Freiheit stehlen (mein Menschensrecht.)

Sie bekommen Zeit vom Staat, uns was zu lehren. Bis jetzt habe ich (evt. durch desinteresse) so wenig gelernt, das ich das innerhalb einer Woche lernen könnte. Meistens kommen dann noch Wiederholung die noch langweiliger sind. Dann geben sie uns noch Hausaufgaben auf, "um unser Wissen festzulegen"... Was ist das den für eine schlechte Ausrede... 1. Wäre das ihr Job gewesen. 2. Ist man eigentlich froh wenn man nach Hause kommt, aber durch Hausaufgaben kann man sich am Nachmittag nicht entspannen und es wird noch mehr Freizeit genommen.

- Sind Lehrer von den technischen Möglichkeiten überrannt worden?

In den letzten 10 Monaten war ich nicht das einzige Mal in einem Computerraum. Auf der Hauptschule war ich öfters im Computerraum.

- Wird Fachwissen zu stark gewertet und emotionale/pädagogische Aspekte im Studium vernachlässigt?

Also, wenn ich es richtig verstanden habe, dann kann ich sagen, das die Lehrer viel zu viel auf ein Thema fokusiert sind. Liegt aber auch eventuell nur an der 1 Buch Auswahlmöglichkeiten. Die Bücher (zumindestens in English) sind irgendwie viel zu einfach. Und der Lehrer selber macht, wenn wir Glück haben, innerhalb einer Woche EINE oder sogar ZWEI Seiten im Buch und beschwert sich dann das wir nicht so weit wie die anderen sind.

- Wurden angehende Lehrer nach falschen Kriterien (gute Abiturnoten statt Kompetenzen) ausgewählt?

Das kommt mir so vor. Den Lehrern die ich auf der Realschule traf... ich hab sie für dümmer als mich festgehalten. Und das zeigt schon einiges. Der eine Englischlehrer in der Nebenklasse wusste nicht mal was Bleach (Bleichmittel) heißt. Auch nicht, was Evangelium (Gospel) heißt.

Auch finde ich, das vieles Falsch läuft was die versuchen mir zu ermitteln oder das wir was falsches lernen. (Beispielsweise Mathe: x-Rechnungen. Bin in der 8. Klasse dazugekommen und die haben in der 7 damit schon angefangen und deren Rechnungsweg in der 5. Klasse schon gefestigt! Ich habe trotz Aushilfelehrer der nach mir kam (und 100€ pro Monat kostete) das Thema trotzdem nicht verstanden)

- Ist es heute auch nicht schlimmer als früher, aber wir bekommen eben durch Medien viel mehr mit?

Das könnte schon teilweise stimmen. Früher konnte man sich nur lokal aufregen, heutzutage kann man es die ganze Welt preisgeben.

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Was ich hier vermitteln möchte: Ein Schüler der desinteresse zeigt, allerdings bin ich sehr reif (im Sinne von immer Leise und anderen Themen, die andere nicht so ernst nehmen und Witze darüber machen) und wenn ich mich sogar nicht irre, müsste ich sogar hochbegabt sein, denn ich habe wirklich fast jedes Kriterium erfüllt (man braucht nicht alles, da jeder ein Stück anders ist) und ich deshalb eine andere Logik befolge.

Eventuell liegt aber auch nur dran das ich denke das ich die Schule so nicht benötige. Da hätte ich mit Freilernen viel mehr gewusst und/oder mich mit spannenden Themen auseinandergesetzt. Außerdem hätten die Schüler nicht die Chance, Andersdenkende zu Ärgern und bei mir sogar zu mobben. Außerdem denke ich und habe sogar schon gesehen, das ich schlauer als diese Schüler bin. Ich habe viel mehr Allgemeinwissen, habe eine bessere Logik, habe bessere Vokabular im Englischen und andere Dinge, die mich nicht mehr zweifeln lassen, das sie wie Zombies dieses System befolgen, wo man nur Auswendig lernen muss, das 1:1 auf einem Arbeitsblatt schreiben muss das dann deine Note aussagt und danach vergisst, wieder auswendig lernt und mündliche Noten bekommt man, indem man aufzeigt und das Abliest, was auf dem Blatt steht..

Entschuldigung, aber das kann ich alles selber, sogar viel besser machen.

Eventuell hast du mal eine andere Sicht gesehen, von einem Schüler, wo andere meinten, ich wäre 'nur Faul' und das ich für alles eine Ausrede suche. Beispielsweise hatte ich mich fest entschlossen, das ich kein Praktikum brauche, da ich nicht nur mein Traumberuf NICHT machen kann da er eine Nische ist, sondern das es mir auch nichts bringen würde. Trotzdem hetzte mein Klassenlehrer mich jeden Tag und drohte sogar mit einem Ordnungsgeld an Ordnungsamt Detmold... Sieht man mal wie dumm die eigentlich sind, außer ihr (veraltetes) Fachwissen. 

Lösungsoption: Schulpflicht abschaffen. Es ist mein Leben und ich sollte entscheiden, wie und was ich lerne.

Mit freundlichen Grüßen,

JanfoxDE





Kommentar von JanfoxDE ,

Ich möchte noch erwähnen, das manche Lehrer da ziemlich religös sind und das wir an der Schule kein Ethikunterricht haben, sondern das die Schüler dann irgendwo sitzen müssen (und eventuell eine Aufgabe machen müssen), da ist es gechillter im Religionsunterricht, desinteressiert zu sitzen.

Ich selber bin nämlich Atheist und finde Religion albern. Die Muslime sind allerdings freiwillig dann zur oben genannten Option gegangen.

Kommentar von JanfoxDE ,

Damit wollte ich auch sagen, das die Lehrer gerne dann ein paar wichtige Informationen für ihre eigene Ansichten rauslassen oder gar ein Thema erst gar nicht dran nehmen, weil das gegen ihre Sichten ist. :3

Antwort
von RexImperSenatus, 44

Mein Schulsystem war so:

Grundschule = erste antiautoritäre Versuche.

Realschule - ein alter Sack aus der "alten" Zeit, bei dem wir erstmal das Aufstehen und Setzen geübt haben, was KEINER aus der Grundschule kannte - auch nicht, dass man aufsteht, wenn ein Leher / Rektor das Kl.Zimmer betritt.

