Das deutsche Bildungssystem ist eines der schlechtesten der führenden Industrienationen, die Herkunft eines Schülers entscheidet extrem über dessen Bildungsmöglichkeiten, laut OECD Report. Viele Hauptschulen sind weniger Schulen als ein Abschiebeort für Problemschüler. Sollte Integration und individuelle Förderung von Schülern im Vordergrund stehen, müßte die Hauptschule abgeschafft werden. Bevor hier ein Sturm der Entrüstung losgeht, es geht nicht gegen Lehrer und die wenigen Hauptschulen die einen sehr guten Job machen. Aber unter den jetzigen bildungs-politischen Gesichtspunkten ist die Hauptschule überflüssig ud gehört abgeschafft. Das ist meine Meinung und was ist eure?


Mit der Neugliederung des Schulsystems müssen weitere Forderungen verwirklicht werden, wie z. B. mehr finanzielle Förderungen der Schule; mehr Lehrpersonen und kleinere Klassengrößen; inhaltliche Neustruktierung von Inhalten und Methodik; praxisorientiertes Lehrerstudium; ständige Fortbildung der Lehrpersonen; Ausbau des Beratungssystems an Schulen; Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus; Verstärkung von Beratung und Zusammenarbeit beim Übergang in das Berufsleben und und und! Investitionen für Schule und Bildung sind Zukunftsinvestitionen!



das Schulsystem der modernen BRD erinnert mich teilweise an das tiefste Mittelalter, deshalb meine Antwort

Nun, ich habe selber 2 Kinder die auf der Hauptschule sind bzw. mein Ältester hat sie schon erfolgreich abgeschlossen. Daher weiß ich, dass die Lehrer sehr gute Arbeit leisten u. den Schülern sehr viel Wissen vermitteln, dass man wirklich im späteren Leben auch braucht. Auch arbeiten sie sehr praxisbezogen, machen ab Klasse 9 ingesamt 3 Berufs-Praktika.Meiner Meinung nach, wird die Hauptschule von unwissenden dummen Menschen, die meinen etwas besseres zu sein, schlecht geredet.Zu meiner Zeit (70er Jahre) war es nämlich völlig normal, zur Hauptschule zu gehen. Da rümpfte keiner die Nase, heute ist es mir fast peinlich, sagen zu müssen: Ja, mein KInd ist auf der Hauptschule. Auch sind es vielfach die Betriebe, Firmen etc. die negativ gegenüber Hauptschülern eingestellt sind u. selbst den Guten kaum eine Chance geben.Habe es bei meinem Sohn erlebt, er hatte gute Zeugnisse mit denen er sich um eine Lehrstelle beworben hat. Insgesamt hat er knapp 100 Bewerbungen auf Ausbildungs-Stellenausschreibungen geschrieben. Bei rund 97 % bekam er noch nicht einmal die Möglichkeit auf ein persönlisches Vorstellungsgespräch sondern es kam gleich eine Absage....wir bedauern sehr usw.blabla!!!Selbst die Höhere Handelsschule erteilt allen Schülern der Hauptschule, selbst wenn die Zeugnisse alle Vorraussetzungen erfüllen, fadenscheinige Absagen.Es ist also Augenwischerei wenn auf Elternabenden über weiterführende Schulen informiert wird u. den Eltern gesagt wird... "mit der Hauptschule stehen ihren Kindern immer noch alle Türen offen..." Daher bin ich der Meinung, dass unser Schulsystem neu überdacht werden sollte.


Das Problem liegt darin, dass jeder dafür sorgt, dass sein Kind die beste Bildung erhält. Das geht natürlich an der Demoskopie vorbei. Folge: - Akademiker besetzen Stellen, die früher Abiturienten besetzt haben - Abiturienten ohne Studium erhalten den Vorzug gegenüber Bewerbern mit mittlerer Reife - Wer mittlere Reife besitzt, nimmt die einfachen Arbeitsplätze denen weg, die nur den Hauptschulabschluss besitzen - Der Hauptschulabschluss ist nichts mehr wert, weil keine Stellen mehr für sie da sind -> ab in Hartz-IV mit den Hauptschülern.
Zählen müsste die Leistung und nicht der Elternwille! Wer geht denn zur Hauptschule? - Ausländerkinder - Kinder, deren Eltern alles egal ist - Kinder, deren Eltern schon Transfereinkommen bezogen

