Frage von arbusik04, 85

Ist die Androhung von Gewalt mit dem christlichen Glauben und der Bibel vereinbar?

Hallo, ist es aus christlicher Sicht gerechtfertigt Gewalt anzudrohen?

Vielen Dank im Voraus!

Antwort
von zalto, 47

Gewalt gegen Menschen hat Jesus nicht angewendet, aber Gewalt gegen Sachen gab es schon von ihm - bei der Tempelreinigung.

Antwort
von quopiam, 8

Die Bibel ist kein Katalog von Gesetzen, in dem man mal schnell nachschaut, was verboten und was erlaubt ist. In diesem Buch geht es um Menschen und das Menschliche und darum, was Menschen geglaubt und mit ihrem Gott erlebt haben. 

Daß Gewalt niemals gut ist, sagt Dir das Leben, dazu brauchst Du keine Bibel. Dennoch sagt sie "wie der Hund nur den Hund zeugt, zeugt Gewalt immer nur Gewalt". Schon die Androhung reicht aus, um eine Kaskade von Gewalttaten loszutreten. 

Aber was soll ein Christ tun, wenn er oder seine Leute bedroht werden? Sich und die anderen töten lassen? Daß Du die Hand nicht hebst und Dich umbringen läßt, mag DIR SELBST Ehre einfahren. Für andere kannst Du das nicht entscheiden. Also was tun? 

Such nicht in der Bibel nach einer Pauschalantwort, die alle Probleme löst. So vielfältig wie die Schwierigkeiten sind auch die Lösungen. Über die mußt Du selbst nachdenken, weil Du auch selbst die Verantwortung trägst. Die nimmt Dir die Bibel nicht ab. Du kannst Dich nicht darauf rausreden, es habe ja so in der Bibel gestanden. 

Betrachte die Situation und frage Dich "was kann ich tragen, was mute ich anderen zu, kann ich die Verantwortung für mein Handeln aushalten oder nicht?". Dann entscheide - entscheide SELBST. Dazu hat der Gott der Bibel Dir den Verstand gegeben. Gruß, q.

Antwort
von TorDerSchatten, 51

Nein. Jesus lehrte Gewaltlosigkeit. Sogar dem Soldaten, dem bei seiner Verhaftung das Ohr abgetrennt wurde, heilte er und ging dann freiwillig mit - am Ende stand dann die Kreuzigung.

Kommentar von arbusik04 ,

Danke für die Antwort! In welcher Bibelstelle ist dieser Soldat denn zu finden? MfG

Kommentar von TorDerSchatten ,

Lukas 22,50-51.

Antwort
von AaronMose3, 30

Auf keinen Fall. Viele zitieren Verse aus dem Alten Testament um das zu rechtfertigen, vergessen dabei aber das, das alte Testament nur für das Israelische Volk galt und heutige Christen sich nach dem Neuen Testament richten. 

Kommentar von KaeteK ,

Kann man so nicht sagen.

Siehe: http://www.bibelpraxis.de/index.php?article.1598

lg

Kommentar von AaronMose3 ,

Alle Christlichen Werte, die im alten Testament für heutige Christen noch gelten, sind auch aus dem Neuen bekannt. Das das alte Testament für Christen ungültig ist, sagte ich ja nicht. ^^ Nur das man sich hauptsächlich nunmal nach dem Neuen richtet

Antwort
von Netie, 8

Bibel, Römer 12 Vers 18.19:

Wenn möglich, so viel an euch ist, lebt mit allen Menschen in Frieden.

Rächet nicht euch selbst, Geliebte, sondern gebet Raum dem Zorn, denn es steht geschrieben: Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr.

Antwort
von Evileul, 46

wer die eine backe hinhält soll auch die andere hinhalten, eher nee. Christen gehen ja nach dem neuen testament, nach dem alten kein Thema.

Antwort
von Schwizz, 39

Nein ganz und gar nicht! Liebe deinen nächsten wie dich selbst heisst es

Kommentar von Suendenkind ,

Und wenn ich mich nicht liebe?

