Frage von headtorch, 67

Ist der Satz ,,Wenn du mir jetzt nicht das Geld, welches du von mir gestohlen hast, zurückgibst, gehe ich zur Polizei" gesetzlich gesehen eine Drohung?

LG !!

Antwort
von wilees, 39

Es ist grundsätzlich das Recht eines Bestohlenen einen Diebstahl zur Anzeige zu bringen, also ist dies garantiert keine Drohung. Es ist eher ein Angebot, auf eine Anzeige zu verzichten, wenn das Geld freiwillig zurückgegeben wird.

Antwort
von Lestigter, 14

Eher ein Hinweis auf eine letzte Möglichkeit der gütlichen Einigung.

Wenn man das als "Drohung" auffasst, dann sollte derjenige, der das ausspricht besser gleich zur Polizei gehen, denn dann wird das so soder so nichts mehr..

Antwort
von MasterJohanna, 21

Es liegt dabei i.d.R. eine Nötigung gem. § 240 I StGB vor. Diese ist aber infolge der Konnexität zwischen Zweck und Mittel sowie deren separater Rechtmäßigkeit nicht rechtswidrig.

Kommentar von Artus01 ,

Au mann ....

Kommentar von MasterJohanna ,

Was au mann? Irgendein Problem oder was?

Antwort
von policelove, 2

Nein. Es ist eher eine Warnung bzw. Hinweis darauf dass derjenige das machen will.

Aber theoretisch gesehen könnte man es wie eine Drohung aufnehmen.

Antwort
von Mojoi, 19

Es ist eine Drohung.

Es ist aber keine strafbare Nötigung. Also ohne rechtliche Konsequenzen.

Antwort
von feinerle, 4

Nein.

Begründung.

In Frage käme entweder eine Bedrohung (es gibt keine Drohung im StGB als Straftatbestand) oder aber eine Nötigung.

Schauen wir uns hierbei das Gesetz an, was die Rechtsfindung zuweilen erheblich erleichtern soll:

$ 240 StGB - Nötigung

(1) Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren odermit Geldstrafe bestraft.

Das Schlüsselwort hierbei lautet "empfindliches Übel"

Zur Polizei zu gehen und das jenige wegen einer Verfehlung anzuzeigen, von der der Ankündiger zudem ausgeht, dass diese vorliegt, demzufolge seinen Anspruch mit rechtsstaatlichen Mitteln durchzusetzen, ist kein empfindliches Übel.

Das mag so empfunden werden, ist es aber keinesfalls.

Zudem lautet das Schlüsselwort "rechtswidrig". Als Bestohlener das Diebesgut zurück zu verlangen, ist als Zielrichtung nicht rechtswidrig.

Trifft also nicht zu.

Kommen wir zur Bedrohung:

§241 StGB - Bedrohung

(1) Wer einen Menschen mit der Begehung eines gegen ihn oder eine ihm
nahestehende Person gerichteten Verbrechens bedroht, wird mit
Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Das Schlüsselwort hierbei ist wohl: "Verbrechens". Die Drohung muß also die unmissverständliche Ankündigung beinhalten, am bedohten (oder nahestehende Person etc.) ein Verbrechen zu begehen.

Was ist ein Verbrechen?

Ein Verbrechen ist eine Straftat, bei dessen Erfüllung als Mindeststrafmaß ein Jahr Haft winken. Minimum. Also wenn der das machen würde, was der da redet, wandert der garantiert ohne jeglichen Ausweg ein Jahr in den Bau.

Alles drunter sind Vergehen, keine Verbrechen.

Es ist demnach strafbar, als Beispiel, jemand zu sagen: "ich mach Dich kalt". Es ist jedoch schon nicht strafbar, jemand zu sagen: "ich hau Dir eine rein".

Es ist schon gar nicht strafbar, jemand zu sagen: "Ich geh zur Polizei"

Damit liegt keine strafbare Handlung vor.

Expertenantwort
von uni1234, Community-Experte für Recht, 22

Ja, die Aussage ist eine Drohung im Sinne des StGB. Man stellt dem Anderen nämlich ein Übel in Aussicht (die Anzeige), auf dessen Eintritt man Einfluss hat.

