Maximus40 am 03.11.2008 um 11:29 Uhr
Die IG Metall fordert für die Beschäftigten der Metallindustrie 8% mehr Gehalt/Lohn. Die Arbeitgeber argumentieren mit der hohen Tariferhöhung aus dem letzten Abschluss sowie dem Mehr an Arbeitsplätzen, die geschaffen wurden. Haltet Ihr die Forderung der IG Metall in diesen Zeiten für überzogen oder gerechtfertigt?

Grundsätzlich ja, weil die Unternehmen in den letzten jahren gut versient haben. Nur kommt die Forderung in einem denkbar schlechten Moment, denn es st sehr ungünstig gerade jetzt in einer Krise einen solchen Abschluss zu fordern.
Wenn Unternehmen schon für Wochen schliessen, lachen die sich natürlich über eine Streikdrohung schlichtweg kaputt.
Wenn gestreikt wird, dann wird es den Maschinenbau treffen und das sind die einzigen, die im Moment ncoh gut am Markt sind.

Wenn ich da mit anderen Tarifbereichen vergleiche, wo zweistellige Forderungen erhoben werden, sind 8% doch recht bescheiden, zumal es ja nicht bei dieser Summe bleibt, sondern Abstriche gemacht werden. Obwohl die Unternehmer sehr gut verdient haben, gehören die Klagen zum Tagesgeschäft. Hauptsache, die Dividenden für die Aktionäre und die Bezüge für den Vorstand stimmen.
Tolle Frage, sowas hat mich auch schon interessiert.
Wenn man bedenkt das es sowieso 3 % Preisinflazion gibt bleiben also auch nur 5 % übrigen sollten sie die Erhöhung überhaupt kriegen. ich wär froh wenn ich 8 % kriegen würd aber das is ein anderes thema ;)
Ich versteh nur nicht warum man da jedes Jahr neu streiken muss. Kann man denn nicht gleich verhandeln auf die nächsten 2 Jahre (z.B) sounso viel mehr?

Die Forderungen werden immer zuerst hoch angesetzt um sich schließlich auf einen Mittelwert einigen zu können.