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Ist die Bundeswehr ein Karrierekiller?

gefragt von Maoam am 04.09.2007 um 11:48 Uhr

Job futsch, Geschäft weg, Studium unterbrochen: Tausende junge Deutsche müssen ihre Karrierepläne nach der Einberufung zur Bundeswehr begraben. Ein neues Schwarzbuch beschreibt, welche Folgen die willkürliche Musterungs- und Einberufungspraxis hat. Auch meinem Bruder ging es so. Er ist eingezogen worden und hat seinen Job als freiberuflicher Kameramann aufgeben müssen. Er hatte sich einen Namen gemacht und ziemlich gute Angebote gehabt. Jetzt muß er von vorne anfangen und sich mit einem absoluten Anfängergehalt begnügen...Was kann man dagegen tun?

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Geld x 22.817 Beruf x 14.626 Arbeit x 14.585 Job x 3.848 Bundeswehr x 1.245 Karriere x 420

anonym
beantwortet von Zecke am 4. September 2007 11:52
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Wenn man sich direkt nach der Schule erkundigt und sich nicht versucht zu drücken, ist es gar nicht so willkürlich! Meist denken die jungen Männer, der Kelch wäre an ihnen vorbei und dann kommt die Einberufung aus heiterm Himmel! Da sage ich selbst Schuld!

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 4. September 2007 11:53

@Zecke: Was meinst Du hier konkret mit "sich drücken"?

Kommentar von Simple_avatar4smalljheart am 4. September 2007 11:59

Er meint: Wer gehorcht verliert.

Kommentar von Zecke am 4. September 2007 12:01

Ich meine, ich bin auch kein Verfechter der Wehrpflicht, dass die jungen Leute in jeder Hinsicht eine passive Haltung haben und nur machen was sie wollen. Es gibt aber auch Pflichten und um diese einzuhalten muss man sich manchmal auch informieren, eben nicht nur über seine Rechte!

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 4. September 2007 12:05

Die Wehrpflicht ist längst sozial ungerecht, weil eben nicht mehr jeder Wehrpflichtige einberufen wird.

Außerdem gibt's das Recht, den Kriegsdienst zu verweigern.


Morris
beantwortet von Morris am 4. September 2007 11:59
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Die allgemeine Wehrpflicht ist meiner Ansicht nach längst überholt und sollte abgeschafft werden. Die Bundeswehr wurde geschaffen als reine Verteidigungsarmee um unser Land zu schützen, dies ist beides längst nicht mehr der Fall. Und ich bin sehr wohl auch der Meinung, dass die Mitarbeiter/Innen in den Kreiswehrersatzämtern, die für die Einberufung zuständig sind, unverantwortliche Jobkiller sind. Als Freiberufler kann ich ein Lied davon singen und gleich noch eine Ode anschließen über Betriebsprüfer vom Finanzamt, die von nichts eine Ahnung aber zu allem eine Meinung haben.

Kommentar von Ce19e92307de71c4c2e502d8d8b16da3smallwj2000 am 4. September 2007 12:03

Das kommt auch. Spätestens in zwei Jahren ist die Wehrpflicht eingefroren, wie auch andere Europäische Länder es machen.

Kommentar von 42e61a05e6bb14a96ab16cff054a1943smallMorris am 4. September 2007 14:00

Das hoffe ich sehr.

Kommentar von C53220d121afabdb262bca86eebdbd55smallLeoIV am 28. Juni 2009 17:34

lol neee ^^


agnostiker
beantwortet von agnostiker am 4. September 2007 11:57
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Ich verstehe die Aufregung nicht. Jedem ist klar, dass nach der Schule bis zu einem Alter von ca. 27 so ein Lebensabschnitt auf einen zukommt. Wenn man nicht zur Bundeswehr möchte gibt es viele Alternativen; z.B. auch der freiwillige Dienst beim Roten Kreuz etc. neben dem Studium/Beruf. Wer da jammerst ist selber Schuld.

Kommentar von 1079a100179c7e88556a9448df89ed3dsmallKabark am 4. September 2007 11:59

Erfrischende Antwort.

Kommentar von 6d7dedd6cb0cf31d8895af96b8052ffcsmallkrauthexe am 4. September 2007 12:51

DH


UlfDunkel
beantwortet von UlfDunkel am 4. September 2007 11:53
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So lange es in "tiesem unßerem Lanthe" eine Bundeswehrpflicht (und parallel dazu den Zivildienst) gibt, wird es jedes Jahr wieder zig tausend junge Kerle zwischen 18 und 27 treffen.

Das kann man nur über die Politik ändern. Also nicht rumjammern, sondern politisch engagieren und für die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht Lobbyarbeit machen.


jheart
beantwortet von jheart am 4. September 2007 11:56
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Man sollte genau aufschreiben welchen Schaden man hatte. Alle Einnahmeausfälle und den geschätzten Wert der entgangene Kontakte. Dann sollte man sich einen guten Anwalt nehmen und Schadenersatz von der Bundesrepublik Deutschland verlangen. Das ist Dein gutes Recht, schließlich haben Eure Eltern geschuftet, damit aus ihren Kindern etwas wird. Und die Dumpfbacken von der Olivgrünen Zunft haben es verbockt.

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 4. September 2007 12:05

Du meinst die Jäger, oder wie? :-)


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 4. September 2007 18:03
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Zwar bin ich aus verschiedenen Gründen gegen die Wehrpflicht, aber da wir sie nun mal haben, verstehe ich nicht, warum Dein Bruder erst "toter Käfer" gespielt hat und sich nun beschwert, dass er zu einem für ihn ungünstigen Zeitpunkt gezogen wurde.

Mit 18 Jahren hatte er sich ja wohl noch keinen Namen gemacht als freiberuflicher Kameramann?


tradaix
beantwortet von tradaix am 4. September 2007 12:43
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Das ganze Leben ist ungerecht. Der Bundeswehr interessiert es überhaupt nicht, ob durch die Einberufung die Existenz gefährdet oder gar zerstört wird. Das ist dann wieder ein ALG2-Fall.

Kommentar von 1079a100179c7e88556a9448df89ed3dsmallKabark am 4. September 2007 12:53

wj2000
beantwortet von wj2000 am 4. September 2007 11:56
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Es gibt bei uns im Lande keine Wehrgerechtigkeit mehr. Alles nur noch Willkür oder du hast eine gute Ausrede.


anonym
beantwortet von rama25 am 4. September 2007 18:05
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Ich verstehe das ganze Gejammer nicht. Jeder weiß, daß man ab 18 Jahren seinen Wehrdienst leisten muß. Ich habe meinen Wehrdienst gleich nach der Ausbildung absolviert, habe mich berufsnah einsetzen lassen und kann sagen, daß die 15 Monate nicht ganz für die Katz' waren. Ich habe beruflich dazugelernt und eine besondere Lebenserfahrung gemacht. Allerdings wenn ich bis 28 Jahre warte, daß der Bund mich nicht findet oder vergisst, der braucht sich dann nicht zu wundern, wenn dann urplötzlich der Einberufungsbescheid kommt. Außerdem kann man immer noch verweigern oder Ersatzdienst leisten.


Indy72
beantwortet von Indy72 am 4. September 2007 11:57
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Wenn man heutzutage nicht möchte, muss man nicht unbedingt zum Bund. Es gibt noch den Zivildienst und wenn man körperlich nicht ganz fit ist, wird man ausgemuster. ImÜbrigen kann man auch den Zeitpunkt des Diensantritts recht frei aussuchen, im Sinne von Frühjahrs- oder Herbst-Einzug.


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