Viele Hauptschulen sind weniger Schulen als ein Abschiebeort für Problemschüler
So allgemein stimmt das nicht!
In Bayern etwa besuchen 30% der Schüler die Hauptschule - sind das alles Problemschüler?
Auch auf dem Lande haben Hauptschulen noch einen anderen Stellenwert als etwa in Grossstädten.
In Grossstädten hat sich im Zuge der Schulpolitik der letzten 30 Jahre allerdings die Situation anders entwickelt.
Da mehr Kinder auf das Gymnasium sollten - politisch gewollt - wurden die Ansprüche gesenkt und das hatte zur Folge, dass viele eigentlich gute Realschüler zu (frustrierten) Gymnasiasten wurden und die eigentlich guten Hauptschüler auf die Realschule gingen und schliesslich die eigentlich nur für Sonderschulen geeigneten Kinder auf der Hauptschule landeten.
Deshalb wirken heute die Klassenräume in manchen grossstädtischen Hauptschulen wie soziale Wärmehallen, nicht aber wie Räume, in denen man etwas lernen soll und kann.
In Hamburg hat man jetzt daraus die Konsequenz gezogen und die Haupt- und Realschulen abgeschafft.
Dort gibt es nur noch Gymnasien, in denen man nach 12 Jahren Abitur macht und Gesamtschulen, in den man das Abitur nach 13 Jahren erreichen kann.
Die Grundschule war schon immer dafür da, das nötige Grundwissen zu lehren. Dazu gehören Lesen, Schreiben, Rechnen. Das sollte meines Erachtens immer noch so gehandhabt werden.
Nicht das Schulsystem ist schlechter geworden, sondern die irre Verwaltung, die Lehrpläne, die Konzentration in Mittelpunktschulen.



Die politiker sollten endlich umdenken.Das ganze schulsystem muss!!neu gegliedert werden.Auch wenn es keiner hören mag,deutschland ist ein Land wo die besserverdienenden chancen haben.Ihre kinder sind nunmal priviligiert besonder Angebote wie Musikschule,Sportliche aktivitäten zu nutzen.Es kostet alles.Für kinder aus sozialschwachen familien ist dies fast unmöglich.Auch wenn einzelne schritte unternommen werden es ist nicht ausreichend!!!!

Und vor allem die Lehrpläne - es gibt z.B. viel zu viel Dinge, die erst dann wichtig sind, wenn man sie speziell im Beruf benötigt. Es würde reichen, sie dann in der Berufsschule zu lernen.

Leider ist bei unserem Bildungswahn die Hauptschule etwas " verrufen ". Hier werden wohl nur die gescheiterten untergebracht ? Ich kann nur sagen, völliger Blödsinn. Hier sollten dringend wieder ein Dinge zurechtgerückt werden. Ich wäre für eine Einheitsschule bis zur 9.- oder 10 Klasse. Zumindest wärs mal einen Versuch wert. Ich bin mir fast sicher, jeder Hauptschüler, würde in der gleichen Zeit genauso die mittlere Reife schaffen wie die Realschüler oder sonstige.

Früher war die Hauptschule noch etwas wert,man konnte viele Berufe lernen.Heute schäme ich mich in der Hauptschule gegangen zu sein.Das liegt aber daran,weil sich meine Eltern scheiden ließen und ich somit keine Hilfe bekam oder Förderung.Wenn dann so viele erzählen daß sie Abitur haben ,da fühlt man sich so schlecht und als Versager.Mich störte es,als mein Sohn in der Grundschule war,da wurden die Kinder während des Unterrichts aus der Klasse geholt, um ihre Hauptschule morgens anzuschauen, während Kinder,die in Realschulen und Gymnasien ihre zukünftige Schule nachmittags anschauen durften.

Seh es in etwa wie du, in die Gymnasien wird reingebuttert, aber die Kinder in der Hauptschulen regelrecht fallengelassen....Dazu kommen noch die schlechten beruflichen Aussichten....
Tendentiell bin ich dafür, dass alle Leute bis zur 10. Klasse in 1 Schule, mit 1 Schulform und in 1 Klasse unterrichtet werden. Alle bis zur 8. und dann aufteilen in obersuperklasseangehende Hochschulreife(5-10%) und Normal, ginge auch.
Hauptschule ist insofern dicht dran, denn Hauptschule hat eine wichtige soziale Komponente. Nur, müssten eben 90% zur Hauptschule ;-). Dann wäre sie auch nicht soo verpönt.
Wenns mehr Übersichtlichkeit gibt in den Strukturen, wird es auch von selber billiger. Geld steckt genug drin, bloß an falschen Stellen.
Es ist ein sozialer Fehler, Kinder in der 4.Klasse schon aufzugliedern nach den Maßstäben doof, halbdoff und brauchbar für die Wirtschaft.