Ist die Deutsche Presse uneingeschränkt?

... komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Eine direkte,offensichtliche Beeinflussung seitens des Staates gibt es hier wohl nicht,ist etwas subtiler,zum Einen sind die "politischen Grundrichtungen" z. B.einiger Fernsehsender bekannt,Kohl hat einst einem Reporter jedes Interview verweigert,nur mit der Begründung,er sei vom WDR,und mit denen redet er nicht. Kam eine Sendung wie "Report" von Sendern aus der "linken" Ecke,sah man das an der Themenauswahl-gescheiterte Projekte,hinter denen CDU-orientierte Regierungen/Firmen steckten,Fehlverhalten konservativer Politiker usw.,bei "Report München" dann bekamen die SPD-Leute und das Scheitern "linker" Projekte die Aufmerksamkeit. Übersieht man das,kann man für sich gut abwägen-und das ist die Chance in einer offenen Presselandschaft. Schlecht finde ich den Einfluss des Boulevards,über die Springer-/Burdagruppe z. B.,die mit ihren auf den ersten Blick "unpolitischen" Homestories u.ä. Meinung bilden,vereinfachtes Beispiel-Positiver Bericht über Merkel/Ehemann,Negatives über Gabriel,z. B.Figur,Ehe oder etwas in der Art. Da lohnt es sich,politisches Kabarett anzusehen,Leute wie Volker Pispers und andere informieren in ihren Programmen über manchen Zusammenhang. Das ist natürlich auch nur ein (linksorientierter) Beitrag,trägt aber zu einem besseren Gesamtbild bei. Seit Internet und den Bewertungsmöglichkeiten haben wir ein neues Problem-Trolle,bezahlte und gelenkte "Meinungsmacher",als normale Benutzer getarnt. Früher nannte man das "Claqeure". Wir müssen einsehen,daß das angeblich so total freie und grenzenlose Internet Raum für grenzenlose Manipulation bietet. Wir sind noch mehr gefordert,mit wachem Geist das Medienabgebot zu beurteilen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Theoretisch gesehen ist die Presse frei - sieht in der Praxis aber leider oft anders aus (z. B. Zurückhalten/Beschönigen/Verschweigen von Recherche-Ergebnissen/Tatsachen u. ä.)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das Problem ist nicht, daß es hierzulande an Pressefreiheit mangelt, sondern es mangelt an Bereitschaft, das bestehende Freiheitsrecht auch tatsächlich aktiv zu nutzen.

Für einen Journalisten ist es viel einfacher, das zu schreiben, was dem Mainstream entspricht, als "unbequeme" Positionen einzunehmen: Weil er dann seine Aussagen nicht hieb- und stichfest belegen muß (es wird trotzdem abgedruckt), weil er eher an Exklusivinformationen kommt, wenn er schreibt, was die Politik hören will, weil er bei einem Arbeitsplatzwechsel schneller wieder unterkommt, weil seine Weiterbeschäftigung im Falle der Übernahme seines Arbeitgebers sicherer ist usw.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Presse gehört zu den Medien: Die ARD bringt Sonntags ihren Presseclub ca 12 Uhr.Heute am 26 .6.2016 wurde über das Thema Brexit diskutiert was mich interessierte.Die eingeladenen Journalisten waren Alle! Anhänger eines Verbleib in der EU.Mir fehlte die Gegenpartei. !!! Kamen mir Einseitig und Staats nah vor . Parteipolitik beeinflusst eindeutig diese Sendung. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Uneingeschränkt größtenteils ja  (außer in manchen Dingen wie Holocaust, Rassismus oder Hetzkampagnen natürlich),

Unabhängig und unparteiisch nein. Es sind zwar alle Meinungen vertreten, dennoch gibt es innerhalb der Presse faktisch ein Meinungsmonopol. Dies liegt aber nicht daran dass die Medien in ihrer Natur so beschaffen sind, das liegt einfach daran dass sie versuchen das größte Klientel zu bedienen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Kaum in einem anderen Land ist die Pressefreiheit größer, als bei uns.

Wie man aus diversen Blogs, den Zeitungen, den diversen Fernsehsendern usw. sehen kann, darf so ziemlich jeder alles veröffentlichen. 

Oft werden dabei Ansichten verbreitet, oder Leuten Dinge in den Mund gelegt, ohne das ausreichend recherchiert zu haben.

Die großen Sender und Zeitungen arbeiten sehr seriös und werden ja deshalb ja auch ggf. von der Politik kritisiert. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Rechtliche Beschränkungen betreffen nur den Schutz persönlicher Rechte (Beleidigung ...) und der Holocaust-Leugnung.

Aber die Medien unterliegen auch den Kräften des Marktes. Sie müssen sich dem Geschmack und der Meinung der Kunden anpassen. Sonst sind die Journalisten arbeitslos. Auch Werbekunden könnten Einfluss nehmen.  Die Notwendigkeit seine Arbeit "verkaufen" zu müssen dürfte hierzulande die größte Einschränkung sein.

Oder glaubt jemand, dass die Leute von RTL etc. den Unsinn, den die dort produzieren, ernst nehmen?

Außerdem werden die Medien von Unternehmen und PR-Abteilungen mit Informationen gefüttert, die natürlich im Interesse der Firmen sind.

Bei bestimmten Presseorganen (BILD, WELT ...) legt der Herausgeber auch ganz besonderen Wert auf eine bestimmte politische Richtung.

Aber die Unterdrückung der abweichenden Meinung wie in der Türkei oder die Lenkung eines Großteils der Medien wie in Russland haben wir hier nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Crack
26.06.2016, 14:44

Oder glaubt jemand, dass die Leute von RTL etc. den Unsinn, den die dort produzieren, ernst nehmen?

Mir fehlt das Verständnis dafür das man damit überhaupt Zuschauer erreichen kann... 😉

2

Die hiesige Presse ist kein monolither Block, da gibt es allemal außer der mainstream Presse noch die des linken Lagers. die in einen Topf zu stecken, wäre ausgesprochen absurd.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Weitestgehend ja.

Allerdings mehren sich die Versuche der Rechten und Rechtsextremisten, die Pressefreiheit zu beschränken. Zuletzt gab es von den Rechten wiederholt Angriffe auf Journalisten bei Veranstaltungen und Demonstrationen (z.B. von Pegidioten).

Und auch die AfD bekleckert sich nicht mit Ruhm, da sie z.B. die Medien von ihrem Landesparteitag in NRW fernhalten will, um dadurch eine unabhängige Berichterstattung zu verhindern.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung