Frage von ladyblueeyes, 168

Ist die Erziehung noch zu retten?

Ich (W, 18) babysittete das erste Mal richtig (als Nebenjob) und bin nun sozusagen eine Nachtwächterin, da die Mutter der Kinder Nachtschicht hat und ich so zweimal die Woche am Abend um 20:15 Uhr zu ihnen Nachhause gehe um dann auf die Kinder aufzupassen. Die Mutter ist ziemlich streng (sie schreit die Kinder immer an, sobald sie ein Schritt falsch machen) ich war ein wenig geschockt und bin überzeugt, dass es auch anders geht als immer schreien. Die Kinder sind: Ein Junge, 2 Jahre alt und ein Mädchen 4 Jahre. Die Mutter meinte, sie habe keine geregelten Bettzeiten, ich soll sie einfach ins Bett bringen wenn sie müde sind. Als sie ging, sassen die Kinder nur vor dem TV und schauten DVD's (wie die Mutter schon vorhersagte). Kaum wollte ich sie ablenken oder den TV abschalten, fingen sie an zu schreien oder weinen. Ich hab da keine grosse Erfahrungen und Ich sagte zum Mädchen, komm zeig mir dein Zimmer und ich lies dir dann etwas schönes vor. Sie kämpften aber beide um nicht ins Bett zu müssen. Um 21:45 war es mir genug und ich nahm einfach den kleineren und legte ihn ins Bett. Er weinte und wehrte sich zwar, kippte aber so 5min danach um im Bett und schlief sofort. Ich legte mich neben sein Bett und tat so, als würd ich schlafen und machte ein Lichtlein an das Meeresgeräusche machte. Das Mädchen kam dann auch und legte sich neben mich und schlief auch ein (um 22:00 Uhr! Das finde ich viel zu spääät!!). Was ich da machte, war mehr eine Notlösung beim ersten Mal Babysitten, aber geht das auch anderst? Oder kann ich da nichts gegen machen, wenn die Mutter sie so erzogen hat?

Danke im Voraus!

Antwort
von Tasha, 48

Es kann sein, dass die Kinder nicht ins Bett wollen, weil eine fremde Person da ist. Mein Bruder hatte Downsyndrom und war sehr eng an meine Mutter gebunden; als Kinder sollten wir ihn wenige Male babysitten, wenn meine Eltern beim Elternabend etc. waren. Er war zu dieser Zeit ca. 7 bis 10 Jahre alt, aber vom Entwicklungsstand ein paar Jahre jünger. Mehr als einmal saßen wir mit ihm innen vor der Eingangstür, weil er raus wollte, die Eltern suchen - er war recht kräftig - und nicht schlafen wollte oder auch nur in sein Zimmer, "bis Mama wieder da ist!" Wir blieben dann mit ihm an der Eingangstür, weil wir keine Möglichkeit hatten, ihn zu überreden, dort wegzugehen oder ihn zu tragen. 

Das Ganze ging mit vielen Ängsten einher, die sich später zeigten: Angst vor Geistern, Insekten etc. Er musste noch bis er ca. 18 war, immer ins Bett gebracht werden, also jemand musste bei ihm sein, Geschichten vorlesen und wenn das nicht Mama war, kam er hinterher wieder ins Wohnzimmer. 

Von daher würde ich mal davon ausgehen, dass die Kinder einfach unsicher sind. Für sie ist so eine Nacht laaaang - und Mama ist nicht da! Wenn man nur lange genug aufbleibt, vielleicht kommt sie dann wieder und man kann beruhigt schlafen gehen. 

Ich würde folgendes versuchen: Besprich mal mit der Mutter, was möglich und erlaubt ist. Und dann sagst du den Kindern, wenn ich das nächste Mal komme, gibt es/ machen wir ... . Das kann etwas zu Essen oder zu trinken sein (Glas kalte Milch und ein Keks oder so) und dann würde ich mal schauen, ob auf einer der DVDs Lieder drauf sind. Das können expilzite Kinderlieder sein oder auch Intros. Kinder lieben Wiederholungen. Ich würde dann das Lied abspielen und die Kinder bitten, mitzusingen, und selbst mitsingen. Dazu kann man tanzen oder bestimmte Bewegungen machen. Das Lied, das sie kennen, würde ich auswendig lernen und immer mit ihnen singen am Anfang (Ritual, das lieben Kinder, sie wissen, was kommt und kennen den Ablauf).

Dann würde ich ankündigen, wie lange sie fernsehen können, also genau sagen, welche Filme. Im Idealfall einen pro Abend oder jeder darf sich einen aussuchen. 