Kommentar von quopiam ,

Wenn Du Dich selbst nicht lieben = akzeptieren = annehmen kannst, hast Du ein Problem, auch  mit dem Glauben. Denn dann kannst Du auch nicht annehmen, daß jemand anderes Dich liebt. Das führt dazu, daß Du selbst nicht wirklich lieben kannst und Dein ganzes Sein als Mensch in einem kalten Schatten steht. 

Wenn Du es lernen willst, versuch Dich in Mitgefühl zu üben und Empathie zu praktizieren, so oft es geht. Wenn Du es nicht lernen willst, hast Du schon verloren... Gruß, q.

Antwort
von chrisbyrd, 3

Nein, definitiv nicht! Denn Jesus Christus hat Nächsten- und sogar Feindesliebe gelehrt:

Matthäus 5,44: "Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen."

Lukas 6,27: "Euch aber, die ihr hört, sage ich: Liebt eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen."


Außerdem hat Jesus die sogenannte "goldene Regel" aufgestellt: "Alles nun, was ihr wollt, dass die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso." (Matthäus 7,12)

Das bedeutet allerdings nicht, dass Christen nicht das Recht auf Selbstverteidigung hätten. Allerdings dürfen sie sich nicht rächen und sollen sich an die landesüblichen Gesetze halten, was bei uns bedeutet: "Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder jemand anderem abzuwenden, ohne dafür Bestrafung fürchten zu müssen." Aber das ist wieder ein anderes Thema...

Antwort
von 666Phoenix, 13

Viele Christen sagen ja, dass es das nicht ist. Damit belegen sie allerdings, dass sie ihr "Wunderwerk" namens Bibel nicht so richtig kennen, oder aber - aus einem bestimmten Grund - uminterpretieren wollen.

Denn z. B.:

Matthäus 23, 34-36
(der gerechte Gott spricht voller Rachegedanken): Ihr habt meine Boten, die
euch meine Botschaft brachten, zurückgewiesen, ausgepeitscht oder getötet. Ihr Blut wird über euch kommen, auch über die Unschuldigen.

Matthäus 25, 1-12: 

Der Herr liebte die Klugen und Besitzenden, für sie öffnete er seine Tür. Die Törichten aber wies er ab, er wollte nichts von ihnen wissen.

Matthäus 25, 14-30: 

Der Herr gab seinen Dienern Geld und freute sich über diejenigen,
die es ihm mit 100% Zinsen zurückzahlten. Denn er liebte es zu ernten, wo er nichts gesät hatte und einzusammeln, wo er nichts gegeben hatte. Wer aber keine Zinsen bezahlen konnte, musste sein Geld den Erfolgreichen geben, denn wer hat, dem wird noch mehr gegeben.

Lukas
12,5: Fürchtet euch vor dem, der die Macht hat, euch in die Hölle zu werfen!

Lukas 12,49 (Jesus spricht): Ich bin gekommen, um die Erde in Feuer zu legen. Ich möchte nichts lieber, als dass es schon brennte!

Lukas 13,5 (Jesus droht): Wer sich nicht zu mir bekehrt, wird umkommen.

Lukas 22, 36: Jesus befiehlt seinen Jüngern: Wer Geld hat, soll es zusammen mit seinen Vorräten mitnehmen. Die Armen sollen aber ihre Jacken verkaufen und dafür Waffen kaufen.

______

Ist doch alles gewaltlos - oder?

Kommentar von KaeteK ,

Wenn ein Kind sich in Gefahr bringt und die Mutter, die die Gefahr erkennt, ihr Kind warnt, ist dass dann auch Gewalt?

Würde eine Mutter ihr Kind bei Rot über die Straße gehen lassen, wenn sie anhand des Verkehrs sieht, dass es keine Chance hat, heil auf die andere Straßenseite zu gelangen? Überhaupt würde da keine richtige Mutter zulassen, auch wenn keine Gefahr bestehen würde...davon gehe ich aus.