Hauptschule - der Abfall der Menschheit, hier ließen sich alle gehen - die gemäßigten Schüler gaben ihren Mut auf, die Lehrer ihre Tätigkeit - die hatten vormittags Recht und nachmittags frei!

 Jetzt, wo ich erwachsen zurückblicken kann, sehe ich das so.

1. - Es gibt nix dümmeres als Lehrer - die haben ihr Fachgebiet, aber was darüber hinausgeht, egal was - ist zuviel. So können sie Beiträge von nachdenkenden / weiterdenkenden Schülern nicht anerkennen ( oder wollen nicht )

2. Lehrer haben keine Rechte mehr - ich bin wei Gott nicht für die Prügelstrafe, wie früher, aber wenn ein Schüler einem Lehrer blöd kommt, und der Lehrer ihn nur mal an der Schulter "rüttelt" ist das schon Körperverletzung - und die Schüler kennen ihre Rechte - Lehrer haben keine Macht !

3. Schüler sind nicht desinteressiert, aber wenn man einen Haufen unlustiger, unwilliger Deppen mit Schülern zusammenwürfelt, die evt. ein WENIG Interesse haben, geht das letzte bischen in einem Haufen gröhlender, mobbender Deppen unter. Und wenn man etwas lehren möchte, braucht es die Aufmerksamkeit der Schüler - die aber gelangweilt sind, weil sie einerseits heute WEITER sind, als der Lehrplan, andererseits wird das, was noch fehlt so trocken nach "Schema F" rübergebracht, das es wieder ausartet und langweilig erscheint.

4. Jedes Kind ist kein Kind, sondern ein Individuum - und so sollte es auch individuellen Unterricht geben. Schüler sollten mit Lehrern zusammen arbeiten - nicht gegeneinander! Extreme sollten nicht  gemischt werden.

5. Lehrer sind keine Respektspersonen mehr -

und haben auch keine Vorbildfunktion mehr.

Wenn ein Schüler - egal wie - bestraft wird, weil er zu spät kommt - OK.

Viele Lehrer kamen aber bei meinen Kinder ständig zu spät, oder erst gar nicht. Wenn mein Sohn ( Schulweg 45 min ) morgens extra in der Schule anrief und fragte, ob was ausfällt, oder wann die Schule heute beginnt und es wurde ihm gesagt - wie immer um 8 - er dann hin fuhr und hören musste, die ersten 2 Stunden fallen aus - wie soll er da noch den Ehrgeiz entwickeln, jeden Tag selber pünktlich  zu erscheinen.

Und - Last But Not Least -

Nach EINIGEN Disputen mit seiner Kl-Lehrerin über das Thema Hausaufgaben, Fleiß, Pünktlichkeit und Lernwillen, wurde ihm von mir aufgetragen, ein Schultagebuch zu führen. Der Inhalt dieses Tagebuches spricht Bände !

IN EINEM GANZEN JAHR - NICHT 1 x HAUSAUFGABEN

UNTERRICHTSAUSFÄLLE JEDEN TAG - MEIST OHNE VERTRETUNG = NIX

Armes Deutschland

Meine beiden Söhne waren durchschnittlich "GUT" in der Schule, haben auch gut abgeschlossen. Was ich mir nicht erklären kann - da keiner von Beiden die Rechtschreibung annähernd beherrscht / rechnen kann / geschichtliche Bildung = 0 / Erdkunde - keiner weis wo Norden Süden Osten Westen ist. Chemie wurde so gut wie nie unterrichtet, weil der Lehrer laufend krank war. Englisch haben sie mehr durch´s Zocken am PC gelernt, als an der Schule.................................usw  usw  usw.

PS - Das Schultagebuch wurde seiner Lehrerin vorgelegt, mit der Bitte um Gegenzeichnung ( Das sie es erhalten und gelesen hat ) - der eigentliche Grund der Bitte um Gegenz. war jedoch ein anderer - aber - ich wollte nur noch mit dem ganzen Mist abschließen und war froh, als die Schulzeit beendet war !

Mein Fazit - das Ganze ist gewollt von "OBEN" gesteuert - und geht seit meiner Schulzeit so ( also seit 40 Jahren mindestens )

Das größte Kapital unserer Sklaventreibenden Obrikeit ist die Dummheit der Bürger - und so ziehen wir Deppen heran, die nicht mal ihren Namen richtig schreiben können. Das ist der einzige Grund, wie ich mir dieses Disaster erklären kann.

Ich möchte hier noch betonen - nicht die Lehrer haben die ganze Schuld - das komplette System ist falsch !!  Überholt !!!















Kommentar von SeriousMatter ,

Na das ist doch mal ein Kommentar mit dem man arbeiten kann. Mir geht es hier nicht darum deine Meinung zu werten (ist ja auch deine ^^ könnte dir also auch sowas von Wurst sein was ich dazu zu sagen habe). Aber ein paar Fragen sind bei mir noch offen.

zu 1]
Waren die Lehrer an die du hier gedacht hast als "Personen/Menschen" in Ordnung und als "Lehrer" unbrauchbar? Oder haben sie in beiden Bereichen eigentlich versagt?

zu 2]
Ich vertrete hier einen einfachen Stand: "Wer Respekt einfordert, hat ihn nicht verdient." Würdest du sagen, dass diese Einstellung richtig ist, oder ist es manchmal notwendig Respekt einzufordern?

zu 3]
Ist es nicht auch Teil des Aufgabenfeldes eines Lehrers das Interesse von Schülern zu fördern? Oder muss hier die Persönlichkeit des Schülers überwiegen und man sollte ihm die Wahl lassen?

zu 4]
Du sagst Extreme sollten nicht gemischt werden, aber wenn wir eine Trennung aller Schüler nach Leistung machen würden (z.B. Klasse 5a -> alle starken Schüler, Klasse 5b -> alle schwachen Schüler) wäre dann das System besser? Wie kann man die Individualität der Schüler hier besser berücksichtigen?

Vor allen bei diesen Punkten waren bei mir eben noch viele Fragen offen. Warum Lehrer bei dir an Respekt verloren haben ist mehr als nur deutlich geworden.