Dann würde ich mal Kinderlieder suchen, die sich auf das Zubettgehen beziehen - "Der Mond ist aufgegangen", "Sandmännnchen", "Weißt du, wie viel Sternlein stehen" etc. - und so ein Lied mitbringen und vor dem Zubettgehen abspielen und mitsingen. Im Kinderzimmer würde ich ein Nachtlicht anlassen. Erzähle ihnen von einer Geschichte, die du aber immer erst vorliest, wenn sie im Bett sind. Erzähle anfangs nur, lies nicht vor, und höre an einer spannenden Stelle auf - "die hört ihr, wenn ihr im Bett seid".

Im Kinderzimmer würde ich dann anfangs das Intro etc. von den Filmen noch mal spielen, weil ihnen das vertraut ist. Später nur singen. Vielleicht kann eine Filmfigur, die als Stofftier oder Puppe vorhanden ist, mit ins Bett gehen, weil sie auch müde ist. Führe dann ein festes Ritual ein: fröhliche Lieder zum Zähneputzen etc. *, ruhigere Lieder im Kinderzimmer, Geschichte, Gutenachtlied, Licht anlassen, Stofftier zur Sicherheit geben.

Das wird anfangs nicht klappen. Gehe in kleinen Schritten vor. Vermeide aber den Kampf ums Zubettgehen, mache das lieber zu einer schönen Sache, die sie gerne machen, weil es dabei bestimmte Rituale gibt. Gib ihnen kleine Aufgaben: Einer holt die Zahnbürsten, der andere die Zahnpasta, einer sucht sich die Waschlappen aus etc. Wer zuerst im Bett ist, darf sich die Geschichte aussuchen oder das Lied oder morgen den ersten Film etc. Jetzt müsst ihr wach bleiben und dürft niiiicht die Augen zumachen! Wer zuerst die Augen zumacht, hat verloren. Natürlich schaffen sie das nicht. 

Suche mal nach Kinderreimen, Abzählspielen usw., die man machen kann. Ich sehe was, was du nicht siehst auf einfachem Niveau usw. Aber pro Abend immer nur eine Sache: Ein Lied, eine Geschichte, und auf dem Weg ins Bett ein Spiel/ eine Herausforderung. Die macht auch müde (wie viele Zehen habe ich? Und wie beide zusammen? Wer kann am längsten Zähneputzen (da gewinnt natürlich der Große, weil er das hoffentlich evtl. mit kleiner Hilfe alleine macht), wer ist als erster im Bett (da kann der Kleine gewinnen, weil du ihm hilfst) - Preise sind immer Entscheidungen über einfache Teile eures Rituals. Lest eine Geschichte mehrfach an mehreren Abenden, lass die Kinder dann Teile ergänzen, z.B. oft gesagte Sätze, das mögen sie meist. Stelle einfache Fragen zur Geschichte, die auch zum Thema schlafen passen (wenn jemand in der Geschichte müde ist, warum der müde ist oder wie lange der schlafen will etc.).

Was auch passen kann: "Baue" mit der Bettdecke etwas aus ihren Filmen. Eine Höhle, ein Auto, ein Boot etc. Dazu stopfst du einfach die Bettdecke ein bisschen irgendwie anders als sie war, es muss nach gar nichts aussehen, aber du sagst dann "das ist jetzt das Schiff von X/ die Höhle von Y" (was immer im Film vorkam). Sie werden sich dann nicht mehr groß bewegen, weil sie die Konstruktion nicht zerstören wollen. Am besten sind natürlich Dinge, in denen man sich auch entspannen kann, z.B. in der Höhe ist es dunkel und man sieht nur das angelassene Nachtlicht ("Feuer" etc., das im Film vorkam) und das Schiff schaukelt ganz langsam und beruhigend, und man kann die Sterne sehen (dann kann man singen "Weiß du, wie viel Sternlein stehen" etc.).

Warte im Zimmer, bis sie eingeschlafen sind, besonders der Kleine. Lasse die Tür einen Spalt auf, sage immer vorher, wo du bist und dass du sie hörst, wenn sie rufen.

Mache mal nach und nach kleine Wettkämpfe: Wer kann als erster  im Bad sein, wer liegt als erster im Bett, wer kann am längsten die Augen zulassen, auch: Wer ist zuerst eingeschlafen (es dauert lange, bis Kinder merken, dass man dies als Gewinner gar nicht merken kann!).