Als ich mal bei einer Bekannten war, sah ich, wie ihr kleines Kind versuchte, einen Gegenstand in die Steckdose zu stecken. Er hatte es fast geschafft, obwohl er wußte, er darf da nicht hin...

Ich bin mit einem  lauten Schrei aufgesprungen, hab ihn am Kragen gepackt und ihn mit "Gewalt" weggezogen...Es tat ihm weh und er ist sehr erschrocken, ich übrigens auch, aber in dem Moment nimmt man auch eine körperliche Verletzung in Kauf, denn hier stand sein Leben auf dem Spiel

Ähnlich es ist es bei Gott - Er warnt uns und wenn wir die Warnung nicht ernst nehmen, müssen wir mit den Folgen rechnen.

Soll Gott uns ins Unglück rennen lassen?

So ist es mit der Sünde, die  Konsequenzen nach sich zieht und davor warnt die Heilige Schrift immer und immer wieder - dennoch meint  der Mensch, immer und immer wieder, dass Er sich über Gott erheben kann. Welch ein Trugschluss...

Du hälst Gott "Gewalt" vor. Dabei ist es die Liebe zu Seinen Geschöpfen, die dazu führt, dass Gott nicht schon lange eingegriffen hat, denn alle Menschen sind Sünder haben den Tod verdient, somit auch die ewige Verdammnis. Doch Er hat in seiner Gnade, die wir nicht verdienen können, eine Lösung anzubieten - der Glaube an Seinen Sohn Jesus Christus, der die Strafe für unsere (alle Erlösten) Sünden am Kreuz trug. Damit sind alle, die Buße über ihre Sünden getan haben und den Herrn Jesus als ihren Retter annehmen, von der Sünde frei gemacht und sie dürfen sich Kinder Gottes nennen.

Wir, die Erlösten nehmen Gott beim Wort - denn wir wissen, wem wir glauben.

Hier zum besseren Verständnis:

http://www.bibelpraxis.de/index.php?article.2672

Du bist kein Christ und von daher, kannst du auch Gottes Wort nicht verstehen, weil du Sein Wort nicht geistlich beurteilen kannst. Man sieht es auch an der Wahl der Bibelstellen, dass du alles aus dem Kontext gerissen hast.

 Auch du wurdest gewarnt..Somit hast du später, wenn du vor deinem Schöpfer stehst, an den du nicht glaubst, Ihn aber auf die Anklagebank schiebst, keine Ausrede. Die Anklagebank ist übrigens dein Platz...darüber solltest du mal nachdenken. Noch ist Gnadenzeit, aber die Uhr tickt und keiner weiß, wie lange er noch Zeit hat, bis seine Stunde geschlagen hat. Dann ist es für eine Umkehr zu spät...

lg

 

Kommentar von 666Phoenix ,

Somit hast du später, wenn du vor deinem Schöpfer stehst, an den du nicht glaubst, Ihn aber auf die Anklagebank schiebst, keine Ausrede. Die Anklagebank ist übrigens dein Platz...

Ich freue mich auf diese "Anklagebank"! Wer wird denn dann mein Verteidiger sein? Beelzebub??

Und ich werde Dir dann mitteilen, wie es war (selbiges hoffe ich auch von Dir, wenn Du dann vor Deinem "Schöpfer" gestanden hast)!

dass du alles aus dem Kontext gerissen hast.

Nimm bitte zur Kenntnis, verehrter Kaetek, dass Ihr angeblichen Bibelkenner alles, was Ihr zu sagen habt, aus dem Kontext reißt, immer wieder neue Exegesen und Auslegungen schafft, bis die entsprechende Bibelstelle eben "passt"! Die Bibel darf ja keine Irrtümer aufweisen - stimmt´s?

Antwort
von KaeteK, 15

Was ist für dich Gewalt? An was dachtest du, als du diese Frage hier reingestellt hast?

lg

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten