Ist die englische Sprache tatsächlich schwieriger als die deutsche Sprache und hat die Sprache Englisch tatsächlich auch mehr Vokabeln?

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9 Antworten

Die vorherige Aussage (dass Englisch eine schwierige Grammatik haben soll) kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Man sehe zum Beispiel:

Deutsch: 3 Genus, Englisch: 1 Genus (abgesehen von den Personalpronomina)

Deutsch: 4 Kasus, Englisch kennt nur noch separate Nominativ- und Genitiv-Formen (Genitiv -s), Akkusativ und Dativ haben keine eigenen Formen mehr (es gibt aber Objektformen der Personalpronomina)

Englisch hat (im Vergleich zu Deutsch und auch zu Isländisch) deutliche grammatische Gleichstellungen erfahren (die in anderen germanischen Sprachen differenzierter behandeln werden).

Isländisch kennt solche Feinheiten wie einen Mediopassiv, der sich sowohl vom echten Passiv als auch von der echt reflexiven Form unterscheidet
(man kann unterscheiden zwischen "ich habe mich verletzt" (absichtlich) und "ich habe mich verletzt" (versehentlich) ohne absichtlich/versehentlich zu erwähnen). Die Sprache kennt männliche/weibliche/sächliche Formen für die Zahlwörter "zwei" "drei" und "vier" ("ein" sowieso).

Was sollte man denn zu Finnisch (ca. 12 Kasus) oder zu Ungarisch (ca. 24 Kasus) sagen?

Die Anzahl der Vokabeln ist eine Größe, die meines Erachtens nicht viel mit der "Schwierigkeit" einer Sprache zu tun hat.  Allein schon mit Fischarten, Pflanzenarten, anderen Tierarten usw. kommt man in jeder Sprache auf eine stattliche Menge, zumal fast jede Sprache auch Komposita bilden kann.

Die Anzahl der Vokabeln für den täglichen Gebrauch ist aber meist überschaubar, die Gesamtanzahl insofern nicht wirklich maßgeblich.

Und natürlich ist Shakespeare-Englisch deutlich reichhaltiger (und damit auch schwieriger) als z.B. eine Rede von Donald Trump.

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Kommentar von OlliBjoern
16.08.2016, 19:39

Mein persönliches (also subjektives) Grammatik-"Ranking" innerhalb der germanischen Sprachen:

leicht: Englisch
mittel: Schwedisch, Norwegisch*, Dänisch**
schwer: Deutsch, Isländisch

Niederländisch kann ich nicht beurteilen,
* Norwegisch umfasst 2 verschiedene Sprachen,
** Dänisch ist (für meinen Geschmack) phonetisch anspruchsvoll, grammatisch aber vergleichbar mit den beiden anderen skandinavischen Sprachen [selbst in Dänemark werden im TV verschiedene Dialekte untertitelt, da die Artikulation mancher Sprecher zu undeutlich ist] 

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Die englische Sprache ist viel abgeschliffener als die deutsche. Das kann man als einfacher bezeichnen.

Die Anzahl der Wörter hängt stark von der Zählweise ab. Ich habe im Internet herumgesucht und gefunden:

Deutsch ca. 300.000 - 500.000 Wörter
Englisch ca. 500.000 - 600.000 Wörter
Französisch ca. 300.000 Wörter

Das sind keine absoluten Zahlen, aber vergleichbare Zahlen bei gleicher Zählweise.

Dass Französisch weniger Wörter hat als die beiden anderen Sprachen hat mit der französischen Wortbildung zu tun.

Für "Kartoffel" haben wir im Deutschen ein eigenes Wort. Die Franzosen sagen "pomme de terre" und verwenden zwei Wörter, die bereits vorhanden sind.

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Das kommt euch nur so vor. Natürlich ist zum Beispiel für einen Engländer Englisch leichter als Deutsch. Ich hab von vielen Ausländern gehört, meiner Familie eingeschlossen, dass Deutsch von der Grammatik eine der schwierigsten Sprachen ist. Englisch hingegen hab ich mal gehört ist relativ leicht zu lernen, weil man die Wörter nie richtig konjugieren muss, es gibt nur einen bestimmten Artikel usw.

Natürlich hängt das auch immer individuell an der Person, aber ich würde diese Frage verneinen, wobei ich durchaus glaube, dass Englisch mehr Vokabeln haben könnte. Aber um Vokabeln zu können muss man fleißig sein, aber nicht sprachbegabt.

