Ist die Erhöhung zulässig Miete, NK,?

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8 Antworten

Gem. Mietvertrag und mündliches übereinkommen mit dem Vermieter war alles inclusive.

Wenn es keinen separaten Zähler für Euch gibt, kann Euer Stromverbrauch auch nicht getrennt gemessen werden und somit kann er auch nicht separat berechnet werden. Somit ist auch der Stromverbrauch inklusive.

450 € Miete für 100 m² Wohnraum ist ein Spottpreis und 150 € NK, wobei man schon mit gut der Hälfte nur für Strom rechnen darf, ist praktisch geschenkt. Der Wunsch nach einer Erhöhung daher nachvollziehbar.

Nun aber zu Eurer Situation: Ihr wurde gekündigt zum 31.12.2016 und wollt jetzt schon ausziehen. Möglicherweise für die Firma ein großer Vorteil, aber eigentlich müßtet ihr, um die Kündigungsfrist abzukürzen, Eurerseits noch fristgerecht zum 30.09.2016 kündigen und bis dahin seid ihr auch verpflichtet, die Miete + Nebenkostenpauschale zu bezahlen.

Das macht dann 1800 €. Rückwirkend kann die Vermieterin sowieso nichts verlangen und für eine Erhöhung der Nebenkosten braucht sie auch eine Aufstellung, der man die Notwendigkeit in der verlangten Höhe entnehmen kann. Das dürfte nicht allzu schwer fallen. Rechnet also nochmal 165 € dazu.

Wäre es da nicht sinnvoll, mit der Vermieterin über einen Aufhebungsvertrag zum 1.7. zu verhandeln? Ihr zieht schon ein halbes Jahr früher aus, braucht keine Miete mehr zu zahlen, zahlt aber für das letzte Jahr 55 € je Monat nach? Das würde dann € 660,- ausmachen im Vergleich zu mindestens 1800 €, die ihr sonst blechen müßtet.

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Wenn keine Vorauszahlungen vereinbart sind, sind keine zu leisten und dann kann es darüber auch keine Abrechnung geben. Ihr zahlt scheinbar eine Pauschalmiete. Heiz- und Wassererwärmungskosten müssen aber zwingend trotzdem nach Verbrauch abgerechnet werden.

Wenn Vorauszahlungen vereinbart wären, müsste jährlich darüber abgerechnet werden. Erst danach und wenn die Abrechnung fristgerecht und inhaltlich korrekt zugestellt wurde, dürfte eine Anpassung ab übernächstem Monat ab Zustellng vorgenommen werden. Rückwirkend in der Regel aber nicht, nur für die Zukunft

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Danke für die schnellen Antworten. 

Die Miete selbst wird nicht erhöht. Nur die Nebenkosten. Diese sind gem. Vertrag pauschal. Bei den Betriebskosten stehen die stromkosten nicht dabei.dies wurde mündlich vor 5 Jahren so vereinbart das alles inklusive in den nk  ist. Begründung lautet aufeinmal dass die stromkosten nicht mit in dem vertag aufgeführt sind will sie 1 Jahr nachberechnet haben und dann bis Dezember monatlich 55 Euro mehr. Ich werde nächsten Donnerstag zum mieterbund gehen und mir Rat holen. Danke 

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rückwirkend geht garnicht und wenn sie alles über die firma laufen gelassen hat, hat sie sich auch noch strafbar gemacht, denn dann hat sie alle kosten bestimmt steuerlich geltend gemacht.

eine nebenkostenabrechnung muss sie machen , wenn nicht darf sie keine nachzahlung verlangen , die frist verjährt wenn das nicht im laufenden jahr passiert. ich würde ihr garnichts bezahlen und sie eher auf ihre verfehlungen aufmerksam machen - und auch mit einem anwalt des mieterschutzbundes drohen

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Kommentar von bwhoch2
22.06.2016, 09:09

@Otilie1:

Das ist aber eine äußerst gewagte Aussage:

wenn sie alles über die firma laufen gelassen hat, hat sie sich auch noch strafbar gemacht, denn dann hat sie alle kosten bestimmt steuerlich geltend gemacht.

