Ist Deutschland auch mit 20 Millionen Einwohner lebensfähig, Platzmangel sollte es dann doch nicht mehr geben und wir könnten freundlicher aufeinander zu gehen?

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13 Antworten

Jemand müsste die ganze Arbeit machen. Schauen wir mal nach der offiziellen Statistik:

https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/01/PD16_001_13321.html

Im Jahresdurchschnitt 2015 waren rund 43,0 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig

Weniger Menschen brauchen weniger Beamte, Verkäufer, Dienstleister und so weiter. Viele Teile der Wirtschaft würden also einfach runter skalieren.

Großbetriebe wie Opel und VW müssten jedoch auswandern, weil ihnen hier sowohl Arbeiter als auch Absatzmarkt fehlen würden. Natürlich geht es auch ohne sie, aber mit dem fetten Wohlstand der Nation wäre es eventuell vorbei.

Schwierig wird es beim Gesundheitssystem. Krankenhäuser können ihre Qualität nur erhalten, wenn sie so viele Patienten haben, dass die Ärzte mit allen Krankheiten genug Erfahrung bekommen. Man bräuchte also ein Zentralkrankenhaus für jede Region, statt vieler kleiner Stadtkliniken. Im Notfall dauert die Fahrt dorthin aber länger. Unfälle und Herzinfarkte wären also gefährlicher als heute.

Dann noch die Landwirtschaft. Man könnte die Massenproduktion weiterlaufen lassen und exportieren "wie Holland". Oder man könnte komplett auf Ökolandbau umstellen, der Ertrag müsste dann für alle reichen. Aber wer macht's? Schon heute, im dicht besiedelten Deutschland, schließt ein Bauernhof nach dem anderen, weil sich die Produktion nicht mehr lohnt. Und wenn der Absatzmarkt noch kleiner wird? Könnte schwierig werden.

Fazit: Überleben würden wir sicherlich. Aber nicht auf dem heutigen Niveau.

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Wie ist das gemeint, das von heute auf morgen 60 Millionen in Deutschland einfach wegsterben oder wie?

Naja, das wir hier Platzmangel haben wäre mir neu. Auch das mit den besseren Zeiten zwischen Männern und Frauen ist mir nicht klar.

Es ist nun mal so das Menschen mit einer höheren Bildung eher weniger Kinder haben als umgekehrt und zudem kriegen die Menschen in Deutschland in der Regel später Kinder.

Nach meinem Empfinden ist es auch so, dass viele sich erst mal selbst die nächsten sind und nicht etwa eine Familie gründen, sondern "sich selbst verwirklichen". Bis zu einem gewissen Rahmen ja okay, aber so funktioniert eine Gesellschaft nicht.

Kommen auf 100 Berufstätige 40 Menschen mit dieser Einstellung, ist das gesamte Rentensystem mittel- bis langfristig im A... da immer viele Arbeitnehmer, weniger Rentner "versorgen".

Basierend auf meiner Ansicht, wäre daher eine Sondersteuer für Singles oder kinderlose Paare ab einem gewissen Alter sinnvoll.

Ist absehbar das Christine Schmitz oder Anton Ehrlich keine Familie gründet, muss entsprechend eine zusätzliche Abgabe getätigt werden ( Nein nicht wie die ehemaligen GEZ-Gebühren.)

Da diese Ihr Geld lediglich für sich selbst einsetzen, aber selbst keinen adequaten Ersatz in Form eines oder zwei Kinder in die Gesellschaft einbringen. Ein kinderloses Paar, profitiert ja auch von von einer Familie mit zum Beispiel vier Kindern.

Diese kosten ja der Familie selbst bis einem Alter von mindestens 18 Geld und zahlen später selbst (ausgehend davon das jede/r davon einen Anstellung annimmt o.Ä.) in die Rentenkasse ein. Sie tragen also quasi neben Ihren Eltern, mit deren Beiträgen die Renten gezahlt werden, auch das kinderlose Paar oder die Singles Anton und Christine.

Ich find Leute witzig, die glauben, der Staat nimmt die Rentenbeiträge und legt die zur Seite und das Geld wartet bis der Einzahler in Rente geht.

Abschließend, deine Situation würde nur Sinn machen, wenn die Alterspyramide funktioniert oder ein alternatives System installiert ist, das eine Gesellschaft in dieser Form tragen kann.

Zudem ist noch zu sagen, das die normierten Verhaltensmuster der Gesellschaft neben der Erziehung durch Schule und Eltern von den Medien ( Film/ Fernsehen/Radio/Soziale Netzwerke) und der Industrie beinflusst wird.