Allerdings ist diese Drohung nicht strafbar, weder als Nötigung (§ 240 StGB) noch als Bedrohung (§ 241 StGB). Für die Nötigung wäre nämlich erforderlich, dass die Drohung auch verwerflich wäre. Das ist in diesem Fall natürlich nicht der Fall.

Kommentar von Artus01 ,

Selten solchen verquirlten Unsinn gelesen.

Kommentar von uni1234 ,

Ohh verquirlter Unsinn. Welch illustre Beleidigung. Wenn Du auch nur irgendeine Ahnung von Jura hättest, dann hättest Du dir diesen Kommentar gespart. Daher machen wir mal folgendes:

1. Google mal die juristische Definition einer Drohung i.S.v. § 240 StGB.

2. Vergleiche die Definition mit meinem zweiten Satz.

3. Subsumiere unter diese Definition. Falls Du nicht weißt, was subsumieren heißt, google die Definition von subsumieren.

Kommentar von feinerle ,

Nur noch so am Rande zu diesem amüsanten Disput hier, 

illustre Beleidigung

Das ist nicht der Fall.

Man kann keine Aussage beleidigen, sondern lediglich natürliche Personen.

Es ist eine Beleidigung, jemand zu sagen, dass dieser blöd sein soll.

Es ist aber keine Beleidigung, jemandem zu sagen, dass das , was er von sich gibt, blöd sein soll.

Na? Unterschied kapiert?

verquirlter Unsinn

Ok, liebreizend war das nicht. Dennoch ist es eindeutig auf die Aussage gemünzt, nicht auf die Person. Demnach ist es keine Beleidigung.

Ergo, nicht jeder, der sich beleidigt fühlt, wurde auch tatsächlich beleidigt.

Aber das ist nur ein kleiner Nebenkriegschauplatz zu dem lustigen Ding, das ihr euch hier liefert.....

Kommentar von Artus01 ,

Das hätte glatt von mir sein können.

Kommentar von Hannes789 ,

Eine Drohung mit einem empfindlichen Übel liegt vor, wenn der angedrohte Nachteil geeignet ist, einen besonnenen Menschen zu dem geforderten Handeln zu veranlassen. Dies gilt sowohl für angedrohte gerichtliche Schritte (vgl. Fischer § 240 Rn. 33; Becker Anm. zu BGH NStZ 2014, 149, 155) wie auch hinsichtlich der angedrohten Strafanzeigen (BGH NJW 2014, 401, 403 Rn. 52). 

Kommentar von uni1234 ,

Das ist jetzt die Definition des empfindlichen Übels, was streng genommen erst danach kommt. Trotzdem untermauert Deine Fundstelle natürlich das ,was ich oben geschrieben habe. Insofern danke.

Kommentar von Hannes789 ,

Ja, passt ja aber auch hierzu. 

Kommentar von Artus01 ,

Was eine Bedrohung ist schein Dir allerdings nicht bewußt zu sein.

Eine Bedrohung im Sinne von § 241 StGB verlangt die Ankündigung eines Verbrechens. Wo in der Eingagsfrage wird mit einem Verbrechen gedroht ???

Für Nötigung ist die Drohung mit einem empfindlichen Übel erforderlich. Es mag zwar als empfindliches Übel empfunden werden wenn jemand ankündigt seine Forderung mit rechtsstaalichen Mitteln durchzusetzen. Strafbar im Sinne des § 240 StGB ist das allerdings nicht. Nicht jeder der sich genötigt fühlt, wird es auch.

Kommentar von uni1234 ,

Möchtest Du vielleicht lieber nochmal meine Antwort durchlesen bevor Du dich noch tiefer rein reitest?

Kommentar von Artus01 ,

Das wird kaum  nötig sein, sie bleibt weiterhin verquirlter Unsinn.

Kommentar von uni1234 ,

Ok schade, Dir scheint echt nicht zu helfen zu sein.

Kommentar von MasterJohanna ,

Was hier abläuft ist echt lustig, Haha. Macht den Anschein als ob da jemand nicht lesen könnte. :) Besagte Person sollte sich lieber weiter damit beschäftigen ein Schwert aus dem Stein zu ziehen, statt sich mit juristischen 1/10 Problemen auseinanderzusetzen.

Kommentar von Artus01 ,

Na dann mal für die Juraexperten.


