Ist die Aussage "Ein halb volles p-Orbital ist besonders günstig" richtig?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Im Prinzip stimmt das schon, denn die „halbbesetzen“ Zustanände haben eine besonders hohe Spinmultiplizität, und dasbringt eine Extra-Stabilisierung. Wenn die nicht von irgend­einem anderen Effekt wieder aufgefressen wird, dann erwartet man für einen solchen Zustand niedrige Elektronen­affinitäten und hohe Ionisierungs­energien.

Eine „zweite Elektronenaffinität gibt es nicht. Diese kleinen Atome können nicht zwei Extraelektronen binden (manche können nicht mal eines halten), weil dann die E–E-Abstoßung zu groß wird und ein Elektron wegtreibt. Atom-Dianionen sind daher grund­sätzlich instabil (technisch „ungebundene Zustände“), und können maximal als sehr kurzlebige Resonanzen in einem Spektrum leben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ThomasJNewton
10.02.2016, 20:54

Wobei das nach meinen Gefühl nur bei den Übergangselementen eine Rolle spielt. Oder die Extra-Effekte bei Hauptgruppen (in kleineren Perioden) immer sehr deutlich überwiegen. Oder weil Teilbesetzungen eine sehr unwichtige Rolle spielen.

Die zweite Elektronenaffinität spielt sehr wohl eine wichtige Rolle, auch wenn sie immer positiv ist.
Denn sie lässt sich durch die Gitterenergie leicht überwinden. Ich sach nur Oxid.

0

Nein. Wenn alle drei p-Orbitale halbbesetzt sind stimmt das. Ich denke das meinst du auch so. Sonst würde deine Erklärung nämlich keinen Sinn machen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von AhnungvonAllem
09.02.2016, 22:33

Ja meine ich so. Ich habe die drei p-Orbitale (px,pz und py) als ein pxyz-Orbital genommen

0

Leuchtet mir soweit ein (allerdings: hat der P nicht eher 3 halb besetzte p-Orbitale (in der äußeren Schale)? Hund'sche Regel... Prinzip der maximalen Spinmultiplizität, das ergibt eine gewisse Stabilität).

Zusätzlich könnte  man ggf. noch sagen, dass P größer ist als S (vom Atomradius her) (wobei ich sehe, dass das auch noch unterschieden wird nach "berechnetem" Radius (da trifft das zu) und "empirischem" Radius (da sind sie gleich)). Daher ist das elektronische Argument eher das Hauptargument, denke ich.

 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von AhnungvonAllem
09.02.2016, 21:52

Ja habe halt 3px,3pz und 3py als ein p-Orbital genommen welches mit 3 von 6 Elektronen gefüllt ist:) Im Grunde hast du also Recht mit 3 halb besetzte p-Orbitale (px,py und pz).

Und gut, dass das plausibel klingt :D

0

Was möchtest Du wissen?