Wenn sie im Bad sind, kannst du später auch mal fragen, was sie morgen alles machen wollen und dann selbst Vorschläge einbringen. So kannst du sie vielleicht mal animieren, etwas anderes als Fernsehen zu machen, vielleicht etwas zu malen (aus den Filmen oder Geschichten oder für Mama), etwas zu basteln, draußen zu spielen, die Geschichten nachzuspielen/ weiterzuspinnen, die sie auf DVD sehen. Dazu kannst du auch mal konkrete Fragen stellen: Was macht (eine Figur) eigentlich (nach der Handlung)? Wo wohnt er wohl? Wie sieht sein Freund aus (den man nie sieht im Film)? Was isst er zum Frühstück? Wie sieht sein Bett aus? usw. So kommen sie vom Film weg zur eigenen Fantasie. Man könnte dann Szenen auch mit vorhandenem Spielzeug mal nachspielen oder weiterspinnen.

Du kannst auch beim Fernsehen schon ihre Aufmerksamkeit bekommen, indem du Aufgaben zum Film stellst: Schau dir die DVDs mal selbst zu Hause an oder achte an den ersten Abenden auf die Handlung und dann stelle anfangs einfache Aufgaben (welche Farbe hat sein Auto, was sagt er immer zur Begrüßung etc.) und später zunehmend schwierigere Aufgaben (welche Farbe hat sein Löffel, seine Strümpfe, wie oft sagt er die Begrüßung in dieser Folge) bis hin zu kleinen Details. Die Kinder sehen den Film dann anders und wirst interessant, weil du ihre Aufmerksamkeit steuerst. Mache mal kleine Wetten mit ihnen, die du mal gewinnst, mal verlierst (ich Wette, seine Strümpfe sind blau!). Aber Achtung: Kinder merken sich Details sehr gut! Man muss, um zu gewinnen, schon etwas nehmen, auf das sie sonst gar nicht achten!

Dann kannst du die Kinder mal fragen: Was ist denn bei euch im Zimmer alles blau? Und wenn sie das aufzählen: Wollen wir mal nachsehen? So sind sie dann schon im Zimmer und konzentrieren sich darauf.

Kommentar von ladyblueeyes ,

Danke viel mal für deine Ratschläge! Da hilfst du mir enorm! Danke, danke danke :D

Kommentar von Tasha ,

Gern geschehen!

Antwort
von BlackRose10897, 44

Du kannst es schon versuchen, aber wenn die Mutter ihre "Erziehungsmethoden" so beibehält, wird das nichts ändern.

Was diese Frau da macht, geht in meinen Augen überhaupt nicht. Auch Anschreien geht nicht. Das zeigt nur, dass sie überfordert ist und mit ihren Methoden sucht sie den für sich bequemsten Weg.

Kinder brauchen feste Rituale, Sicherheit und Verlässlichkeit.

Meine Kinder gehen um 19 Uhr (20 Monate alte Tochter) und um 20 Uhr (6 Jahre alte Tochter) ins Bett. Wir essen gemeinsam, dann wird sich gemeinsam bettfertig gemacht und gekuschelt. Danach geht die Kleine ins Bett, wir lesen ihr eine Geschichte vor, singen LaLeLu und es vergehen keine fünf Minuten, da fallen der kleinen Maus die Augen zu. Dann spielen wir mit der Großen noch ein Spiel und dann geht sie auch mit Geschichte und Lied ins Bett.

Fernsehen gibt es bei und maximal eine halbe Stunde pro Tag. Und selbst das so gut wie nie, da wir die meiste Zeit draußen sind.

Wenn die Mutter so schludert, wird es für dich nicht einfach und eher fast unmöglich werden, da klare Strukturen reinzubekommen.

Aber ich finde es klasse, dass Du dir da Gedanken darüber machst und einen besseren Weg für die Kinder finden möchtest.

Antwort
von Sudoku9, 45

Du bist nicht dazu berechtigt, Dich in die Erziehung der Mutter einzumischen; und es ist kein Drama, dass die Kinder noch einen unausgeglichenen Schlafrythmus haben. Da Du noch fremd für die Beiden bist, kannst Du natürlich nicht davon ausgehen, dass sie sich sofort auf etwas anderes umstellen können; doch ich denke, dass sie es mögen werden, wenn man sich mit ihnen beschäftigt  (lesen, malen, singen etc.). Die Mutter ist vermutlich total überfordert, weil sie nachts arbeitet und sich tagsüber um die Kinder kümmern muss; das heisst, dass sie  viel zu wenig Schlaf hat und nicht genug Zeit, um sich genug ausruhen zu können. Das geht an die Substanz, wenn man alleine für alles aufkommen muß; weswegen sie vielleicht auch schreit, anstatt in Ruhe mit den Kindern zu reden, weil sie selbst gar nicht zur Ruhe kommt. Dass Du nachts für die Kinder da bist, ist sicher eine große Unterstützung für alle; und vielleicht kannst Du Deine Bedenken auch mal zur Sprache bringen. Das kann auf jeden Fall nicht so weitergehen. Es geht um das Wohl der ganzen Familie. ✌🌞

Antwort
von Dahika, 15

Schreien geht natürlich nicht.