Ja, die Aussage ist eine Drohung im Sinne des StGB. Man stellt dem Anderen nämlich ein Übel in Aussicht (die Anzeige),

Also eine Drohung findet sich, selbst nach intensiver Suche, im StGB nicht.

Es gibt aber den § 241 Bedrohung. Ein Experte für Recht sollte sowas aber richtig wiedergeben können, gerade weil es sich um juristische Belange handelt. Aber macht ja nichts, Der 241 paßt ohnhin nicht weil er die Drohung mit einem Verbrechen voraussetzt.


Man stellt dem Anderen nämlich ein Übel in Aussicht (die Anzeige),

Ja ok, allerdings muß da Übel auch noch empfindlich sein, wenn schon der § 240 StGB erfüllt sein soll. Auch das sollte ein Experte für Recht nicht vergessen.


auf dessen Eintritt man Einfluss hat.

Hat er schon, er braucht nur seine Schulden zu bezahlen.


Allerdings ist diese Drohung nicht strafbar, weder als Nötigung (§ 240 StGB) noch als Bedrohung (§ 241 StGB).


Eine Bahnbrechende Erkenntnis, liest sich in den ersten Sätzen allerdings etwas anders.


Für die Nötigung wäre nämlich erforderlich, dass die Drohung auch
verwerflich wäre. Das ist in diesem Fall natürlich nicht der Fall.


Wenigstens das paßt einigermaßen, nur reicht verwerflich nicht aus, es muß immer noch das empfindliche Übel vorliegen. Das sollte ein Experte für Recht eigentlich .... na ja.



Kommentar von uni1234 ,

Das ist echt witzig mit Dir. Du lernst es einfach nicht.

Das StGB kennt keine Drohung? Guck Dir mal die Tatbestandsmerkmale des StGB an.

Das Übel (in diesem Fall die Anzeige) ist auch empfindlich. Es ist nämlich geeignet den anderen zum entsprechenden Handeln zu veranlassen. Das ist wiederum die Definition für Empfindlichkeit in diesem Sinne...

Dass die Drohung mit einer Anzeige eine tatbestandliche Nötigung ist ergibt sich auch aus den von Hannes789 zitierten Entscheidungen. Aber die hast Du anscheinend auch nicht gelesen.

Daher kann ich Dir nur noch einmal den Tipp geben, Dich mit den einzelnen Definitionen genau zu beschäftigen. Insbesondere im Strafrecht ist das wichtig.

Antwort
von TheAllisons, 25

Nein, das ist eine Feststellung, keine Drohung. Das kann man ohne weiteres sagen. Und auch genauso machen

Antwort
von Ronox, 7

Ja, aber keine widerrechtliche.

Antwort
von Darkmalvet, 21

Hallo headtorch

Eine strafbare Bedrohung ist meines Wissens nach nur das androhen einer illegalen Handung, zur Polizei zu gehen ist jedoch dein Recht somit sollte das nicht unter Bedrohung fallen.

LG

Darkmalvet

Antwort
von Artus01, 10

Nein, das ist keine Nötigung und erst Recht keine Drohung im Sinne des Strafgesetzbuches.

Kommentar von uni1234 ,

Ich glaub Du kennst nicht den Unterschied zwischen einer Drohung und einer Bedrohung... Aber bei anderen Leuten dumme Kommentare ablassen...

Kommentar von Artus01 ,

....

Antwort
von lordy20, 21

Das ist eine Ankündigung, was man als nächstes tun wird.

Kommentar von Artus01 ,

Wenigstens eine vernünftige Antwort bisher.

Antwort
von minaray1403, 28

Nein ist es nicht, zumal eine Anzeige keine Straftat ist, solange sie gerechtfertigt ist.

Antwort
von howelljenkins, 14

nein ...

§ 241
Bedrohung

(1) Wer einen Menschen mit der Begehung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bedroht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer wider besseres Wissen einem Menschen vortäuscht, daß die Verwirklichung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bevorstehe.

Antwort
von tippsvonnino, 34

Nein. Die andere Person hat sich strafbar gemacht, deine Reaktion ist die notwendige Konsequenz darauf. Die Anzeige ist dein gutes Recht und das Ankündigen dessen ebenso...

Antwort
von josef050153, 3

Im Prinzip ja, aber sie ist wahrscheinlich nicht strafbar.

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