Solltest du die Zeit finden um auf meine Fragen zu antworten wäre ich dir sehr dankbar. Gerne auch an einem anderen Tag. Es eilt nicht :) aber es interessiert mich sehr.

Mach dir noch einen angenehmen Abend/Morgen

Kommentar von RexImperSenatus ,

Wieder mal - nur aus MEINER Sicht / Erfahrung ( als Schüler )

Klar -  zu...

1) Teils teils - wobei die, die menschlci ok waren die Minderheit ausmachten.

2) Manchmal ist es notwenidig - ich würde es aber nicht unbedingt IMMER einfordern, sondern auch VERDIENEN nennen.

3) Es sollte sich die Waage halten und demokratisch kompromisse gemacht weren.

4) Nicht  nur nach Leistung, sondern auch nach ihrem Verhalten teilen, nicht alle in einen Topf werfen - so kann auch eine starke Lehrkraft mit Durchsetzungs- und Einfühlungsvermögen z.B. die schwächeren, die man irrtümlicherweise meist als "Rüpel" bezeichnet, übernehmen. - Ein Lehrer, der selber matt und antriebslos ist schafft das nie - er zieht entweder troccken 2SEIN DING " durch, oder resigniert.

____________________________________________________

Um es nochmal kurz und bündig aus meinem Blickwinkel zu verdeutlichen:

Du kommst aus einer Grundschule, in der Teils antiautoritär gelehrt wurde. Unsrer Klassenlehrer wechselten im der Grundschule 3 x  -  jedesmal, wenn wir uns eine einen gewöhnt hatten, kam eine neuer. Die letzte (Lehrerin - kam frisch studiert ohne jede Erfahrung), wusste überhaupt nicht, in welche Richtung sie uns lenken sollte, konnte sich nicht durchsetzen, griff aus Mangel an Erfahrung zu ungerechten Mitteln, um sich wenigsten etwas "durchzusetzen", bzw, beliebt zu machen . Und machte so gut wie alles falsch.

Es gab auch alte Lehrer - die waren strenger - komischerweise konnten die sich durchsetzen und für Ruhe und Ordnung sorgen - wir hatten Respekt ( Und haben was gelernt ) - bei den antiaut. nicht !!! Denen sind wir auf der Nase rumgetanzt haben Karten gespielt und halt eine schlechte Note kassiert - na und ? Wie sollten wir denn den Weitblick haben, was das für unser späteres Dasein für eine Folgeerscheinung hat ? Für uns war das normal.

Dann kommst du auf eine Realschule in der übertriebene Zucht und Ordnung herrscht, rumgebrüllt, geschlagen ( selten ) und mit einem Schlüsselbund geworfen wurde ( Von einem Oberstudienrat, der eine ehemalige Schülerin geheiratet hatte ) lol -

Nach dem nicht bestandenem Probehalbjahr kommt wieder ein Wechselbad der Gefühle  - du landest auf der Hauptschule, wo manchem schwachen  Lehrer alles Mögliche an den Kopf geworfen wird - manchmal sogar wortwörtlich.

Da sollst du als Kind / Heranwachsender noch wissen, wo du stehst? Wie du dich nun verhalten sollst ? Machst du den Blödsinn mit, oder kehst du den "Streber" raus, indem du nur normal mitarbeiten und lernen willst, weil dich M A L  was interessiert.


Das Wichtigste jedoch - finde ich - dass in diesem System in keinster
Weise den Schülern bewusst wird, was später wirklich auf sie zukommt,
wofür es wichtig ist, zu lernen - und auf das Leben, das "danach" kommt,
vorbereitet zu sein - eine Perspektive / Ziel zu haben, auf das man
auch zielstrebig & Ehrgeizig zusteuern muss, um es zu erreichen !


Das ist meine Meinung aus meiner pers. Erfahrung.


Und - wenn Du weitere - auch Einzelheiten brauchst - jederzeit gerne.

Sollten hier Rechtschreinfehler drin, sein -  sorry - ich habe  es eilig heute - aber - Deutsch hab ich gelernt und war gut darin, unsere Deutschlehrerin war eine aus "älteren Tagen"   :-)









Kommentar von Jogi2016 ,

Guten Morgen.

Ich wollte erst direkt dem Fragenden antworten - aber in dieser obigen Antwort sind schon alle meine Meinungen hervorragend vertreten. Ich hätte es nicht mit so viel Emotionen schreiben können und empfinde bis auf die letzten 3 Absätze ebenso.

Gruß

Kommentar von JanfoxDE ,

15 Jahre alt (16 im Dezember) 9. Klasse Realschule. Besitze kein Smartphone, aber ein Computer.

Ich kann sehr ähnliche Erfahrung mit der Schule erzählen und auch stimmt es, das der Lehrer keine Respektperson ist. Ich kann alles was oben beschrieben wurde, nur bestätigen. Auch was die Lehrer nur 'können'.



Englisch haben sie mehr durch´s Zocken am PC gelernt, als an der Schule

Kann ich bestätigen ist bei mir auch so. Komme von Sonderschule 4 Jahre, 3 1/2 Jahre Hauptschule und momentan 10 Monate Realschule.

Ich lerne besser und mehr am Computer (mal durchs Zocken mal durch Internetforume wie Reddit diskutieren - auf Englisch, deren Slang verstehen, Artikel lesen oder einfach Videos (beispielsweise Englische sprechende Leute) auf beispielsweise Youtube anschauen, die mir viel mehr lehren als in der Schule.

Schule hat bei mir versagt. Es stimmt das meine Rechtschreibung nicht die allerbeste ist, aber das liegt an einem sehr hohen Anteil nicht an mir. Und das Bock, die Regeln zu lernen, ist dank der Schule = 0% geworden.

Ich sehe Schule nur noch als Zeitverschwendung und Freiheitsberaubung an. 

Mein Traumberuf ist etwas selbstständiges, da kann ich Glücklicherweise dank meinem Talent auch nicht bangeln, das ich wegen schlechtem Zeugnis auf der Straße lande. Das alleine ist ja schon lächerlich, das Zeugnisse heute so überbewertet sind.

