Frage von mulano, 243

Ist die Evolutionstheorie antichristlich?

Es gibt Menschen die halten die Bibel für das Wort Gottes und glauben gleichzeitig, aber an die Evolutionstheorie. Wenn man die Bibel beim Wort nimmt sind am Anfang alle Tiere, bzw. evtl. nur Grundtypen erschaffen worden. Die Evolution sagt ALLE Lebewesen sind miteinander verwandt. Ist die Evolutionstheorie nun antichristlich?

Expertenantwort
von DiegoderAeltere, Community-Experte für Evolution, 45

Ein einheitliches Christemtum gibt es ja gar nicht. Der gemeinsame Nenner aller 2 Milliarden Christen ist gerademal, dass es einen einzigen Gott gibt und Jesus der Erlöser der Menschheit ist. Bei allem, was darüber hinausgeht, lassen sich kaum Gemeinsamkeiten finden.

Dieser gemeinsame Nenner des Christentums wird von der Wissenschaft nicht berührt. In diesem Sinne steht sie also auch nicht in Konflikt mit dem Christentum. Darum ist es grundsätzlich möglich, gleichzeitig dieser Religion anzugehören und die Evolution als Ursache der Artenvielfalt anzuerkennen.

Wenn dein Verständnis des Christentums darin besteht, dass jede Erzählung der Bibel haarklein der Wirklichkeit entspricht, stehen natürlich zahlreiche wissenschaftliche Felder, darunter die Evolutionsbiologie, in Konflikt mit deinem Glauben. "Antichristlich" ist hier aber trotzdem ein sehr hartes Wort.

Wer angesichts der Kollision seines Weltbildes mit den wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten Jahrhunderte und der gesamten Aufklärung keinen Deut von seiner Meinung abweicht, dem kann meiner Meinung nach auch kaum mehr geholfen werden, und der ist auch selbst schuld, wenn er belächelt wird.

Antwort
von Hyperhaes, 46

Das ist das Bild was Kreatonisten gerne zeichnen... Die ET als Angriff auf den Glauben, den Angriff auf Gott. Es geht dabei aber wohl eher um die eigene Arroganz, da die ET etwas am Sockel wackelt, auf den sich der Mensch gerne sehen würde: Die Krone der Schöpfung. Deshalb werden ja auch die haarsträubendsten "Argumente" herausgesucht, um die ET anzugreifen (und das geht von "Urknall ist der Teil der ET" bis hin zu "die Entstehung von Leben sein mathematisch unmöglich").

Wer nun behauptet die ET sein antichristlich, der muss gleichzeitig alle physikalischen, chemischen und biologischen Theorien ebenfalls als antichristlich brandmarken... Ein gerne genutztes Gegenbeispiel ist ja die Gravitationstheorie (mit der lustigen "Alternative": dem "intelligent falling"... kein Scherz... mal danach googeln)... man hat die Gravitation zwar in den Grundzügen verstanden, aber wie in so ziemlich allen Bereichen der Wissenschaft finden sich auch dort noch offene Fragen... Sollte man es also so machen, wie es viele fundamentalistische Gläubige verlangen und dort der Einfachheit halber "Gott" einfügen, weil man ja nach der "langen Zeit der Forschung" diese Fragen ja noch nicht geklärt hat? Sollte man annehmen, dass es für einen allmächtigen "Gott" unmöglich wäre, sowas wie Gravitation zu simulieren? Wohl kaum... aber Moment mal... Wieso sollte man es dann bei der ET machen? Die ET beschreibt die Entwicklung des Lebens, die Evolution, anhand dessen, was sich sowohl als Fossilien, an genetischen Analysen und auch an Beobachtungen und Experimenten/Forschungen nachweisen lässt. Also genau das was auch die Gravitationstheorie mit der Gravitation macht... Sie beschreibt nach bestem Wissen einen natürlichen Vorgang, den wir auf die ein oder andere Weise beobachten können. Sie machen jedoch KEINE Aussagen über irgendwelche Götter, Leben nach dem Tod oder Spiritualismus im Allgemeinen... keine naturwissenschaftliche Theorie macht das. 

Nichts desto trotz wird gegen die ET angegangen, wie gegen kaum etwas anderes... Da werden die fadenscheinigsten Tricks benutzt, teils gelogen, dass sich die Balken biegen, mit Mitteln gearbeitet, die man wohl allgemein überhaupt nicht mit dem "typischen christlichen" Verhalten in Kontext bringen würde und der einfältige Fundamentalist nimmt natürlich alles gerne an, was seinen Glauben aka seinen persönlichen Sockel wieder festigt, egal obs nun stimmt oder nicht, Hauptsache das Weltbild hängt nicht schief und man hat ein Feindbild, eine Personifizierung des Bösen, der Satan im Laborkittel... Die Wissenschaft... 

Kommentar von mrauscher ,

Christen, also solche, die die Realität der Schöpfung längst erkannt haben, zeichnen kein falsches Bild der Evolution. Die Evolution könnte ein Werkzeug Gottes gewesen sein, die Schöpfung voranzutreiben (könnte ist Konjunktiv). Natürlich nicht auf die Weise, wie es Atheisten fälschlich beschreiben, sondern eben so, wie es der Schöpfer gemacht hat. Und das ist ja nirgends protokolliert. - Das Hauptproblem liegt ja in der Erschaffung des ersten Lebens auf diesem Planeten überhaupt. Wir Christen haben das hier in GF hinreichend genau und wissenschaftlich belegt. @Hyperhaes, du liegst also mit deinem Kommentar falsch: "Das ist das Bild was Kreatonisten gerne zeichnen... Die ET als Angriff auf den Glauben, den Angriff auf Gott." Hier wird gern unterstellt. Richtig ist, dass die Schöpfung des Lebens und der Arten durch Gott geschah, die Details dazu fehlen in der Bibel, da sie sonst drei mal so dick wäre. Die chronologische Reihenfloge ist ebenfalls wissenschaftlich. Die Schöpfung des Universums begann vor ca. 13,8 Milliarden Jahren und das Alter der Erde wird auf 4 - 5 Milliarden Jahre geschätzt. Die genauen Zeiten sind ja nicht so wichtig und sind bei allen anderen Theorien auch eher umstritten, aber meine hier aus wissenschaftlichen Quellen stammden Jahreszahlen könnten durchaus zutreffen. Wichtig die die Reihenfolge und da stimmt Wissenschaft und Bibel natürlich auch über ein. Darwins Beschreibungen über die Anpassung der Arten an ihre Umgebung wird also von Christen nicht abgestritten. Man muß das hier betonen, weil immer wieder gern das Gegenteil behauptet wird.

