Edgar Niklaus am 17.08.2007 um 23:48 Uhr
Wie sieht es aus?
Die Einheit Deutschlands ist den Deutschen bekannt. Bei manchen Äußerungen und Handlungen ist sie allerdings nicht gegenwärtig genug. Das Verbreiten von falschen Pauschalvorstellungen aus Unwissenheit, Desinteresse an anderen Lebenswegen oder Verharren in unüberprüften Vorurteilen sollte vermieden werden. Insgesamt ist das Verbindende stärker als Abweichungen, die sich noch gelegentlich in einzelnen Bereichen bemerkbar machen.
Eine staatliche Einheit muß sich nicht in einem völlig einheitlichem Denken äußern. Ein gewisses Maß an individuellen, regionalen und sozialen Unterschieden ist normal.

Wenn man als Westdeutscher sich Ostdeutschen gegenüber so verhält, wie man sich gegenüber Ausländern verhalten sollte (also im positiven Sinne), kommt man hervorragend miteinander aus.
Aber wir sind definitiv nicht EIN Volk. Vielleicht sollte man das einfach akzeptieren und rücksichtsvoll miteinander umgehen.

Bei mir schon lange. Übrigens sind die Bayern auch anders als Leute von der Küste, das ist Tatsache und auch in meinem Kopf. Es lebe der Unterschied. Aber überall gibt es nette Leute, auf der ganzen Welt, in Nord und Süd, Ost und West und auf allen Kontinenten.

ich bekomme es doch schon lange genug jeden Monat bewußt gemacht auf meinem Gehaltszettel :). LG Lotusblume
wie man in den letzten hier bei gf auch öfter sehen konnte leider nicht.

In meinem Kopf ist die Einheit angekommen, aber das liegt wohl daran, dass ich damals einfach noch zu klein war, um die Teilung zu "verinnerlichen". Es besteht also Hoffnung, dass es irgendwann anders wird :)
Bei den Leuten, die damit gelebt haben, ist und bleibt es leider oft "der Osten". Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und da braucht es manchmal Jahrzehnte...
Möchte gar nicht wissen, was so mancher US-Bürger über die Deutschen denkt. Da kriegt man manchmal Sachen zu hören! Da muss ich mich für Dinge rechtfertigen, die ein halbes Jahrhundert her sind - da war noch nicht mal meine Mutter auf der Welt!

In meinem ist sie nicht, wie auch, ist ja sowieso chronischer Stau wenn man mal "rüber" will oder muß... also läßt man's bleiben und vermeidet die Nadelöhre wo's nur irgend geht *entnervter Hauptstädter-Kommentar
Was sind das nur für seltsame Vorbilder, die dafür sorgten, dass nicht das daraus wurde, was man vorgaukelte ?
Intelligenz macht normal das, was dauerhafte Vorteile bringt ?

In den Köpfen wohl schon, aber nicht in den "Bäuchen".
Wird wohl noch etwas dauern, zumal bei unseren Landsleuten in den neuen Bundesländern seit einiger Zeit eine Art Nostalgie ausgebrochen ist - nach dem Motto: Früher war alles besser, Stasi etc. ist in weite Ferne gerückt oder gab es evtl. gar nicht?. Übrigens: Spreche aus eigener Erfahrung. Habe Verwandte in den neuen Bundesländern und damit der gute Kontakt so bleibt, haben wir gemeinsam beschlossen, dass bei unseren Treffen das Thema Politik nicht mehr auf den Tisch kommt. Mal sehen, ob es klappt!

Wenn unsere Bundesregierung noch unterschiedliche Mindestlöhne für Ost und West beschließt, braucht man von Einheit nicht reden! Ich hoffe das bessert sich noch.
Edgar Niklaus am 18. August 2007 20:38 Das wäre doch absolut richtig oder?
Siehe hier: Wirtschaftsexperten erwarten keinen Aufschwung der Wirtschaft in den neuen Bundesländern. Eine Angleichung an die Wirtschaftskraft Westdeutschlands halten die Wirtschaftswissenschaftler für sehr unwahrscheinlich. Der Präsident des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, vergleicht Ostdeutschland mit der Region Mezzogiorno in Süditalien. Auch diese Region ist seit Jahrzehnten von der wirtschaftlichen Entwicklung in Italien abgekoppelt. Besonders das hohe Lohnniveau, im Verhältnis zur Wirtschaftskraft, wird als Ursache genannt. Kaufkraft bereinigt liegen die Löhne in Ostdeutschland laut dem Institut für Wirtschaftsforschung in Halle bei 90 % des Westniveaus.
Albrecht, damit bringst du es mal wieder auf den Punkt. Deine sachlichen und fundierten Antworten tragen m.E. sehr zur Qualität von GF bei.