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Ist der Wiedereintritt in die katholische Kirche schwierig und muß man Auflagen erfüllen?

gefragt von Goldbaer1970 am 27.02.2007 um 7:57 Uhr

Bin vor Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten. Wie sieht es aus, wenn man wieder in die katholische Kirche eintreten will. Wer kann Erfahrungen weitergeben?


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anonym
beantwortet von hatho am 27. Februar 2007 10:11
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Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß das auch von Pfarrer zu Pfarrer unterschiedlich ist. Am besten suchst Du Dir einen, der Dir menschlich sympathisch ist und sprichst ihn darauf an. Von Amts wegen ist die Teilnahme an einem Kurs o.ä. erwünscht, aber nicht Bedingung. Mit einem vernünftigen Gespräch sollte das in die Gänge gebracht werden können. Die eigentliche Aufnahme geschieht (nach formeller Erlaubnis durch den Bischof) durch eine einfache Zeremonie (Glaubensbekenntnis) vor 2 Zeugen. Nur Mut - und viel Erfolg! hatho


maydu
beantwortet von maydu am 27. Februar 2007 08:37
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Hallo, Erfahrung damit habe ich keine, aber ich denke die Kirche wird sich hüten, jemanden nicht an zu nehmen. Warum sollte sie das auch tun? Es sind doch alle Menschen gleich.


rasch
beantwortet von rasch am 27. Februar 2007 08:50
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Geh doch einfach zu dem zuständigen Pfarrer und bitte ihn darum, dich wieder in seine Gemeinde einzugliedern. Wenn du einmal zu dieser Gemeinde gehört hast, bist du getauft, sehr wahrscheinlich auch zu Ersten Heiligen Kommunion gegangen und bist von zuständendigen Bischof gefirmt worden. Wenn dem so ist, so liegt dir wahrscheinlich nichts mehr im Weg. MfG rasch


wildcat
beantwortet von wildcat am 27. Februar 2007 09:39
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Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, daß ein Wiedereintritt von Pfarrer zu Pfarrer und Bundesland zu Bundesland verschieden gehandhabt wird. Ich hatte die Wahl ein Woche Kurse in einem Kloster täglich von morgens bis abends zu belegen oder ein langes Wochenende im Kloster zu verbringen. Ich nahm das Wochenende und kann Dir nur sagen, eine Gehirnwäsche stelle ich mir genauso vor!

Mein Wiedereintritt war ausschließlich deshalb beantragt, weil mein damals 8 jähriger Sohn unbedingt zur Heiligen Kommunion gehen wollte und er davor natürlich getauft werden mußte. Um meinen Sohn taufen zu lassen, mußte ich selbst der Kirche beitreten.

Kommentar von Simple_avatar3smallanjanni am 30. November 2007 11:56

Du hättest nicht der Kirche beitreten müssen, um Deinen Sohn taufen zu lassen. Normalerweise genügt ein Pate - der natürlich der Kirche angehören muß.

Warum aber wolltest Du Deinen Sohn taufen lassen, wenn Du selber gar nicht zur Kirche gehören möchtest?


Brigitta
beantwortet von Brigitta am 22. November 2007 00:16
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Wissen Sie, ich bin schon seit Jahren wegen negativen Erfahrungen aus der katholischen Kirche ausgetreten. Damit habe ich viel Kirchensteuer gespart. Falls Sie wieder in die katholische Kirche eintreten möchten, wird man Sie mit Handkuss empfangen. Es ist dann ein Kirchensteuerzahler mehr. "Vergelts Gott!"