Kommentar von Hyperhaes ,
Das Hauptproblem liegt ja in der Erschaffung des ersten Lebens auf diesem Planeten überhaupt.

Was ja schonmal nichts mit der Evolutionstheorie zu tun hat, sondern ein eigenes Forschungsfeld ist. Sollte inzwischen eigentlich jedem bekannt sein...

 Wir Christen haben das hier in GF hinreichend genau und wissenschaftlich belegt. 

Ähm, nein. Belegt wurde hier höchstens, dass wohl die allermeisten Kreationisten, gerade hier auf GF nicht den Hauch einer Ahnung haben, worüber sie da genau sprechen. Eine wissenschaftliche Ausarbeitung von ET-Kritikern habe ich hier noch nirgends gesehen, geschweige denn eine konstruktive Auseinandersetzung. Copy&Paste ohne Hintergrund dagegen schon, Behauptungen ebenfalls, genauso quote-mining der übelsten Sorte, aber wissenschaftliche Analysen und Argumente... Fehlanzeige.

Die chronologische Reihenfloge ist ebenfalls wissenschaftlich. 

Aha... also erst Erde und dann der Rest des Universums (Sonne, Mond, Sterne)... Bring doch mal beide Schöpfungsmythen der Bibel in eine konsistente Geschichte in Einklang...

Darwins Beschreibungen über die Anpassung der Arten an ihre Umgebung wird also von Christen nicht abgestritten.

... und genau diese "Anpassung" nennt sich "Evolution"...

Kommentar von RonnyFunk ,

Die ET ist eher ein Angriff auf die Wissenschaft. Aber den religiösen Gefühlen der Atheisten hat sich halt die Wissenschaft unterzuordnen.

Lustig ist es ja, wenn ET-Fans das Spiel "Guter Bulle - böser Bulle" spielen, der eine sagt, es sei ein Fakt und wenn man dies thematisiert, ein anderer wieder sagt, es sei eine Theorie und dann wenn man das thematisiert, beginnt das Spiel von vorne.

Kommentar von matmatmat ,

Wie ich dir schon ein par mal schrieb Ronny, da ist ein Unterschied zwischen Evolution und Evolutionstheorie... bitte lerne doch wenigstens die Grundbegriffe bevor Du mitredest.

Antwort
von Anthropos, 38

Nein, keineswegs. Du sagst es ja schon im Grunde: wenn man die Bibel beim Wort nimmt...

Allerdings glaube ich als Katholik nicht an die sogenannte Verbalinspiration, d.h., dass Gott den Schreibern der Bücher der Bibel die Texte wort-wörtlich in den Mund gelegt hat. Außerdem geht es in Großen Teilen der Bibel nicht darum, sie wörtlich zu verstehen, sondern zu interpretieren und sich zu fragen: was will Gott, bzw. die Schreiber der Evangelien uns damit zeigen? Und das steht keinesfalls im Widerspruch zur Evolutionstheorie, bzw. der Naturwissenschaft, denn es kann schließlich nur eine Wahrheit geben, an der sowohl Naturwissenschaft, als auch Religion forschen. Dabei stellen sie sich natürlich unterschiedliche Fragen. Die Naturwissenschaft fragt nach dem Wann, Wie, Was, Wo, also hauptsächlich nach den sinnlich begreifbaren Fragen, die Philosophie als Werkzeug der Theologie, wie es der hl. Thomas Aquinas nennt, besonders nach der Frage Warum, Was (in anderer Bedeutung) und Wohin.

Antwort
von matmatmat, 23

Nicht nur alle Tiere, alles Leben ist verwandt. Du hast einen Gemeinsammen Vorfahren mit dem Gras vor dem Haus. Die Evolution ist ein Fakt. Die Evolutionstheorie ist die beste Theorie die wir haben, wie es dazu gekommen ist. In dieser (und auch allen anderen modernen, wissenschaftlichen Theorien) kommt Gott nicht vor, da er für die Erklärung der Welt nicht nur unnötig ist, sondern sogar mehr Probleme aufwerfen würde als er lößt.

Daher ist die Evolutionstheorie nicht anti-christlich (oder anti-muslimisch), der Evolutionstheorie (und auch den Evolutionstheoretikern, solange keine Morddrohungen kommen) ist Religion ziemlich egal, denn Gott und Religion hat damit schlicht nichts zu tun.


Was jetzt ein gläubiger Mensch draus macht, ist ihm überlassen. Er kann sein veraltetes Weltbild, das nicht nur mit dieser einen Theorie in Konflikt ist aufgeben. Er kann sein Weltbild umdeuten, die Texte "nicht wörtlich" nehmen und sagen, sein Gott hat Evolution erfunden (aber welcher Teil der Texte ist dann wörtlich zu nehmen?). Er kann auf seine Texte pochen und zwar den Nutzen den wir aus der Evolutionstheorie als Gesellschaft ziehen genießen (leider?) aber seine Augen davor verschließen, wo dieser Fortschritt herkommt. Nicht unbedingt alle Varianten gleich gut in meiner Auffassung, aber das kann und darf man so machen...

Kommentar von RonnyFunk ,

"Die Evolution ist ein Fakt"

"Was jetzt ein gläubiger Mensch draus macht, ist ihm überlassen."

Nun ja, manche machen aus der Evolution ihre Religion....

Kommentar von matmatmat ,

Der Menschengemachte Teil der Phänomene die wir Evolution nennen und einfach beobachten ist die Evolutionstheorie, die versucht es zu erklären...

Nun ja, manche kennen nicht mal die Begriffe und kritisieren...

