Frage von bachforelle49, 120

Ist die eheliche Gemeinschaft ein Auslaufmodell?

Frauen kommen heute auch ohne Mann klar, sie sind sebstständig und durch eigenen Verdienst unabhängig, sodaß sie nicht mehr auf die eheliche Gemeinschaft als Versorgungseinrichtung angewiesen sind. Bleibt eigentlich nur noch zu klären, ob die Kinder nun ehelich groß werden oder eben unehelich... Aber das erübrigt sich ja, denn das war einmal und ist als Auslaufmodell längst überholt. Die Kinder werden dann später in die Kita geschickt, und jeder geht seiner Wege, sodaß wirklich Zeit zusammen nur am Wochenende bleibt. Deshalb wächst die Zahl der Singlehaushalte, was immer noch besser ist, als wenn die Scheidungsanwälte von den Trennungen profitieren. Ist die Ehe nur gut für die Gewährleistung einer harmonischen Kindererziehung?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von basai46, 46

@bachforelle49, du spinnst.. die Eintragung ehelicher und eheähnlicher Gemeinschaft erfährt eine immer größere Resonanz, und du sprichst von Verfall dieser Wertegemeinschaft in unserer Zeit, obwohl sie seit Jahrtausenden ein fester Bestandteil der Familien ist und außerdem ein heiliges Sakrament im kirchlichen und christlichen Verständnis darstellt. Das wichtigste Kriterium, nämlich die Liebe, erwähnst du gar nicht, und sie ist nun mal der Grundstein für Ehe, Kinder und Familie, und das wird auch immer so bleiben

Was sich geändert hat, ist, daß sozusagen zunehmend der Mann das "schwache"  Geschlecht darstellt, weil das Thema Gleichberechtigung und Emanzipation zu sehr strapaziert und hochstilisiert wurde und wird (Stichwort: Gallionsfigur Alice Schwarzer). Dabei hat es in einer vernünftigen Gemeinschaft (auch ohne Trauschein) diese Werte und Akzeptanz immer selbstverständlich gegeben. Auch und gerade die Liebe zum Partner ist natürlich mannigfachen Versuchungen ausgesetzt, vielleicht verliert sie sich auch ganz, aber dann greift die Verantwortung und die Liebe zu den Kindern. Das zeichnet uns als Menschen aus, daß wir das können, wenn wir nicht Looser sein wollen. Eine Gesellschaft, die nur noch Geld als Allheilmittel sieht, erzeugt Egoisten und sollte ihre Politiker abwählen, weil sie ihre eigene Kindheit vergessen hat

Kommentar von eostre ,

Was sich geändert hat ist eigentlich, das keine Frau mehr in einer unglücklichen Ehe bleiben muss, nur weil Kinder vorhanden sind. Allein schon diese Möglichkeit zwingt Männer dazu sich an Erziehung und familienwohl zu beteiligen, das mussten sie nämlich viel zu lange nicht.

Antwort
von Tragosso, 28

Kinder können auch wunderbar harmonisch ohne Ehe aufwachsen, das hat nichts miteinander zu tun. Die Ehe an sich halte ich wirklich für nicht mehr allzu wichtig. Was nicht heißt, dass man nicht trotzdem mit seinem Partner gut zusammenleben und Kinder aufziehen kann.

Zumal durch eine Ehe Harmonie sicherlich nicht 'gewährleistet' ist. Es kittet vielleicht mehr zusammen, da sich die Trennung schwieriger gestaltet, aber ob das immer die optimale Lösung ist bleibt fraglich. Ob mit oder ohne Kinder.

Antwort
von MaraMiez, 71

Ist sie ein Auslaufmodell?

Wenn man bedenkt, dass es wieder mehr Eheschließungen und weniger Scheidungen gibt...geht der Trend wohl momentan in Richtung: Heiraten und verheiratet bleiben. Die Gründe dafür muss jedes Paar für sich allein wissen.

Ich kenne niemanden...wirklich niemanden (außer meinen Großeltern...), der geheiratet hat, weil das gesellschaftlich und finanziell so erwartet wurde. Ich kenne auch niemanden, der das wegen Kindern getan hätte (vorhandene oder geplante). Alle die ich kenne, die verheiratet sind, taten das, weil sie ihren Partner lieben und zusammen bleiben wollen. Das geht zwar natürlich auch ohne Ehe, aber warum nicht offiziell machen, dass man füreinander einstehen möchte? Den Steurvorteil nimmt man dankend mit, aber der ist jetzt nicht so erheblich, dass es sich lohnen würde, nur deswegen zu heiraten.

Bei uns zum Beispiel ging es neben der Liebe auch darum, falls einem von uns etwas passiert,dass der andere ein Mitspracherecht hat, wie weiterhin gehandelt werden soll.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Bei vielen Eheschließungen älterer Menschen geht es nicht um Steuervorteile, sondern um die Versorgung des Partners im Todesfall. Ich erlebe das seit einigen Jahren im Freundeskreis. Eine Ehe ist die einfachste Möglichkeit, den Partner finanziell im Falle des eigenen Todes abzusichern.

Antwort
von DonkeyDerby, 71

Ist die Ehe nur gut für die Gewährleistung einer harmonischen Kindererziehung?

Wie ja mittlerweile hinreichend bekannt sein dürfte, ist die Ehe eben keine Gewährleistung einer harmonischen Kindererziehung.

Im Grunde kann ein moderner Mensch auf die säkulare Ehe komplett verzichten. Solange allerdings der Staat Eheleute begünstigt, werden auch Menschen heiraten, die eigentlich nichts davon halten.