Kommentar von Lionel75 am 12. Dezember 2007 21:05

Das klingt ja fürs erste alles auch sehr plausibel und man merkt Ihren Zeilen auch Ihre Kränkung an, die ganz und gar Ernstzunehmen ist, und freilich ist es auch Ihre Sache wo sie ein- oder austreten. Nur denke ich, dass man ja auch nicht so schnell seine Staatsbürgerschaft wechselt, nur weil unsere Bundesregierung mal wieder die Steuern erhöht hat... :o) ...zudem muss hier auch die unbequeme Frage gestellt werden, ob die durchaus berechtigten negativen Erfahrungen mit dem "Bodenpersonal" (die wohl jeder Katholik schon mal gemacht hat) tatsächlich eine hinreichende Erklärung für solch einen Schritt abgeben. Kirche im kath. Verständnis schließt natürlich „gute und schlechte“ Menschen in sich, keine Frage, aber trotzdem erschöpft sie sich deswegen noch lange nicht im nur „menschlich all zu menschlichen“, auch wenn es heute vielerorts tatsächlich so aussehen mag. Deswegen müsste man meiner Meinung nach schon differenzieren, dass man entweder Probleme mit gewissen Menschen hat (ob dies ein ausreichender Grund ist, obliegt ihnen selbst) – was aber in anderen gesellschaftlichen Zusammenschlüssen ebenso der Fall sein kann, denken Sie nur an Ihre Umwelt, Arbeitsplatz etc., man ist sich nun mal nicht mit jedem grün, das ist menschlich – oder dass man einfach nicht mit dem Glauben und der Lehre der kath. Kirche übereinstimmt, das ist freilich alles Ihr gutes Recht! Wenn die kath. Kirche – wie sie meinen – wirklich nur auf zahlende Mitglieder aus wäre, wäre dies tatsächlich ein Armutszeugnis, aber ich glaube ganz so schlimm ist es dann doch noch nicht... ;o)


anonym
beantwortet von Lionel75 am 13. Dezember 2007 14:42
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Freilich wird es unterschiedlich gehandhabt, aber nach meiner Erfahrung wird es vor allem oft sehr „lax“ gehandhabt. Meistens wird einem der Besuch eines Glaubenskurses etc. nahegelegt, ob man dies Indoktrination nennen sollte bezweifle ich. Es geht da ja nicht nur um Wissensvermittlung, sondern man lernt vor allem andere Menschen kennen, die sich in der gleichen oder ähnlichen Lage befinden, zudem wird einem dort durchaus verständnisvoll vom „Personal“ begegnet und auf Fragen und Zweifel eingegangen. Es ist ja auch ganz sinnvoll, die geschehenen Differenzen und Kränkungen auszuräumen. Aber ein vier Augengespräch wird in den meisten Fällen – auf ausdrücklichem Wunsch – wohl auch genügen. Wie es freilich auch bei jedem noch so kleinen Kranichenzuchtverein der Fall ist, sollte man natürlich mit den „Vereinszielen“ – sprich kirchlichen Glaubenslehren – wenigsten grundsätzlich übereinstimmen, sonst macht so was ja auch keinen Sinn. Aber freilich muss man nicht den Katechismus auswendig lernen, und es wird meist selbst nicht mehr verlangt – was kirchlicherseits freilich recht merkwürdig ist – dass man alle Lehren der Kirche teilt – zwar komisch, aber so sieht es in der Praxis vielerorts aus. Wiedereintrittsstellen finden sich eigentlich in jeder größeren Stadt, aber man sollte sich da ruhig an den Pastor seines Vertrauens wenden, ich habe noch nie gehört, dass man als reuiger Büßer, in Sack und Asche erscheinen muss... ;o) Wie gesagt, nach einem ersten Gespräch mit dem zuständigen Pfarrer füllt man halt einen Antrag auf Wiederaufnahme aus, dass ist echt kein Akt. Dieser Antrag wird dann an die zuständige Stelle des Bistums – wahrscheinlich Bischof etc. – geschickt. Sollte dort kein Hinderungsgrund vorliegen – was wohl die Ausnahme sein sollte – da man vielleicht schon zum zehnten mal ausgetreten ist oder gröblichen Unfug getrieben hat, erhält der zuständige Pfarrer grünes Licht und man wird wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Ob dies nun im Rahmen eines Gottesdienstes geschieht, was durchaus anzuraten wäre, da man erstaunt sein wird mit welch (ungeheuchelter) Herzlichkeit man von den Gläubigen aufgenommen wird, oder ob dies in der Amtsstube des Pfarrers geschieht, bleibt einem meist selbst überlassen.


anonym
beantwortet von morus am 7. Mai 2008 15:49
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anonym
beantwortet von chrissidor am 17. Juli 2008 12:15
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Na so einfach ist das denn doch nicht. Ich wollte auch wieder in die Kirche eintreten, aber man will mich dort nicht. Ich bin geschieden und beabsichtige in Kürze wieder zu heiraten. Mein Ex-Mann und ich hatten evangelisch geheiratet. Nur wenn ich die Ehe annulieren könnte (was faktisch in unserem Fall unmöglich ist), hätte ich eine Chance wieder einzutreten und zu den Sakramenten zugelassen zu werden. Von wegen man ist dankbar für jeden Eintritt. Na dann wird sich wohl eher die evangelische Kirche über meine Kirchensteuer freuen, denn bei denen gibt es die Problematik nicht.


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