Antwort
von OlliBjoern, 39

Nein. Ich möchte das auch begründen: die Evolutionstheorie ist eine biologische, keine religiöse Auffassung. Wenn manche Menschen eine religiöse Auffassung daraus machen (und der "Sozialdarwinismus" geht in diese Richtung), ist dies eine Verfehlung. Ich ziehe es daher vor, hierbei streng biologisch vorzugehen.

Naturwissenschaften und Religion schließen sich nicht gegenseitig aus, da sie verschiedene Zielsetzungen haben (ich spreche gerne von einem "Kochbuch" und einer "Straßenkarte", dies sind zwei verschiedene Sachen, die sich aber nicht widersprechen, sondern von verschiedenen Dingen handeln).

Ein Biologe hat dabei die Religion gar nicht im Sinne (weder positiv noch negativ), es geht schlichtweg um was anderes. Und wenn ich die Schöpfungsgeschichten in der Bibel lese, gibt es keinen Grund, warum ich dabei an eine biologische Abhandlung denken sollte.

Antwort
von TimeTraveller0, 45

Beides hat nichts miteinander zu tun. Die Evolutionstheorie ist eine wissenschaftliche Theorie, die sich seit je her immer wieder glänzend bestätigt hat. Es liegt in der Natur einer Theorie, dass sie sich nicht zweifelsfrei und endgültig beweisen lässt - eine Theorie hat immer nur Bestand, bis eine bessere Theorie sie ablöst. Das ist Wissenschaft. 

Religionen - ganz gleich welche - sind mythologischer Aberglaube. Die Bibel ist KEIN Geschichtsbuch und KEIN wissenschaftliches Werk. Es ist eine Sammlung von Texten, die Menschen mit jeweils Interessen verfasst haben und die dann im 4. Jahrhundert nach Christus von einer Versammlung politisch interessierter Männer nach Gutdünken zusammengestellt und dann als Heilige Schrift feilgeboten wurden. 

Die Fragestellung als solche ist etwa so abwegig wie die Frage, ob die Existenz von Himbeeren friseurfeindlich ist. 

Kommentar von matmatmat ,

Der bessere Vergleich wäre vielleicht ob Himbeeren kleidungsfeindlich sind (weil sie ganz selten mal nen Fleck machen ;)

Antwort
von SibTiger, 31

Würde ich nicht sagen. Zumindest in der evangelischen Landeskirche hat man die Evolution wohl weitgehend (im positiven Sinn) "gefressen".

Bei manchen evangelikalen Gemeinden mag das noch anders aussehen. Da konnte sich Kreationismus noch eher halten.

Kommentar von matmatmat ,

Schön zu hören! Der Vatikan hat es nur im groben akzeptiert, aber lehnt immer noch einige Schlußfolgerungen ab, zum Beispiel, das Mensch und Affe gemeinsame Vorfahren haben. Denn dann stellt sich die gemeine Frage, welche (Affen)Mutter die keine unsterbliche Seele hat das erste (Menschen)Kind mit unsterblicher Seele zur Welt brachte...

Antwort
von RonnyFunk, 12

Die Evolutionstheorie ist nicht antichristlich, aber unwissenschaftlich.

Allerdings scheint sie für das Weltbild der Atheisten essentiell zu sein, die einzigen, die den Mut haben, die Evolution zur Disposition zu stellen, sind Christen, welche diese für ihr Weltbild eben nicht brauchen.

Es ist bemerkenswert, dass für die Verbreitung und den Schutz der Evolutionstheorie Methoden angewandt werden, die doch eigentlich so nur eine Lüge oder ein Irrtum bräuchte.

Der "Erfolg" der Evolution wird damit begründet, dass sie wahr ist - als wenn das ein Automatismus wäre, dass sich Wahrheit immer durchsetzen würde.

Schon sehr seltsam alles.

Kommentar von matmatmat ,

Für das Weltbild von Atheisten ist die Evolutionstheorie vollkommen irrelevant. Atheist sagt nur aus, das man an keinen Gott glaubt oder diese Vorstellung zu mindest im eigenen Leben keine Rolle spielt. Man kann zum Beispiel der Auffassung sein, das die Welt wie wir sie sehen schon immer da gewesen ist und trotzdem Atheist sein.

Was ist an der Evolutionstheorie unwissenschaftlich? Sie ist die beste Erklärung, die wir für die Evolutionsvorgänge um uns herum haben, mehrfach im Labor und im Feld, in Experimenten und Beobachtungen überprüft. Es ist eine der am besten überprüften Wissenschaftlichen Theorien überhaupt. Die aktuelle Theorie der Schwerkraft steht auf wackligeren Beinen...

Kommentar von RonnyFunk ,

"Für das Weltbild von Atheisten ist die Evolutionstheorie vollkommen irrelevant."

Ja, das zeigen die Verteidiger dieser Theorie immer wieder recht klar. Genau, jemand verteidigt etwas gegen jede Kritik, gegen jedem Zweifel, weil es ihm ja sooo egal und es sooo irrelevant ist.

Ich war auch mal Atheist gewesen und ich weiß, dass die neben der ET existierenden Erklärungsversuche, der Aussage "Es gibt keine höhere Macht" widersprechen.

"Atheist sagt nur aus, das man an keinen Gott glaubt oder diese Vorstellung zu mindest im eigenen Leben keine Rolle spielt."

Äh, das sind die sogenannten Theisten, welche eine höhere Macht nicht ausschließen, diese aber ignorieren. Diese Gruppe braucht in der Tat nicht die Evolutionstheorie.

"Was ist an der Evolutionstheorie unwissenschaftlich? Sie ist die beste Erklärung, die wir für die Evolutionsvorgänge um uns herum haben, mehrfach im Labor und im Feld, in Experimenten und Beobachtungen überprüft."

Tja, es geht damit los, dass man andere Erklärungen nicht duldet und klar, wenn etwas ein Monopol hat, ist es keine Kunst, "das beste" zu sein. 