1. Kann man bei Einkommen aus Vermietung sowieso alle Kosten steuerlich geltend machen, egal ob privat oder Firma und

2. wenn eine Firma ein Betriebsgebäude baut und darin zum Beispiel eine Wohnung für einen Hausmeister oder Betriebsleiter schafft, kommt sie zwangsläufig in die Situation, Mieteinnahmen in einigermaßen Marktpreis zu verlangen, denn ansonsten müßte der angestellte Bewohner noch die nicht bezahlte Miete als Gehaltsbestandteil seiner Einkommenssteuer und der Sozialversicherung unterwerfen.

Wenn nun zusätzlich zur Miete auch noch eine gewisse Kostendeckung für die entstehenden Betriebskosten der Wohnung verlangt werden, geht das zusammen mit den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung in die Buchhaltung als sonstige Erlöse ein, die natürlich genauso der Steuer unterworfen sind, wie praktisch alle anderen Unternehmenserlöse. Demgegenüber stehen selbstverständlich alle Kostenpositionen, die u. a. dafür anfallen, dass eine Wohnung zur Verfügung gestellt wird.

Stromrechnung der Firma, Heizkosten der Firma für das ganze Gebäude, Müllabfuhr der Firma usw. usw. Das Finanzamt verlangt nicht von der Firmenbuchhaltung, dass die Betriebskosten der Wohnung imaginär ermittelt und außen vor gelassen werden.

Wo also wäre in Deinen Augen hier ein Straftatbestand?

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Was genau ist zu Nebenkosten vertraglich vereinbart?

Monatliche Vorauszahlungen oder eine Pauschale.

Womit begründet die Mieterhöhung oder Erhöhung der Nebenkosten?

Hat sie Euch gekündigt oder will sie das erst?

Wenn sie schon hat, mit welcher Begründung?

Der Strom für die Wohnung gehört normalerweise nicht zu den Nebenkosten.

Soll dafür an den Vermieter, im Rahmen der Nebenkosten, gezahlt werden müßte das explizit im Vertrag vereinbart sein.

Wie auch immer, rückwirkend kann sie nichts verlangen.

Mal davon abgesehen 100 bzw. 150 € NK bei 100 m² Wohnfläche ist herzlich wenig.

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Kommentar von baron78628
21.06.2016, 17:33

Gekündigt wurden wir bereits zum 31.12.16. Mit der Begründung die Wohnung wieder an die Firma anschließen bzw. Integrieren wollen.

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Darf Sie uns die Kostenerhöhung überhaupt berechnen?

Eine Anpassung von Betriebskosten ist auch bei vereinbarten Pauschalen möglich. Dies muss der Vermieter aber begründen (Vgl. § 560 BGB)

Wie wurde denn die Kostenerhöhung insgesamt begründet? Betriebskosten? Miete?

Einfach grundlos erhöhen geht nicht.

Zählen in diesem Fall die Stromkosten zu den Betriebskosten dazu?

Nur wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde.

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Rückwirkend, nein! Aber eine Erhöhung in 5 Jahren ist durchaus berrechtigt. Warum habt Ihr keine Nebenkostenabrechnung erhalten wenn Ihr 150,--€/monatlich an Nebenkosten bezahlt habt???? Kenne Euren Mietvertrag nicht, aber es gibt neutrale Möglichkeiten ihn überprüfen zu lassen. Stromkosten sind nur als Betriebskosten zu verrechnen wenn sie den Hausstrom oder Strom für die Heizung anbelangen. Deine Wohnung hat ja einen separaten Zähler und wird mit einem Stromversorger Deiner Wahl abgerechnet!

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Miete Nein, und wird ja auch laut Kom. nicht verändert.

Pauschale darf für die >Zukunft, wenn enstprechende Kostenerhöhung belegt wurde.

Viel Glück und schaue ggf. in die Urkunde, was dort genau vereinbart wurde.

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