Das größte Kapital unserer Sklaventreibenden Obrigkeit ist die Dummheit der Bürger



Ähnliche Vermutungen habe ich auch schon aufgestellt. Sonst wäre heutzutage AFD beispielsweise auch nicht so weit. Mein Bruder, der 10 Jahre auf der Sonderschule war, würde auch AFD wählen wenn er in Berlin wäre. Ich habe ihn dann netterweise erklärt das sie sehr viel schlimmes im Wahlprogramm haben, außer ihr vielversprechendes "Ausländer raus"

Außerdem würden viel mehr Jugendliche heute schon gegen das Schulsystem brummen, wenn die Schule tatsächlich das Lernen der Kritik lehren würde, das aber so nicht ist.

Ich habe mit anderen Jugendlichen geredet (mit denen ich nicht befreundet bin in der Schule) und die haben gerade nur die 1. Stufe der Kritik an der Schule geübt, beispielsweise das X oder Y nervt (und nicht das ingesamt XY für W und/oder Z verantwortlich ist.)

Antwort
von Reanne, 48

Meine Schulzeit liegt Ewigkeiten zurück. Es gab noch Kopfnoten, wie Betragen, Beteiligung am Unterricht, häuslicher Fleiß. Man hatte Respekt vor den Lehrern, nur selten wurde der Unterricht von einem Schüler/in gestört, dann mußte derjenige in der Ecke stehen und wurde ins Klassenbuch eingetragen. Zugegeben, sicher nicht die optimale Lösung, aber zumindest wurde zugehört und man hat wirklich gelernt. Ich sehe die Probleme nicht bei  allen Lehrern, sondern bei der elterlichen Erziehung. Aber heutzutage laufen Eltern gleich zur Schule und beschweren sich, wenn ihr Kind nach ihrer Meinung eine zu schlechte Note bekommen hat und kommunizieren sogar über Anwälte mit dem Schuldirektorium. Unter diesen Umständen habe ich Verständnis für Lehrer, die sich nicht mehr um das einzelne Kind kümmern - die Klassen sind auch zu groß - sondern ihen Stoff durchpauken, was sie auch müssen.

Kommentar von SeriousMatter ,

Das ist auch ein sehr guter Punkt.

Als ich als Nachhilfelehrer angefangen habe Schüler zusätzlich zu unterstützen war ich wirklich überrascht. Die meisten Anfragen kamen aus der 3. Klasse ... aus der 3.(!) Klasse!

Eltern die unbedingt wollten, dass ihre Kinder alle Erwartungen erfüllen können und ohne Probleme nach der 4. Klasse aufs Gymnasium wechseln können. Ich finde das irgendwo nur noch krank. Die einzigen Erwartungen die man an ein Kind in der dritten Klasse stellen sollte sind, dass es sich mit seinen Interessen beschäftigt und Freundschaften aufbaut. Wer wäre denn vor Jahren auf die Idee gekommen extra einen Nachhilfelehrer für 50€ pro 60 Minuten zu bezahlen um das kleine 1x1 zu üben und "didaktisch wertvolle Hilfestellung" zu leisten?

Manchmal denke ich wir haben vergessen, dass Kinder auch von alleine lernen können und müssen. Sollten wir für Eltern auch eine Art Führerschein einführen? Einen Test für die Befähigung zur Kindererziehung ^^? (40% Sarkasmus, 60% ernste Überlegung)

Antwort
von blackforestlady, 17

Es liegt nicht an den Lehrern, sondern an den Schülern. Erziehung fängt im Elternhaus an und das ist bei einigen Eltern so auf der Strecke geblieben. Eltern interessieren sich doch nicht was ihre Kinder so machen und welche Probleme sie haben. Gerade dann wenn die Kinder älter werden sind die Eltern nicht für sie da. Eltern arbeiten gegen die Schulen und gegen die Lehrer und nicht mit der Schule und mit den Lehrern. Früher hat man gesagt, wenn der Lehrer was sagt, wird darauf gehört. Heute rennen so manche Eltern zum Rechtsanwalt, weil die liebe Tochter oder der liebe Sohn von dem Lehrer schief angeschaut wurden.Schüler schreien immer nur nach Rechte, aber nie nach Pflichten. Daher werden sie es nie lernen und die nächste Generation wird auch nicht besser. Ausbildung sind die meisten Schüler doch auch überfordert und können sich nicht anpassen bzw. unterordnen. Werden sie mal kritisiert, fangen sie an zu heulen an und werfen nach einer Woche Ausbildung das Handtuch. In Deutschland werden Weicheier erzogen, die im späteren Berufsleben es nie auf die Reihe bekommen werden, dank der Erziehung so mancher Eltern. Tolle Aussichten für Deutschland. 

Antwort
von claushilbig, 20
  • Schon die alten Griechen haben beklagt, dass ihre "heutige Jungend" nichts taugte. Daraus schließe ich mal dreist, dass die beklagte "Verschlechterung" einfach ein "permanentes, universelles Prinzip" ist ...
  • Die Lehramtsausbildung enthält m. E. tatsächlich zu wenig Pädagogik (in meinem Studium waren es jeweils 2/5 für die beiden Unterrichts-Fächer und nur 1/5 "pädagogisches Begleitstudium" - schon diese Bezeichnung "Begleitstudium" zeigt für mich die zu geringe Bewertung).*
  • Naturgemäß hinkt die Pädagogik "in der Schulpraxis" immer der Realität und der aktuellen pädagogischen Forschung hinterher. Neue Forschungsergebnisse und Entwicklungen müssen ja erst mal an der Uni in die Ausbildungspläne eingearbeitet und anschließend den Studentinnen und Studenten vermittelt werden. Erst ein paar Jahre danach kommen die jungen Lehrerinnen und Lehrer dann an die Schulen, wo aber eben auch noch viele ältere Lehrerinnen und Lehrer tätig sind - von denen leider längst nicht alle an entsprechenden Fortbildungen teilnehmen (was ich ihnen aber angesichts der sonstigen Belastungen des Lehrerberufes auch nicht übel nehmen kann).