"mehrfach im Labor und im Feld, in Experimenten und Beobachtungen überprüft"

Ja und interpretiert. Manche Leute haben einen Glauben in Hochrechnungen und denken, alles ließe sich interpolieren.

Wenn einer von Hannover nach Berlin fährt, dabei die Höchstgeschwindigkeit nimmt und 6 Stunden unterwegs ist, muss Hannover von Berlin 600 km entfernt sein. Man kann dies gut beurteilen, ohne zu wissen, dass es Staus gibt. Interpolation funktioniert immer.

"Es ist eine der am besten überprüften Wissenschaftlichen Theorien überhaupt."

Vielleicht, aber es ist kein Fakt. Auch wenn manche Atheisten es so interpretieren.

Lustig ist immer wieder das Spielchen, wenn Otto Normalverbraucher sagt "Ist Fakt", der Wissenschaftler auf die Vorwürfe hin sagt "Ist Theorie" und wenn man den Wissenschaftler zitiert, man angefeindet wird, weil man sich wagt, Darwin nicht zu vergöttern und seine Bücher nicht als heilig anzusehen.

Antwort
von Hundele, 42

Religion vs. Naturwissenschaften....
Einfach schwer vereinbar, liegt in der Natur der Dinge!

Kommentar von mulano ,

Die Anhänger von Intelligent Design machen das.

Kommentar von Meatwad ,

Das sind ja auch Spinner.

Kommentar von mulano ,

Sie glauben nur das alles von einem Gott gemacht wurde. Viele oder einige ihrer Anhänger glauben auch an Evolution. Der Unterschied zwischen deiner Vorstellung von Evolution und der von Anhängern des Intelligent Design ist nur das sie glauben das Gott die Evolution steuert (wenn sie an Evolution glauben). Wie willst du das Gegenteil dessen beweisen was sie glauben?

Kommentar von Meatwad ,

Der Unterschied zwischen deiner Vorstellung von Evolution und der von Anhängern des Intelligent Design ist nur das sie glauben das Gott die Evolution steuert (wenn sie an Evolution glauben)

Und der Unterschied zwischen Kreationisten und echten Wissenschaftlern ist, daß erstere nicht wissenschaftlich arbeiten, da sie die Antwort vor die Frage stellen.

Wie willst du das Gegenteil dessen beweisen was sie glauben?

Gar nicht. Muss ich auch nicht.

Kommentar von mulano ,

Und der Unterschied zwischen Kreationisten und echten Wissenschaftlern
ist, daß erstere nicht wissenschaftlich arbeiten, da sie die Antwort vor
die Frage stellen.

Kommt eben immer darauf an ob man etwas bestätigen oder widerlegen will, aber das gibt es auch in anderen Themengebieten. Die einen versuchen eine Theorie zu bestätige, die anderen suchen nach Widersprüchen.

Gar nicht. Muss ich auch nicht.

Kannst du auch nicht.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Schon der Versuch ist unwissenschaftlich.

Was nicht heißt, dass persönliche Beweggründe die Wissenschaften nicht weiterbringen können.

Was du aber wohl nicht verstehen willst, ist dass sich Wissenschaften über Ergebnisse und Methoden definieren.

Kommentar von matmatmat ,

Nein, tun sie nicht. Intelligent Design ist keine Wissenschaft. Es ist Religion und Glaube, mit wissenschaftlichen Begriffen geschmückt und getarnt. Wie Thomas sagt: Wer die Antwort hat und dann losdenkt wie er die Fakten hinbiegen kann, damit sie zur Antwort passen ist kein Wissenschaftler.

Kommentar von RonnyFunk ,

Ja ja, "Intelligent Design ist keine Wissenschaft." aber irgendeine unbewiesene Theorie als "Fakt" zu bezeichnen, weil diese besser ins Weltbild der Atheisten passt und alle Forschung dem unterzuordnen, ist soo wissenschaftlich.

Antwort
von Serendipity87, 29

An sich nicht. Die Botschaft vom Kreuz spricht eher für die Evolutionstheorie als dagegen. Aber Christen haben traditionsbedingt ein eigentümliches Verständnis vom biblischen Weltbild. Es hat schon eine unfreiwillige Komik an sich, wenn sie im Brustton der Überzeugung verkünden, dass Jesus qualvoll für ihre Sünden gestorben sein soll, aber Evolution als Schöpfungsmethode ihres ach so liebenden Gottes ablehnen, da zu grausam. Das Prinzip der Evolution, dass jedes Lebewesen von dem lebt, was es findet und fängt und irgendwann sterben muss, ist Kindergeburtstag im Vergleich zum Tod am Kreuz!

Außerdem ist auch laut Bibel alles Leben gleichermaßen miteinander verwandt wie laut Evolutionstheorie. Die Schöpfungsgeschichte kennt keine "Grundtypen", gerade der Artbegriff unterstreicht den Abstammungsgedanken im Text. "Min" hat nämlich die Grundbedeutung "spalten" und beinhaltet drei Aspekte:

-Gemeinsamer Ursprung 

-Darauffolgende Trennung

-Daraus resultierende Verschiedenartigkeit, Unvereinbarkeit

Heute beschreibt das Wort die aus der Art geschlagenen messianischen Juden. Min wird auch als Präposition verwendet, in englischsprachigen Bibelausgaben wird es gern mit "from", "out of" wiedergegeben, z. B. in Gen. 2.7: aphar MIN ha adamah (Staub VOM Erdboden). Last but not least wird der Bericht in Gen. 2.4 mit dem hebräischen Inbegriff für Abstammung zusammengefasst.

www.aneste.ch 

Kommentar von mulano ,

Es hat schon eine unfreiwillige Komik an sich, wenn sie im Brustton der
Überzeugung verkünden, dass Jesus qualvoll für ihre Sünden gestorben
sein soll, aber Evolution als Schöpfungsmethode ihres ach so liebenden
Gottes ablehnen, da zu grausam.

Im Paradies war auch noch alles friedlich. Das betrifft auch die Tiere. Diese sind auch durch die Erbsünde des Menschen befallen, da auch sie sterben müssen. Der Lohn der Sünde ist der Tod.

