Frage von RandomMan7, 104

Ist die Ex deines Freundes tabu?

Im meinem Freundeskreis gab es zwei Kerle die sich als sehr enge Freunde sahen, bzw. sogar beste Freunde. Als wir vor 4-5 Jahren alle noch verzweifelte Jungfern waren, hat endlich der eine seine erste Freundin gehabt. Es hat zwar nur einen Monat gehalten aber er war trotzdem überglücklich. Eine Woche nach dem Ende der Beziehung hat sein "bester Freund" zugegriffen, das Mädl entjungfert und ist einfach gegangen. Wir haben ihm verziehen, waren ja alle "verzweifelt" und wollten mal ran. Freundschaft war vorbei aber man hat sich noch treffen können. Dann macht der Typ es nochmal und als er mal in einem Klub dabei war versuchte er es noch ein drittes mal bei seinem früheren besten Kumpel.

Das die zwei Mädls drauf eingegangen sind ist doof aber ihre Entscheidung.

Jetzt ist unser Freundeskreis zerfallen, es gibt zwei Fronten und mir wird vorgeworfen ein Ar*** zu sein, weil ich auf der Seite des Kumpels bin, der hintergangen wurde.

Hätte sich der Freund kontrollieren müssen und einfach die Angel wo anders in Wasser werfen sollen oder ist sein Verhalten doch in Ordnung?

Außerdem, ist er verantwortlich für den Zerfall unserer Gruppe?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von assssssssss, 13

Das du Partei für deinen hintergangenen Kumpels ergreifst wäre auch für mich wahrscheinlich die erste Wahl gewesen.

Von einer objektiven Perspektive aus hat "Menuett" natürlich recht. Es ist vorbei und man kann niemanden als Tabu für einen bezeichnen. Ich bin da eine Romantikerin, also wenn es langanhaltende Liebe ist wäre es für mich wahrscheinlich okay. Doch dein ehemaliger Kumpel hat die Mädchen zu schnell fallen lassen.

Du hast in dem Sinne recht, dass die Entscheidung ja auch bei den Mädchen lag und sie nicht nein sagten. Ich würde sagen die schwierige Situation nach der Trennung hat dein Kumpel ausgenutzt. Das Mädchen wusste aber auch über die Freundschaft zwischen den beiden bescheid.

Insgesamt finde ich es unmoralisch (auch von den Mädchen), zumal er wahrscheinlich nur auf seinen eigenen Vorteil aus war und das wiederholt. Deswegen hätte er sich meiner Meinung nach unter Kontrolle halten müssen. Denn Freundschaften sollten nicht unter dem Egoismus oder "Trieben" leiden. Es war rücksichtslos. Und wenn er unbedingt jemanden unter sich haben wollte, hätte er auch -wie du geschreiben hast- woanders die Angel auswerfen können und ist deshalb ziemlich "ausbeuterisch".

Der Gruppenzerfall ist unter diesen Umständen unvermeidlich gewesen. Und na klar, war der Auslöser seine Taten, die er nicht rückgängig machen kann. Es ist normal, dass sich daher zwei Parteien bilden. Man muss sich fragen, ob dieser "Freund" diese Bezeichnung überhaupt verdient hat. Und dafür ist es natürlich wichtig festzustellen, ob seine guten Charaktereigenschaften es Wert sind ihm zu verzeihen, und anscheinend hast du es nicht so gesehen. Das ist in Ordnung, finde ich, weil er absichtlich Menschen verletzt und ausgenutzt hat und somit nicht viel "Charakter" und Anstand gezeigt hat, ggb. keinem, nicht mal sich selbst.

Naja, ich hoffe du verstehst meine Ansicht.

LG

Kommentar von RandomMan7 ,

Das was den Zerfall der Gruppe verursacht hat war ja, dass er es immer wieder versucht hat. Wir haben ihm ein mal verziehen, nach dem zweiten mal haben sich die zwei Seiten deutlich gemacht und nach dem dritten Versuch (zum Glück ohne Erfolg) war die Gruppe durch.

Kommentar von assssssssss ,

Na, da hast du dir glatt selbst die Antwort auf deine Frage gegeben^^ Und da hast du recht. Es war eigentlich ziemlich entgegenkommend von euch ihm nach dem ersten Mal zu verzeihen. Dass er das nicht beachtet hat und weiter Vertrauen brach zeigt, dass er es nie richtig zu würdigen wusste. Ziemlich bescheuert...

Und Danke für die Auszeichung!

Antwort
von Shiftclick, 57

Nach meinem Verständnis ist man treu, solange man eine Beziehung hat. Nach dem Ende einer Beziehung sollte es keine Besitzansprüche mehr geben, die mit irgendwelchen verquasten Moralvorstellungen unterfüttert werden. Wer denkt, man könne sich auf einen Ehrenkodex berufen, will nur nicht zugeben, dass er das Ende der Beziehung noch nicht verwunden hat und dass er archaische Besitzansprüche über Liebe gesetzt hat. Wer angepisst ist, dass seine Ex-Freundin einen anderen hat (egal wen), sollte sich an die eigene Nase packen.

Antwort
von holgerholger, 27

Die Ex ist die Ex. Die kann machen, was sie will, auch mit einem Aufreisser ins Bett gehen. Der Freund kann auch machen, was er will, mit jeder, die ihn für würdig hält, zwischen die LAken schlüpfen. Wir sind doch nicht im Fernsehen mit einem albernehn Barney-Code. Wenn eine Männerfreundschaft das nicht erträgt, dann war es keine.

Antwort
von Menuett, 15

Wenn die Beziehung beendet ist, kann der Freund angeln, wo er gerne möchte.

Das zerstört auch keine Freundschaft.

Kommentar von RandomMan7 ,

Ohne Rücksicht darauf, dass der Kumpel noch nicht drüber hinweg ist?

Kommentar von Menuett ,

Wenn sie nicht mehr will, dann will sie nicht mehr.

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