Zur Beruhigung: die Frage

Wurden angehende Lehrer nach falschen Kriterien (gute Abiturnoten statt Kompetenzen) ausgewählt?

kann man sicher mit NEIN beantworten - Der Abi-Schnitt spielt keinerlei Rolle, es gibt meines Wissens keinen NC ö. ä. bei Lehramtsstudiengängen (d. h. auch mit einem Schnitt von 4,0 kann man Lehrer(in) werden)*, und für das Bestehen des 2. Staatsexamens sind allein die unterrichtlichen Leistungen der Kandidat(inn)en in den "Lehrproben" relevant.*
____________________________________________________________

* Alle diese Angaben beziehe ich aus meiner eigenen Studien- und Referendars-Zeit, die schon einige Jahre bis Jahrzehnte zurück liegen. Ich glaube aber nicht, dass sich daran etwas wesentlich geändert hat ...

Kommentar von SeriousMatter ,

"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer." -- (470 - 399 v. Chr.), Sokrates

Jup ^^ manches wird sich wohl nie ändern. Aber ich denke ich muss meine Frage zu den Kriterien ein wenig besser formulieren. Ich hatte damals das Angebot auf einen Studienplatz auf zwei verschiedenen Universitäten. Ich notiere hier eben, was die Universitäten "verlangt" haben um ihre Zustimmung zu geben:

Universität A:   - Abiturschnitt

Universität B:   - Abiturschnitt
                         - Einzelnoten für die Wahlfächer
                         - Lebenslauf und Motivationsschreiben
                         - Vorstellungsgespräch mit 3 Professoren

Ich habe mich für Universität B entschieden, aber ich war doch recht verwundert über diesen offensichtlichen Unterschied in den Anforderungen, welche hier gestellt wurden. Deswegen war meine Frage nicht ob nur die "Bildungselite" mit gutem Schnitt studieren darf, sondern vielmehr ob der Fokus bei der Bewerbung nicht eventuell sich zu sehr nur auf eben diesen konzentriert. Andere Qualitäten wie Motivation werden oft nicht gemessen.

Kommentar von claushilbig ,

Genau das Zitat meine ich, hatte aber keine Lust, es zu suchen ;-)

Zu den Anforderungen der Unis:

Schulwesen und damit auch die Lehramtsausbildung ist Ländersache, kann also sein, dass da die Anforderungen von Bundesland zu Bundesland verschieden sind. Aber in NRW gäbe es meines Wissen für "Universität B" keinerlei Rechtsgrundlage - da ist nicht mal der Schnitt interessant, sondern nur "Bestanden" oder nicht.

Kommentar von SeriousMatter ,

Das ist interessant :) Bei uns gibt es eine Aufteilung Studienplätze in 3 Bereiche.

20%  gehen an die Abiturbesten
20% gehen an die mit den meisten Wartesemestern
60% gehen an das "Auswahlverfahren der Hochschule"

In diesem dritten Bereich stellen die ihre eigenen Regeln auf. Dort fallen dann z.B. auch die Motivationsschreiben etc rein. Meine Noten waren eben nicht die besten :D

Antwort
von Fretto, 23

Fehlt es an Kommunikation?

(Zwischen wem? Lehrer ↔ Schüler , Eltern ↔ Lehrer o. andere Parteien?)

Sind Schüler einfach desinteressiert?

Dies ist pauschal nicht zu sagen.

Es kommt auf das Individum,Fach, Unterrichtsstil u. eigene Interressen darauf an. Wenn man bei mir z.B. ein Fach mit Metal verbunden hätte wäre ich mehr daran interressiert als durch konventionelle Wege.

Sind Lehrer von den technischen Möglichkeiten überrannt worden?

Viele bestimmt (Vielleicht die Älteren) aber auch die Jüngeren. Es gibt jedoch Klassen, in denen mit Tablets , Smartphones u. weiterer Technik der Unterricht gestaltet wird.

Wird Fachwissen zu stark gewertet und emotionale/pädagogische Aspekte im Studium vernachlässigt?

Bei meinem Fall aufjedenfall. Ich wurde zu spät als Autist erkannt u. musste trotz deutlicher Anzeichen

wegen verschiedenen Dingen bestraft o. andere Sachen wie schlechtere Noten durch Missverständnisse usw.

Wurden angehende Lehrer nach falschen Kriterien (gute Abiturnoten statt Kompetenzen) ausgewählt?

Viele dieser Fragen beantworten sich schon selber durch die beigefügte nichtkonservative Meinung des Fragestellers.

Ist es heute auch nicht schlimmer als früher, aber wir bekommen eben durch Medien viel mehr mit?

Viele haben mehr Zugriff auf Smartphones , welche zum Teil Medien liefern durch Online Artikel (der, die, das ...Mein Humor) u. dies sehr schnell.

Diese Medienüberflutung hilft aber nimmt auch viel.

Kommentar von SeriousMatter ,

Ich finde es super, dass du meine Fragen auf diese Art erweiterst. Genau aus diesem Grund sind sie ja so offen gestellt. 

Bei der Kommunikation meinte ich in erster Linie zwischen den Schülern im Unterricht und dem Lehrer. Werden z.B. die Ziele des Unterrichts nicht deutlich genug artikuliert? Fühlen sich Schüler unverstanden oder nicht ernst genommen? Man kann ja viele dieser Punkte durch eine offene Kommunikation angehen. Aber dafür muss man als erstes wissen, ob dies denn überhaupt so empfunden wird.

Beim Desinteresse gebe ich dir uneingeschränkt Recht. Klar wird es in jedem Fach ein paar Schüler geben, die Interesse zeigen. Für mich wäre hier nur interessant zu wissen, ob dies anders ist als früher. Schulfächer und die ihnen zugeteilten Stunden und Inhalte verändern sich ja über die Jahre immer wieder.

Das Lehrkräfte nicht in der Lage waren zu erkennen, dass du autistisch veranlagt bist tut mir leid. Mindestens in deinem Fall wäre es also wichtig gewesen für eine bessere Sensibilisierung der Lehrer zu sorgen.

Was meine persönliche Meinung angeht ^^ Weder würde ich jemandem das Recht auf seine eigene Meinung nehmen, noch würde ich mir das meine nehmen lassen. Trotzdem vertraue ich immer auf die Fähigkeit von Menschen auch in Anwesenheit einer weiteren Meinung sich ihre eigene zu bilden :)

Kommentar von Fretto ,

Werden z.B. die Ziele des Unterrichts nicht deutlich genug artikuliert? 