Aber geregelte Bettzeiten hatten meine Kinder auch nicht. Jedenfalls nicht im Sommer, wenn es draußen hell ist  und ganz bestimmt nicht zu Zeiten, wo sie nicht in die Schule müssen.
Die Kinder sind trotzdem selten bis 23 Uhr rumgesprungen. Meistens waren sie vorher müde.

Und als sie sechs wurden und am nächsten Tag in die Schule mussten, ging das auch rel. problemlos, dass sie früher ins Bett gingen. Meist so gegen 20:30

Ich selbst musste als Kind noch um 8 Uhr ins Bett und ich kann mich erinnern, wie furchtbar ich das fand.


Antwort
von Leopatra, 46

Hier gleich mit dem Jugendamt zu argumentieren, halte ich für sehr überzogen! Die Mutter würde bestimmt begeistert sein, wenn die Babysitterin, die einmal da war(!), ihr direkt eine Behörde ins Haus schickt. Und das bei so einer Bagatelle. Es geht hier doch nicht um Vernachlässigung o. ä..

Kommentar von ladyblueeyes ,

Ich geh sowiso nicht zum Jugendamt, bin hier nochdazu in der Schweiz...Ich versuche einfach die Kinder früher ins Bett zu kriegen, was die Mutter dann macht ist ja ihr Ding.

Kommentar von Leopatra ,

So sehe ich das auch! Ich bezog mich mit der Äußerung auf andere Antworten deiner Frage.

Antwort
von AuroraRich, 83

Naja du kannst für dich schon feste Zeiten ausmachen, aber ob das gut geht ist halt eine andere Frage. Du bist nicht für die Erziehung zuständig. Also wirst du wahrscheinlich nichts viel ausrichten, wenn die Kinder 2 Mal die Woche zu einer festen Uhrzeit ins Bett kommen und sonst eben wann sie wollen.

Antwort
von kiniro, 26

Hier gab es von Geburt an keine feste Schlafenszeiten.

Warum auch - schließlich kennt kein Mensch seinen Körper und dessen Bedürfnisse besser als er selbst.
Klar, dass je jünger das Kind ist, umso mehr Begleitung zum Einschlafen gehört.

Ebenso wenig wurde und wird bei Medien reguliert.

Das hatte sich von selbst eingependelt.

Je mehr du einen Machtkampf daraus machst, umso stärker halte die Kinder daran fest.

An deiner Stelle würde ich lieber in folgende Links schauen:

diephysikvonbeziehungen.wordpress.com und

elternmorphose.de

Übrigens kann ich mir auch gut vorstellen, dass die Kinder eben wach sein wollen, wenn Mama wieder nach Hause kommt.

Antwort
von SasciaJylle, 79

Wenn die Mutter die Kinder so erzieht kannst du dich selber nciht in die Erziehung einmischen. Wenn du aber den Eindruck hast, dass es den Kindern zu sehr schadet, oder sie anderweitig leiden kannst du dich beim Jugendamt informieren

Antwort
von Caleya, 55

Wenn sie es nur so kennen, dann wirst du mit 2-3 Mal babysitten leider nichts daran ändern können. Versuche es trotzdem auf deine Weise. Dass Kinder nicht gerne ins Bett gehen, selbst wenn sie hundemüde sind, ist ja bekannt.