Kommentar von matti60 ,

es kommt nicht auf die Ehe an, sondern auf die Erziehung; hier stimme ich mit *basai46* und weiteren überein; es sollte um Liebe gehen und nicht um Geld; Kinder brauchen in jeder Lebensphase beide Eltern und zwar solche die sich vertragen mit allen Facetten des Lebens; Geld ist längst nicht alles, seid liebevoll zu jedem usw.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Kinder brauchen in jeder Lebensphase beide Eltern

Nicht zwingend. Sonst wären alle Halbwaisen seelische Krüppel. Das harmonische Aufwachsen mit beiden Eltern ist der Idealfall, nicht der Normalfall.

Kommentar von matti60 ,

es geht ja wohl ehr um den Normalfall und nicht um den Idealfall, als ich aufwuchs, war es Normalfall, was ihr heute macht ist mir egal. Halbwaisen und Waisen sind nicht automatisch seelische Krüppel! Ich bin es gehwohnt Fragen und Antworten zu differenzieren. Was ich denke und mache, hat keiner zu kritisieren!

Kommentar von DonkeyDerby ,

Weshalb die Aufregung? Übrigens wirst Du es nicht verhindern können, dass auch Du Kritik ausgesetzt bist - außer Du lebst als Eremit.

Antwort
von wolfruediger, 91

Die gleiche Feststellung habe ich auch von "emanzipierten Männern" gehört. wenn die Fortpflanzung ohne Frauen erst möglich ist, sind sie dann überhaupt noch notwendig die Beziehungen die immer nur Stress verursachen.

Eifersucht hier, Streit da...

ich halte es für wichtig dass Kinder von Partnern profitieren und gleichberechtigt von beiden erzogen werden.

Kommentar von bachforelle49 ,

ja, das heißt aber auch, daß die Partner, solange die Kinder beide brauchen, nicht bei jedem Sturm gleich die Flinte ins Korn werfen

Kommentar von eostre ,

Aber nur wegen der Kinder eine Beziehung aufrecht zu erhalten ist auch kontraproduktiv.

Kommentar von bachforelle49 ,

die Jugendämter basteln selbst an eine widersprüchliche Einstellung zu der Sache, in dem sie Trennungen befürworten, wenn aus ihrer Sicht das Kindeswohl gefährdet scheint, wenn die Mutter dies behauptet, ohne den Sachverhalt näher zu prüfen.. Das hat dann zur Folge, daß im ärgsten Fall die Kinder ihren Vater verlieren, weil der heutzutage nicht notwendigerweise zur Erziehung der Kinder gebraucht wird - das wäre dann " der Sturm", aber ich korrigiere mich gerne und sage:" .. nicht bei jedem lauen Windchen gleich die Flinte ins Korn werfen" (s.o.)






Kommentar von wolfruediger ,

wie es eben so ist in dieser Gesellschaft, Recht zu haben, heißt noch lange nicht es zu bekommen.

wenn du dann dein recht einklagen willst und bist nicht flüssig, ist es ganz aus!

aber man sollte nicht immer nur schwarz malen wie du schon sagst.

Antwort
von Georg63, 24

Ah du willst mal wieder provozieren^^

Die feste Partnerschaft ist definitiv kein Auslaufmodell - insbesoindere wenn geplante Kinder da sind. Ob die Parnterschaft nun mit oder ohne Trauschein gelebt wird, ist mehr und mehr irrelevant. Wichtig ist, dass Kinder beide Elternteile haben und die sich kümmern.

Heute beschäftigen sich viel mehr Männer viel intensiver mit ihren Kindern als noch vor 40 Jahren.

Das mit dem Abschieben in die Kita streich ich mal - das ist Blödsinn.

Kommentar von bachforelle49 ,

Ja, und leider gehen auch mehr Ehen in die Brüche.. Warum sollten eigentlich Arbeitgeber jetzt mit einmal sozialer eingestellt sein als früher und ihren AN für Kinder und Familie früher Feierabend geben?

Kommentar von Georg63 ,

Warum "leider"? Willst du , dass Eheleute wie früher durch  wirtschaftliche und gesellschaftliche Regeln gezwungen werden, zusammenzubleiben, wenn die Liebe längst vorbei ist? Oder nie vorhanden war? Die Menschen können heute über ihre Partnerschaft viel freier entscheiden und auch Irrtümer korrigieren.

Die AG sind nicht sozialer geworden - im Gegenteil. Früher zahlten sie  den Männer soviel Lohn, dass davon eine ganze Familie leben konnte. Heute werden für eine Familie beide Einkommen gebraucht. Also braucht man Regelungen, damit die Kinder trotzdem überwiegend von ihren Eltern betreut werden können.

Kommentar von bachforelle49 ,

Nach dieser (deiner) Theorie müßten sich die `Zurücklehner ` und `Längstgewöhner ` jetzt trennen, weil ja - das sagt die simpelste Menschenkenntnis und ..erfahrung - die Liebe längst erkaltet oder eingeschlafen (nenn es wie du willst) sein dürfte.. Natürlich gehört gelinder Zwang dazu und es ist ja auch schw..neteuer, sich zu trennen. Die Ehe ist immer auch eine Versorgung und Zusicherung, sich um den anderen zu kümmern.. Daher ist jede Trennung mit  einem " leider " zu versehen

Kommentar von Georg63 ,

Natürlich darf ein Paar auch aus Gewohnheit, Freundschaft oder rein praktischen Gründen zusammen bleiben - aber es sollte eben nicht dazu gezwungen werden.

Meist ist die Beendigung einer Beziehung die Grundlage für den Beginn einer neuen.

Antwort
von eostre, 53

Woher nimmst du diese Behauptungen? Wer heute heiratet tut dies im Gegensatz zu früher viel öfter aus Liebe, dass ist doch eine positive Entwicklung.

Antwort
von Delveng, 25

Nein, die eheliche Gemeinschaft ist kein Auslaufmodell.

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