Allgemein würde ich verneinen. Wenn man weiß warum u. weshalb dieser Stoff wichtig ist, kann man diesen somit besser nachvolziehen & lernen.

Fühlen sich Schüler unverstanden oder nicht ernst genommen?

Da müsste ich teils teils sagen. 

Interressante Frage. Weiterhin gutes Gelingen als Dozent.

Falls Sie weitere Fragen über Autismus haben, können Sie diese aug Gutefrage.net stellen o. schon gestellte Fragen mit diesem Thema finden.

Kommentar von SeriousMatter ,

Dann wird mein Fokus nochmal mehr darauf verschoben, dass Schüler den Zusammenhang zwischen "Schulstoff" und "Nutzen in der Wirklichkeit" sehen :) Genau solche Gespräche wie dieses hier motivieren mich meine Präsentationen und Arbeitsmethoden jedesmal wieder zu evaluieren. Auch Lehrer lernen ein Leben lang ^^ (Jedenfalls die mit Herzblut)

Die Idee diese Plattform zu nutzen um mich über Autismus zu informieren ist klasse. Ich werde auf jeden Fall zu gegebener Zeit darauf zurückkommen.

Mach dir noch einen angenehmen Abend/Morgen und vielen Dank für das Gespräch :)

Antwort
von peace7074, 31

Ich (17 m) denke es liegt an den Schülern, die jedoch eher Opfer statt Erzeuger ihres Verhaltens sind. Meiner Meinung nach wird vielen jungen Leuten durch die Eltern ein schlechtes Beispiel gegeben, weswegen sie zu asozialen Taten neigen. 

Man kann es an jeder Schule (ob Haupt-, Regelschule oder Gymnasium) beobachten.

Ein persönliches Bsp.: Meine Lehrer erzählten öfters von Elternabenden der 5. / 6. Klasse in denen sich die Eltern schon recht eigenartig geben. Es wird als Ist-Mir-Egal-Einstellung oder Respektlosigkeit gewertet (von den Lehrern) und genau so erlebt man dann auch die jüngeren Schüler. 

Hinzu kommt, dass man heute auch recht schnell mit den "falschen Leuten" zu tun hat. Damit mein ich nicht die Vorzeigen Gründe, die mal schnell genannt werden (Drogen etc.) sondern einfach asoziale Menschen ganz individuell. 

So wie ich das mitbekomme, setzt dies sich wahrscheinlich weiter fort im Studium oder einer Ausbildung.

Kommentar von SeriousMatter ,

Das ist in der Tat etwas, was ich auch schon öfter in Elterngesprächen erlebt habe. Hier wurde mir z.B. von einem Vater der "Auftrag" gegeben, ich solle seinem Sohn aufgeben mehr Bücher zu lesen. Diese seien wichtig und er spielt doch immer nur Computer. Auf meine Frage, welches Buch der Vater denn selbst gerade liest ... naja ... er schaut sich lieber die Bundesliga an und hat ja wegen der Arbeit keine Zeit für Bücher. Er ist ja auch schon aus der Schule draußen und außerdem hat das nichts damit zu tun!

Es war ... sehr interessant ^^

Antwort
von Joergi666, 17

Als Sozialarbeiter hatte ich schon immer viele berufliche Schnittstellen zur Schule und ich bin auch mit vielen Lehrern der verschiedensten Schulformen befreundet. Die Problematik ist in der Tat vielschichtig. Alle von dir genannten Punkte sehe ich tatsächlich als Ursache an. Viele angehende Lehramtsstudenten sehen den relativ guten Verdienst und den Urlaub als wichtiges Auswahlkriterium an, hier müsste es vorweg einfach Eignungsprüfungen geben. Auch die Lehrerausbildung müsste grundlegend revidiert werden, nicht nur mehr Pädagogik, sondern auch z.B. Praktika bei den Jugendämtern und generelles Fachwissen in der Jugendhilfe wären notwendig. Ergänzend erscheint mir aber auch eine Neustrukturierung  des gesamten Schulsystems notwendig, z.B. nur noch zwei Schulformen und erheblich mehr Unterstützung durch Schulsozialarbeiter. Aus meiner Sicht hat sich im Vergleich zu früher aber auch nicht alles verändert, im Wesentlichen sehe ich das Problem in einer Zweiteilung der Familien in bildungsnahe und bildungsfernen Familien, wobei die zweiteren aus meiner Sicht deutlich zugenommen haben und deren Kinder im aktuellen System nicht mehr aufgefangen werden können.

Antwort
von Kefflon, 36

Ich befinde mich bereits im 3. Berufsschuljahr, habe also über 10 Jahre Schulerfahrung hinter mir.

Ich finde das die Lehrer daran Schuld haben, wenn sich Schüler nicht konzentrieren, weil sie immer wieder anfangen zu quatschen oder nicht aufpassen weil sie am Handy daddeln oder desinteressiert sind und sich sonst irgendwie anders beschäftigen. 

Kinder sind leicht zu beeinflussende Persönlichkeiten. Das nutzen meiner Erfahrung nach aber kaum Lehrer aus. Ich saß  in der ersten Reihe und bekam alles mit was so neben bei geschieht und nichts mit dem Unterricht zutun hatte. Und der Lehrer.. entweder bekommt dieser es nicht mit oder ignoriert es, weil er aufgegeben hat gegen an zu reden. Ich meine, die durchlaufen doch einen Pädagogische Ausbildung? Da müssen die doch irgendwie lernen wie man die Psyche von Schülern für seine Zwecke nutzt.

Am schlimmsten finde ich Lehrer, die sich sagen:"Mir doch egal wenn die nicht aufpassen, dann brauchen die sich auch nicht wundern wenn es schlechte Noten gibt"

Solche Aussagen finde ich unfassbar. Lehrer sein ist doch nicht irgend ein Job. Man zieht die kommenden Generationen groß. Das ist sehr viel Verantwortung. Und mit dieser wird fahrlässig umgegangen.

Kommentar von SeriousMatter ,

Ich verstehe genau was du meinst. Wenn ich darf biete ich dir gerne den Blick aus meiner Perspektive an.