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Nein, ist sie nicht.

Es fängt schon mal damit an, dass es im Englischen keine unterschiedlichen Verbendungen gibt - bis auf das
he, she, it - das s muss mit.
im Präsens.
Allerdings ist selbst das für einige schon nicht machbar...

Für das Präsens und das Präteritum musst du im Deutschen bis zu 9 unterschiedliche Wörter bzw. Endungen lernen (Verb sehen z.B.) - im Englischen sind es gerade mal 3!!

Andere Dinge wie Kasus und Genus wurden ja bereits genannt, und deine zweite Frage zu der Anzahl der Wörter wurde ebenfalls beantwortet.
Wobei ich zwischen den beiden Fragen keinen Zusammenhang erkennen kann. Ich gehe nicht davon aus, dass es sehr viele Leute gibt, die all die 300.000 bis 500.000 hier genannten deutschen Wörter benutzen.

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Ob Englisch schwieriger ist, weiß ich nicht. Allerdings ist es so, dass Englisch nur scheinbar einfach ist. Weil man sagt, dass die Grammatik einfach sein soll. Na ja, eine Grammatik, die fast nur aus Ausnahmen besteht, ist nicht einfach.

Was Englisch schwierig macht, ist, dass es eine idiomatische Sprache ist. Und die Idioms lernst man nur im Land selbst. Ich besitze ein ganzes Buch voller Idioms, aber die kann man nicht lernen wie man Vokabeln lernt, weil man sie anwenden muss.

Natürlich kann man sich auch ohne Idioms grammatikalisch richtig verständlich machen, aber man wird halt immer als Ausländer identifiziert.

Zum fließenden, perfekten Englisch gehören die Idioms, und das lernt man nicht im Ausland.

Von daher ist Englisch eine schwere Sprache.

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Englisch ist ja mal wohl mit die einfachste Sprache die man lernen kann. Falls deine Frage also tatsächlich ernst gemeint war: Deutsch ist wesentlich schwieriger

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Kommentar von typesky123
16.08.2016, 18:42

Die Frage war tatsächlich Ernst gemeint, nur ein Kumpel, hat meine Ansicht verneint, die ich mit dir und anderen vertreten würde.

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Kommentar von earnest
16.08.2016, 19:29

Die einfachste Sprache, die man lernen kann?? 

Nein, nur das "Basic English" ist wirklich einfach.

(Aber auch ich halte Deutsch für insgesamt schwieriger zu lernen als Englisch.)

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Englisch ist definitiv leichter als Deutsch, schon alleine weil Deutsch eine viel schwierigere, komplexere Grammatik hat (mehr Fälle, kompliziertere Verbkonjugation, Deklination von Adjektiven und Substantiven, mehrere Artikel, Satzbau viel unregelmäßiger etc.).

Natürlich kommt es darauf an, welche Sprache derjenige spricht, der es lernen will. Für jemandem, der mit einem völlig anderen Sprachsystem aufgewachsen ist (z.B. Chinesisch o.ä.), ist Englisch viel schwieriger als für jemanden, der mit einem ähnlichen Sprachsystem aufgewachsen ist.

Deutsch und Englisch sind sich sehr ähnlich, weil beide Sprachen aus derselben Ursprache (Germanisch) entstanden sind. Und für Deutsche ist deshalb Englisch so ziemlich die einfachste Sprache, die man lernen kann.

Was Vokabelzahl angeht sind beide Sprachen ungefähr gleich. Da ist sich niemand wirklich einig. Manche Sprachwissenschaftler behaupten Englisch hätte eine viertel Million Wörter, während andere sagen, es sei eine halbe Million - also doppelt so viel. Im Deutschen ist es genauso.

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Schwieriger denke ich eigentlich ganz klar Englisch. Welche Sprache mehr Vokabeln hat weiß ich allerdings nicht. Aber die Englische Grammatik, ist die schwerste Grammatik einer Sprache der Welt

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Kommentar von adabei
16.08.2016, 18:59

Wie kommst du auf die Idee, dass die englische Grammatik eine der schwierigsten der Welt sein soll?

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Ich würde sagen, dass Deutsch schwerer ist, da man im Deutschen 4 Fälle hat, man kann (außer natürlich Deutsch ist die Muttersprache) nicht erkennen, welches Geschlecht ein Wort hat, es gibt auch keine Regeln für die Fugenlaute etc.

Lg

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