Außerdem ist auch laut Bibel alles Leben gleichermaßen miteinander verwandt wie laut Evolutionstheorie.

Inwiefern? Das alles auf einen Vater/Schöpfer zurückgeht?

Kommentar von Serendipity87 ,

Den Tod gab schon lange vor dem Paradies, das beweisen u. A. die Raubtiere (hebr. Tannin) am 5. Schöpfungszeitraum. Und die Erbsünde ist eine rein christliche Erfindung, das Judentum und der Islam haben sie zu Recht nicht übernommen.

"Das alles auf einen Vater/Schöpfer zurückgeht?"

Nein, ganz buchstäblich, durch die biologische Verwandtschaft der Arten (siehe meine Erklärung zu min). Wird alles ganz ausführlich im link beschrieben. 


Wie machst du das eigentlich mit dem Zitieren?


Antwort
von Lazybear, 27

Also es kommt drauf an wie du christlich definierst! Wenn du dich wort wörtlich an die bibel hälst und sagst, das ist christlich und nichts anderes, dann ja, weil in genesis steht, dass der mensch anfangs im paradies lebte und der tod erst durch den sündenfall in die welt kam, dann ist die evolutionstheorie im widerspruch, da die evolution den tod als festen bestandteil voraussetzt, noch vor dem erscheinen des menschen, mal abgesehen von dem alter der welt und das sich die artenvielfalt aus einem gemeinsamen vorfahren entwickelt hat! Durch die evolutionstheorie wird auch die ganze erbsündengeschichte unnötig und damit der tod jesu christi, was ein hauptbestandteil der bibel und des christentums ist!
Sagst du aber wie manche anderen, der schöpfungsbericht ist eine methapher von gott, die zeigen soll wie sehr mensch und gott miteinander verbunden sind und gott will garnicht, dass wir diesen wort wörtlich nehmen, dann steht die evolutionstheorie nicht im widerspruch, auch für diesen ansatz lassen sich in der bibel belege finden, zb wenn du vergleichst, was moses zur scheidung sagte und was jesus dazu sagte und jesus erläuterte den scheinbaren widerspruch damit, dass moses aus eigener autorität diese Regeln gab und nicht unter dem diktat gottes, weil das denken der menschen zu der zeit eben dies erforderte! Nun stell dir vor moses hätte den menschen von damals was über die evolution, genetik etc in genesis erzählt, die meisten menschen mit schulbildung heute raffen das nicht, wie sollten menschen es raffen, die vorher nichts mehr als sklaven waren, so ist auch klar, der schöpfungsbericht ist ebenfalls das produkt für die menschen von damals!
Wenn du die bibel wort wörtlich nimmst, dann gehört nicht viel glauben dazu, sondern viel mehr ignoranz, denn es gibt unumgängliche naturwissenschaftliche belege, die gegen genesis sprechen, dh ein solcher christ muss diese erst leugnen lernen oder mit absicht die augen verschließen und das ist ein paradebeispiel für ignoranz! Aber ein christ, der gottes botschaft erkennt und versucht sein leben danach zu richten, wie liebe deinen herren und liebe deinen nächsten wie sich selbst, hat ein viel größeres gottvertrauen, weil er seiner botschaft glaubt ohne wie ein kreationist zu sagen "wenn genesis nicht stimmt, warum soll ich den rest glauben"... Meine meinung dazu, ich selbst bin im moment nicht gläubig! Lg

Kommentar von mulano ,

Durch die evolutionstheorie wird auch die ganze erbsündengeschichte unnötig

Warum das?

Kommentar von Lazybear ,

kommst du da von alleine nicht drauf???? ok was die erbsünde ist weißt du oder? wenn die evolution stimmt, gibt es keinen adam und keine eva, und der tod ist schon vor dem sündenfall in der welt, rattern jetzt die zahnräder bei dir? sorry will nicht respektlos klingen, aber ich habe mir so viel mühe gegeben dir eine antwort zu schreiben und habe auch sehr viel zeit investiert und eigentlich ist die frage dort mehr als deutlich beantwortet, daher bin ich etwas schockiert über deine nachfrage! lg

Antwort
von SturerEsel, 32

Die Sekte der Kreationisten behauptet genau das. Aber wer ist schon so dumm, diese Anachronismen zu teilen?

Du etwa?

Antwort
von Hamburger02, 34

Papst Benedict schrieb, Evolutionstheorie und christlicher Glaube seien kein Widerspruch. Der muss es ja wissen.

Kommentar von mulano ,

Was interessiert mich der Papst? Bin kein Katholik. Er kann auch nicht für alle Christen sprechen. Möchte deine eigene Meinung wissen. Außerdem würde ich gerne die Begründung für die Äußerungen des Papstes wissen wollen.

Kommentar von Hamburger02 ,

Das mag ja sein, aber der Papst vertritt immerhin die Mehrheit der Christen und wenn er sagt, das ist kein Widerspruch, wird er sich schon was dabei gedacht haben. Immerhin nennt er sich selber Vertreter Christi auf Erden. Natürlich gibt es chrristliche Splittergruppen, die das anders sehen.

Im Übrigen entdecke ich gerade, dass schon JP-2 sich dementsprechend geäußert hat.

http://www.glauben-und-wissen.de/M9.htm

Meine Meinung: Die ET widerspricht der Bibel dann, wenn man diese wörtlich auslegt und nicht mythologisch.

Kommentar von mulano ,

Das mag ja sein, aber der Papst vertritt immerhin die Mehrheit der
Christen und wenn er sagt, das ist kein Widerspruch, wird er sich schon
was dabei gedacht haben.

Muss nicht sein. Politiker vertreten auch nicht die Mehrheit des Volkes.

Kommentar von Hamburger02 ,

Und die Erde wird von einer Teekanne umkreist, wenn du schon vom Thema ablenken möchtest. Unter Katholiken wirst du jedenfalls nur wenige Gegner der ET finden.

Kommentar von mulano ,

Und die Erde wird von einer Teekanne umkreist

Ja, die haben sie bei der Reise zum Mond verloren ;)

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo Hamburger02,

noch früher: Papst Pius XII. hat in seiner Enzyklika Humani generis bereits 1959 angemahnt, sich mit der Evolutionstheorie auseinanderzusetzen.