D.h. die Menschen werden nicht von heute auf morgen freundlicher. 

Exemplarisch:
die "dicke Hose" Generation mit niedrigen moralischen Vorstellungen und Werten wird nicht damit aufhören, jemanden Krankenhausreif zu prügeln, weil er "So komisch geguckt hat" nur weil es weniger Menschen gibt.

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Ob es "lebensfähig" wäre, kann ich nicht beurteilen, da ich keine Ahnung von Wirtschaft und Politik habe, aber ich, als EInwohnerin, fände es nicht so toll, wenn hier plötzlich nur noch so wenig Leute wohnen würden. Ich bin ein Großstadtmensch, und hasse schon die Kleinstadt, in der ich lebe. Wenn hier nur noch 20 Millionen Leute wohnen würden, wäre ganz Deutschland ja ein einziges Kaff. Fände ich nicht so toll.

Wieso man die Leute dann "wieder" brauchen sollte, verstehe ich nicht.

Auch die anderen Dinge: Entweder man ist ein netter, freundlicher Mensch, der Kinder will, oder nicht. Ich will keine Kinder. Wieso sollte ich plötzlich welche zeugen wollen, nur, weil weniger Leute hier wohnen? Ich will doch nicht aus dem Grund keine Kinder, weil es hier zu voll ist :D

PS: Platzmangel gäbe es aber trotzdem erstmal weiterhin, wenn die Häuser und so weiter nicht abgerissen werden, die dann leer stehen. Vom bloßen Abwandern habe ICH nicht plötzlich einen größeren Garten (ich habe eigentlich gar keinen).

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Kommentar von Centario
18.05.2016, 11:23

Was machst du in deiner Freizeit wenn du keinen Garten hast? :-).

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Ob überlebensfähig oder nicht, hängt in erster Linie von der Struktur der Gesellschaft ab. Schon heute haben wir ein gewaltiges Rentenproblem, weil unsere Gesellschaft zunehmend überaltert. Auch die anderen Sozialsysteme funktionieren nur bei bestimmten Gesellschaftsstrukturen. Also die Zahl als solches ist nicht entscheidend.

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Es wäre sehr viel besser als mit 80 Mio. Mit 20 Mio Einwohnern wäre die Bevölkerungsdichte immer noch höher als die der USA. Deutschland ist extrem übervölkert; nur 15% aller Staaten haben eine höhere Bevölkerungsdichte. Und da "zuviele Menschen" die Ursache für buchstäblich jedes wirklich große Problem sind, wäre der einzige Grund dagegen: Es würde nicht viel ausmachen, weil Deutschland nicht mal 1,5% der Weltbevölkerung stellt.

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Ich kanns mir nicht vorstellen. Zuviele Geschäfte die daran zerbrechen würden und einfach schließen müssten. 20 Millionen Menschen auf ganz Deutschland verteilt, ist im Grunde gar nichts (das wäre 6.5 mal Berlin), Deutschland wäre das reinste Kaff.

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Die erste gemeinsame Volkszählung kam für die deutschen Staaten im Jahre 1834 auf 23,5 Mio Einwohner. Hilft dir das bei deinen Überlegungen?

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Das wäre echt schlecht!

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Ja das sind schöne Plane ,aber so etwas ist leider zu schön um wahr zu sein .

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Lebensfähigkeit liegt nicht am Platzmangel, so wie du das meinst.

Vergleiche mal asiatische Großstädte mit den deutschen und wie freundlich und zuvorkommend die Asiaten im gegnsatz zu den Deutschen sind. Da können wir uns eine Scheibe abschneiden.

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Deutschland wird 2099 aller Wahrscheinlichkeit nach 60 Millionen Einwohner, die meisten mit Migrationshintergrund, haben. Wie kommst du auf 20 Millionen?

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20 Millionen ist schon extremst wenig da haste auf 5 KM ein Nachbarn xD

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Ich glaube, ich verstehe die Frage nicht. Aber wenn Deutschland nur 20Mio einwohner hätte, würde die Wirtschaft und die Infastruktur vollkommen einbrechen.

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Kommentar von Centario
18.05.2016, 10:57

Ist schon eigenartig, erst verstehst du die Frage nicht und dann beantwortest du sie aus deiner Sicht. Ich möchte dir aber nicht unterstellen das du täuschen willst, das machen andere geschickter.

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Kommentar von GenExperiment
18.05.2016, 10:57

warum klappt es dann in Finnland???

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