Bei mir in den Klassen gibt es auch öfter mal Schüler, welche kurz aufs Handy schauen um mal eben eine WhatsApp Nachricht zu schreiben oder etwas zu lesen. Viele dieser Einzelhandlungen halten sie nicht davon ab trotzdem dem Unterricht zu folgen. Aus diesem Grund ist man hier oftmals in einer Zwickmühle. Wenn man auf jede Situation reagiert, so bricht man selbst ja auch für alle andere den Unterricht. Lässt man es aber zu oft zu, so wird es zur schleichenden Gewohnheit (was auch sehr negativ ist).

Meine Lösung des Problems war es den Unterricht so unterhaltsam wie möglich zu gestalten. Aber hierfür muss man eben 50% Entertainer und 50% Lehrer sein.

Auf die Psyche eines Menschen einzuwirken ist hier ein zweischneidiges Schwert. Die beste Motivation muss vom Schüler selbst kommen (intrinsisch). Lernt er nur, weil er dafür belohnt (oder ansonsten bestraft) wird, so nimmt die eigene Neugierde und Interesse ab. Ich habe das Glück Biologie zu unterrichten. Hier kann man alle Themen verwenden die einen Menschen interessieren ^^ Von Ernährungs- und Fitnessplänen, über Kommunikationspsychologie bis hin zur genauen Wirkung von legalen Drogen (und nicht nur dieses "Drogen sind schlecht - mkay" Gedöns). Aber in vielen anderen Fächern ist man eben nicht so nahe am Leben dran.

Dennoch gebe ich dir in deiner Meinung recht. Wenn ein Lehrer nicht in der Lage ist auf eine Klasse zu reagieren oder sie sogar "aufgibt", dann hat er seinen Beruf eindeutig verfehlt.

Antwort
von RexImperSenatus, 10

Vielleicht noch eine Anmerkung - diese gehört zwar so nicht unbedingt in Dein Frageschema - aber - laufend werden Sachen geändert, so das, wenn die Lehrkraft versagt, die Eltern den Schülern kaum Hilfestellung geben können.

Z.B. wurden Rechenaufgaben damals anders gelöst - Rechenweg war anders.

Diese Unsägliche Dummheit mit der Rächtschraibrevorm  - :-)

Was sollte das ? Als paranoider Pessimist und Verschwörungsfetischist könnte man glatt behaupten, das geschah nur, um mal neue Duden zu verkaufen. Auch hier stand ich ungläubig beim Üben neben meinem Sohn, der mir erkärte "doch das ist so - das hab ich noch im Kopf - das wird jetzt soooo geschrieben " Die deutsche Sprache war unumstößlcih genau und perfekt.

Nur, weil das antiautoritäre System versagt hatte, machte man es jetzt einfach, wie bei unseren Straßen -  es werden nicht die Löcher repariert, es wird einfach die Geschwindigkeit begrenzt !

Zu deutsch - wenn die Schüler mangels Aufmerksamkeit und mangels Durchsetungsvermögen der Lehrkräfte zu blöd zu Schreiben werden, dann bringen wir einfach ne Reform raus und jeder kann schreiben, wie er spricht, das Komma setzen wo er möchte usw.. - und dann kann man ruhigen Gewissens sagen, der ist doch gut - der bekommt eine 2 -weil - den Sinn des Satzes kann man ja erkennen ! Pfffft !!!

Haha - das kann doch nur einem Esel eingefallen sein, der die Rechtschreibung selber nicht beherrschte - ich brauche hier bestimmt niemandem aus der "alten Schule " vorzuführen, das die Stellung eines Kommas die Aussage eines ganzen Satzes grundlegend verändern kann.

Sorry - diesen Senf mußte ich hier auch mal loswerden.

Neue Rechtschreibung übertrieben:

Guta doytsch ißt alla lasta anfank - unt ich binn rächtschraibeckspärte !

Kann man doch lesen und erkennen -   oda ?




Antwort
von Linmasee, 19

Ich denke je älter wir schüler werden desto besser erkennen wir wie ein Lehrer tickt
Meist ist schon nach den ersren 10 min mit dem neuen lehrer klar in welche Richtung die klasse sich bewegt (schlafen, unruhe, Interesse, respekt)
Ich glaube dass die lehrer im Studium viel zu enge vorschriften bekommen wie eine unterrichtsstunde ausszusehen hat und so während dem Referendariat auch unterrichtet halten um gute noten zu bekommen
Ich finde die meisten lehrer entfalten sich erst nach dem Referendariat und ersr dann werden sie richtig von der klasse respektiert
Weil sie dann sie selbst dind und uns nichts vorspielen

Antwort
von Ifosil, 25

Die Jugendlichen Heute sind in einer sehr freien Gesellschaft aufgewachsen, was natürlicherweise mit dem starren und veralteten Schulsystem kollidiert. 
Noch vor 50 Jahren, sah die Sache noch ganz anders aus. 

Antwort
von Peppie85, 15

ich bin weder lehrerin, noch schülerin oder auszubildende und auch keine mama. aber meinen senf mag ich trotzdem dazu geben...

defintiv ja! viele Kinder werden heute zuhause garnicht mehr wirklich erzogen. das überlassen die eltern lieber der schule. dem entsprechend haben die lehrer heute eine doppelbelastung.

wohl vermerkt VIELE! nicht ALLE!

lg, Anna

Kommentar von SeriousMatter ,

Jede Meinung ist hier gleich viel wert und immer gerne gesehen :)

Zudem ist der Punkt interessant. Wie könnte man dem Problem am besten begegnen? Denn meiner Meinung nach ist es auch ziemlich schwer eine gute Erziehung zu gewährleisten, wenn die durchschnittliche deutsche Familie 1,3 Kinder bekommt ^^ Man hat ja praktisch nur eine Chance (hat also fast was von einem Experiment).

Je mehr ich drüber nachdenke umso mehr bin ich für einen Eltern-Führerschein ^^

Antwort
von beangato, 26

Lösungsoption?

Da müsste man an die Eltern appellieren, ihre Kinder zu erziehen. Ich finde, das wird heute zu lasch gehandthabt.

Als ich mal im Unterricht gequatscht habe, musste ich in der Ecke stehen. War blamabel, hat aber gefruchtet.