Kommentar von Tasha ,

Man kann Kinder auch aktivieren. Eine Freundin von mir hat wiederum eine Freundin, die ein älteres Kind im Grundschulalter babysittet (tagsüber). Die Babysitterin bekommt von den Eltern immer Geld und geht mit dem Kind Essen, Eisessen, Spazieren. Das Kind war extrem verwöhnt und "hyperaktiv", es brauchte ständig Aufmerksamkeit und Lob. Meine Freundin war dann einmal bei der Freundin, als das Kind auch da war und fernsah. Meine Freundin fragte dann, was es gerne macht, und sie kamen auf das Thema Tanz. Meine Freundin fragte, ob das Kind mal etwas vortanzen könnte, und dann tanzten sie zusammen und das Kind war völlig begeistert. Die Babysitterin war nie auf solche Ideen gekommen und hatte eher Passive Aktivitäten angeboten. Das Kind wollte gar nicht mehr aufhören und alles Mögliche vorführen. Weil es diese Art von Motivation von den Eltern und der Babysitterin nicht kannte, da gab es immer nur Nachfragen, verbales Lob und dann eine Belohnung in Form von Essen oder Spielzeug. Die haben dann tatsächlich den ganzen Nachmittag mit einfachen Bewegungsspielen (hüpfen, tanzen, balancieren auf einem Bein etc.) verbracht und die Kleine war ganz begeistert, obwohl oder weil sie so etwas vorher noch nie gemacht hatte und vor allem der Babysitterin noch so vorgeführt hatte, was sie alles kann (meine Freundin lobte immer kräftig und zeigte sich beeindruckt ;-)).

Kommentar von Caleya ,

Klar, sowas ist möglich und natürlich optimal. Aber  da kommt es auf das Zusammenspiel vieler verschiedener Faktoren drauf an, z. B. das Alter des Kindes. Nicht, dass sich nicht auch Kleinkinder für verschiedenes begeistern lassen würden, aber das dürfte erheblich schwieriger sein, als bei Kindern im Grundschulalter. Es kommt aber auch auf die Persönlichkeit des Kindes an, wenn es z. B. ganz schüchtern ist, wird es auf eine Animation kaum reagieren. Aber einen Versuch ist es auf alle Fälle wert. :)

Antwort
von MarcoAH, 41

Vor einigen Wochen hörte ich im Gottesdienst: Gib einem Schwein zu essen, was es will und zeig deinen Kindern keine Grenzen, so hast du später ein fettes Schwein und unerzogene Kinder.


Mit Grenzen meine ich, dass die Kinder vorm Fernsehen sitzen und ins Bett gehen, wann die Kinder wollen. Das, was die Mutter mit den Kindern macht, ist m.E. Gewalt. Psychische Gewalt. Die Kinder werden sich so entwickeln und sie werden im späteren Leben mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Probleme im Leben haben. Gerade mit 2-4 Jahren ist das eine enorme Entwicklungsphase, die das Kind durchmacht. Und wenn gerade in den ersten Jahren so etwas auftritt, was die Mutter macht, bleibt das ein Leben lang an den Kindern hängen. Ob es Sinn macht, mit der Mutter zu reden, bezweifel ich. Ich würde mich beim zuständigen Amt (vielleicht Jugendamt???) erkundigen, was du machen könntest. Erzähl das, was du erlebt hast.

Kommentar von kiniro ,

Der Spruch ist absoluter Müll!

Unerzogen bedeutet übrigens für mich nicht, dass die Kinder unGezogen sind, sondern Dank Fernbleiben von Erziehung aufwachsen können.

Unerzogen heißt auch nicht grenzenloses Maßlosigkeit, da es viele natürliche Grenzen gibt.
Sei es in Form eines Flusses oder Gebirges bzw. den eigenen körperlichen und intellektuellen Grenzen.
Da braucht es keine Erwachsenen, die Kinder mit Grenzsetzung gängeln müssen, während diese gleichzeitig die Grenzen der Kinder missachten.

Kommentar von MarcoAH ,

Ich las deinen ersten Satz und mir ist klar, was du für ein Mensch bist. Sorry für dich, aber so schreiben nur Menschen, die sich nicht wirklich mit einer Materie auskennen.


Von unerzogen habe ich übrigens nichts geschrieben. Ich habe von Grenzsetzungen geschrieben und wie Kinder aufwachsen und was aus ihnen wird, wenn es keine Grenzen gibt.


Wenn du dich nur ein bißchen mit dem Thema Gewalt (darunter zählt körperliche, psychische und sexuelle Gewalt) und Kindeserziehung mauseinander gesetzt hättest, wüsstest du, dass das kein "absoluter Müll" ist, was ich schreib, sondern das genaue Gegenteil von deinem Kommentar zutrifft. Daher verstehe ich nicht, was das, was du mir schriebst, mit meiner Antwort zu tun hat.

Antwort
von Gargoyle74, 36

Da kannst Du nicht viel machen,sie werden nicht auf Dich hören. Die Mutter hat da den Einfluss drauf. Dennoch würde ich mal mit dem Jugendamt die Sachlage besprechen,wenn Du nach mehreren Tagen weiterhin  solch Ungereimtheiten feststellen wirst.

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