Und noch vorher allgemein zur Bibelexegese: 1943 hat Pius XII in der Enzyklika Divino afflante Spiritu dazu aufgefordert, die literarische Gattung und damit die Aussageabsicht zu erforschen.

Kommentar von Hamburger02 ,

Das war mir neu.

Speziell 1943 finde ich interessant, weil da womöglich der Übergang von der wörtlichen zur mythologischen Interpretation innerhalb der kath. Kirche zu finden ist.

Kommentar von matmatmat ,

Ja, nur leider kann er die Frage nicht beantworten, welche (Affen)Mutter die keine unsterbliche Seele hat das erste (Menschen)Kind mit unsterblicher Seele zur Welt brachte...

So wirklich akzeptiert ist die Theorie mit all ihren Konsequenzen im Vatikan meines Wissens nicht.

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo matmatmat,

diese Frage beantwortet weder die Evolutionstheorie noch die Bibel noch der Papst.

Kommentar von matmatmat ,

Stimmt. Denn für die Evolutionstheorie ist das vollkommen irrelevant. Die Wissenschaft hat keine Anzeichen für ein vom Körper unabhängiges Bewußtsein / Seele gefunden.

Für "den vatikan" und "die Bibel" ist es aber ein Problem (auf das sie keine Antwort geben), denn wenn man das Faktum Evolution nicht mehr abstreitet stellt sich diese Frage nun mal. Da muß es einen Punkt gegeben haben an dem dieser Schritt passiert ist. Also, wenn man davon ausgeht, das es so ist und der Mensch durch eine unsterbliche Seele eine Sonderstellung hat die ihn von (anderen) Tieren unterscheidet.

Antwort
von PaulPeter44, 23

Nein, die Evolutionstheorie ist nicht antichristlich.

Auch Christen, zumindest nach meinem Verständnis dürfen an Wissenschaft "glauben" .

Und zum Thema Bibel, ja, die Bibel besteht aus Gottes Wort, aber nicht wörtlich. Er hat es uns nicht diktiert. Die Bibel wurde von Menschen geschrieben, die Gottes Erfahrungen in Worte gefasst haben. Und zwar immer mit einer Intention und aus der Sicht der Zeit.

Die Bibel ist ein theologisches Buch, kein wissenschaftliches.

Man darf sie nicht wörtlich nehmen, sondern muss den Sinn der Worte herausfinden.

Ich weiss, es gibt Gruppen, die da anderer Meinung sind, aber die allgemeinen christlichen Kirchen sehen es so.

Antwort
von nowka20, 30

da der mensch "ein haus" des widerspruchs ist, ist das möglich

Kommentar von mulano ,

Du redest in Rätseln ;) Was meinst du, das Evolutionstheorie und Bibel nicht vereinbar sind?

Kommentar von nowka20 ,

-bibel hat mit glaube zu tun

-evolutionstheorie hat mit intellekt zu tun

--------------------------------------------------------------------------

das sind eben verschiedene schuhe

Kommentar von matmatmat ,

Nee, sind sie nicht. Glauben bedeutet "so zu tun als wüßte man Dinge, die man nicht wissen kann". Das ist ein grundlegend anderer Prozess, sich "Wissen" anzueignen, aber das Ergebnis ist das gleiche. Beide Methoden sind aber nicht vereinbar, entweder ich komme so herum oder anders herum zu meinem Wissen.

Kommentar von nowka20 ,

du sagst doch selber, daß man mit glauben nicht zum wissen kommen kann

also: verschiedene paar schuhe!

Kommentar von matmatmat ,

Ne, eher ein Schuh und die Vorstellung nicht über Schuhe nachdenken zu wollen, weil man ohnehin nirgend wo hin gehen will. Es sind weder in der Grundlage noch in den Konsequenzen equivalente Erkärungsmodelle und die Ergebnisse unvereinbar.

Kommentar von nowka20 ,

versabbel nicht alles, sondern trage etwas bei um die userfrage zu BEANTWORTEN1

Kommentar von matmatmat ,

Ich habe doch eine komplette Antwort geschrieben.....

Kommentar von nowka20 ,

ich auch! hier ist sie noch mal!

da der mensch "ein haus" des widerspruchs ist, ist das möglich

-----------------------------------------------------------------------------------

und darauf hast du dich auf mich eingeschossen, anstatt unsere divergierenden antworten auf sich beruhen zu lassen.

SOLL DOCH DER FRAGER ENTSCHEIDEN; WAS ER FÜR RICHTIG HÄLT!

denn hier ist kein diskussionsforum!


Antwort
von Richard30, 29

Ja ist sie. Die ET ist auch keine normale Theorie, sie ist mehr ein Paradigma, das sich verschiedenen Theorien bedient. Das gilt natürlich auch für viele der Schöpfungslehen, von denen es ja auch unterschiedliche gibt.

Antwort
von Zoroastres, 22

Das kommt drauf an was Christentum sein soll. Wenn du sagst Jesus war ein verrückter Spinner (für die damalige Zeit) der umhergewandert ist und ein paar nette Geschichten erzählt hat (um jetzt mal das eine Extrem zu nehmen) dann nicht, nein. Wenn du sagst Gott hat die Welt so geschaffen wie es in der Bibel steht und wirkt noch dazu auf die Welt, dann ja.

Immerhing kommt die Evolutionstheorie prinzipiell ohne Gott aus, was schon starker Tobak ist, da Gott ja dann it dem Leben nichts zu tun hätte. Du kannst Gott da natürlich reibasteln, wenn du willst. Aber das natürlich ohne jede Notwendigkeit und darum ohne Begründung.

Kommentar von mulano ,

Immerhing kommt die Evolutionstheorie prinzipiell ohne Gott aus, was
schon starker Tobak ist, da Gott ja dann it dem Leben nichts zu tun
hätte.

Nein, stimmt nicht. Die Evolution beschreibt nur die Entwicklung der Lebewesen. Der Ursprung des Lebens wird durch sie nicht geklärt. Dafür braucht es einen Gott.