Damals war an Handy und Co. noch gar nicht zu denken. Auch darin sehe ich eine große Ablenkung vom Unterricht.

Ich wollte mal Lehrerin werden. Bin heilfroh, dass das nicht geklappt hat, wenn ich mir die heutigen Schüler so ansehe.

Kommentar von RexImperSenatus ,

Du darst ja Deine Kinder kaum noch so erziehen, wie Du es für richtig hälst. Bzw. wie ich es für richtig halte - ich bin weis Gott gegen Schläge, aber als ich meinem Sohn ( damals 8 ) im Supermarkt bestimmt 5 mal gesagt habe, er soll nicht alles anlangen, weil  Andere das noch essen wollen....also beim 6. Mal gab ich ihm eine Klaps auf den Hinterkopf - da sah eine ältere Dame und kommentierte.... "Sie können doch ihr Kind nicht hauen......."

Hauen!!! Wegen einem Klaps auf den Kopf ! ! ! !

Ich entgegenete nur " Wenn sie meinen, dass das falsch ist, dann mach ich es nie wieder  - aber dann wundern sie sich auch bitte nicht, wenn er ihnen mit 16 die Rente klaut !

Da war sie auf einmal ruhig !

Kommentar von beangato ,

@Rexl...

Du darst ja Deine Kinder kaum noch so erziehen, wie Du es für richtig hälst.

Da gebe ich Dir uneingeschränkt recht.

Auch ich habe meine Kinder nie geschlagen - bis auf einmal:

Mein damals 4jähriger Sohn hatte sich von meiner Hand losgerissen und war auf die Straße gerannt. Wohl mehr als Schockreaktion meinerseits gabs einen Klaps auf den unbewindelten Po - er hats nie wieder gemacht.

Kommentar von SeriousMatter ,

Also wäre es gut, wenn die Kommunikation zwischen Eltern und Lehrern mehr in den Fokus rutscht? Bei Elternsprechtagen (die ja dafür da wären) zeichnet sich leider immer das gleiche Bild ab. Die Eltern von stärkeren Schülern kommen und sind auch gesprächsbereit, wohin die Eltern schwächerer Schüler nur selten anwesend sind oder bereits eine sehr klare Vorstellung davon haben wo das Problem liegt ("Der ist halt einfach faul - da kann man nichts machen!").

Ich wünschte man könnte hier einfacher das Gespräch finden :)

Kommentar von beangato ,

@SeriousMatter

Ja, ich finde die Kommunikation zwischen Lehren und Eltern enorm wichtig. UND die Eltern sollten sich auch an die "Anweisungen" der Lehrer halten - und nicht zu Hause alles verteufeln, was Lehrer so sagen.

"Der ist halt einfach faul -

Schlimm, wenn ein Elternteil das von seinem eigenen Kind sagt.

Antwort
von Fredi2721, 29

Ohne deine Frage durchgelesen zu haben, will ich trotzdem anmerken, dass ich das Gefühl habe, dass viele Lehrer inkompetenter geworden sind. Ich war 12 Jahre in der Schule. Lehrer, die 45 waren, waren kompetenter, als ein anderer Lehrer, der 5 Jahre jünger war, nachdem 5 Jahre vergangen sind. Bin ich überzeugt von

Kommentar von SeriousMatter ,

Beziehst du hier die Kompetenz auf das Fachwissen oder eher die "Befähigung" zu unterrichten?

Kommentar von Fredi2721 ,

@SeriousMatter
Auf die Fähigkeit zu Unterrichten. Natürlich ist das nicht auf alle Lehrer übertragbar.
Ich bin Student an der Uni Stuttgart. Dort werden auch Lehrämter unterrichtet und ich habe teilweise Vorlesungen mit solchen Studenten. Teilweise höre ich, dass manche nur deshalb Lehramt studieren, um später ein Beamtenjob zu bekommen.
Wiederum gibt es bestimmt viele, die nicht Lehrer werden wollen, da nicht jeder Beamter wird, der Lehramt studiert und ein Lehramt-Studium deshalb nicht das sicherste Standbein ist.

Antwort
von RealistAtheist, 49

Den Lehrern an meiner Alten Schule war es piepegal wie es uns ging ,wenn einer gemobbt wurde,wurde im nur gesagt das es einem scheis egal ist .. man war den Launen der Lehrer ausgesetzt ,ich sehe eher viele Lehrer die einfach kb haben und den Job und Studium eher gemacht haben weil sie es leicht finden als Lehrer usw..

Kommentar von SeriousMatter ,

Das ist schon hart zu lesen. Ich finde es furchtbar, wenn Arschlöcher zu Lehrern werden. Klar kommt das vor, aber das bei einem Schüler das Gefühl bleibt "Wir wurden im Stich gelassen" kann nicht das Ziel gewesen sein.

Kommentar von RealistAtheist ,

Ja ich finde eher Lehrer sind dafür da um einen Beizustehen ihn zu inspirieren und einem zu helfen sich selbst zu finden , die Lehrer in meiner Grundschule waren super.. zu einigen habe ich noch Kontakt aber Mittelschule (Gymnasium)war es wirklich schlimm .. Das Problem ist auch gewesen weil das Gymnasium auch größer war und es viel mehr Schüler gab und die Lehrer eher gestresster

Kommentar von SeriousMatter ,

Der Lehrer als Vorbild ... das hätte zur Abwechslung doch echt einen guten Klang :)

Ich war im Laufe meines Lebens auf vielen verschiedenen Schulen. Einige Umzüge und schlechte Noten haben ihr übriges dazu beigetragen und Schulwechsel waren für mich ziemlich normal. Aber wenn man erstmal verschiedene Sets an Lehrern kennengelernt hat kommt man irgendwann auf einen einfachen Schluss:

Lehrer sind Menschen und manche Menschen sind einfach nur unfähig. Andere Menschen sind großartig wie sie sind. Manchmal sollte man wirklich versuchen sich selbst (und auch ihnen) ins Gedächtnis zu rufen, dass man es selbst in der Hand hat.

Antwort
von LemonThai, 42

Also ich würde sagen das dass gut zutreffen kann wie Je0ti200 schon sagte das es ins Schema rein passt 

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