Frage von Lenchen3344, 103

Ist die Angst auf ein Konzert zu gehen "normal" (im Bezug auf Anschläge, Terrorismus)?

Hi zusammen, meine Schwester und ich haben uns bereits vor Monaten Tickets für ein großes Musikkonzert Ende Juni in Köln gesichert.

Nun habe ich durch die jüngsten Geschehnisse schon richtig Angst dort überhaupt noch hinzugehen...wie kann ich damit umgehen? Habt ihr Ratschläge und Tipps für mich?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DesbaTop, 85

Es ist eher unwahrscheinlich, dass sich solche Anschläge andauernd wiederholen. Nicht zuletzt, weil aus genau dem Grund die Sicherheitsvorkehrungen meist massiv angekurbelt werden.

Diese Angst ist zumindest Begründeter als früher, aber meiner Meinung nach immernoch unbegründet.


Du solltest dir also keine Sorgen machen

Kommentar von SiViHa72 ,

Gute Antwort! Sehe ich genauso.

Abgesehen davon sterben die meisten bei verkehrsunfallen oder Unfällen im Haushalt.. trotzdem düst man regelmässig wo hin und putzt zuhause (najaaa.. also.. meistens)

Kommentar von Lenchen3344 ,

Danke für die Antwort. Es tut gut sich überhaupt verstanden zu fühlen.

Antwort
von FlorianBln96, 80

Richtige Tipps habe ich dagegen nicht. Ich bin auch häufiger bei großen Events und ich spüre keine Angst. Man kann es nicht ändern, es kann immer und überall passieren. In Deutschland arbeiten die Behörden sehr gut, erst vorgestern sind angehende Terroristen in Düsseldorf festgenommen worden. Man wird ja strenger kontrolliert. Versuche die Dinge auszublenden, denn das Konzert ist nicht gefährlicher als wenn du sonst auf die Straße gehst , zum shoppen usw.

Kommentar von Lenchen3344 ,

Das stimmt auch wieder...diese alltäglichen Gefahren nimmt man einfach nicht mehr war, und die Medien tun ihres dazu^^. Leider...danke für deine Antwort.

Antwort
von Bebish05, 67

Die Angst nimmt dir nur jegliche Freude am Leben. Ist der Gedanke nicht schon traurig, dass du aufgrund deiner Angst auf dieses lang ersehnte Konzert verzichtest? Ich meine überall und jederzeit kann dir etwas passieren. Aber ständig in dieser Angst zu leben ist total sinnlos, denn unser Todesdatum steht geschrieben und davon können wir nicht entkommen. Konzentriere dich auf den Spaß und den schönen Moment den ihr erleben werdet :)

Kommentar von Lenchen3344 ,

Ich möchte natürlich auf gar keinen Fall verzichten...Diese Angst ist absolut irrational, hier geht es auch weniger um mich als um die Menschen die ich zurücklassen würde wenn - Gott bewahre - wirklich etwas passieren würde.

Antwort
von clemensw, 59

Du solltest dir 2 Dinge klar machen:

1. Hast Du auch davor Angst, über die Straße zu gehen oder mit dem Fahrrad oder Auto zu fahren?

Das ist nämlich viel gefährlicher!

Verkehrstote in Europa 2015: 26.000

Terroropfer in Europa 2015: 147

Es ist also ca. 170 mal wahrscheinlicher, im Straßenverkehr zu sterben, als Opfer eines Terroranschlags zu werden.

2. Wenn Du aus Angst auf deine Freiheiten verzichtest, dann haben die Terroristen bereits ganz ohne Attentat gewonnen.

Kommentar von Lenchen3344 ,

Was du sagst stimmt natürlich...das ist auch das, was ich oder meine Vernunft mir jeden Tag sagt. Angst ist einfach irrational, aber ich finds super, dass hier so vorbehaltlos geantwortet wird. Ich bin jetzt wirklich ein wenig beruhigter.

Kommentar von clemensw ,

Sieh es mal so: Du kannt morgen früh aufstehen, über deine Hausschuhe stolpern und dir beim Sturz an der Bettkante das Genick brechen. Das ist das ganz normale Lebensrisiko.

Solche und ähnliche Unglücksfälle passieren jeden Tag dutzende von Malen - es steht nur nicht in der Presse.

Bei einem (geplanten) Terroranschlag, einem Flugzeugunglück oder einer Naturkatastrophe berichtet die ganze Presselandschaft tagelang ausführlich - daher bleibt das im Gedächtnis haften.

Darüber vergißt man dann leicht, daß das Risiko dafür minimal ist. Insbesondere Terroranschläge sind in den letzten Jahrzehnten deutlich rückläufig!

Schau mal das Diagramm in diesem Artikel an: http://blog.zeit.de/teilchen/2016/03/23/terror-in-zahlen/

und dann überleg dir, daß deine Eltern oder Großeltern in den 70ern oder 80ern aufgewachsen sind und trotzdem überlebt haben.

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