Kommentar von Zoroastres ,

Richtig. Ich habe das hier nicht getrennt, weil der Fragesteller nur wegen der Evolution gefragt hat. Das weiteren gibt es aber eine Theorie (vielleicht ist sie auch eine nur relativ gut belegte und schlüssige Hypothese), wie das Leben entstanden ist. Ohne Gott. Allein auch chemischen Bestnadteilen nach physikalischen Regeln.

Aber ich würde gerne wissen wie du dir den Einfluss Gottes bei der Entstehung des Lebens vorstellst. Der Typ geht da dann her weil ihm langweilig ist und bastelt mal an ein paar Aminosäuren und RNA-Bestandteilen rum weil ihm langweilig ist und packt das alles dann noch in eine primitive Phospholipiddoppemembran. Lässt es dann liegen weil ihn was anderes mehr interessiert und dann startet die Evolution und als Gott nach ein paar Milliarden Jahren wieder kommt gibt es plötzlich Menschen, weil sich das zwischenzeitlich so toll entwickelt hat?

Oder hat er davor einfach zugesehen wie sich die Dinosaurier aufgefressen haben und plötzlich kommen da dann Menschen, was natürlich ganz toll ist und er denkt sich sofort alles Mögliche aus um ihn zu beschäftigen?

So in etwa? ^^

Kommentar von matmatmat ,

Nein, für die Theorie, wie das Leben entstanden ist gibt es andere wissenschaftliche Theorien, schau mal nach "Abiogenese". Da gibt es schon ganz gute Theorien, hier und da wird noch gestritten aber alle konkurrierenden Modelle erklären die Entstehung des Lebens ohne Gott.

Wer sagt das es da keine andere Erklärung gibt ist einfach schlecht informiert... die englische Wikiseite zum Thema verweißt nicht umsonst "für nicht wissenschaftliche Ansätze" auf die Seite "Schöpfungsmythen".

Kommentar von Zoroastres ,

Suche vielleicht statt Abiogenese besser chemische evolution. Unter Abiogenese versteht man nämlich sowohl das, als auch die Spontan-/Urzeugung, die ja reiner Humbug ist

Kommentar von matmatmat ,

Abiogenese ist der Überbegriff für den Vorgang. Natürlich hat die Theorie eine historische Entwicklung durchgemacht. Ständige Urzeugung ist natürlich aus heutiger Sicht unsinnig, aber historisch interessant. Kein ordentlicher Artikel zum Thema würde das heute als gültige Theorie hinstellen? Chemische Evolution ist allerdings noch deutlich mehr als "nur" die Entstehung des Lebens.

Der Englische Artikel bei Wikipedia ist sehr gut gemacht:

https://en.wikipedia.org/wiki/Abiogenesis

Kommentar von Zoroastres ,

Anscheinend gibt es da ein Begriffswirrwarr im Deutschen und Englischen.

Im englischen bedeutet chemical evolution unter anderen Abiogenesis, was auch noch so genannt wird, während im deutschen chemische evolution ein unterpunkt von abiogenese ist, die nebenbei noch die Spontanzeugung beschreibt. Im englischen aber wird spontanzeugung NICHT als unterpunkt der abiogenese gewertet.

Weitere unterpunkte der englischen chemical evolution sind dafür aber dinge, die ich als Atomare evolution kennengelernt habe (was ich internet aber sonst kaum finde, da hat wohl mein Professor eine besondere Vorstellung).

Ach wie schön ist es, so viele verwirrende Sprachen zu haben

Antwort
von Tiefseeschnecke, 15

ohne den Glauben an eine wirkliche Schöpfung wie sie in Genesis berichtet wird, fällt die ganze Bibel und der Glaube wie eine Kartenhaus zusammen. Dann müsste man eindeutige Aussagen von Jesus als Lüge oder Irrtum deuten. Das Neue Testament stützt das aber.

Was machst du mit Bibeltexten wie diesen: Er spricht und es steht da (Psalm). Oder die Auferweckung des Lazarus, der 4 Tage tot war. Ist das nicht das Gleiche, ein Schöpfungsakt.

Wie kann ich an eine Neuschöpfung glauben, wie sie in Offenbarung beschrieben wird?

Hätte Gott durch Evolution geschaffen, hätte er den Tod als Instrument benutzt, der aber der Feind ist.

Wenn Gott nicht Schöpfer ist, der aus dem Nichts sofort schaffen kann, dann ist er kein Gott.

Ausserdem ist Schöpfung aus wissenschaftlicher Sicht völlig glaubhaft. Siehe....

Kommentar von Abahatchi ,

Ausserdem ist Schöpfung aus wissenschaftlicher Sicht völlig glaubhaft.

Wer so was glaubt, dem ist es eben "glaubhaft". Du drehst Dich also im Kreis. 

Kommentar von Tiefseeschnecke ,

beides ist Glaube - du kannst nichts wirklich beweisen, vor der Beurteilung kommt die Weltanschauung - und zwar auf beiden Seiten. Keiner von uns hat früher gelebt und darum ist beides streng genommen auch keine Wissenschaft. Wissenschaft muss nachprüfbar sein. Das ist Evolution auch nicht. Man kann nur die Fakten deuten... und für Evolution reicht mein Glaube nicht aus.

Kommentar von Abahatchi ,

du kannst nichts wirklich beweisen, vor der Beurteilung kommt die Weltanschauung

Ich kann beweisen! Evolution bedeutet stete Veränderung. Viren, gegen die ich mal immun war, hatten sich verändert. Folglich bin ich erneut von diesen Viren befallen worden. Ich habe in meinen Leben mehrmals Evolution hautnah miterlebt. 

Es gibt Bakterien, die man mit bestimmten Antibiotika bekämpfen konnte. Diese Bakterien unterlagen einer Veränderung und sind nun gegen diese Antibiotika resistent. Auch diese Evolution hatte ich hautnah miterlebt. Unter den Augen von Wissenschaftlern entstand abseits der Kontinente eine Vulkaninsel. Wissenschaftler beobachteten diese sehr lange und genau. Eines Tages "strandete" dort ein "trächtiges" Vogelweibchen. Es gab Nachkommen, die Population vergröszerte sich und sie spaltete sich unter den Augen der Wissenschaftler in zwei Arten auf, die sich auch untereinander nicht mehr kreuzen. Auch diese Evolution hatte ich hautnah miterlebt.

So, und weil ich Dich für besonders schlau halte, bin ich mir sicher, dasz Du nun ganz schnell im Internet meine Aussagen von den Viren über die Bakterien, bis hin zu den Vögel überprüfst und anschlieszend darüber so gar noch mehr in Erfahrung bringen wirst, als ich selbst dazu in Erfahrung brachte. 

Also, das nächste Mal werde ich dazu Dir keine Fragen beantworten, sondern Dir Fragen stellen, in der Annahme, dasz Du sie nun mir richtig beantwortest.

Grusz Abahatchi

Kommentar von Tiefseeschnecke ,

Es gibt  Mikro- mit Makroevolution. Ich spreche nicht von Veränderungen in einer Spezies sondern von einer Entwicklung von einer Spezie in die andere. Epigenetik schaltet Gene ein und ab, aber diese sind trotzdem noch vorhanden.

Kommentar von Mark1616 ,

Mikro- mit Makroevolution

Nein, das gibt es nicht. Makroevolution ist ein von Kreationisten erfundener Begriff zur Diskreditierung der Evolution. Was qualifiziert die Kreationisten dazu so einen Begriff zu erfinden, der außerhalb von christlich fundamentalistisch geprägten Gruppen nicht vorzufinden ist?

DU würdest mir ja schließlich auch nicht glauben wenn ich sage, dass die Bibel ein antiker Comic ist, oder etwa doch?

Und selbst wenn es "Makroevolution" geben würde. Was spräche dagegen, dass über Millionen von Jahren Mikro- in Makroevolution übergeht? Die Aufteilung in "Mikro und Makro" zeigt nur, dass diese Christen keine Ahnung haben von welchen Zeiträumen wir sprechen. Irgendwie verwunderlich, da doch die Christen so oft von der "Ewigkeit" sprechen.

Kommentar von Abahatchi ,

Es gibt  Mikro- mit Makroevolution.

Sagen wir doch? Es gibt Mikro- mit Makroevolution. So es eine Sekunde gibt, gibt es auch Jahre. Ein Jahr sind nur viele Sekunden in Folge. Schön, dasz Du es endlich begriffen hast.

Epigenetik schaltet Gene ein und ab, aber diese sind trotzdem noch vorhanden.

Was meinst Du, was der Mensch noch alles für Gene hat, die noch von unseren Vorfahren stammen, als sie noch Fische waren und die abgeschaltet sind. 

Du hast mal wieder recht, es müssen Gene nicht weg sein, damit sich neue Arten entwickeln.

Grusz Abahatchi

Kommentar von matmatmat ,

Walter Veith ist Verschwörungstheoretiker und Kreationist und hat Grundlegende Dinge in der Evolutionstheorie nicht verstanden! Er hat zum Beispiel keine Ahnung was eine Spezies ausmacht (Minute 4:30). Die Geschichte mit der "Unmöglichkeit, das ein Lebewesen plötzlich und zufällig genau so entsteht wie es gerade ist", ist schon fast so dumm, das man schreien muß (Minute 29). Mutation ist Zufällig. Natürliche auslese ist es nicht. Da hilft auch keine lustige Animation drüber weg, das die Behauptung "Die Evolutionstheorie sagt, alles sei Zufall" schlicht falsch ist (Um Minute 30)...

Diese (und dutzende, ur-alte, weitere Argumente) sind gründlich widerlegt: www.talkorigins.org

Kommentar von Tiefseeschnecke ,

Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden
Römer 1.22

Kommentar von Abahatchi ,

Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden
Römer 1.22

"Da Du Dich für Weise hältst, bis Du zum Narren geworden. Abahatchi 22.1"

Siehst Du wie beliebig so eine These von Dir ist, vor allem wenn man sie aus einem Zirkelschlusz namens Bibel entnimmt? Du zitierst eine unbelegte, unbewiesene These. Das kann ich auch. Sagt aber nicht über den Wahrheitsgehalt meiner oder Deiner These aus.

Grusz Abahatchi

Kommentar von Tiefseeschnecke ,

und das Schönste überhaupt: Jesus liebt uns beide gleich, unabhängig von dem, was wir wissen und erkennen. Er ist für dich und mich gestorben, nur das kann uns retten, nicht das, was wir zu wissen glauben.

(Der Römertext bezieht sich übrigens nicht auf Dich sondern wenn man es im Zusammenhang des ganzen Kapitels liest, auf das ganze Thema der Schöpfung.)

Antwort
von Kheber, 11

Du hast ja schon sehr viele Antworten bekommen. Ich habe nicht eine davon gelesen, denn Du möchtest ja eine persönliche Meinung erhalten.

Deine Frage lässt sich ganz schnell beantworten. JA, die Evolutionsth. ist antichristlich. Schon gleich, wenn Du die ersten Seiten der Bibel aufschlägst und die ersten Verse ließt, bekommst Du eine Antwort über die Entstehung allen Lebens. Da heißt es: GOTT schuf - und die Evolutionsth. sagt etwas anderes aus, dass sich das Leben immer in die höhere Form oder stufe entwickelt. Aber wenn Du Dich damit beschäftigst und mit ehrlichen Gedanken ließt, merkst Du, dass diese Theorie von WIssenschaftler schon lange verneint wurde und wird. Auch wird zugegeben, dass man leider nichts anderes hat und deshlab diese Theorie herhalten muß.

Aber das geben die wenigsten zu, das geht an die Susbstanz und das darf ja nicht sein. Für mich ist die Bibel GOTTES Wort und das ist die Wahrheit!

Ich hoffe, dass Du auch diese Wahrheit erkennst, auch wenn ich jetzt viele böse Kommentare erhalten werde. Aber solche Menschen offenbaren sich auch als die Menschen, die da meinen, das das, was unbequem ist, nicht wahr sein darf.

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